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Laptop für Bildbearbeitung – ist es wirklich so schwer einen guten Computer für Lightroom und Photoshop zu finden, der auch halbwegs mobil ist? Ich habe viel Zeit mit der Suche verbracht und hier ist die Geschichte dazu. Warum mache ich mir die Mühe, das alles aufzuschreiben? Naja, in erster Linie ist das hier mein Online Tagebuch und da gehören solche Geschichten rein. Zweites gibt es sicher auch genug andere digitale Nomaden, und Fotografen, die auf Reisen gerne schnell mal ihre Bilder bearbeiten möchten.

Laptop für Lightroom
Ein Laptop mit ausreichend Power für Bildbearbeitung und Videoschnitt.

 

Zum besseren Verständnis: die Vorgeschichte

Wenn man so wie ich dauerhaft im Wohnmobil lebt und unabhängig vom 230V Stromnetz unterwegs ist, ist der Wahl des Computers ein entscheidender Punkt. Es ist unglaublich wie viel Strom so ein Laptop verbrauchen kann. Der Stromverbrauch steht dabei nicht nur mit der Leistung in direkter Verbindung, sondern auch mit dem Modell bzw. Baujahr.

Zurück zum Thema.

Seit 10 Jahren gibt es nun die Intel Core i Prozessoren, welche es in den verschiedensten Versionen gibt. Hinter einem Core I7 kann sich also ein schneckenlangsamer Zweikern-Prozessor oder ein ziemlich schneller geköpften 4-Kern Prozessor verstecken. Daher sollte man beim Kauf schon mal ein Auge auf die genau Prozessorbezeichnung werfen. Die Taktraten der Intel Core ix Chips haben sich in den letzten 10 Jahren nur wenig verändert. Die Energieeffizienz hat sich über die Jahre aber deutlich verbessert, darum lohnt es sich heute trotzdem, auf einen aktuellen Prozessor umzusteigen.

Die letzten 10 Jahre sind auch genau die Zeit, in der ich im Wohnmobil stets versuche sparsame Rechner zu betreiben. Zuerst habe ich mit den damals äußerst sparsamen Eee PC in 12 Zoll angefangen. Die Leistung war durch den Intel Atom Single Core Prozessor unterirdisch schlecht. Selbst der Stromverbrauch war aus heutiger Sicht, für die gebotene Leistung grottenschlecht, das merkte man aber nicht, da die Gehäuse noch sehr dick waren und ordentlich Platz für große Akkus boten. Dann kam mein erster Core i5 in einem Lenovo ThinkPad mit damals irrsinnigen 8GB Arbeitsspeicher. Die Kiste war um Lichtjahre schneller als der Eee PC, brauchte aber im Office Betrieb nicht wirklich mehr Strom.

Mobilität und flexible Einsatzmöglichkeiten faszinierten mich schon immer, weshalb ich das Microsoft Surface schon ab der Markteinführung toll fand. Leider musste ich bis zur 3ten Version warten, bis Microsoft das Surface soweit verbessert hatte, dass man es benutzen kann. Und erst mit Windows 10 war es wirklich nutzbar. Das Surface kam mit einem Core i5 Prozessor der 4. Generation daher und war schon deutlich stromsparender als jeder andere Rechner, den ich bisher hatte. 6-10 Watt beim Surfen im Internet oder im Office Betrieb – das ist mal eine Ansage!
Mein Fehler war nur, dass ich wegen des irrsinnigen Preises des Surface zu sparsam war und mir nur das kleinste Modell mit 4Gb RAM gekauft hatte. Darum kam ich schon ein Jahr später zum Acer Switch Alpha 12, mit einem Core i5 der 6. Generation und 8GB Ram. Acer hat dieses Tablet mit einer Flüssigkühlung ausgestattet und kann dadurch komplett auf Lüfter verzichten. Für mich ein unschlagbarer Vorteil, wenn man ständig in staubiger Umgebung unterwegs ist. Staub und Dreck ist beim Campen nicht zu vermeiden – vor allem, wenn man in Portugal unterwegs ist.

Computer fuer Bildbearbeitung
Das mobile Büro vor dem Wohnmobil

 

Das Acer Switch 12 ist für mich heute noch der perfekte PC fürs Wohnmobil! Tragbar, stromsparend und ein richtig geiles Display. Warum kaufe ich mir dann einen neuen Laptop? Naja, dumm gelaufen würde ich das nennen: Wenige Monate nach dem Kauf des Acer Ende 2016 habe ich mir eine GoPro gekauft und diese Videos wollen bearbeitet werden. 4K Videos verursachen eine unbeschreiblich große Datenmenge und für das Video schneiden brauchts viel Arbeitsspeicher und am besten auch eine dedizierte Grafikkarte und flüssig damit arbeiten zu können. Im Sommer 2017 kam noch weiter dazu, dass ich mir eine neue Kamera gekauft habe und mich seither intensiv mit dem Hobby Fotografieren beschäftige. Die 50Mb großen RAW Bilder der Kamera, welche ich in Adobe Lightroom bearbeiten möchte bringen den Acer ans Limit seiner Leistungsfähigkeit. Man kann damit durchaus Bilder bearbeiten – keine Frage. Aber man braucht Zeit, alles geht langsam. Bis die 100% Bildansicht geladen ist, vergehen schon mal 5 Sekunden. Sind noch ein paar Filter auf dem Bild wirds richtig zäh. So macht das auf Dauer keinen Spaß und ich begebe mich mal wieder auf die Suche nach einem neuen Laptop.

In den letzten 10 Jahren habe ich die Stromversorgung in meinem Wohnmobil soweit aufgerüstet, dass auch mal mehr Strom verbraucht werden darf, ohne dass gleich die Batterien in die Knie gehen. Trotzdem suche ich einen Computer, der im Alltagsbetrieb, während ich meiner Arbeit nachgehe, E-Mails schreibe und meinen Online-Shop bediene, so wenig Strom wie möglich verbraucht.

Für mich heißt es nun, einen Laptop für die Bildbearbeitung zu finden, der aber im Office Betrieb trotzdem noch sparsam im Stromverbrauch ist. Anders ausgedrückt: Ein Laptop der viel Leistung hat und trotzdem eine lange Akkulaufzeit bietet – wenn man keine Leistung fordert. Schließlich bearbeite ich nicht den ganzen Tag Bilder oder schneide 4k Videos. Es ist ja mein Hobby und für die Arbeit benötige ich wenig Rechenleistung – aber genau in der Betriebsart läuft die Kiste locker 10 Stunden am Tag.

Nun such mal einen Laptop für Lightroom. Du wirst relativ schnell beim Gaming-PC landen, denn nur die Geräte haben leistungsfähige externe Grafikkarten, leistungsfähige Prozessoren und für Bildbearbeitung ausreichend Arbeitsspeicher.

Was kaufen, wenn Geld keine Rolle spielt

Meine Suche begann ich damit, dem Preis zuerst mal keine Beachtung zu schenken. Das gibt mir die Freiheit mich voll auf die Hardware zu konzentrieren. Seit der letzten richtigen Laptop-Recherche und ich muss mich erst mal wieder in die Thematik einlesen. Was bedeuten die Zahlen auf den Prozessoren, was heißt geköpft. Welche Grafikkarten gibt es und was taugen die neuen Core i7 der 8. Generation. Dann entstand so langsam eine Wunschliste, die aber immer weiter zu Liste der Kompromisse mutierte, weil jede Medaille bekanntlich zwei Seiten hat. Viel Leistung bedeutet immer viel Abwärme. Das verbraucht Strom und macht Lüfterlärm. Lärm kann ich schon gar brauchen – ich liebe geräuschlose Computer.

Meine Wunschliste

  • Dedizierte Grafikkarte mit ausreichend Leistung für Lightroom
  • 4 Kern Prozessor der 8. Genration (War nicht umzusetzen)
  • 14 Zoll (max. 15,6″)
  • Mehr Auflösung als Full HD
  • möglichst hohe sRGB Abdeckung
  • 16Gb RAM erweiterbar
  • SSD Festplatte
  • Stromverbrauch im Office-betrieb max 12 Watt

Dann hieß es forschen. Test-Berichte lesen, YouTube Testberichte schauen und vor allem zwischen Zeilen lesen, ob ein Gerät meinen Erwartungen gerecht werden kann.
Die Sache mit dem Preis: Dass er egal ist, kann ich beruhigt schreiben, denn so teuer kann ein Laptop gar nicht werden. Die oben beschriebenen Kriterien grenzen die Auswahl derart ein, dass ich schon froh bin überhaupt ein Gerät zu finden. Die Anzahl der negativen Rezessionen bei bestimmten Herstellern grenzen die Auswahl weiter ein.

MacBook Pro für Bildbearbeitung

Von Freunden weiß ich, dass das MacBook Pro super mit Lightroom laufen soll. Lightroom läuft auf dem MacOS deutlich besser als auf einem Windows Rechner. Also schaue ich mir die neuen MacBook Pro an. Aussehen und Haptik ist super, die Leistung wäre auch ok. In meiner Wunschkonfiguration zwischen 2-3000 Euro. Ok – einmal Geld für was Gescheites ausgeben und du hast jeden Tag Freude damit. Das habe ich in den letzten Jahren gelernt. Der billige Mist, der dir jeden Tag auf den Sack geht, ist das Geld nicht wert.

Also kaufe ich mir ein MacBook Pro für Bildbearbeitung. Höööö, so einfach ist das nicht, ich schaue mir erst mal etliche YouTube Videos an, dann lese ich Rezessionen bei Amazon und auch von Bekannten hört man immer wieder so das eine oder andere….

  • Display muss getauscht werden
  • Tastatur nach kurzer Zeit defekt
  • Touch Bar beim MacBook Pro defekt oder stürzt ab
  • Das MacOS ist auch nicht so fehlerfrei wie alle immer behaupten

Wie schon geschrieben, ich gebe gerne mal mehr Geld aus, wenn ich dafür etwas gescheites bekomme. Wenn ich bei einem Laptop, der mehr als 2000 Euro kostet, bei Amazon nur 3 Sterne sehe, gibt mir das zu denken.

Rechnen wir mal. Das was ich bei Apple für den Namen (inkl, der evtl. auftretenden Mängel) zahle kann ich doch auch in leistungsfähigere Hardware für einen Windows Rechner investieren oder? Zumal mir bisher komplett neu war, das Laptops überhaupt kaputt gehen können. Ich hatte in all den Jahren bisher nur einen kaputten RAM Speicherriegel. Mal abgesehen von selbst verursachten Problemen durch geflutete Tastaturen hatte ich in 15 Jahren Laptopnutzung noch kein einziges Problem.

Windows Laptop für Lightroom

Also bleibe ich bei Windows. Das ist mir eh lieber, hier laufen alle meine Programme und ich muss meinen Workflow nicht neu zusammenstellen. Aber welcher Laptop taugt nun für Lightroom und einfache Videobearbeitung?

Immer wieder lande ich bei Gaming PCs – das sind die mega Kisten in schwarz/rot im Monster-Gehäuse und Lufteinlässen eines Rolls Royce. Sowas will ich nicht haben, mein Tisch ist zu klein dafür.
Optisch etwas ansprechender war der Acer Aspire V 15 Nitro Black Edition VN7-593G-73E7 mit UHD Display. Der Core i7-7700HQ, 16Gb Arbeitsspeicher und eine GTX1070 Grafikkarte mit 6Gb Video Ram versprechen eine hohe Leistung. Für Bildbearbeitung sollte man auch immer mal ein Auge auf das verbaute Display werden und hier bietet der Acer V15 ein gestochen scharfes 4k Display mit 98% sRGB Abdeckung – für meinen Einsatz mehr als ausreichend.

Auch andere Leute nutzen diesen Rechner für Bildbearbeitung und sind recht begeistert. Der Acer wäre es auch tatsächlich fast geworden, jedoch hat mich die schiere Größe und das etwas dunkle Display letztendlich doch vom Kauf abgehalten. Viel anderes blieb jedoch nicht übrig. Entweder die Geräte sind hauchdünn und haben dann nervig laute Lüfter, oder sie brechen in der Leistung ein, weil die Abwärme nicht abgeführt werden kann.
Meine Lieblingsseite wurde notebookcheck.com hier wurde fast jeder auf dem Markt befindlichen Laptop in allen Bereichen getestet und ich kann die Geräte super vergleichen.

Immer wieder stoße ich auch das Lenovo Yoga 720. Leise Lüfter, ein brauchbares 4k Display keine übertrieben große trotzdem ausreichend leistungsfähige dedizierte Grafikkarte in Verbindung mit einem Intel Core i7 7700HQ 4 Kern Prozessor klingen nach einem ausgewogenen Gesamtpaket. Das Aluminium Gehäuse klingt stabil und der größte Vorteil beim Lenovo ist der dünne Rand um das Display. Dadurch wird der Laptop locker 3 Zentimeter schmäler, was auf meinem Tisch durchaus positiv auffällt. Auch wenn Notebookcheck das Lenovo eher als „Alleskönner, der nichts richtig kann“ bewertet, werden meine Wünsche hier am besten befriedigt.

Ich glaube ich hätte mich noch ewig mit der Suche nach meinem neuen Laptop aufhalten können, letztendlich findet man bei jedem Gerät schwächen. Viel schlimmer war, dass ich vor dem Kauf nicht sicher wusste, wie viel Leistung der Laptop für Lightroom wirklich haben muss, damit alles einigermaßen flüssig läuft.

Der schier endlosen Suche setzte Lenovo dann spontan einen Schlussstrich, als sie in einer 6 Stunden Rabattaktion 12% Nachlass angeboten haben. Bei rund 1900 Euro sind das gleich mal 250 Euro, welche ich natürlich gerne einspare. Ich habe ohne weiter zu überlegen zugeschlagen – in der Hoffnung, dass ich mit meinen bisherigen Überlegungen nicht so weit daneben lag.

Was bringt eine dedizierte Grafik

Neben der OnBoard GPU von Intel haben die leistungsfähigeren Rechner noch eine zweite Grafikkarte mit eigenem Videospeicher. Für die Bild- und Videobearbeitung ist das genauso vorteilhaft wie für Videospiele. Darum greifen auch so viele Fotografen zu Gaming Laptops.

Ungewollt habe ich folgenden Test gemacht:
Beim rendern eines 2:30 Minuten 4K Video benötigt das Lenovo mit dem Core i7 7700HQ und 16Gb RAM stolzen 16 Minuten. Ok mein Acer lag da bei einer Stunde… Aber jetzt kommts: Ich habe erst hinterher bemerkt, dass Magix Video Delux beim rendern nur die CPU nutzt und GPU gar nicht anspricht. Bei der Suche in den Einstellungen habe dann gesehen, dass ein Haken bei der Grafikkarte fehlt.
Nachdem ich die Verwendung der Grafikkarte aktiviert hatte, habe ich zum Test, das gleiche Video noch einmal als MP4 exportiert. Aus den 16 Minuten wurden 2 Minuten und 20 Sekunden. WOW – was für ein Unterschied, wenn man eine dedizierte Grafikkarte nutzen kann!

Probleme, die man vorher nicht hatte

Die Rechenleistung muss irgendwo herkommen. Beim Laptop aus dem Akku, der dann nach 1 Stunde leer ist, wenn man die volle Power nutzt, oder eben aus der Steckdose wie bei mir im Wohnmobil. Normalerweise nutze ich 12V Laptop-Netzteile. Bei 117 Watt Stromaufnahme unter Vollast kommen meine 12V Steckdosen an ihre Grenzen.

Da Tanja den gleichen Laptop bekommen hat, laufen also über die 12V Leitung gute 250 Watt. Also kommt auch noch die 2,5mm² 12V Zuleitung ans Limit. Ich müsste jetzt neue Leitungen verlegen und leistungsfähige 12V Steckdosen einbauen. Einfacher erschien mir daher der Weg, einen kleinen bereits vorhandenen 230V Wechselrichter mit 375VA zu verwenden. Der verbraucht nur 200mA wenn er in Betrieb ist und keine Last angeschlossen ist. Per App kann ich den Wechselrichter sogar aus der Ferne aus- und einschalten.

Das Problem mit dem Lüfter: Ich richte mich mal darauf ein, dass ich alle 3-6 Monate die Lüfter reinigen muss, um die Kühlleistung zu erhalten. Beim Lenovo Yoga kommt man durch abnehmen der einteiligen Gehäuseunterseite sehr gut an alle Bauteile heran. Andere Hersteller haben oft nur kleine Wartungsöffnungen für Ram und Festplatte. Das war unter anderen auch ein Kaufgrund für das Lenovo Yoga 720.

Unsinniges, das keiner braucht

Das Yoga ist ein „Convertible“. Als ein 2-in-1 Laptop. Durch das Umklappen des Displays um 360 Grad kann man das Yoga zu einem Tablet verwandeln. Ich lach mich krank – einmal habe ich das probiert, wer bitte trägt ein 2 Kilo 15,6 Zoll Tablet spazieren??? Das Ding ist dafür einfach viel zu schwer und sperrig. Da diese Funktion nun nicht unendlich viel Mehrpreis kostet, da die Scharniere sich von normalen Display Scharnieren nur unwesentlich unterscheiden, ist es mir egal. Ein Kaufgrund war diese Funktion auf jeden Fall nicht. Was aber ganz nett ist, der Touchscreen, an den ich mich über die Jahre schon gewöhnt habe. Nicht nur zum Mal eben ein Dokument unterschreiben, sondern auch Skizzen lassen sich mit einem Touchscreen schnell und unkompliziert erstellen. Der mitgelieferte Lenovo Active Pen 2 funktioniert hervorragend.

Full-HD oder Ultra-HD (FHD oder UHD 4k)

Lange habe ich mir überlegt ob es nun an einem 15,6 Zoll Laptop ein ultra HD Display braucht oder ob doch auch 1940x1080p FHD Display ausreicht. Die Entscheidung für 4k wurde durch die bessere Farbtreue der 4k Displays beeinflusst. UHD Displays brauchen deutlich mehr Strom als die Verwandten mit Full HD. Ist also Akkulaufzeit wichtig, würde ich mir überlegen ob es wirklich 4k sein muss.

YouTube Videos in 4K auf einem 4K Display schauen ist halt schon ziemlich geil! Falls die Bandbreite mindesten 15 Mbit/s überhaupt hergibt. Ein 2:30 Minuten 4K Filmchen ist über 1Gb groß. Wer noch Mobilfunk Tarife mit Volumenbegrenzung nutzt, sollte besser die Finger von 4K Filmen und am besten ganz von YouTube lassen.
ABER – Schaut man nun einen Full HD Film auf einem 4K Display im Vollbild – ist dieses Filmchen auf einmal auffällig unscharf. Verkleinere ich das Fenster auf 50% des Bildschirms, sieht es deutlich schärfer aus.
Die oft angesprochenen Darstellungsprobleme bei der 250% Skalierung von Windows sind zwar da, aber in meinem Fall nicht so gravierend störend wie ich zuerst befürchtet. Hier und da mal ein Fehler aber im Grunde laufen alle Programme auf mit UHD Auflösung ohne Probleme.
Wer mit dem Lenovo Yoga jedoch spielen möchte, sollte vorher die Auflösung auf HD heruntersetzen, die Nvidia GTX 1050 ist nun nicht gerade optimal dafür, ein Spiel in UDH ruckelfrei darzustellen. Dazu braucht´s dann wieder deutlich mehr Grafikpower. Gut, dass ich keine Zeit zum Spielen habe.

SSD oder normale HDD?

SSD Festplatten haben eine deutlich schnellere Lese- und Schreibgeschwindigkeit als die klassischen drehenden Festplatten. In der heutigen Zeit sollte wenigstens eine SSD Festplatte verbaut sein, und eine HDD allenfalls noch als zweite Festplatte für als zweitrangiger Datenspeicher. Die HDD´s sind so unendlich langsam, wenn man sie mit einer SSD vergleicht. Mit der 500Gb SSD bootet das Windows 10 Yoga in 11 Sekunden. Ein Wert, der ok ist – mein Handy benötigt mehr Zeit zum hochfahren 😉

Eine langsame Festplatte lässt das System auch nicht nur langsam booten, sondern es bremst die Leistung immer aus, sobald Daten von der Platte erforderlich sind.

Nützliches Zubehör

Trackball MX Ergo
MX Ergo – nicht nur für Bildbearbeitung optimal

 

Viel Zubehör nutze ich nicht, aber eine Maus ist schon ganz sinnvoll. Da ich wenig Platz auf dem Tisch habe, und keine Lust habe immer eine Maus herum zu schieben, nutze ich schon seit Jahrzehnten gerne die Logitech Trackball´s. Leider war bisher für Logitech immer der dieser Unify USB Empfänger erforderlich. Aber jetzt gibt es endliche einen Logitech Trackball mit Bluetooth! Wird auch langsam Zeit. Mit dem Lenovo Yoga habe ich mir auch gleich den neuen Logitech MX Ergo bestellt. Es ist der Nachfolger des Trackball M570, optisch schön in mattem schwarz und ganz wichtig – endlich mit Bluetooth statt dem doofen Unify USB Dongle. Das Dongle liegt aber weiter dem Lieferumfang bei – hat man kein Bluetooth am Rechner, kann der Trackball trotzdem betrieben werden.

Netter Gag, welchen ich sogar recht häufig nutze: Man kann den MX Ergo mit zwei Geräten verbinden und mittel Schalter einfach zwischen den Geräten switchen. Da ich mein Acer Tablet gerne als zweit Monitor nutze, kann ich schnell zwischen den Geräten hin und her schalten. Alle Tasten und Funktionen werden von Windows sofort erkannt und richtig unterstützt. Die Logitech Software wird nicht benötigt.

Volle Empfehlung: 5/5 Sterne!

Fazit

Alles in allem bin ich mit dem was mir das Lenovo Yoga 720 bietet sehr zufrieden. Ob man nun ein UHD Display braucht sei mal dahingestellt. Fakt ist, wenn man es hat, möchte man nichts anderes mehr habe. Die Bilder und Videos sind einfach Hammer geil scharf! Vom Stromverbrauch ist der Yoga ok, vor allem wenn es mit der gebotenen Leistung vergleicht. Beide Lenos zusammen verbrauchen im Abendlichen Office und Surfbetrieb weniger Strom als Tanjas alter Medion 17 Zöller.

Bildbearbeitung mit Lightroom und Photoshop machen mit der Leistung jetzt richtig Spaß und das glänzende Display sorgt für satte Farben (und auch Reflexionen bei Licht von hinten). Auch UHD Videos können nun flüssig geschnitten werden, die GoPro wird jetzt wohl wieder öfter zum Einsatz kommen.

Draußen bei Sonnenlicht macht das Lenovo Yoga eine bessere Figur als das Acer Tablet. Das Display scheint etwas heller zu sein.
Das Aluminiumgehäuse und der schmale Display Rand geben dem Yoga ein edles Aussehen. Für meinen Geschmack könnte das Display-Scharnier jedoch deutlich stabiler sein. Das Display wippt ziemlich nach, vor allem wenn man mit dem Stift etwas darauf schreiben möchte.

Wenn ich mal herausgefunden habe, wie viel Mehrgewinn 32Gb Arbeitsspeicher bringen, kann ich noch aufrüsten, aber vorerst reichen mir die verbauten 16Gb RAM aus. Vielleicht hast du damit schon Erfahrungen gemacht und möchtest mir deine Meinung mitteilen?

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