AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil
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Mit 12 Jahren bin ich das erste Mal in meinem Leben hinter dem Lenkrad eines Autos gesessen. Es war ein Mercedes Benz 1722 4x4 Kipper. Auf so einem Lastwagen habe ich in einem Lehm-Abbaugebiet das Autofahren gelernt. Vielleicht war das der Grund, warum ich heute diese Mercedes LKW´s so sehr ins Herz geschlossen habe.
Da der AMUMOT-Truck 1.0 nach 10 Jahren fulltime living langsam einer Grundsanierung oder besser noch eines Austauschs bedarf wurde es Zeit, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Da wir mehr in fernen Länder und Abseits der Straßen leben möchten, benötigen wir ein robusteres Fahrzeug. Das war die Gelegenheit, sich endlich einen Traum zu erfüllen.

AMUMOT-Truck 2.0

Mercedes Benz NG85 1225

Mit zwei Fahrzeugen zu reisen ist dann ok, wenn man lange an einem Platz steht und nur kurze Etappen fährt. Sobald es mal weitere Strecken werden, wird es lästig und wenn noch Fähren auf der Strecke liegen, meist auch teuer. Darum wollten wir im neuen Wohnmobil das Zweitfahrzeug unbedingt huckepack dabei haben. Ich finde es auch schöner zu zweit in einer Kabine zu fahren und spontan wo anhalten zu können, wenn man unterwegs etwas interessantes sieht.

So entstand aus einer Wunschliste nach etwas Planung dieses Auto. Wer unbedingt Allrad, Wohnraum und ein ATV dabei haben möchten, wird nur schwer mit einem kleineren Fahrzeug zurecht kommen. Denn trotzdem wollen wir weiterhin autark sein, als viel Wasser, Batteriekapazität und Solar-Power auf dem Dach haben.

Technische Daten

Zuerst ein kurzer Überblick, um eine Vorstellen der Dimensionen zu bekommen.

Technische Daten
MarkeMercedes Benz
Typ1225 AF (NG85)
Baujahr1988
MotorOM422 14517ccm V8 Saugdiesel
Leistung1075Nm knapp 300PS
Getriebe6 Gang Schaltung, mit Geländeuntersetzung | Permanent Allrad mit 2 Sperren
BereifungMichelin XZL 395/85 R20 auf Sprengringfelge
Außenmaße
Gesamtlänge8,10 Meter
Breite2,50 Meter
Höhe3,70 Meter
Gewicht komplett vollgetankt11,5 Tonnen
Kabine & Maße
BauartGFK Sandwichkabine mit 60mm Wänden und 110mm Boden. Außen 3mm innen 2mm GFK dazwischen extrem robuster Wasserfester PET Schaum. Umlaufender Alurahmen als Kantenschutz für die Kabine.
Innenlänge5,68 Meter
Innenbreite2,28 Meter
Innenhöhe2,10 Meter
Tanks
Diesel1x 400 Liter 1x 500 Liter
Wasser4x 105 Liter
Abwasser1x 100 Liter
Toilette2x 20 Liter für Urin
Gas1x 5Kilo Tankflasche 1x 5 Kilo Stahl

Der Gedankengang zum neuen Wohnmobil

Zweitfahrzeug am Zielort

Das perfekte Team

Mit dem Wohnmobil in der Natur stehen und mit dem Zweitfahrzeug die Sehenswürdigkeiten der Umgebung abklappern, war in der Vergangenheit eine super Sache. Mit zwei Fahrzeugen längere Strecken fahren war dagegen ziemlich doof. Darum haben wir auf der ersten Marokkotour den Ducato auch in Portugal untergestellt.
Wenn wir ein Zweitfahrzeug mitnehmen wollen, muss man viel drauf transportieren können - ein ATV bietet sich hier an. Klar würde auch ein Moped ausreichen - aber etwas Spaß gehört im Leben dazu.

Geländetauglicherer Basis

Ein Auto für alle Wege

Der Vario hatte einen sehr robusten, aber auch schweren Aufbau. Der Schwerpunkt war hoch, die Spur dazu schmal, das wird im Gelände schaukelig. Die Straßenreifen machen Pistenfahrten zur Qual. Wenig Achsverschränkung, Bodenfreiheit und keine Geländeuntersetzung stellten uns oft vor gewisse Probleme.

Optimierter Grundriss
Viel Stauraum, wenig Wohnraum ist super wenn man als Firma unterwegs ist oder mit mehreren Personen reist. In den Jahren habe ich folgende Vorgaben: Ein Auto braucht Platz zum bequem schlafen, gut sitzen und rum-lümmeln, eine Küche und ein Bad. Als Bett reichen 1,40cm Breite locker, die ein Meter lange Sitzbank war früher immer zu kurz. Da wir ein ATV dabei haben, mussten wir zwar kompromisse eingehen, sind aber trotzdem mit den neuen Grundriss mehr als zufrieden.

Träume erfüllen

Mitten in der Wüste übernachten - ein Traum!

In Blick auf die Zukunft sollte so ein Auto auch Weltreisetauglich sein. Ich habe schon immer gesagt, dass der Vario zwar super zum drin wohnen ist, aber über tausende Kilometer Waschbrettpisten möchte ich damit nicht fahren. Ich wollte schon immer ein ATV haben und auch zu den alten Mercedes LKWs habe ich eine Verbindung - habe ich doch mit 12 Jahren auf genau so einem Auto in einem Steinbruch das Fahren gelernt.

Allrad + ATV + Wohnraum und dazu nicht bis ans Limit beladen funktioniert nur, wenn die Basis groß genug ist. Willkommen in der LKW Klasse!

Ganz ehrlich, wenn ich früher gewusste hätte, was ich jetzt weiß hätte ich mir schon viel früher einen richtigen LKW gekauft. Das Fahren ist nicht vergleichbar mit der 7,5 Tonnen Klasse - und die fährt sich ja schon deutlich besser als dieses Sprintergegautsche.

Warum Selbstausbau

Viel lieber hätte ich einfach etwas fertiges gekauft. Aber gebrauchte Fernreisemobile sind nur schwer zu finden, viel zu teuer und haben meist zwei entscheidende Probleme.

  • Kein Platz im Fahrzeug grausame Grundrisskonzepte
  • Vollgestopft mit Technik und tausend Schaltern und Anzeigen

Ich möchte ein einfaches Fahrzeug, an dem so wenig wie möglich Technik dran ist. Dazu gehört auch eine einfache Elektrik oder tausende von Schaltern im Fahrerhaus und Aufbau. Ganze 4 Schalter haben wir: 3 für die Tankanlage und ein Schalter um den Wohnraumwechselrichter bei Nichtgebrauch einfach abschalten zu können.

Die Elektrik hat zwar ein sehr umfangreiches Monitoring - das habe ich aber nur eingebaut, weil es schon vorhanden war. Die komplette Anlage arbeitet auch ohne diesen Spielkram und alle wichtigen Geräte sind doppelt vorhanden.

Wir wollen das ATV dabei haben und trotzdem einen geräumigen Wohnraum. Fürs extreme Gelände das ATV für die Pisten der LKW - darum habe ich auch kein Problem mit den 4,25 Meter Radstand und einer 5,80 Meter langen Kabine.

Klein und Groß und Tour

Grundriss

Für mehr als optimal. Nach einigen Wochen finde ich den Grundriss sogar ziemlich geil. Wir haben richtig viel Lebensraum und trotzdem noch genug Stauraum.

Grundriss von oben

Wichtig ist viel Wohnraum, also eine lange Bank und etwas Platz zum stehen und aneinander vorbei zu kommen. Dazu eine Dusche und ein Bett. Die klassischen Fernreisemobil-Grundrisse haben uns nicht ganz überzeugen können.

Seitenansicht

Grundriss als 3D Modell

In jeder Hinsicht autark

Dieser Allrad-LKW ist unser Zuhause.
Alles wurde unter dem Grundgedanken der Autarkie geplant und gebaut. Von der Kompost-Trenn-Toilette mit 10 Wochen Leerungsintervall und 50l Urin-Tank, über große Wassertanks und einer Wasserfilteranlage für Oberflächenwasser, Holzheizung, Dieseltanks für 3500km Reichweite bis hin zur komplett autarken Stromversorgung machen dieses Offroadfahrzeug komplett unabhängig von Camping- und Stellplätzen.

Leben in und mit der Natur funktioniert in dem Fall durch einen sparsamen Umgang mit Ressourcen und durch der Verzicht von Chemie durch Verwendung von biologisch unbedenklichen Spül- und Waschmitteln.
Auch die großen und breiten Niederdruckreifen leisten ihren Beitrag – trotz der 11,5 Tonnen sinkt dieser LKW deutlich weniger tief ein, als der 7,5 t Vorgänger mit den schmalen Reifen. Den Beweis hierfür ist, dass wir ohne fremde Hilfe auf weichem Wüstensand fahren können.

Details für Technikliebhaber

  • Wasserversorgung
    Wasser ist wertvoll, aber leider auch sehr schwer. Daher müssen 420 Liter ausreichen um 2-4 Wochen autark zu sein. Da wir jetzt auch eine Waschmaschine an Bord haben steigt der Verbrauch zwar, dafür können wir aber mit einer Filteranlage Wasser aus Flüssen und Seen tanken.
  • Filteranlage für Oberflächenwasser
    Unabhängig sauberes Wasser tanken zu können, ist für uns sehr wichtig.
  • Netzunabhängige Stromversorgung durch Solar und Lichtmaschine
    Der Strom für Warmwasser, Kühschrank, Waschmaschine Backofen usw. wird über 1600Wp Photovoltaik erzeugt und in 4x200Ah Lithium Akkus gespeichert.

Heizungsanlage

Holzofen

3 Systeme geben Flexibilität. Als Primäre Heizung dient der Holzofen, er macht auch geräuschlos die beste Wärme im Fahrzeug. Das Kaminrohr aus dickem Edelstahl ist von innen einziehbar und trägt somit in der Höhe weniger auf, als die Solarmodule.
Für den Übergang, wenn es nicht gerade Tagelang regnet, tuts auch ein Keramik-Heizlüfter mit 400W auf der kleinen Stufe.
Für alle anderen Fälle gibt es noch eine 12kW Webasto Diesel-Warmwasser-Heizung, die auch den 15 Liter Wasserboiler im Bad mit erhitzt.

Des Ofen größter Fan ist klar der Max. Aber auch wir haben ihn in kurzer Zeit schätzen gelernt!

Ein Traum wird Wirklichkeit

Haben wollte ich schon immer sowas, sieht ja geil aus. Aber wenn man so ein Auto nicht richtig nutzen kann, lohnt es sich einfach nicht. Wir wollen aber inzwischen auf abgelegenen Straßen fahren, die nicht immer befestigt sind. Und da tut sich ein Auto, welches mit Achsverschränkung und kleinen Geländegängen daher kommt deutlich leichter, als wenn man einen Straßenwagen über jeden Stein quälen muss.

Wenn wir unserer Wünsche berücksichtigen, wirds in der 7,5 Tonnen klasse ziemlich eng. Einen überladenden Allradler zu fahren macht genauso wenig Sinn, wie ein Straßenauto im Gelände zu plagen. Daher lieber gleich was gescheites kaufen: et voilà le travail! Der 14 Tonner steht auf dem Hof.

Die neue Basis für unser Wohnmobil

Als Fahrzeug für schlechte Wege geplant, soll es uns an die schönen und einsamen Flecken dieser Erde bringen. Von dort erkunden wir dann mit dem Allrad-ATV die Umgebung. Diese Kombination ermöglicht uns auf der einen Seite beim Bau des LKW einige Kompromisse bei der Geländetauglichkeit einzugehen und so mehr Wohnraum zu bekommen und auf der anderen Seite macht ein ATV ungemein viel Spaß und schon immer ein Traum von mir.

Spezielle Anforderungen an die Kabine

Mit einer speziellen GFK Kabine für Fernreisemobile versehen, wird aus der alten Feuerwehr ein schöner Wohnlaster.

habe fertig!

Warum nehmt ihr nicht einen alten Kühlkoffer? Naja entweder sind die Dinger teuer, oder fertig. Und dazu haben sie oft noch die Löcher vom Kühlaggregat. Da kann ich auch gleich nach meinen Wünschen bauen lassen, denn wir wollen ja auch ein paar Jahre darin leben und nicht gleich mit Renovierungsarbeiten beginnen.

6cm dicke Wände mit PET Schaum

Die Kabine besteht aus 3mm Gfk außen, 55mm PET Schaum, 2mm Gfk innen = 60mm Gesamtstärke. Die Bodenplatte hat eine Gesamtstärke von 110mm und besteht aus 3mm Gfk außen, HD 300 Bodenschaum, 2x 6,5mm Multiplex und 2mm Gfk innen. Der PET Schaum kann optional bestellt werden, er zeichnet sich durch extremste Steifigkeit aus und ist 100% wasserabweisend.

Warum zum Hölle gelb!??

Weil schwarz kein Farbe ist, rot uns nicht gefällt und gelb ein weiterer Bestandteil eines Höllenfeuers ist.
Das Leben ist manchmal schon Grau genug, das muss ich nicht auch noch mit einem grauen Laster unterstreichen. Gelb ist die Farbe der Sonne, auch wenn die Farbe eigentlich Banane heißt. Gelb ist in der Natur immer schön anzusehen und fügt sich gut ins grün ein.

ich finde das Gelb passt super

Zur Kabine gescheite Fenster

Auf die Seitz-Fenster haben wir beide keine Lust mehr - es mussten Echtglasfenster sein. Welchen Hersteller man hier wählt ist ein Glaubenskrieg. Wir haben Wochen damit verbraucht und haben uns dann doch für die erprobte Lösung entschieden. KCT Fenster schmerzen einmal richtig, wenn man sie bezahlt - sollen dann aber ein Leben lang Freude bereiten. Hoffen wir, dass dies stimmt.

Bisher kann ich nur sagen, dass es Freude macht, sie zu bedienen. Sie sind gut verarbeitet haben aber auch klare Nachteile:

  • Die Fenster sind nicht oben angeschlagen sondern kippen im oberen drittel. Wozu dieser Blödsinn dient kann ich bis heute nicht verstehen. Der Ausrede, dass man so die Fenster außen einfach von innen putzen könne ist totaler Blödsinn. Man kann also nie richtig aus dem Fenster schauen, da man immer das ausgestellte Fenster im Blick hat.
  • Die Wärmeschutzverglasung bringt uns im Sommer nichts, da die Fenster eh rund um die Uhr offen sind. Im Winter, hält die Wärmeschutzverglasung aber wirkungsvoll die Sonne davon ab, die Kabine aufzuheizen. So saßen wir schon manchen Wintertag im Süden und mussten heizen, weil es trotz Sonne nicht warm in der Kabine wird.

Warum Mercedes und warum so einen alten?

Ganz einfach - Mercedes gibt es auf der ganzen Welt. Solide Technik und selbst nach 30 Jahren gibt es noch keine großen Probleme mit den Ersatzteilen. Bei dem Alter muss man etwas Aufpassen - werden die Kisten zu Alt, wird die Technik Prähistorisch. Dann darf man sich mit Druckluft-Hydraulischen Bremsen herumärgern. Ist die Technik zu neu, wirds zu elektrisch. Für mich war der Jahrgang 85-95 interessant. Da waren die LKWs ausgereift, haltbar und trotzdem noch relativ frei von Sensoren und Elektronik.

Ist die Last erst einmal runter, wird der SK munter!

Zwar haben wir keinen SK sondern den Vorgänger NG85, aber der Spruch passt trotzdem.

Mercedes Benz "Neue Generation" NG85 1225
1973 stellte Mercedes-Benz in seinem LKW Programm die Neue-Generation vor. Die NG Serie wurde von 1973 bis 1988 gebaut in 3 Evolutionsstufen gebaut. Der NG73, NG80 und zum Schluss NG85. Es ist die Zeit, wo die LKWs von Mercedes Benz ihren Ruf der Unverwüstlichkeit erlangten. In dieser Zeit wurden die Volldruckluftbremsen und die legendären V Motoren eingeführt. Als Nachfolger der NG Serie kam ab 1988 als Schwere Klasse der SK, welcher zum Schluss noch parallel zum Nachfolger Actros bis 1999 bestellt werden konnten.
Für einen SK hats leider nicht gereicht. Auch diese Autos sind inzwischen selten und unbezahlbar teuer. Wenn es schnell gehen soll, muss man kaufen was der Markt bietet.

Schäbisches Dieselgewitter aus 15 Liter Hubraum

Mit der Neuen-Generation von Mercedes-Benz wurden auch wurden auch die V Motoren mit 6-12 Zylindern eingeführt. Wobei der 12 Zylinder den Sonderfahrzeugen vorbehalten blieb. Ich habe mir natürlich so meine Überlegungen angestellt, wie viel Leistung wohl so ein ein Allrad-LKW benötigt, der mit 11-12 Tonnen nicht nur im Gelände fahren, sondern auch auf der Straße kein Hindernis darstellen soll.

Mit 1,8 Liter Hubraum pro Zylinder ergibt sich beim V6 ein Hubraum von knapp 11 Liter, 14,6Liter sind es beim V8 und den V10 kann man eigentlich nur noch im Museum oder in der Fernsehserie "Auf Achse" bestaunen.
Aus den Fahreigenschaften des Vario leite ich eine gewisse Mindestleistung ab, um mit meinen geplanten 11 Tonnen nicht zum Verkehrshindernis zu werden. Es bleibt entweder ein Turbomotor oder der V8 Saugdiesel übrig. Der Sauger ist mir sofort sympatisch und Hubraum ist bekanntlich durch nichts zu ersetzen.

Nach den ersten 1000 Kilometern wusste ich schon: Diese Entscheidung war goldrichtig! es hätte wirklich kein PS weniger sein dürfen. Meine erste Fahrt durch Frankreich bestätigt dies. Bei knapp 12 Tonnen Reisefertig sind knapp 300 PS genau richtig. Mehr geht immer, aber weniger würde ich nicht raten! In der Wüste konnte der V8 beweisen, dass er genug Reserven bietet. Selbst mit 800 Umdrehungen Motordrehzahl kann man entspannt im zweiten oder dritten Straßengang über Sandpisten cruisen.

Und so hört sich das dann an:

Mit dem LKW im Erg Chegaga
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Der V8 braucht zu viel Sprit

Auch das stimmt nicht, der V8 hat 1/3 mehr Leistung als der V6, trotzdem verbraucht der V6 nur 25% weniger Diesel. 😉

Alle V-Motoren von Mercedes dieser Generation haben den gleichen spezifischen Verbrauch pro Kilowattstunde. Einzig die Reibungsverluste durch die zusätzlichen Zylinder kommen oben drauf, werden in der Praxis aber nicht auffallen. Den V8 kann man entspannt sehr untertourig fahren. Über 1200 Umdrehungen erreiche ich nur bei höheren Geschwindigkeiten im 6. Gang. Dank der größeren Reifen sinkt die Drehzahl bei 80km/h Reisegeschwindigkeit auf erträgliche 1500 Umdrehungen. Die V6 sind meist wegen der geringeren Leistung schon ab Werk kürzer Übersetzt, benötigen also noch größere Reifen um eine halbwegs brauchbare Drehzahl bei Reisetempo zu erreichen. Das hat dann den Nachteil, dass sie keine Kraft mehr haben und man an Bergen viel früher und öfter zurück schalten muss - das alles sind Gründe, die den Verbrauch eines V6 nicht positiv beeinflussen.

Dass der V8 also mehr Sprit verbraucht ist wegen der Mehrleistung logisch. Wer in der Gewichtsklasse 12 Tonnen gerne der Erste in der Schlange am Berg ist, sollte zum V6 greifen.

OM422 14,5l

Ich bin die ersten 1200 Kilometer mit einem Durchschnittsverbrauch von 24 Litern gefahren, ich denke das ist ok. Wer bei so einem Auto um jeden Liter feilscht, hat das falsche Hobby.

Wie viel Diesel verbraucht der V8 nun?

So geht Tanken am schnellsten.

Beim Verbrauch muss man immer das Gewicht und die gefahrene Strecke betrachten. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass mein Vario 814D auf Landstraßen in Portugal und Spanien gut 3,5 Liter mehr verbraucht hat, als auch deutschen Autobahnen. Mit dem LKW sind wir bisher nur sehr wenig Autobahn gefahren. Langsames fahren im Gelände oder Landstraße mit vielen Kreisverkehren und Kreuzungen, wie man es aus Frankreich kennt, treiben den Verbrauch deutlich in die Höhe.
Ein in Spanien gewogenes reales Reisegewicht von 11,4 Tonnen und die groben Michelin XZL Geländereifen tun ihr übriges, um den Dieselverbrauch eines solchen Allrad-LKW in die Höhe zu treiben. Ich weiß, dass in Deutschland 24l/100km nicht unrealistisch sind. Aber in der Praxis sieht es dann doch anders aus:

Spritmonitor.de

Linkliste zu Technik und weiteren Themen rum um Allrad LKW

Bilder

Küche, Wohn- und Schlafzimmer (nicht aktuell)
Badezimmer
Holzofen
Fahrerhaus möglichst original erhalten
Garage fürs ATV
ATV ausladen
Adios
Fluss in Frankreich
Allrad Lkw Selbstausbau: Innenausbau Teil 1 - Wohnkabine, Möbelbau, Technik
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Allrad Wohnmobil Selbstausbau: Innenausbau Teil 2 & Lackierung
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Unterwegs in Marokko