AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil
Hinweis: Mit und gekennzeichnete Links sind Affiliatelinks. Bestellst Du etwas über solch einen Link, erhalte ich eine Provision.

Das heutige Thema soll meine Wasserinstallation im Fernreisemobil sein. Von vielen Stellplatzbesuchen in den ersten Jahren haben wir uns immer mehr vom Massentourismus entfernt - und mögen es inzwischen am liebsten irgendwo ganz alleine zu sein. Je weiter man sich vom Mainstream entfernt, desto schlechter werden die Wege – das liegt in der Natur der Dinge. Darum haben wir ja auch einen Laster, der gut mit schlechten Wegen kann. Abseits dem gut ausgebauten Ver- & Entsorgungsnetz für Wohnmobile in Europa möchten wir für andere Länder möglichst gut gerüstet sein. Nebst langer Autarkie war es mir wichtig, dass unsere Wasserversorgung im Wohnmobil möglichst einfach und ausfallsicher ist. Meine Gedanken dazu und die Umsetzung möchte hier beschreiben – vielleicht hilft dir ja sogar der eine oder anderen Gedankengang bei der Planung deiner Wasserinstallation im Expeditionsmobil weiter.  

Nach über 11 Jahren im Wohnmobil, und oft wochenlangen Standzeiten alleine in der Wildnis, wussten wir schon zu Beginn der Planungsphase recht genau, was wir wirklich benötigen. Das leidige Thema mit dem Gewicht verfolgt uns auch bei einem 14-Tonner weiter. Diesmal jedoch nicht wegen beschränkter Zuladung, sondern wegen freiwillig gesteckten Zielen zugunsten von Geländegängigkeit und Materialschonung.

Wasserinstallation in der Küche

Planung Teil 1: Wasserinstallation im Wohnmobil

Am Anfang der Planung steht das Lastenheft. Hier kommt alles rein, was mir zu dem Thema einfällt.

  • In Bad und Küche je ein Waschbecken mit Warmwasser
  • Waschmaschine
  • Spülmaschine
  • Abwasser-Rückgewinnung durch Umkehrosmose
  • Ein Außenanschluss zum Händewaschen, Wasser zapfen, was auch immer, wäre nett.
  • Warmwasser muss sofort am Hahn zur Verfügung stehen
  • Hohe Autarkie
  • Redundantes System, was sich mit mehreren Energiequellen bedienen lässt
  • Haustechnik, bis auf die 24V Druckpumpe
  • Keine unnötigen Löcher in der Aufbauwand
  • So wenig wie möglich Totvolumen der Wassertanks
  • Möglichst wenige Verbindungen

Die Spülmaschine war sehr lange in unserem Grundriss vorgesehen, flog dann aber zu Gunsten der Kaffeemaschine irgendwann raus. Zwar wäre eine Spülmaschine schon nett gewesen, aber nüchtern betrachtet bringt sie außer Zeitersparnis keinen einzigen Vorteil.

Die Abwasserrückgewinnung durch Umkehrosmose habe ich auch nicht umgesetzt - sie ist zu pflegeintensiv. Laut einem Osmose-Anlagen-Verkäufer wäre die Lebensdauer der Osmose-Membran mit derart verschmutzen Wasser nur sehr kurz. Schade, denn diese Idee hätte echt viel Gewicht einsparen können.

Bleiben wir beim ganz einfachen Ausbau: Nach den Wassertanks folgt eine Pumpe, ein paar Schläuche und zwei Wasserhähne – fertig ist die Wasserversorgung im Wohnmobil.
Ein paar Umstände führten jedoch dazu, dass meine Wasserinstallation doch etwas anders aussieht, als bei den meisten, die wir so kennen:

  1. Druckschwankungen können zu Schäden am Boiler führen!
    In den letzten Jahren hörte ich immer wieder von undichten Warmwasserboilern. Ich fragte mich, woher das kommen mag. Der Grund dafür ist einfach: Wenn der Warmwasser-Boiler ins Druckwassersystem eingebunden ist, unterliegt der Behälter ständigen Druckschwankungen. Anders als im Haus schwankt der Druck in der Leitung beim Öffnen eines Wasserhahns viel stärker.
    Beim Erhitzen des Boilers steigt der Druck im kompletten Wasserkreis solange an, bis das Überdruckventil öffnet - sofern überhaupt eines vorhanden ist. Das alles führt dazu, dass der Behälter in ständiger Bewegung ist und irgendwann brechen wohl die Schweißnähte. Kreisrunde Boiler wie der Donut in den Truma-Heizungen scheinen davon nur sehr selten betroffen zu sein.
  2. Temperatur- und Druckbeständigkeit von Wasserschläuchen.
    Bei der Suche nach geeigneten Wasserschläuchen stellte ich schnell fest, dass die Druckfestigkeit bei hohen Temperaturen stark absinkt. Weiter denke ich, dass man Kunststoffe nicht unnötig heißen Temperaturen aussetzen sollte
  3. Lange Warmwasserleitung kosten Energie. Ich will sofort warmes Wasser haben, wenn ich den Hahn öffne.

Darum möchte ich auf Wasserboiler in der Druckleitung verzichten – das erledigt viele Fliegen mit einem Schlag!
Das Zauberwort heißt Niederdruck-Wasserboiler mit einem speziellen Wasserhahn. Das Niederdrucksystem kennt man aus Häusern ohne zentrale Warmwasserversorgung. Das Wasser wird also in kleinen Boilern meist über Strom direkt unter dem Wasserhahn erzeugt. Die Armaturen erkennt man an den drei Anschlussschläuchen.

3 Anschlüsse beim Niederdruck Wasserhahn

Nachteil des Niederdrucksystems ist, dass man für jeden Wasserhahn einen eigenen Boiler benötigt. Wir haben fünf Entnahmestellen, benötigen aber zum Glück nur in Küche und Bad heißes Wasser. Da reichen also zwei Boiler mit je einem Wasserhahn aus. Für die Dusche habe ich eine besondere Lösung - denn drei Boiler wären dann doch übertrieben.

Vorteil des Niederdrucksystems ist, dass man nur eine Druckleitung bis zur Entnahmestelle hat und somit nur sehr wenige Verbindungen und T-Stücke nötig sind. Wenige Verbindungen = weniger Risiko einer Undichtigkeit!
Besonders gefällt mir, dass es keine Schlauchverbindungen mit Schlauchschellen im Warmwasser-Teil gibt. Diese werden nämlich gerne mal wegen der Temperaturschwankungen undicht. Das Problem hatte ich nämlich bei sämtlichen Warmwasserleitungen im Vorgänger!

Planung Teil 2: Wassertank und Kapazität

Dank Wasserfilter, kann man Tankvolumen einsparen.

Mein altes Wohnmobil, der selbst ausgebaut Vario, dient als Grundlage für die Planung. Gutes wird übernommen und Schlechtes soll optimiert werden. Damals reichten 350l Frischwasser, verteilt auf zwei Tanks – verbunden mit einem dicken Schlauch am Boden, um 2-4 Wochen autark sein zu können.

Ich denke, mit einem Wasser-Vorrat von 400 Litern haben wir einen guten Mittelweg zwischen Autarkie und Gewicht gefunden. Um unabhängig von Wasserwerken zu sein, nehme ich die Wasserfilteranlage mit, damit ich auch aus Bächen, Seen oder auch Quellen abseits der Zivilisation die Wassertanks befüllen kann.

Welche Wassertanks?

Wassertank Testaufbau, wie sie später auch eingebaut sein werden.

Form des Wassertanks: Anfänglich wollten wir noch einen ganz flachen Tank in einem Doppelboden verschwinden lassen. Der Nachteil ist, dass je nachdem wie schräg man geradesteht, ein mehr oder minder großer Teil Restwasser für die Saugleitung unerreichbar ist.
Abhilfe hätte eine Entnahmestelle für jede Ecke gebracht, die man mit 4 Kugelhähnen entsprechend der Schräglage hätte auswählen können. Aber keine Firma wollte mir einen Tank nach Maß in einem angemessenen Zeitraum liefern. Zum Glück haben wir den Doppelboden bis auf ein kleines Podest unterm Tisch wieder verworfen.
In unserem finalen Grundriss gibt es einen schönen Raum unter dem Bett. Dieser eignet sich perfekt für die Unterbringung von vier 105 Liter Turm-Wassertanks, mit der Grundfläche 50x30cm und 70cm Höhe. Jeder Tank für sich hat nur 2,5 Liter Totvolumen und selbst bei leichter Schräglage selten über 5 Liter. Da die Abläufe zur Fahrzeugmitte zeigen, können immer mindestes zwei Wassertanks komplett leer laufen, was also 410l nutzbarem Volumen entspricht.

Einbau der Wassertanks

200 Kilo werden hier durchgeschaukelt.

Je zwei Wassertanks stehen links und rechts, mit fünf Zentimeter Abstandshalter zu Außenwand (darin verläuft ein Heizungsrohr der Wasserheizung), in einem 63cm tiefen Raum vor der Quad-Garage, ziemlich genau über der Hinterachse. Mit Distanzlatten und einem Aluträger mit Spannschrauben sind die Tanks formschlüssig in den Hohlraum unter dem Bett eingespannt und können sich keinen Millimeter mehr bewegen. Diese Konstruktion hat sich in Marokko als ausreichend stabil erwiesen!

Besonderheiten beim Anschluss der Wassertanks

  1. Meine Wassertanks können nicht wie sonst üblich mit einer Gießkanne von außen befüllt werden. Denn der Einlass wäre auf 2,50 Meter Höhe – wer will schon jedes Mal die Leiter auspacken?
  2. Da die Tanks folglich mit Druck betankt werden, muss sichergestellt sein, dass das Wasser ohne Druck auf die Tanks auszuüben ungehindert überlaufen kann – im Idealfall nach draußen.
  3. Jeder Tank kann einzeln befüllt und entleert werden.

Den Vario konnte ich mit der Gießkanne betanken – gemacht habe ich das nur ganz selten mal. Wer schon mal 400 Liter per Gießkanne getankt hat, weiß bestimmt, warum wir eine tragbare Wasserpumpe dabei haben.
Damit sich beim Befüllen auf keinen Fall Druck in den Wassertanks aufbauen kann, bekam jeder Wassertank einen eigenen 25mm dicken Überlaufschlauch nach draußen. Am Überlauf kann ich von außen erkennen, welcher Tank beim Befüllen gerade voll wird.

Über vier Kugelventile in der Wasserversorgung kann ich das Befüllen und die Entnahme aus den Wassertanks regeln.

Skizze und Erläuterung meiner Wasserversorgung

zum Vergrößern anklicken

Wie schon Eingangs beschrieben ist die Versorgung nach der Druckpumpe wenig spektakulär. Um die Vibrationen der Membranpumpe etwas zu dämpfen habe ich einen Druckspeicher eingebaut. Sehr viel hat es leider nicht gebracht. Besser wäre vermutlich gewesen, die Wasserleitung nicht direkt mit Schellen an die Wand zu schrauben. Wird beim nächsten Auto dann besser gemacht!

Verteilerblock - das Herz der Wasserversorgung

Über den Verteilerblock wird alles gesteuert.

Die Verteilereinheit, bestehend aus 6 Kugelventilen, ist das Herz meiner Wasserversorgung und hat folgende Funktionen:

Wassertanks, Pumpe, Druckspeicher und Verteilblock
  • Wassertank
    Jedes der mittleren 4 Ventile ist einem Wassertank verbunden. Ich kann hiermit steuern, welcher Tank gefüllt oder geleert werden soll. Zum Beispiel könnte ich 3 Tank-Ventile offen lassen und einen Tank als Reserve geschlossen halten. Wenn die Wasserpumpe Luft zieht, kommt der Reservetank dran. Eine unfehlbare Wasserstands-Anzeige, denn weitere Füllstandsanzeigen habe ich nicht.
  • Wasser Füllanschluss
    Oben am Verteilerblock (im Bild links) befindet sich nach dem Kugelhahn eine Gardena-Schnellkupplung. Hier ist ein kurzer Füllschlauch angeschlossen, der durch den Kabinenboden in den hinteren Staukasten führt. Am Ende befindet sich ebenfalls eine Gardena Kupplung mit integriertem Kugelhahn. Hierüber wird nun entweder die Betankungspumpe, ein Wasserhahn oder der Verlängerungsschlauch angeschlossen. Weiter ist dieser Schlauch meine Außenwasserversorgung, da er in direkter Verbindung zu einem offenen Wassertank steht.
  • Wasser Entnahmeanschluss
    Am unteren Kugelhahn (rechts im Bild) ist die Wasserpumpe mit einem flexiblen Panzerschlauch angeschlossen. Der Kugelhahn dient nur für Wartungsarbeiten, damit die Tanks nicht leerlaufen.
Der Füllanschluss dient auch als Außenzapfstelle

Mit diesem Verteilerblock kann ich nun verschiedenste Szenarien einstellen. Ich könnte zum Beispiel die Tanks umgehen und auf einem Grundstück Leitungswasser direkt beziehen.
Der Füllschlauch bewährt sich zudem auch als Außen-Wasseranschluss. Damit lassen sich die Tanks auch komplett entleeren.
Da ich das Wasser aus unsicheren Quellen sowieso filtern muss, stört es überhaupt nicht, dass die Tanks nicht mit einer Gießkanne betankt werden können. Halt! Natürlich kann man die Tanks auch ohne Druck befüllen - aber nur von innen über den Service-Deckel.
Aber bevor ich mir diese Mühe mache, nehme ich eine Bohrmaschinen-Pumpe für den Akkuschrauber. Ideal auch, wenn man frisches Quellwasser ohne Filter tanken möchte.

Wassertanken mit dem Akkuschrauber und Pumpe

Warmwasser im Wohnmobil

Es gibt zwei Wasserboiler, einen für jeden Wasserhahn. Dank der kurzen Leitung kommt sofort warmes Wasser. So wird wenig kaltes Wasser verschwend.

Der Wasserboiler im Bad hat ein Volumen von 15 Liter. Er versorgt das Waschbecken, und hat ausreichend Volumen, um damit auch duschen zu können. Auf 40°C erhitzt verbraucht der Boiler, dank der guten Isolierung, nur sehr wenig Strom und kann 24 Stunden in Betrieb bleiben. Mit einer Heizschlange für Kühlwasser kann der Boiler bei Strommangel auch über die 12kW Dieselheizung beheizt werden. Im Umkehrschluss dient der Boiler als Wärmespeicher für die Warmwasserheizung, damit diese weniger oft starten muss.

Duschen! Wenn du das Niederdrucksystem schon kennst, fragst du dich jetzt sicher, wie man jetzt bitteschön damit auch duschen kann. Da unser Wasserhahn keine Umschaltung für einen Duschschlauch hat, habe ich das ganz einfach gelöst: Mit einem Adapter am Perlator kann jederzeit ein Duschschlauch angeschlossen werden.

Duschbrause am Wasserhahn
Wenko Waschbeckenbrause mit Duohaken chrom glänzend
Preis: 19,53 €
(Stand von: 2020/07/08 6:41 pm - Details
×
Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
)
Sie sparen: 0,42 € (2%) (2 %)
(94 Kundenrezensionen)
4 neu von 19,45 €0 gebraucht
(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)

Ein Wasserhahn mit ausziehbarer Brause wollte ich nicht, denn dann muss das warme Wasser immer den langen Weg durch den Schlauch nehmen. Der Spareffekt wäre dahin.

Schnellkupplung für die Duschbrause

Der Boiler in der Küche hat dagegen nicht viel Volumen. Er dient nur zum Spülen und ist reiner Luxus - wenn der Strom zu knapp ist, kann er einfach ausbleiben. Ein Elgena Kleinboiler mit 3 Liter und 24V 400W Heizstab erhitzt mir das Wasser auf handwarm und kann ebenfalls 24h am Tag in Betrieb sein.

Kleiner Elgena Wasserboiler 24V

Stromverbrauch von Wasserboilern?

Um einen Liter Wasser um 1°C zu erwärmen benötigt es 1,6Wh elektrische Energie. Hat das Wasser aus den Tanks zum Beispiel 15°C, und ich möchte es auf 40°C erwärmen, benötige ich dafür 600Wh. Der kleine Boiler in der Küche benötigt hierfür 120Wh.

So viel zur Theorie. In der Praxis benötigt der 15L Boiler bei 750W am Morgen genau 22 Minuten zum Aufheizen - was 275Wh entspricht. Schau ich auf die Heizperioden im Dauerbetrieb, sind es in etwa 3 Minuten pro 2,5 Stunden. In 24 Stunden würde das in etwa 28-30 Heiz-Minuten für die Bereitstellung von Warmwasser bedeuten - was 375Wh entsprechen würde.
Mehr Zahlen habe ich aktuell nicht zu dem Thema, ich bin zur Zeit noch testen.

Solange man die Boiler mit kostenlosem Solarstrom betreiben kann, ist das eine feine Lösung. Da ich das Backup über die Dieselheizung habe, stehe ich dem Stromverbrauch sowieso sehr gelassen gegenüber.

Ich habe es gemessen: Dank der direkt am Wasserhahn installierten Boiler fließen nur noch 0,18 Liter kaltes Wasser, bis es endlich warmes Wasser kommt.

Abwasser

Irgendwo muss das ganze Wasser auch hin. Dazu habe ich einen Tank aus Alu schweißen lassen, der genau in den Zwischenrahmen passt. Da die Duschtasse auf dem Kabinenboden aufliegt, müssen alle Abwasserrohre unter der Kabine verlaufen. Damit sie im Winter nicht einfrieren, sind sie mit Rohrbegleitheizungen ausgestattet, die ab 5°C einschalten. Damit ich nicht den Tank beheizen muss, gibt es zwei Abgänge um das Abwasser in Eimer ableiten zu können. Dessen Inhalt muss man halt so entsorgen. Da wir biologisch unbedenkliche Waschmittel, Spülmittel und Seifen benutzen, habe ich auch kein Problem damit. Die Natur freut sich drüber.

In Marokko haben wir nur wenige Campingplätze gesehen, wo die Entsorgung wirklich zu einer Kläranlage ging - sehr oft endete der Abfluss hinter der Mauer vom Campingplatz. Auch deshalb achten wir darauf, erst gar keine toxischen Abwässer zu erzeugen.

Bezugsquellen

Fazit nach 6 Monaten Betrieb

Ich war beim Bau sehr froh, dass die paar Einzelteile in wenigen Stunden eingebaut und angeschlossen waren. Nur so konnten wir unseren 6-Wochen-Ausbau-Zeitplan einhalten.

Nach den ersten 6 Monaten Dauerbetrieb wurde nichts undicht und ich freue mich, dass alles so zufriedenstellend funktioniert. Beim nächsten Mal würde ich es wieder genau so bauen. Über die Option, den Boiler im Bad auch mit der Dieselheizung aufheizen zu können, waren wir im November in Deutschland sehr glücklich.

Über die 3 Kilo Mini-Waschmaschine sind wir besonders dankbar. Obwohl sie weniger als 20 Liter pro Waschgang verbraucht, waschen wir oft auf dem Weg zur Wasserstelle schnell noch Wäsche um das übrige Wasser im Tank zu nutzen. So wird der Wasservorrat am wenigsten belastet.

Trotzdem war nicht alles, was ich gemacht habe, perfekt: Den anfänglich eingebauten Wasserfilter und die starke 18l 5,5 Bar Pumpe habe ich bisher nicht erwähnt. Selbst mit einem neuen 10“ Kerzenfiltern war der Wasserfluss so sehr gedrosselt, dass die Lilie-Smart-Pumpe nur mit geringer Drehzahl, extrem laut lief. Die Pumpe dröhnte im Wohnmobil wie ein Maschinengewehr.
Da wir beim Duschen nicht vertrocknen wollten, flog noch in der Bauphase der Filter samt Pumpe wieder raus. Ich baute die kleine, im Artikel beschriebene, Wasserpumpe ein. Ganz vielleicht folgt irgendwann mal eine separate Trinkwasserentnahmestelle - aber bisher gab es keine Probleme beim Trinken des ungefilterten Wassers aus dem Tank.

Den recht harten Wasserschlauch habe ich mit Metallschellen direkt an die Wand geschraubt. Schwingungen von der Wasserpumpe können sich so perfekt auf den Aufbau übertragen und richtig dröhnen. Der kleine Druckspeicher mindert dies etwas - trotzdem bleibt die Wasserpumpe, trotz zusätzlicher Schallschutzmaßnahmen, gut hörbar.

Den Wasser-Verteilerblock halte ich für eine geniale Idee. Wasser tanken und entnehmen über nur eine Leitung hat sich bewährt. Nur sollte der Montageort der Ventile so gewählt werden, dass man sie auch von außen, während dem Wassertanken, bedienen kann.
Das geht bei uns aus mehreren Gründen nicht. Ich könnte aber vier Bowdenzüge an die Kugelhähne montieren und nach draußen verlegen. Das wäre dann eine einfache und robuste Fernbedienung.

Feedback geben & teilen

Wie findest du meine Lösung? Was würdest du anders machen? Auf Twitter oder Facebook kannst du kommentieren, liken oder auch gerne den Artikel teilen.

auf Facebook

auf Twitter