Auf Reisen fotografieren, tut fast jeder. Wenn man, so wie ich, sehr viel auf Reisen ist, gibt’s auch mehr zum Fotografieren. Meine Fotos sind für mich in erster Linie Erinnerungen an die schönen Zeiten. Wer weiß schon, wie lange ich mein Leben so weiterleben kann? Sollte es mal nicht mehr gehen, habe ich immer noch meine Fotos als Erinnerung.

unterwegs mit der kleinen Reisekamera

Fotografierne auf Reisen – an den unmöglichsten Orten

Reisefotografie ist ein sehr umfangreiches Hobby, welches sehr viele Spezialgebiete der Fotografie miteinander vereint. Nicht selten heißt es bei mir „fotografieren in extremen Situationen“. Sei es, in der Nacht bei Langzeitbelichtungen oder der traumhafte Sonnenuntergang am Meer. Oder fotografieren in dunklen Räumen frei Hand ohne Stativ an verlassenen Orten oder in Museen. Oder auch nur mit extremen hell/dunkel Kontrasten bei einer Städtetour, wenn die Sonne brennt.

Meine Kamera kann zwar nicht meinen Blick für die Situation, das Foto und den Bildaufbau übernehmen. Trotzdem lege ich Wert auf eine einfache, gute und vor allem leistungsfähige Reisekamera. Warum für mich keine digitale Spiegelreflexkamera mehr in Betracht kommt, werde ich dir weiter unten auch erzählen. Meine Technikverliebtheit hat mich jedoch zu einem recht guten Modell der kleinen Kameras greifen lassen. Lieber gebe einmal etwas mehr Geld aus und komme dann nicht so schnell an die Grenzen der Technik.

Was reizt mich am Fotografieren?

Je mehr ich mich mit dem Thema Reisefotografie beschäftige, desto besser werden nicht nur meine Bilder, sondern auch mein Blick für manche Details und Situationen. So entstehen mit der Zeit immer mehr Bilder mit dem gewissen „WoW Effekt“. Das sind dann die Bilder, welche ich mir selbst immer wieder anschaue und jedes Mal aufs Neue freue, dass ich diesen einen Moment so einfangen konnte.

Es ist das Gesamtpacket, was bei mir den Reiz an diesem Hobby ausmacht. Fotografieren ist ein guter Ausgleich um auf andere Gedanken zu kommen. Ich gehe mit meiner kleinen Kamera spazieren, im Wald, am See oder auch in der Stadt. Manchmal laufe ich einfach ohne Ziel durch die Gegend und schaue nur, manchmal setzte ich mir auch ein Ziel und nehme mir dann hierfür die passende Ausrüstung mit. Aber egal wie, je intensiver ich mich mit der Fotografie auseinandersetze, desto genauer Scannen meine Augen die Umgebung ab und wenn ich dann ein Motiv finde, welches viele anderen sicher übersehen, dann freue ich mich darüber.

Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre.
– Robert Bresson –

Fotografieren im Wald

Die 3 im Wald (50mm f16 1/60 Sek. ISO 2000)

So entstehen auch immer wieder lustige Contents, wenn ich mit Tanja oder anderen auf Tour gehe. Hinterher werden die Bilder entwickelt und man zeigt sich die Dinge, welcher der andere nicht gesehen hat. Manchmal sind es die kleinen Dinge, welche mich faszinieren. Wie zum Beispiel die Korkeichen mit den drei dreien auf dem Stamm. An diesem Ort war ich nicht nur einmal, bis ich endlich das Bild so im Kasten hatte, wie ich es mir vorgestellt habe.

Eine gute Reisekamera ist die halbe Miete

Zu meiner Fotoausrüstung gehört daher schon immer eine Kamera mit wechselbaren Objektiven. Früher wars eine Spiegelreflex-Kamera – heute ist es eine Systemkamera, weil die einfach mehr Vorteile bieten, wenn man viel unterwegs ist. Verschiedene Objektive lohnen sich, sobald man etwas speziellere Bilder machen möchte. Unheimlich krasse Bilder entstehen mit einem Ultra-Weitwinkel Objektiv, Detail- und Makroaufnahmen mache ich mit einer 50mm Festbrennweite und mit 75-300mm Tele-Zoom-Objektiv kann ich weit entfernte Motive fotografieren. Parallel dazu habe ich noch ein gutes Reisezoom Objektiv 24-70mm, um auf Sightseeing-Touren nicht wechseln zu müssen. Eines habe ich gelernt, viel Equipment mitzunehmen, hat zur Folge, dass ich mich mehr mit der Technik als mit den Motiven beschäftige.

reisefotografie kamera sonnenuntergang

Fotos sind ein Teil meines Lebens. Ich mag es, wenn ich mit meinen Fotos einen Teil meiner Eindrücke auf Reisen an die Leser meines Blogs weitergeben kann. Dabei ist es nicht immer einfach die Situation so einzufangen, dass auch der Betrachter am Monitor mitfühlen kann, was ich gerade gesehen habe.

Das war nun ein grober Einblick über mein Hobby „Fotografieren auf Reisen“. Wenn du mehr Bilder sehen möchtest, dann besuche mich auf flickr, Goolge+, Instagramm, Facebook oder 500px. Vor allem bei Instagramm gibt es fast täglich ein Update.

AMUMOT bei flickr besuchen

Nun wird´s etwas technischer, es geht um meine kleine Reisekamera und die restliche Fotoausrüstung. Vielleicht kann ich dir im nachfolgenden Text ein paar Anregungen liefern, denn auch ich habe mir viele Gedanken gemacht, bevor ich mir eine neue Kamera gekauft habe. Bevor du zur klassischen DSLR Spiegelreflex greifst, schaue dir doch mal die spiegellosen Systemkameras von Sony an.

Meine kleine Reisekamera für unterwegs

Getreu dem Motto, lieber ein Bild als kein Bild zog ich früher nur mit dem Handy los, weil ich oft keine Lust hatte, die große Spiegelreflexkamera mitzunehmen. Die aktuellen Handys sind inzwischen zwar echt gut, kommen aber an die Qualität einer vernünftigen Spiegelreflexkamera immer noch nicht heran.

Deutlich besser wurden meine Bilder, seit ich weiß, welches Potential in einem RAW Bild steckt. Wo die Grenzen einer inzwischen 9 Jahren alten Kamera liegen merke ich jetzt aber auch schnell. Vor allem seit ich mit Stefan öfter in den portugiesischen Dörfern auf Foto-Tour war.
So keimte langsam der Wunsch nach besserer Technik, welche folgende Wünsche befriedigte:

  1. Ich wollte den Schritt zum Vollformatsensor wagen. Vollformat heißt ein größerer Bildsensor, welcher angeblich ein besseres Rauschverhalten bei hoher ISO hat (Das haben aber einige schon wiederlegen können). Bei Vollformat bekommt man mehr Bild bei gleicher Brennweite als bei einer APS-C Kamera. Gut für Weitwinkelaufnahmen.
  2. Es soll eine kleine leichte Kamera sein, die immer dabei sein kann.
  3. Spiegellos: Durch den fehlenden Spiegel vor dem Sensor kann die Kamera deutlich kürzer und somit kleiner gebaut werden und ich kann mit einem Adapterring alle DSLR Objektive benutzen – Hersteller unabhängig
  4. Manuell Fokussieren: an einer spiegellosen Kamera. Ich würde gerne öfter manuell scharf stellen, damit der Fokuspunkt auch da sitzt wo ich ihn haben möchte. Aber über den Sucher an der DSLR ist das nur schwer möglich, da es keine Vergrößerungslupe gibt. Mit der 50D kann ich zwar mit 10facher Vergrößerung im Live-View auf dem Display super manuell fokussieren, aber wehe wenn die Sonne scheint, dann sehe ich nichts mehr.
  5. Ein elektronischen Sucher einer Systemkamera bietet alle Funktionen, welche der Live-View an der DSLR bietet. Das hat mich begeistert! Selbst Bilder anschauen, Einstellungen ändern geht alles im elektronischen Sucher. Und das ist in meinen Augen eine super feine Sache, denn ich kann endlich im vollen Sonnenlicht Bilder anschauen oder auch problemlos mit Lupe oder Fokus-Peaking (Kantenanhebung: Dient zum einfachen manuellen fokussieren) meine Kamera scharf stellen. Eine sehr feine Sache.

Sony Alpha 7

Das sind die Hauptargumente, welche ich an meiner DSLR bisher immer vermisst habe. Weiter kommt dazu, dass Sony es geschafft hat, durch eine andere Bauweise des Bildsensors, einen wahren Supersensor zu erschaffen. Ein wirklich brutaler Dynamikumfang erlaubt es nun aus schon einem einzigen Bild ein HDR ähnliches Bild zu erstellen, nur durch Anhebung der Tiefen und Absenkung der Lichter. Die nervigen Belichtungsreihen mit 3 Bilder und die Geisterbilder beim fertigen HDR gehören nun fast der Vergangenheit an. HDR Bilder lassen sich am besten nur mit statischen Objekten erzeugen. Wasser und Natur sind immer kritisch und nur bei Windstille wirklich perfekt zu erstellen.

Auch ein Bildstabilisator ist mit eingebaut, der Sensor wird in 5 Achsen bewegt und gleicht so effektiv sämtliche Bewegungen aus. Der Stabi am Sensor ermöglich auch stabilisierte Bilder mit Objektiven zu machen, welche keinen eigenen Stabilisator haben.

Die oben genannten Eigenschaften sind genau das, was ich möchte und womit eine DSLR Kamera zumindest bei mir, keine Zukunft mehr haben wird. Viele Profis sagen im Internet, mit den herausragenden Systemkamera wie Sony lohnt eine Spiegelreflexkamera nicht mehr wirklich. Naja, die werden es wohl wissen.

Sony A7 2

Sony Alpha 7 Mark 2 mit 28mm F2.0 – eine super Reisekamera

Ich habe es nicht bereut
Nach tausenden von Bildern mit der Sony Alpha 7 kann ich auf jeden Fall bestätigen – so ganz schlecht ist die wirklich nicht! Gerade der elektronische Sucher macht verdammt viel Spaß und mit den richtigen Objektiven geht da richtig was an Bildschärfe.
Wobei wir schon beim nächsten Punkt sind – Scharfe Bilder. Ein Bildsensor mit 24 Megapixeln benötigt auch entsprechend hochauflösende Objektive um überhaupt sein ganzen Potential ausnutzen zu können. Das schränkt die Objektivauswahl auf einmal ziemlich ein. Hochwertige Objektive sind Pflicht!

Dank dem in der Kamera integrierten 5 Achsen Bildstabilisator gibt es fast keine unscharfen Bilder mehr. Freihandbilder sind mit 35mm selbst bei 1/6 Sekunde noch möglich!

Reisekamera Ausstattung

Meine Reisekamera mit Zeiss 24-70F2, Samyang WW 14mm F2.8, Canon 50mm F1.8, Canon 35mm F2.0 & Canon 75-300 F4-5.6

Verschiedene Objektive sind fast Pflicht

Was nutzt die beste Reisekamera, wenn man keine gescheiten Objektive dafür hat. Ich habe Spaß beim Fotografieren und meine Lieblingsthemen sind Landschaftsfotografie, Makro und auch mal klassisches Knipsen von Urlaubsbildern in der Stadt, wenn wir gerade eine eine Sightseeingtour machen.
Ich habe mich daher für folgende Objektive entschieden:

  • Ultraweitwinkel 14mm für Landschaftsfotografie und Nachthimmel
  • 28mm Festbrennweite mit Weitwinkelkonverter für Unterwegs und Lost Places
  • 35mm Festbrennweite für Stadt und Lowlight
  • 50mm Festbrennweite für Bilder während der Fahrt, Makro und Lowlight
  • 24-70mm Reisezoom als „immerdrauf“ bzw. als Alternative zu den Festbrennweiten
  • 75-300mm Tele-Zoom brauche ich nicht oft, darf aber nicht fehlen

Festbrennweiten Objektive im Detail

Weitwinkel für Naturfotografie
Ein Weitwinkelobjektiv sollte in keiner Landschafts- und Naturfotografie Ausrüstung fehlen. Und hier gilt, weiter der Winkel des Weitwinkels ist, desto besser. Ich habe mich für ein ziemlich extremes Ultraweitwinkel mit 14mm entscheiden. Alles darunter ist schon ein Fischauge mit entsprechenden Verzerrungen im Bild, welche mir gar nicht gefallen.
Mein erstes Ultraweitwinkel Objektiv ist von Samyang – hier habe ich einen echten Glückstreffer gelandet. Das Samyang 14mm bietet bei einem Preis von gerade mal 320€ (Sept.17) eine unglaubliche Abbildungsleistung. Meistens sind Ultraweitwinkel Objektive im Vollformat-Bereich in den Ecken sehr unscharf oder abartig teuer. Samyang hat es aber geschafft, ein Objektiv zu bauen, welches sogar bei Offenblenden schon bis in die Ecken eine hohe Bildschärfe hat. Bis Blende 8 steigert sich die Schärfe sogar noch leicht und macht das Objektiv perfekt für Landschaftsaufnahmen auf meinen Reisen.
Dank hohen Lichtstärke der Blende 2.8 eignet es sich auch hervorragend für Nachaufnahmen vom Sternenhimmel und der Milchstraße. 14mm am Vollformat sind schon ultraweit und genau hier liegt der Reiz an diesem Objektiv! Ich liebe es wirklich.
Den günstigen Preis realisiert Samyang durch den Aufbau. Das 14mm Weitwinkel ist komplett manuell, es erfolgt keine Datenübertragung zur Kamera. Trotzdem ist Fokussieren kinderleicht. An der Sony, dank Fokuspeaking, sowieso kein Thema, aber auch an einer DSLR Kamera sollte das Fokussieren nicht zum Problem werden, denn Weitwinkelobjektive sind bei Blende 8 von 60cm bis New York scharf!! Echt der Hammer, einmal den Fokusring auf etwa 3-4 Meter eingestellt, muss nichts mehr geändert werden.
Seit meinem ersten Fotoshooting am See bin ich von diesem Objektiv voll begeistert. Es ist schon bei Offenblende Knackscharf und eignet sich daher auch super zum Sterne fotografieren. Mit Blende 8 lassen sich eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen erzeugen.
Das Samyang 14mm gibt es für schlappe 270€ Aufpreis (also fast das Doppelte) auch mit Autofokus und dem Sony E-Mount speziell für meine Kamera. Ich bin aber froh, dass ich mir das Geld gespart hatte, die manuelle Version erfüllt bei einem Weitwinkel dieser Dimension mehr als ausreichend ihren Zweck.

Beispielbilder:

Samyang 14mm F2.8

Sony 28mm F2.0 Festbrennweite (SEL28F2) für die Stadt.
Das geniale an dem Objektiv, es lässt sich vorne ein Weitwinkelkonverter montieren und die Brennweite reduziert sich auf 21mm bei einer Lichtstärke von immer noch 2.8. Ideal für Indoor-Aufnahmen in verlassen Häusern (Lost Places) oder die Milchstraße. Ich habe es nur wegen dem Weitwinkelkonverter gekauft, da hier die Brennweite ändern kann, ohne das Objektiv von der Kamera nehmen zu müssen.
Beispielbilder:

Sony Weitwinkelobjektiv SEL28F20

Canon 35mm F2.0 IS USM
Als wirkliche Top Festbrennweite hat sich das Canon 35mm F2.0 erwiesen, die Bilder sind so scharf, dass ich sie teilweise nicht nachschärfen darf. Dank der zweier Blende lässt sich super mit Schärfe und Unschärfe spielen. Eigentlich beißt sich das 35mm etwas mit dem 28mm von Sony. Aus heutiger Sicht würde ich es nicht mehr kaufen.

Beispielbilder:

Canon 35mm F2 IS USM

Canon 50mm F1.8 STM
Mit dem Canon 50mm F1.8 STM lassen sich tolle Detailbilder und mit Zwischenringen auch faszinierende Nahaufnahmen erzeugen. Auch in der Stadt machen 50mm am Vollformat so richtig Spaß. Für den Preis von knapp über 100 Euro sollte dieses Objektiv in keiner Fotoausrüstung fehlen.
Natürlich sollte man auch bedenken, dass man für 100€ kein Spitzenobjektiv bekommt. Das Canon 50mm 1.8 ist bei Offenblende doch ziemlich unscharf am Rand. Ab Blende 2.8 wird es besser und ab Blende 4 ist es richtig scharf. Die Unschärfe am Rand bei Offenblende stört jedoch nur wenig. Selbst die teureren Canon 50mm Festbrennweiten sind nicht schärfer als das 50mm 1.8, weshalb sich der Mehrpreis hier für mich nicht lohnen würde.

Ich nutze das Objektiv sehr gerne um Objekte freizustellen und da ist das 50er wirklich top. Mit 50mm in der Stadt fotografieren hat auch seinen Reiz. Ganz ohne Zoom macht man sich automatisch mehr Gedanken um den Bildaufbau und schult dabei auch das Auge sehr effektiv. Nicht nur für Anfänger kann ich die Canon 50mm Festbrennweite sehr empfehlen! Nirgends bekommt man so viel Objektiv für so wenig Geld!

Beispielbilder:

Canon EF 50mm 1.8 STM

„Immerdrauf“ Reisezoom Objektiv

Was mich aber ganz schnell nervte, das wechseln der Objektive. Vor allem in staubiger Umgebung, also in ganz Portugal, kommt es nicht so gut, wenn man das Objektiv ständig wechselt. Daher wollte ich ein „Immerdrauf-Reisezoom-Objektiv“ haben.

Das Sony 24-70 F4.0 soll nicht schlecht sein. Mit 24mm hat noch reichlich Weitwinkel und mit 70mm einen leichten Telebereich. Die Verarbeitung ist erstklassig. An die drive-by-wire Fokussierung muss man sich jedoch erst gewöhnen.
Dieses Objektiv habe ich mir in Porto im Sony Shop gekauft. Zwar ist es in Portugal teurer als bei Amazon in Deutschland. Aber leider haben Sony Objektive eine gewisse Serienstreuung, somit muss nicht jedes Objektiv automatisch gut sein. Mein Modell scheint jedoch ok zu sein.
Das Zeiss 24-70 F4 (SEL2470z) die bessere Ausführung zum Sony Standartzoom 28-70. Das Reisezoom (oder Standartzoom) deckt die wichtigsten Brennweitenbereiche und hat eine durchgängige Offenblende von F4. An der Sony A7 Mark 2 liefert es noch eine akzeptable Bildschärfe. Die Linsen sind top vergütete – chromatische Aberration und Lensflairs halten sich sehr in Grenzen.

Gerne hätte ich wieder, wie früher schon, eine durchgängige Blende von 2.8 gehabt. Aber die Premium Version als G-Master 24-70F2.8 kostet mal eben 1000 Euro mehr, ist nur minimal schärfer als das Zeiss 24-70F8. Dazu ist es dank der großen Blende fast doppelt so groß und schwer – geht also gar nicht, und als Reiseobjektiv ist das 24-70 2.8 G-Master überhaupt nicht zu empfehlen! Die Kamera wird sehr kopflastig und schon nach wenigen Minuten möchte man die Kamera aus der Hand legen. Besser soll es sein, wenn man den Batteriegriff an der Sony montiert. Aber dann sind wir wieder bei der Größe einer Spiegelreflexkamera und das möchte ich auch nicht.
Ich denke, das Zeiss F4 ist ein guter Kompromiss zwischen Größe/Gewicht und Abbildungsleitung.

Beispielbilder:

Zeiss 24-70 mm, F4 ZA OSS, Vario Tessar T*

Wenn ich nur mit der Kamera in die Stadt gehe, habe neben dem Reisezoom auch gerne nur das Sony 28mm F2.0 drauf. Es ist lichtstark, mit 200Gramm super leicht und klein. Die Alpha 7 wirkt dann fast wie eine kleine Kompaktkamera und ist knapp 1 Kilo leichter als meine Canon 50 D mit dem Tamron 17-50. Eine richtig geile Kombination als Reisekamera.

Sony Objektiv Adapter

Sony @7 Mark 2 mit Commlite (EF-NEX) Adapter und Canon EF 35mm f2 IS USM

Sony @7 Mark 2 mit Commlite (EF-NEX) Adapter und Canon EF 35mm f2 IS USM

Eine kurze Anmerkung zu meinem verwendeten Objektivadapter von Commlite. Sony selbst verkauft solche Adapter für knapp 500 Euro. Bei Sigma muss man auch sehr viel Geld für das gleiche Teil investieren. Der Commlite kostet um die 60 € und funktioniert mit den meisten Canon Objektiven recht gut. Der Autofokus ist deutlich langsamer als mit Sony Objektiven, was mich aber wenig stört, denn seit ich diese Kamera besitze ist manuell fokussieren mein neues Hobby geworden. Schneller und besser sollen die Adapter von Sigma (MC-11) funktionieren, kosten aber auch das fünffache…

Egal wie groß deine Fotoausrüstung für Reisefotografie auch ist – für gute Bilder bist du selbst verantwortlich!

Tele Zoom Objektiv

Canon 75-300 F4-5.6 USM
Dem Telezoom Objektiv gebe ich nicht allzu viel Bedeutung. Ich nutze es dazu viel zu wenig. Mal einen Vogel, oder Löschflugzeuge in Portugal fotografieren, aber sehr oft habe ich früher schon das Tele nicht genutzt. Darum war ich ganz froh, dass Canon ein wirklich günstiges Tele Zoomobjektiv im Angebot hat. Für 130 Euro kann man hier nichts falsch machen.
Das Canon Objektiv hat keinen Bildstabilisator. In Verbindung mit dem Stabilisator in der Kamera fällt dies aber nicht negativ ins Gewicht. Scharfe Bilder sind daher selbst mit 300mm Brennweite am Tage kein Problem.
Mit Blende 11 werden die Bilder durchaus ansehnlich, auch wenn bei 300mm schon ein paar Abstriche gemacht werden müssen. Alles in allem kann man sagen – die Qualität geht für den Preis in Ordnung, mehr aber auch nicht. Hier werde ich mich in Zukunft nach einem gebrauchten, besseren Objektiv umsehen.

Beispielbilder:

Canon 75-300 F4-5.6 III

Kompaktes Reisestativ

Meine ganzen Nachtaufnahmen und auch viele Sonnenuntergangsbilder entstehen auf einem Stativ. Ich habe zwei Stück, ein ganz kleines für die Hosentasche was ich in der Regel immer dabei habe und ein großes Stativ, wenn ich gezielt in dunkeln Räumen wie Lost Places fotografieren gehe.

Welches Objektiv als IMMERDRAUF für Reisefotografie?

Nun habe ich ja schon einige Objektive und stehe immer vor der Qual der Wahl. Ich stehe ja auch noch in den Anfängen meiner Fotokarriere und muss noch viel lernen. Ich suche für mich noch das richtige Immerdrauf-Objektiv.

Der Mensch ist faul und ich noch viel mehr. Daher werden die meisten Fotografen irgendein IMMERDRAUF Objektiv haben. Ich bin noch auf der Suche nach meinem besten immerdrauf Objektiv. Am Vollformat macht sich das Canon 50mm ganz gut, ich liebe dieses Objektiv inzwischen und gehe damit auch schon mal in der Stadt fotografieren. Einziger Nachteil ist halt die eingeschränkte Brennweite. Bei 50mm bekommt man nicht wirklich viel aufs Bild, aber dafür kommt man nah ran, und nah rangehen, oder besser gesagt mitten im Geschehen sein, ist beim Fotografieren nie verkehrt. Ich habe schon öfter bemerkt, dass meine Bilder deutlich interessanter wirken, wenn ich Details oder Ausschnitte einer Szene fotografiere, statt von weit weg das Motiv komplett abbilde. Daher sind meine besten Bilder meist mit der 50mm Festbrennweite entstanden. Das Canon 50/1.8 STM ist sowieso ziemlich scharf, wie ich inzwischen feststellen durfte – deutlich besser als das Standartzoom 24-70 von Zeiss.

das immerdrauf Reiseobjektiv

Beispielbild: Landschaftsfotografie mit 50mm

Vielleicht mehr Weitwinkel als Immerdrauf?

Eine andere Alternative wäre das Canon 35mm f2.0, es hat deutlich mehr Weitwinkel und gerade in der Stadt wäre es die perfekte Linse um schöne Urlaubsbilder schießen zu können. Dank der guten Lichtstärke eignet sich das Canon 35mm auch hervorragend für Lowlight aufnahmen oder auch um Motive schön freistellen zu können (geringe Schärfentiefe bei offener Blende). Trotzdem will mit das 35mm nicht so recht ans Herz wachsen – schon gar nicht als immerdrauf Objektiv.

Reisekamera mit Festbrennweite

Beispielbild: Landschaftsfotografie mit 35mm

Das 14mm Ultra-Weitwinkel ist zwar geil für bestimmte Situationen und Landschaftsfotografie – aber als immerdrauf Objektiv doch zu speziell.
So bleibt eigentlich nur das 24-70 Reisezoom übrig, was ich immer auf der Kamera haben könnte. Für die Stadtbesichtigung ist es sicher nicht schlecht, die durchgehende Blende von 4 ist ok, aber nichts Besonderes und Freistellen von kleineren Details geht nur in Verbindung mit einer langen Brennweite von 70mm.

Oder doch ein Zoom als Immerdrauf Reiseobjektiv?

Die Logik würde für das 24-70 sprechen – es deckt als Zoomobjektiv die wichtigsten Brennweiten ab, aber ich mag irgendwie das kleine und leichte 50mm von Canon an der Sony – und Tanja nimmt das 24-70 auch sehr gerne mal an ihrer Sony A6000.

Das ist fotografieren – es gibt keine Regeln oder Gesetze wo man sich nach richten könnte. Jeder muss für sich selbst den besten Weg finden. Fotografieren auf Reisen ist so vielfältig – dass ich vielleicht gar kein immerdrauf Objektiv haben werde, sondern eher ein jenacheinsatzzweckeinanderes-Objektiv.

Günstige Reisekamera für Jedermann

So kommt nun, was kommen musste. Tanja hat meine alte Canon 50D bekommen, welche ja wirklich auch keine schlechten Bilder macht. Aber nachdem sie mich mit der Sony gesehen hatte, und die Vorzüge eines digitalen Suchers, gepaart mit der geringen Größe der Kamera, wollte sie auch so eine Kamera haben.

Tanja reicht aber die APS-C Version mit dem kleineren Bildsensor völlig aus. Sie will nicht den Ultraweitwinkel, sondern lieber mal Nahaufnahmen mit dem 300mm Teleobjektiv machen, was an der APS-C mal eben 480mm entspricht.

Die Wahl fiel daher auf die Sony A6000 Reihe – die APS-C Version zur A7. Als wirkliche Top Einsteiger Reisekamera bietet sich die A6000 an. Auch diese Kamera hat schon den geilen Sony Sensor mit dem Ultra Dynamikumfang, was HDR Aufnahmen praktisch überflüssig macht. Auch das Bildrauschen bei Nachtaufnahmen liegt auf sehr geringen Niveau, ähnlich meiner A7 Vollformat.
Die A6000 hat zwar noch keinen Bildstabilisator im Sensor verbaut. Aber das Kitobjektiv 16-50 bringt dafür einen Stabi mit und so lassen sich auch mit dieser Kombination tolle Bilder erzeugen.

Das 16-50mm Kitobjetiv ist echt der Wahnsinn. Es ist so gigantisch klein und leicht, dass man nicht glauben mag, dass es sich um ein Zoomobjektiv handeln würde.

Tanja hat in ihrem Blog einen ausführlichen Bericht über ihre neue Reisekamera veröffentlicht. Wenn es dich interessiert, dann schaue doch dort mal vorbei.

AMUMOT big Picture – Portugal

Nachfolgend möchte ihr dir meine „Big Picture Galerie“ vorstellen. In diesem Album werde ich meine besten Bilder aus Portugal sammeln. Dabei werden die Bilder auch immer wieder ergänzt, erweitert und ausgetauscht. Damit du auf dem Laufenden bleiben kannst, gibt es bei Google Fotos die Möglichkeit, dem Album zu folgen. Immer wenn ich ein neues Bild hochlade, bekommst du eine Benachrichtigung.

reisefotografie portugal

Big Picture Album (aufs Bild klicken!)

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