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Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Auf Reisen fotografieren, wer tut das nicht? Wenn man, so wie ich, sehr viel auf Reisen ist, gibt’s auch mehr zum Fotografieren. Meine Fotos waren für mich bisher immer Erinnerungen an die schönen Zeiten. Inzwischen hat mich der Ehrgeiz gepackt und seither setzte ich mich mit dem Thema „Reisefotografie“ intensiv auseinander. Ich nenne es einfach Reisefotografie als Überbegriff für alle Themen die mich beim Fotografieren auf Reisen erwarten.

unterwegs mit der kleinen Reisekamera
Fotografierne auf Reisen – an den unmöglichsten Orten

 

Reisefotografie vereint sehr viele Spezialgebiete der Fotografie miteinander. Nicht selten heißt es bei mir „fotografieren in extremen Situationen“. Sei es, in der Nacht bei Langzeitbelichtungen oder der traumhafte Sonnenuntergang am Meer. Oder fotografieren in dunklen Räumen frei Hand ohne Stativ an verlassenen Orten oder in Museen. Oder auch nur mit extremen hell/dunkel Kontrasten bei einer Städtetour, wenn die Sonne brennt.

Meine Reisekamera muss mit all diesen Situationen zurechtkommen, daher lege ich Wert auf hochwertige Technik. Trotzdem heißt es nicht, dass man mit einer guten Kamera automatisch die besseren Bilder macht! Ein gutes Bild macht der Fotograf und nicht die Kamera! Auch mit meiner alten Canon 50D entstehen die gleichen Bilder wie mit Sony A7.

Unter normalen Bedingungen wird der Betrachter nicht unterscheiden können, mit welcher Kamera ein Bild aufgenommen wurde. Die Unterschiede merke ich im Schwachlichtbereich, am Bildstabilisator und am Gewicht/Größe der Kamera!

Was reizt mich am Fotografieren auf Reisen?

Je mehr ich mich mit dem Thema Reisefotografie beschäftige, desto besser werden nicht nur meine Bilder, sondern auch mein Blick für Details und Situationen. So entstehen mit der Zeit immer mehr Bilder mit dem gewissen „Wow Effekt“.
Es macht Spaß neue Techniken zu lernen, wie zum Beispiel Langzeitbelichtungen am Meer oder bei Nacht. Oder beim Erkunden von verlassenen Orten, die meist dunkel sind lernt man automatisch die Kamera ruhig zu halten, um nicht immer mit dem Stativ herumlaufen zu müssen.

Fotografieren und Reisen – für mich ist es das schönste Hobbie. Es ist das Gesamtpaket, was bei mir den Reiz an diesem Hobby ausmacht. Fotografieren ist ein guter Ausgleich um auf andere Gedanken zu kommen. Egal ob im Wald, am See oder auch in der Stadt – manchmal laufe ich einfach ohne Ziel durch die Gegend und schaue nur, manchmal setzte ich mir auch ein Fotomotto und nehme mir dann hierfür die passende Ausrüstung mit. Aber egal wie, je intensiver ich mich mit der Fotografie auseinandersetze, desto genauer Scannen meine Augen die Umgebung ab und wenn ich dann ein Motiv finde, welches andere vielleicht übersehen hätten, dann freue ich mich darüber.

Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre.
– Robert Bresson –
Fotografieren im Wald
Die 3 im Wald (50mm ƒ16 1/60 Sek. ISO 2000)

 

Wenn zu mehreren auf Foto Tour gehen entstehen auch immer wieder lustige Contests. Hinterher werden die Bilder entwickelt und man zeigt sich die Motive, welcher der andere nicht gesehen hat. Manchmal sind es die kleinen Dinge, welche mich faszinieren. Wie zum Beispiel die Korkeichen mit den drei dreien auf dem Stamm. An diesem Ort war ich nicht nur einmal, bis ich endlich das Bild so im Kasten hatte, wie ich es mir vorgestellt habe.

Eine gute Reisekamera ist die halbe Miete

Lass dich nicht täuschen – ein gutes Bild macht nicht die Kamera, sondern der Fotograf! Wenn du also denkst, dass deine Bilder mit einer besseren Kamera automatisch besser werden, liegst du weit daneben. Ich habe das selbst gemerkt als mir meine neue Kamera für die Reisen gekauft habe, waren meine Bilder erst schlechter als die Bilder der alten Kamera. Man muss mit einer Kamera auch umgehen können und je mehr Funktionen so eine Digitalkamera bietet, desto schwieriger wird es, sie auch richtig zu nutzen. Wobei ich an meiner Kamera neben Zeitautomatik nur noch den manuellen Modus nutze – alles andere habe brauche ich nicht.

Trotzdem habe ich hohe Ansprüche an die Technik. Ich habe mir eine gute Kamera mit guten Objektiven gekauft um technisch einwandfreie Bilder machen zu können. An missratenen Bilder ist also nicht die schlechte Kamera schuld, sondern ich alleine. Das hilft mir besser zu werden, mehr zu üben. Manches Motiv fotografiere ich ganz oft, bis ich es endlich so habe, wie ich mir das Ergebnis erwünsche.

Zu meiner Fotoausrüstung gehört daher schon immer eine Kamera mit wechselbaren Objektiven. Früher wars eine Spiegelreflex-Kamera – heute ist es eine spiegellose Systemkamera. Bilder mit dem Handy sind am Tage zwar meist ganz ok, aber schon der erste Sonnenuntergang zeigt deutlich die Unterschiede von einer Digitalkamera zu einem Smartphone.

Dank wechselbarer Objektive kann ich meine kleine Reisekamera perfekt auf verschiedene Situation anpassen. Unheimlich krasse Bilder entstehen mit einem 14mm Ultra-Weitwinkel Objektiv, Detail- und Makroaufnahmen mache ich mit einer 50mm Festbrennweite und mit 75-300mm Tele-Zoom-Objektiv kann ich weit entfernte Motive fotografieren. Parallel dazu habe ich noch ein gutes Reisezoom Objektiv 24-105mm, um auf Sightseeing-Touren nicht wechseln zu müssen.

Fotos von AMUMOT

reisefotografie kamera sonnenuntergang
Fotos sind ein Teil meines Lebens. Ich mag es, wenn ich mit meinen Fotos einen Teil meiner Eindrücke auf Reisen an die Leser meines Blogs weitergeben kann. Dabei ist es nicht immer einfach die Situation so einzufangen, dass auch der Betrachter am Monitor mitfühlen kann, was ich gerade gesehen habe.

 

Das war nun ein grober Einblick über mein Hobby „Fotografieren auf Reisen“. Wenn du mehr Bilder von mir sehen möchtest, dann besuche doch mal meine anderen Kanäle:

Immer wieder werde ich gefragt: „Womit machst du deine Bilder?“

Kamera: Sony Alpha 7 Mark2
Spiegellose Systemkamera mit Vollformat-Sensor und wechselbaren Objektiven.
Objektive:

So kam ich zu meiner kleinen Reisekamera

Getreu dem Motto, lieber ein Bild als kein Bild zog ich früher meist nur mit dem Handy los, weil ich oft keine Lust hatte, die große Canon Spiegelreflexkamera mitzunehmen. Bei Aufnahmen am Tag liefern Smartphones ja auch durchaus brauchbare Bilder ab.

Im Jahr 2017 erkannte ich, dass ein Bild auch mehr sein kann, als nur ein Bild. Man kann damit Botschaften übertragen und mir macht es vor allem Spaß, die aktuelle Stimmung möglichst gut auf einem Bild widerzugeben zu können. Richtig gut klappt das, seit ich weiß, welches Potential in einem RAW Bild steckt und ich die Bilder selbst entwickle und es nicht mehr der Kamera überlasse.

Wo die Grenzen einer inzwischen 9 Jahren alten Kamera liegen, merkte ich dann auch schnell. So keimte langsam der Wunsch nach besserer Technik, welche folgende Wünsche befriedigen sollte:

  1. Ich wollte den Schritt zum Vollformatsensor wagen. Der größerer Bildsensor hat ein besseres Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten. Bei Vollformat bekommt man mehr Bild bei gleicher Brennweite als bei einer APS-C Kamera. Gut für Weitwinkelaufnahmen.
  2. Es soll eine kleine leichte Kamera sein, die immer dabei sein kann.
  3. Spiegellos: Durch den fehlenden Spiegel vor dem Sensor kann die Kamera deutlich kürzer und somit kleiner gebaut werden und ich kann mit einem Adapterring alle DSLR Objektive benutzen – Hersteller unabhängig.
  4. Manuell fokussieren an einer spiegellosen Kamera. Ich würde gerne öfter manuell scharf stellen, damit der Fokuspunkt auch da sitzt wo ich ihn haben möchte. Aber über den Sucher an der DSLR ist das nur schwer möglich, da es keine Vergrößerungslupe gibt. Mit meiner alten Canon 50D kann ich zwar mit 10facher Vergrößerung im Live-View auf dem Display super manuell fokussieren, aber wehe, wenn die Sonne scheint, dann sehe ich nichts mehr.
  5. Ein elektronischer Sucher einer Systemkamera bietet alle Funktionen, welche der Live-View an der DSLR bietet. Das hat mich begeistert! Selbst Bilder anschauen, Einstellungen ändern geht alles im elektronischen Sucher. Und das ist in meinen Augen eine super feine Sache, denn ich kann endlich im vollen Sonnenlicht Bilder anschauen oder auch problemlos mit Lupe oder Fokus-Peaking (Kantenanhebung: Dient zum einfachen manuellen fokussieren) meine Kamera scharf stellen. Eine sehr feine Sache.

Sony Alpha 7

Kleine Kamera zum Reisen
Klein und kompakt – das macht die Sony zur perfekten Reisekamera.

Das waren meine Hauptargumente für eine Systemkamera und gegen eine Spiegelreflexkamera. Weiter kommt, dass Sony es geschafft hat, durch eine neue Bauweise des Bildsensors, einen wahren Supersensor zu erschaffen. Ein wirklich brutaler Dynamikumfang erlaubt es nun aus schon einem einzigen Bild ein HDR ähnliches Bild zu erstellen, nur durch Anhebung der Tiefen und Absenkung der Lichter. Die nervigen Belichtungsreihen mit 3 Bilder, nur damit ich beim finalen Bild keine über und unterbelichteten Bereiche im Bild habe, gehören nun fast der Vergangenheit an.

Noch viel wichtiger, wie sich nach über einem Jahr Nutzung herausstellte: Ein Bildstabilisator ist eingebaut, und zwar in der Kamera! Der Sensor wird in 5 Achsen bewegt und gleicht so effektiv sämtliche Bewegungen der Kamera aus. Der Stabi am Sensor ermöglich auch stabilisierte Bilder mit Objektiven zu machen, welche keinen eigenen Stabilisator haben. Dieses Feature, möchte ich nie mehr missen! Mit 50mm Brennweite schaffe ich noch 1/6 Sekunde aus der Hand!

Die oben genannten Eigenschaften sind genau das, was ich möchte und womit eine DSLR Kamera zumindest bei mir, keine Zukunft mehr haben wird. Viele Profis sagen im Internet, mit den herausragenden Systemkamera wie Sony lohnt eine Spiegelreflexkamera nicht mehr wirklich. Naja, die werden es wohl wissen.

Sony A7 2
Sony Alpha 7 Mark 2 mit 28mm F2.0 – eine super Reisekamera

 

Ich habe es nicht bereut
Nach zehntausenden von Bildern mit der Sony Alpha 7 kann ich auf jeden Fall bestätigen – so ganz schlecht ist die wirklich nicht! Gerade der elektronische Sucher macht verdammt viel Spaß und mit den richtigen Objektiven geht da richtig was an Bildschärfe.
Dank dem in der Kamera integrierten 5 Achsen Bildstabilisator gibt es fast keine unscharfen Bilder mehr.
Die Idee, meine Canon Objektive weiter zu nutzen, war zwar nicht schlecht, habe ich inzwischen aber aufgegeben. Die Sony Objektive E-Mount Objektive sind leicht und funktionieren mit Autofokus deutlich besser.
Würde ich heute noch einmal Vollformat kaufen? Nachts mit ISO 5000 in der Stadt fotografieren gehen ist schon sehr geil! Wegen den paar Bildern jedoch immer schwere Vollformat Objektive herumtragen? Ich glaube, heute würde ich mich anhand der Erfahrungen aus den letzten Monaten vielleicht doch anders entscheiden.

Reisekamera Ausstattung
Meine Reisekamera mit Zeiss 24-70ƒ2, Samyang WW 14mm ƒ2.8, Canon 50mm ƒ1.8, Canon 35mm ƒ2.0 & Canon 75-300 ƒ4-5.6

 

Verschiedene Objektive sind fast Pflicht

Was nützt die beste Reisekamera, wenn man keine gescheiten Objektive dafür hat? Ich habe Spaß beim Fotografieren und meine Lieblingsthemen sind Landschaftsfotografie, Makro und auch mal klassisches Knipsen von Urlaubsbildern in der Stadt, wenn wir gerade auf Sightseeingtour sind.

Zuerst hatte ich recht schnell eine ganze Latte an verschiedenen Objektiven, um alle möglichen Situationen abdecken zu können. Daran ist Sony nicht ganz unschuldig, denn es dauerte recht lang, bis Sony endlich ein gescheite Reisezoom auf den Markt brachte.
Heute würde ich sagen, das beste Allround Objektiv gerade für Reisen ist das Sony 24-105mm F4 G als Reiseobjektiv. Damit ist der wichtigste Brennweitenbereich abgedeckt und das das 24-105 ist dazu noch irre scharf – bis in die Ecken!

Dieses Objektiv war seit Vorstellung mein Traum und es ist auch wirklich gut – mein einem großen Nachteil: Es ist schwer und macht die Kamera unhandlich. Der Traum von der kleinen leichten Reisekamera ist vorbei.

Eine leichte, lichtstarke Festbrennweite ist für mich inzwischen die bessere Wahl, als Zoomobjektiv mit großem Brennweitenbereich. Trotzdem tummeln sich inzwischen 5 Objektive in meiner Sammlung, die so auch behalten werde.

  1. Zeiss Loxia 50mm ƒ2.0 Festbrennweite
  2. Sony G 24-105 ƒ4
  3. Ultraweitwinkel Samyang 14mm ƒ2.8
  4. Canon Telezoom 75-300 ƒ4.5-5.6
  5. Sony 28mm ƒ2.0 Festbrennweite – zur Zeit immer weniger drauf

Weitere wichtige Ausstattung

Egal wie groß deine Fotoausrüstung für Reisefotografie auch ist – für gute Bilder bist du selbst verantwortlich!

Kompaktes Reisestativ

Meine ganzen Nachtaufnahmen und auch viele Sonnenuntergangsbilder entstehen auf einem Stativ. Ich habe zwei Stück, ein ganz kleines für die Hosentasche was ich in der Regel immer dabei habe und ein großes Stativ, wenn ich gezielt in dunkeln Räumen wie Lost Places fotografieren gehe.

Günstige Reisekamera für Jedermann die Alternative zu Vollformat

So kommt nun, was kommen musste. Tanja hat meine alte Canon 50D bekommen, welche ja wirklich auch keine schlechten Bilder macht. Aber nachdem sie mich mit der Sony gesehen hatte, und die Vorzüge eines digitalen Suchers, gepaart mit der geringen Größe der Kamera, wollte sie auch so eine Kamera haben.

Tanja reicht aber die APS-C Version mit dem kleineren Bildsensor völlig aus. Sie will nicht den Ultraweitwinkel, sondern lieber mal Nahaufnahmen mit dem 300mm Teleobjektiv machen, was an der APS-C mal eben 480mm entspricht.

Die Wahl fiel daher auf die Sony A6000 Reihe – die APS-C Version zur A7. Als wirkliche Top Einsteiger Reisekamera bietet sich die A6000 an. Auch diese Kamera hat schon den geilen Sony Sensor mit dem Ultra Dynamikumfang, was HDR Aufnahmen praktisch überflüssig macht. Auch das Bildrauschen bei Nachtaufnahmen liegt auf sehr geringen Niveau, ähnlich meiner A7 Vollformat.
Die A6000 hat zwar noch keinen Bildstabilisator im Sensor verbaut. Aber das Kitobjektiv 16-50 bringt dafür einen Stabi mit und so lassen sich auch mit dieser Kombination tolle Bilder erzeugen.

Das 16-50mm Kitobjetiv ist echt der Wahnsinn. Es ist so gigantisch klein und leicht, dass man nicht glauben mag, dass es sich um ein Zoomobjektiv handeln würde.

Tanja hat in ihrem Blog einen ausführlichen Bericht über ihre neue Reisekamera veröffentlicht. Wenn es dich interessiert, dann schaue doch dort mal vorbei.

AMUMOT big Picture – Portugal

Nachfolgend möchte ihr dir meine „Big Picture Galerie“ vorstellen. In diesem Album werde ich meine besten Bilder aus Portugal sammeln. Dabei werden die Bilder auch immer wieder ergänzt, erweitert und ausgetauscht. Damit du auf dem Laufenden bleiben kannst, gibt es bei Google Fotos die Möglichkeit, dem Album zu folgen. Immer wenn ich ein neues Bild hochlade, bekommst du eine Benachrichtigung.

reisefotografie portugal
Big Picture Album (aufs Bild klicken!)

 

Mein Fazit

Ich habe bei fast 0 angefangen und mich langsam nach oben gearbeitet. Heute würde ich kein Vollformat mehr kaufen, APS-C reicht für 98% der Aufnahmen aus. Die Objektive sind kleiner, leichter und auch billiger. Als Reisekamera, die man immer dabei haben möchte ein wichtiger Punkt. Was einer heutige Kamera auf keinen Fall fehlen sollte ist ein 5 Achsen Bildstabilisator im Sensor. Verwackelte Bilder gehören auch bei Freihand fast der Vergangenheit an. In Verbindung mit einem lichtstarken Objektiv und etwas Übung ist man sogar bei Nacht in der Stadt locker ohne Stativ unterwegs.

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