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Du hast eine Kamera, an der man das Objektiv wechseln kann? Hast du schon mal über eine Festbrennweite mit 50mm nachgedacht? Ein 50mm Objektiv, am besten als Festbrennweite sollte in keiner Fotoausrüstung fehlen. Jeder Anfänger sollte damit eine gewisse Zeit fotografieren – sagen die Profis. Und so mancher Profi findet auch nach vielen Jahren das 50mm immer noch besonders geil. Ich bin sicher kein Profi, ich fotografiere nur gerne und versuche in meinen Bildern die Stimmung als Erinnerung festzuhalten. Das gelingt mir nicht immer – aber immer öfter. Warum ich das oft „Nifty Fifty“ genannte 50mm Objektiv so sehr mag, möchte ich dir jetzt erzählen.

Warum ein 50mm Objektiv?

Sicher fragst du dich, wenn du schon ein Kit-Objektiv oder ein Zoom besitzt, welches 50mm Brennweite abdeckt, warum du noch zusätzlich eine 50mm Festbrennweite kaufen sollst. Schließlich ist die 50mm Brennweite mit dem Zoom-Objektiv ja schon abgedeckt.
Die Antwort ist einfach: Die 50mm Festbrennweite hat einige Vorteile.

50mm Objektiv
50mm Festbrennweite – geht oder?
  • Mit einer Festbrennweite lernst du schneller interessante Bilder zu fotgrafieren.
  • 50mm sind klein, leicht und günstig in der Herstellung.
  • Festbrennweiten machen fast immer besser Bilder als Zoom Objektive.
  • Für wenig Geld bekommst du schon ein Lichtstarkes 50mm Objektiv, mit dem sich toll mit Hintergrundunschärfe (Bokeh) spielen lässt.

50mm – meine erste Festbrennweite

Die meisten Kameras werden mit einem Kitobjektiv ausgeliefert (18-55 oder 28-70). Diese Objektive sind Standard-Zoomobjektive, die alles ein bisschen, aber nichts so richtig gut können. Mir hat diese Kombination 10 Jahre lang gereicht und ich muss gestehen, dass ich in dieser Zeit nichts dazu gelernt habe. Sehen – draufzoomen – abdrücken. Der klassische Schnappschuss eben.

Ich glaube, fast jeder der beim Fotografieren etwas Neues probieren möchte und sich ein Festbrennweite kauft, wird zuerst zum 50mm greifen. Artikel wie dieser hier haben auch mich dazu verleitet, mich viel mehr mit 50mm zu beschäftigen – zum Glück!

Das 50mm Geheimnis

Der Grund, warum so viele auf das 50mm abfahren ist folgender: Es ist eine günstige Festbrennweite, die dazu einlädt mit offener Blende zu fotografieren. Deswegen kann man es auch gut für Portratifotos nutzen. Die weit offene Blende verleiht der Festbrennweite gute Nachtsichteigenschaften und ist dank dem einfachen Aufbau extrem leicht und klein.

Pro:

  • Günstig
  • Gute Bildqualität
  • Lichtstark
  • Leicht
  • Hoher Lerneffekt
Kontra:

  • meist aus Kunststoff
  • fühlt sich billig an
  • kann nicht zoomen
  • Gläser sind selten hochwertig veredelt (Lensflairs)

„Ich will aber zoomen können! Festbrennweiten sind doof!“
Fotografieren kann mehr sein, als nur Bildausschnitt hinzoomen und abdrücken!

Interessantere Bilder wegen der 50mm Festbrennweite

Du wirst sehen, mit einer Festbrennweite wirst du bessere Bilder machen! Bessere in dem Sinn, dass die Bilder fotografisch besser sein werden – nicht nur technisch. Natürlich sind Festbrennweiten technisch meist die besseren Objektive. Gläser auf eine Brennweite zu optimieren, wird immer zu einem besseren Ergebnis führen, statt die Linsen auf einen gesamten Brennweitenbereich eines Zoom-Objektives anzupassen.

Mir geht es aber um das Bild an sich: Bei Festbrennweiten wirst deinen Fußzoom nutzen müssen. Du gehst vor und zurück, und probierst, wie die Motiv am besten aufs Bild passen könnte. Das kostet Zeit, und hat den Effekt, dass du dir viel mehr Gedanken um das Bild und dessen aufbau machst, statt einfach hinzoomen und abzudrücken. Durch die Begrenzung auf eine feste Brennweite muss du manchmal improvisieren, um das was du zeigen willst irgendwie aufs Bild zu bekommen. Und gerade das macht mir besonders viel Spaß und hat auch dazu geführt, dass meine Bilder interessanter und somit besser werden.

Fotografieren mit dem 50mm Objektiv
Es muss nicht immer alles voll drauf sein.
Alleine die Erkenntnis, dass nicht alles Formatfüllend auf dem Bild sein muss, sondern oft schon ein Ausschnitt ausreicht, um die Szene dem späteren Betrachter verständlich rüber zu bringen, war für mich ein wichtiger Lernerfolg.
Detail mit der Festbrennweite 50mm
Man versteht, was das Wohnmobil am See mit dem Handtuch am Scheinwerfer zu bedeuten hat – oder?

Fotografieren bedeutet für mich nicht einfach nur Bilder zu machen, ich möchte auch dazulernen und besser werden. Mein größtes Problem ist immer noch der Bildaufbau. Wie packe ich das Motiv aufs Bild, damit es spannend aussieht?

50mm entsprechen am Vollformat etwa dem Blickwinkel des menschlichen Auges und sind damit sehr universell einsetzbar. Man kann damit wirklich alles fotografieren! Da der Bildausschnitt nicht ganz so weit ist, muss man sich aber öfter Gedanken machen, wie man das Motiv am besten ablichtet. Genau hier beginnt der Lernprozess.

Es macht mir Spaß einen Ort zu erkunden und zu analysieren . Was gefällt mir hier, und wie kann ich es auf einem Foto rüber bringen. Während ich herumlaufen und verschiedene Perspektiven probiere, finde ich oft noch mehr Details, welche mir im ersten Moment gar nicht aufgefallen sind. Das alles führt nicht nur zu einem besseren Bild, sondern auch zu einem viel intensiveren Erlebnis vor Ort. Ich renne nicht mehr nur durch die Gegend und fotografiert wie wild.

Besonders spannend wird es dann noch bei extremen Lichtverhältnissen. Das Bild so zu belichten, dass die Lichter nicht ausgebrannt sind und die dunklen Bereiche noch Zeichnung haben. Der Reiz ist immer – ohne eine Belichtungsreihe auszukommen. Also ein finales Bild zu schießen.

Bessere Bilder mit 50mm
Spiel mit Schärfe und Unschärfe

50mm ƒ/4.5 1/800 ISO 100

Aus eigener Erfahrung kann ich jedem raten: Sei nicht so faul, pack eine Festbrennweite auf die Kamera und geh damit in die Stadt! Du wirst sehen, da zoomen nicht möglich ist, wirst du dir Gedanken machen, wie du das Motiv am besten fotografieren kannst. Du wirst vor und zurück gehen und den perfekten Bildausschnitt suchen. Und du wirst zuhause erstaut sein, wie anderes deine Bilder sind. Vielleicht sagst du dann das Gleiche wie ich schon oft gesagt habe:

Wenn ich mit der Festbrennweite in der Stadt bin, werden meine Bilder besser.

50mm am APS-C Sensor

Am APS-C entsprechen 50mm wegen dem Cropfaktor von 1,5-1,6 etwa vergleichbaren 75-80mm und somit schon eher etwas Telelastig. Ich habe es probiert, 50mm Festbrennweite an der APS-C Kamera ergeben schon einen sehr speziellen Bildausschnitt. Wenn du eine Kamera mit APS-C Sensor hast, brauchst du ein Objektiv, das der Brennweite x Cropfaktor wieder 50mm entspricht – Ich würde dir 35mm Brennweite für APS-C empfehlen. An meiner Canon 50D hatte ich mir damals extra das Canon 35mm ƒ2.0 IS Objektiv gekauft um das Feeling der 50mm Linse zu bekommen. Am MFT Sensor entsprechen die 50mm übrigens etwa 25mm Brennweite.

Also aufpassen! 50mm machen nur an der Vollformat-Kamera auch den Bildausschnitt wie du ihn bei mir siehst. Wenn du von der gleichen Stelle, mit 50mm und einer APS-C Kamera fotografierst, wirst du weniger auf dem Foto sehen. Es ist so, wie wenn auf der Vollformatkamera ein 80mm Objektiv wäre. Ich wusste das am Anfang auch nicht und bin der APS-C Kamera und 50mm in die Stadt gegangen. Getreu dem Motto: Ich zieh das jetzt durch irgendwie wird das schon gehen. Aber es war eine Katastrophe!

Festbrennweiten entsprechend der Sensorgröße für 50mm
SensorgrößeFaktorbenötigte Festbrennweite
Vollformat150mm
APS-C1,535mm
MFT225mm

50mm Festbrennweite – ein Allrounder

Was kann mit 50mm alles fotografieren? Alles! Mit 50mm kann man fast alles fotografieren. Vielleicht für Portrait nicht die beste Linse aber auch das ist möglich. Mit 50mm lässt sich super Landschaft fotografieren. Zum Beispiel Küstenlinien am Meer wirken mit 50mm viel interessanter als mit Weitwinkel. 50mm Festbrennweiten eignen sich super für Detailaufnahmen, oder als perfekte Reportage Linse. Wir können einfach durch die Stadt laufen und egal was wir fotografieren, mit 50mm funktioniert das immer!

50mm die universal Festbrennweite
Im Innern einer portugiesischen Windmühle. Mit 50mm eine Herausforderung.
ƒ/2.51/6050 mmISO 800

Oft gehen wir am Abend in Stadt zum bummeln und dann vielleicht noch etwas essen. Da habe ich keine Lust auf eine schwere Fotoausrüstung. Ich nehme dann meist nur die Kamera mit dem 50mm Objektiv mit. Diese Kombination ist super leicht und dank der großen Blende auch sehr lichtstark. Mit 50mm und der 1.8er Blende kann ich auch bei Dämmerung noch fotografieren, wo mit Blende 4 schon lange nichts mehr geht, oder die ISO ins unendliche schnellt. Wenn die Stadt hell erleuchtet ist, sind sogar bei Nacht noch erstaunlich gute Fotos möglich!

Nachts in der Stadt mit der Festbrennweite
Ponte da Lima bei Nacht
Freihand ƒ/1.8 1/8 Sek 50 mm ISO 200
Beispielfoto mit 50mm Festbrennweite
Freistellen mit 50mm
ƒ/2.5 1/1000 ISO 100

Ich fasse zusammen, mit der Festbrennweite 50 kann kann man folgendes Fotografieren:

  • Portrait, Halb- und Ganzkörper
  • Reisefotografie
  • Landschaft
  • Nachthimmel
  • Urbex
  • LostPlace

50mm – der Film

50mm Brennweite unterwegs in Portugal

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Warum 50mm und nicht 35mm?

35mm Brennweite am Vollformatsensor sind eine tolle Reportage-Brennweite – sagen viele.
Mitchell Kanashkevich sagt in seinem äußerst sehenswerten Video, dass 35mm gerade als Reise-Reportagebrennweite optimal sind, wenn man nicht mit einer DSLR und dem 24-70 f2.8 unterwegs sein möchte.
Stephan Wiesner findet dagegen eher 50mm die spannendere Brennweite. Möge jeder selbst entscheiden, was ihm besser liegt. Ich persönlich habe 35mm jezt schon öfter ausprobiert, werde damit aber nicht so recht warm.
Vielleicht ändert sich das noch – ich bin gespannt.

Festbrennweite: Mehr Offenblende

50mm mit einer großen Blendenöffnung eigenen sich auch sehr gut um mit Schärfe und Unschärfe spielen zu können. Bilder wirken durch gezieltes einsetzen unscharfer Bereiche interessanter oder lassen das Hauptmotiv in den Vordergrund treten. Mir macht es sehr viel Spaß damit zu experimentieren.

Festbrennweite Bokeh test
Vergleichsbild: Offenblende zu ƒ16
Links ƒ1.8 – rechts ƒ16
Klick auf das Bild für eine größere Ansicht

Einfach geil – 50mm als Festbrennweite

Klein Objektiv 50mm fü Vollformat
Die Kompaktheit der 50mm Festbrennweite an der Sony A7 II gefällt mir besonders gut.

50mm schränken ein – und trotzdem, gerade deswegen sind 50mm richtig Geil. Ich habe mir extra das Zoom-Objektiv 24-105mm gekauft um flexibel alles fotografieren zu können, was mir unter die Nase kommt. Wenn ich ganz ehrlich bin – habe ich mit der Festbrennweite deutlich mehr Spaß beim Fotografieren!

Ach wenn mir oft die 105mm und gelegentlich auch der Weitwinkel von meinem Zoomobjetiv fehlen – mit dem 50mm an der A7 habe eine kleine Kamera die am Gürtelclip kaum auffällt und super in der Hand liegt. Ich glaube diese Kombination zählt beim Fotografieren mehr, als möglichst viele Bilder mit unterschiedlichen Brennweiten zu schießen.

50mm Beispielbilder

Du möchtest mehr Bilder sehen, die ich in den letzten Monaten mit dem 50mm Objektiv gemacht habe? Schau mal mein Nifty Fifty Album bei Flicker an. Oder die nachfolgenden 🙂

Sonnenuntergang in Chaves
Blaue Stunde am Douro
Mitternacht in Chaves

Nicht brauchbar sind 50mm Objektive übrigens für

Naturfotografie! Wilde Tiere, Vögel und alles was sich nicht nah vor die Linse traut ist mit 50mm nicht zu fotografieren. Wer hier gute Erfolge erzielen möchte, sollte sich nach Brennweiten ab 200mm aufwärts orientieren.

Nachthimmel! Zwar ist die Lichtstärke von ƒ1.8 durchaus sehr gut für den Nachhimmel geeignet, und gerade das Sony 50mm ƒ1.8 bietet sich gerade durch seine hohe Bildschärfe für Sternenfotografier an, aber 50mm sind eigentlich viel zu wenig. Die meisten Milchstraßenfotografen nutzen Weitwinkel unter 21mm für den Nachthimmel.

Panorama statt Weitwinkel

Milchstraße mit 50mm fotografieren
ƒ/1.8 5s 50mm ISO 4000 Panorama aus neun hochkant Bildern

Natürlich kann man auch tricksen. Erstellt man aus mehreren Bildern ein Panorama und setzt dieses am Computer dann zusammen, kann man auch mit 50mm mindestens im Weitwinkelbereich sehr viel erreichen. Vor allem erreicht man durch die vielen Bilder eine gigantische Pixeldichte mit irre vielen Details.

Festbrennweite 50mm Panorama erstellen
Panorama Bild erstellen wenn die Brennweite nicht ausreicht.

Auch am Tage klappt das hervorragend, das nachfolgende Panorama habe ich Freihand mit dem 50mm Objektiv erstellt.

50mm Objektiv als Allround Objektiv
Panorama aus 7 Hochkant Bilder mit 50mm Festbrennweite.

Pseudomakro mit Zwischenringen

Zu guter Letzt kann man auch einfach und günstig erste Schritte in der Makrofotografie wagen, indem man zwischen Kamera und Objektiv Zwischenringe montiert. Die Motivgröße, welche Formatfüllend fotografiert werden kann, sinkt mit den Zwischenringen bei der Sony von 25cm auf beachtliche 5,5cm. Eine große Libelle passt dann schon nicht mehr voll aufs Bild.

Makro mit Festbrennweite
Marko mit 26mm Zwischenringen an der Sony A7II – Abbildungsmaßstab 1:1,6

Billigste Festbrennweite: 50mm

Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss. Eine Linse, die so großartig zu sein scheint muss ja sicher ganz schön teuer sein. Aber weit gefehlt – 50mm Festbrennweiten (meist mit Blende 1.8) hat fast jeder Hersteller zu einem besonders günstigen Preis im Angebot. Canon und Nikon bieten beide ein 50mm ƒ1.8 Objektiv für 100-200 € an. Dabei sind diese Linsen keineswegs schlecht. Sie sind zwar meist aus billigem Plastik gebaut, das tut der Bildqualität aber keinen Abbruch. Selbst Sony bietet eine 50mm ƒ1.8 Linse für kleines Geld an – 205 Euro zurzeit bei Amazon sind im Vergleich zu den anderen Preisen für Sony Objektive geradezu geschenkt. In vielen Tests wird das Sony FE50F18 für seine äußerst hohe Bildschärfe gelobt und für unterirdisch langsamen Autofokus getadelt. Ich kann beiden Punkten nur zustimmen.

Somit sind 50mm Festbrennweiten der beste Weg um günstig an ein möglichst gutes Objektiv zu kommen.

Wenn 50mm zum besonderen Erlebnis werden

Festebrennweite 50mm von Zeiss für Sony
Zeiss 50mm f2 Retro Festbrennweite

5000 Bilder mit 50mm später, weiß ich was ich möchte. In den letzten fünf Wochen, während dieser Artikel entstand, habe ich bewusst fast ausschließlich nur mit 50mm Brennweite fotografiert. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich mit der festen Brennweite alleine ganz gut zurecht komme. Selbst 4 Stunden wandern mit der Kamera am Gürtel ist gar kein Problem – das gefällt mir noch besser.

Warum? Ganz einfach: Es ist das, was ich schon den ganzen Artikel versuche zu beschreiben 🙂 Die Kamera ist klein und leicht, fällt nicht so auf, kann überall hin mitgenommen werden und dank der großen Blendenöffnung, hat das Objektiv dazu noch eine super Lowlightperformance. Ich brauche nicht 10 verschiedene Objektive nur um für jede nur erdenkliche Situation das passende dabei haben. Fotografieren ist so viel mehr!

Fotografieren ist ein Erlebnis, ein Hobby meine Art abzuschalten, die Umwelt zu genießen und irgendwie auch immer die Suche nach dem besten Motiv! So kam ich nach nur 9 Monaten mit dem Sony 50mm Objektiv zu folgendem Entschluss:
Das Sony 50mm ƒ1.8 (und einige andere auch) wird verkauft, denn ich habe mir ein Zeiss Loxia 50mm ƒ2.0 zugelegt. Sicher kein günstiger Spaß, und dazu auch noch komplett manuell.

Wie, kein Autofokus? Ja, es gibt keinen Autofokus beim Zeiss Loxia!

Loxia Festbrennweite 50mm
Zeiss Loxia Festbrennweiten sind komplett manuelle Objektive für Sony Systemkameras.

Manuell fokussieren musste ich schon mit dem Sony 50mm Objektiv lernen, denn dessen Autofokus ist eine Katastrophe. Er ist nicht nur gähnend langsam, sondern sitzt auch nur selten richtig.
Dazu kommt, dass das Sony Festbrennweite einen drive-by-wire Fokusring, mit einer dynamischen Übersetzung zum Fokusmotor hat. Das macht schnelles fokussieren sehr schwer. Dreht man den Ring zu schnell oder zu langsam wird es von der Elektrik nicht erkannt und der Motor arbeitet gar nicht. Dazwischen verstellt sich der Fokus ungefähr zur Drehgeschwindigkeit, aber eben nie 1:1 zur Handbewegung.

manuell fokussieren ist kein Problem
Wasserhahn kommt immer gut
ƒ/8 1/250 Sek 50 mm ISO 100

Das Loxia ist ein komplett mechanisches Objektiv. Schnell drehen heißt schnell fokussieren und wenn ich langsam drehe, kann ich unendlich fein damit arbeiten und einstellen. Vor allem das schnelle, verzögerungsfreie fokussieren ist bei bewegten Motiven wie meinem spielenden Max ganz wichtig. Dank Fokus-Peaking ist Fokussieren an der Sony A7 ein Kinderspiel.

Seither fokussieren ich nicht nur manuell, sondern auch die Kamera läuft oft im manuellen Modus und ich setze mich mehr mit dem Histogram auseinander.

Festbrennweite Loxia 50mm
Hammer Schärfe beim Zeiss Loxia

50mm Foto-Challenge

Ich habe mir am 15 August eine Aufgabe gestellt. 365 Tage lang möchte ich jeden Tag ein Bild mit 50mm machen. Bevorzugt mit der Festbrennweite 50mm. Aber es kann auch durchaus mal das Zoomobjektiv dafür herhalten müssen. Ganz pingelig wollen wir dann auch wieder nicht sein. Wichtig ist nur – das Bild muss in 50mm Brennweite erstellt sein – möglichst ungeschnitten.

Wenn du ein Google Konto hast, kannst du diesem Album sogar folgen und wirst immer über Neuigkeiten benachrichtigt.

Fotochallenge mit 50mm Festbrennweiten
#365x50mm Foto-Challenge
Festbrennweite 50mm: ƒ/4.5 1/800 ISO 100

ALBUM: #365x50mm | Every day a photo with 50mm

Fazit

Als universelle Festbrennweite für wenig Geld ist das 50mm Objektiv unschlagbar. Ich schätze die kompakten Abmessungen und das geringe Systemgewicht von gerade 785 Gramm der Sony A7 II mit dem FE50F18 Objektiv. Es ist universell genug, um damit Städte und Lost-Places zu erkunden und bietet viel Reserven bei schwachem Licht am Abend. Beim Wandern gefällt mir besonders das geringe Gewicht und dazu werde ich mit einer äußerst guten Bildqualität belohnt. Eigentlich das perfekte Objektiv.

Was mich etwas stört ist der indirekte Fokusantrieb (drive-by-wire) was schnelles Fokussieren etwas zum Glücksspiel werden lässt. Natürlich hätte ich auch gerne mehr Lichtstärke, aber dann wird das Objektiv nicht nur größer, sondern auch deutlich schwerer. Ich glaube, dass gerade die Größe und Gewicht einen großen Teil meiner Begeisterung für das 50mm Objektiv ausmacht.

Was ist deine liebste Brennweite? Fotografierst du lieber mit einem Zoomobjektiv oder auch mit einer Festbrennweite? Schreib es mir doch als Kommentar auf Twitter.

Sonnenuntergang in 50mm | Lissabon 2017

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