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AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

EIWOLA, was ist das? Kann man´s essen oder ist es womöglich ansteckend? Ich mache es kurz, es ist Tanjas Arbeitstitel für ein Projekt was uns schon lange beschäftigt.
Was wäre, wenn ich ein neues Wohnmobil haben wollte. Wenn ich an die letzten Jahre zurückdenke, und Ideen für die Zukunft berücksichtige, wie könnte dann ein neuer AMUMOT-Truck aussehen? Die Jahre ziehen dahin und irgendwann wird es mal Zeit für ein neues Wohnmobil. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Nur wann, das bleibt noch offen. Aber träumen darf man ja bekanntlich immer.

Immer wieder verfallen Tanja und ich in heiße Diskussionen über EIWOLA. Der Eierlegende Wollmilchsau Laster, welcher gut im Gelände ist, außen klein wie ein Smart und innen große wie ein Schloss, als möglichen Nachfolger des AMUMOT-Truck. Meist dann, wenn wir gerade mal wieder jemand mit einem Allrad LKW getroffen und gesehen haben, wie der an uns vorbei zum weichsandigen Luxusplatz in erster Reihe gefahren ist. Oder so wie an einem Stausee mit 14km Waschbrettpiste als Anfahrt, wo wir Besuch von Anderen mit einem MAN 10 Tonner bekommen. Als ich so über die Piste zu meckern begann, schauten mich die zwei verdutzt an und meinten nur, dass sie bis auf den Staub, jetzt nichts Schlimmes an der Piste feststellen konnten.

Daher denken wir immer wieder über die Vorzüge eines Allrad Wohnmobils nach. Aber Allrad Fahrzeuge sind durch die größeren Reifen höher. Ein Zwischen-Rahmen, der Fahrgestell und Wohnkabine verbindet, ist beim einem Allrad LKW ganz anderen Belastungen ausgesetzt und benötigt deutlich mehr Platz als bei einem Straßenfahrzeug. Das alles führt dazu, dass der Wohnraum bei einem Allrad LKW immer kleiner ist, als bei einem Straßenfahrzeug mit gleichen Außenmaßen.
Sollte unser neues Wohnmobil also einen Allradantrieb bekommen, müssen wir Wohnraum einsparen. Wird das möglich sein?

Ich lasse meinen Gedanken einfach mal freien Lauf – bin selbst gespannt, was dabei herauskommt. Da schon die erste Anspielung auf ein neues Wohnmobil im Frühjahr schon großes Interesse bei meinen Lesern gestoßen ist, stelle ich meine weiteren Überlegungen ebenfalls online. Dabei solltest du jedoch immer im Hinterkopf behalten, ich plane mit unserem Lebensstil und lasse meine Erfahrungen der letzten 10 Jahre mit einfließen. Ein neues Wohnmobil soll auch in Hinblick auf zukünftige Reiseziele optimal ausgelegt sein.

womo
Waschbrettpiste zum Strand – ganz oft treffen wir auf solche Wege

Im Grunde geht es bei einem neuen Wohnmobil um 3 Dinge. Autarkie, Geländegängigkeit und letztendlich auch um die Wohnraumgröße. Größe und Geländegängigkeit stehen irgendwie in gegensätzlichen Zusammenhang. Was uns immer wieder vor die Grundsatzfrage stellt:

Wie viel Wohnmobil braucht der Mensch wirklich?

Ich versuche meine Lösung nach folgendem Plan zu finden:

  1. Allrad oder doch nicht?
  2. Wohnraum: Was braucht man, was nicht?
  3. Wie könnte eine neue Wohnkabine aussehen – wenn ich unsere Wünsche berücksichtige?
  4. Die entscheidende Frage ist dann – auf welches Fahrgestell passt diese Kabine?

Für jeden Zweck das richtige Auto – 4×2 oder 4×4?

Zu mir hat mal einer gesagt, in Bolivien fahren sie auch keine Expeditions-LKWs, sondern normale 2WD Fahrzeuge. Dem stimme ich voll zu! 4×4 braucht kein Mensch.

Trotzdem will ich Allrad, schon die großen Räder sehen geil aus! Aber genau hier liegt auch der Hund begraben und ich muss gut überlegen, ob ich mit so einem Fahreug leben möchte.

Große Räder = weniger Wohnraum?

Großer Räder sind gut m Gelände, schränkt aber die mögliche Wohnraum-Höhe ein.

Große Räder und eine brauchbare Achsverschränkung um gut über Hindernisse klettern zu können, bringt unweigerlich eine hohe Rahmenhöhe mit sich. Der Wohnaufbau sitzt deutlich höher als bei einem 2WD Fahrgestell.
Zwar dürfte rechtlich gesehen so ein Aufbau durchaus höher werden, dann steigen aber die Probleme mit Bäumen. Selbst mit jetzt 3,40 Meter Höhe kämpfe ich immer wieder mit Ästen, die auf die Straße hängen. Ich brauche also was kleines, mit viel Zuladung – der Mercedes Vario 4×4 könnte die Lösung zu sein!

niedere Bäume versperren den Weg
Selbst mit 3,40 Meter Höhe kämpfe ich oft mit den Bäumen.

Um die Geländetauglichkeit eines Vario 4×4 zu erhalten, muss der Aufbau also zwangsläufig kleiner werden – adios Zwischenboden! Auch die Treppe zum Wohnraum hat dann mehr Stufen, die man mehrmals täglich erklimmen muss. Ich wusste schon, warum ich bisher immer gegen 4×4 Antriebe war, der Preis für die Geländegängigkeit ist in jeder Hinsicht sehr hoch.

Warum will ich eigentlich Allrad?

Wir fahren nun mal viele Sand und Schotterpisten. An Stauseen sind die Wege meist mit heftigen Löchern versehen, die zu starker Achsverschränkung führen. Auch Schräglagen sind mit meinem doch sehr schweren Aufbau und dessen Kopflastigkeit schwierig zu befahren. Irgendwann fällt er doch mal um…

Meine Erfahrungen bisher:

  • Der Mercedes Vario ist durch seine, im Vergleich zu Fiat Ducato & Co, großen Räder, und der hohen Bodenfreiheit schon recht geländegängig. Das schätze ich an diesem Wohnmobil auch sehr. Dank Heckantrieb kommt der Vario meist weiter als mir lieb ist – solange die Wege trocken sind.
  • Was dem Vario gar nicht schmeckt, sind steile Passagen, an denen man rangieren muss. Die Kupplung ist in Verbindung mit der fehlenden Geländeuntersetzung schnell überfordert. Wegen der fehlenden Geländeuntersetzung ist das langsame „klettern“ über Steine für Kupplung ebenfalls ziemlich stressig.
  • Ein großes Problem sind beim Vario unebene Wege. Also dann wenn die Räder unterschiedlich weit einfedern müssen. Um hier die Belastung auf Rahmen und Aufbau etwas zu entschärfen fahre ich seit Jahren mit einem ausgehängten Stabilisator an der Vorderachse. Nur auf Autobahnen oder wenn starker Seitenwind herrscht, hänge ich den Stabi kurz ein, um die Windempfindlichkeit zu minimieren.
  • Aber selbst wenn wir solche Gelände Passagen konsequent meiden würden, es bleiben Schotterpisten, die wir selbst in Portugal oft finden. Hier rächt sich die harte Straßenbereifung mit dem niedrigen Querschnitt und der bockharten Federung. Was auf der Straße gut ist, bringt im Gelände oft Nachteile mit sich. Waschbrettpisten sind der absolute Horror!
Allrad LKW
Es ist schon erstaunlich wo ein LKW mit Allrad problemlos fahren kann.

Das große „AHA“ Erlebnis hatte ich, als ich bei einem Vario 4×4 mitfahren durfte. Der fährt auf solchen Wegen sogar angenehm ruhig. Große Allrad LKW, welche ich auf einer Waschbrettpiste mal probefahren durfte, stecken solche Wege komplett weg.

Was Philipp mit seinem MAN G90 vorgeführt hat, bringt mich natürlich schon ins schwärmen. Aber so weit will ich eigentlich gar nicht gehen (aber ich könnte, wenn ich wöllte …). „Etwas“ mehr Geländegängigkeit würde mir doch schon ausreichen, und wenn ich mich nicht auf jedem nassen Grashalm festfahren würde, wäre ich schon sehr glücklich.

Testfahrt mit dem MAN G90 4×4

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Wunschliste für das neue Fahrgestell:

  • Etwas mehr Bodenfreiheit
  • Geländeuntersetzung
  • Bessere Schlechtwegetauglichkeit durch größere Reifen.

Nun ist es natürlich so, dass man diese Punkte nicht einfach an einem 2WD Chassis nachrüsten kann. Die 4×4 Modelle haben in der Regel andere Federn, oft verstärkte Rahmen und sind meist von Haus aus schon höher gelegt. Einen 2WD auf 4×4 Optik zu trimmen ist auch nicht besser als wie einen 45PS Benziner Golf eine GTI Front anzubauen, tiefer zu legen und Breitreifen zu verpassen. Er sieht dann zwar besser aus, wird davon aber sicher nicht schneller.

Womo abschleppen
Oft reicht schon der Ducato um aus einer nassen Wiese heraus zu kommen.

Eigentlich brauche ich keinen Allradantrieb (ok, in 2018 bin ich nur 3 mal in 4 Wochen stecken geblieben, konnte mich meistens ohne fremde Hilfe wieder befreien). Ich versuche stets das Risiko des Festfahrens so gut es geht zu vermeiden. Öfter gehen wir Kompromisse ein, fahren einige Plätze gar nicht erst an um den Vario nicht zu überfordern oder gar stecken zu bleiben.

So ein Allradantrieb wiegt auch ganz schön. 400 Kilo Mehrgewicht bedeutet das beim Mercedes Vario 4×4, welcher mir als mögliche Basis für ein etwas geländetauglicheres Fahrzeug ganz brauchbar erscheint. Die 400 Kilo für den Allrad, das Gewicht des Zwischenrahmen und auch die großen Reifen würde jedoch die mögliche Zuladung so weit reduzieren, dass ich mir selbst beim 3,4 Tonnen leichten Vario 4×4 ernsthafte Gedanken mache, ob das alles noch unter 7,5 Tonnen machbar ist.

Um hier also eine Entscheidung treffen zu können, muss ich mir zuerst einmal über die Kabine Gedanken machen. Wie viel Platz kann man einsparen, was wird die reisefertige Kabine am Ende wiegen? Dann kann ich schauen, ob ich das alles mit einem 4×4 LKW vereinbaren kann – und ob ich mit diesem Ergebnis auch wirklich leben möchte.

Mein Wohnmobil zum drin leben

Machen wir einmal eine Bestandsaufnahme. Was sollte zum aktuellen Istzustand geändert werden.
Mein jetziges Wohnmobil hat eine Kofferinnenlänge von 5,30 Meter + 1,70 Meter Alkoven über dem Fahrerhaus. Die Breite ist innen 2,20 Meter. Im Heck befinden sich 2 Stockbetten, die viel Platz verschlingen und nicht richtig als Stauraum genutzt werden können. Sie sind eher immer so die Müllhalde für alles, was mach gerade nicht aufräumen will, oder für Dinge, die einfach keinen anderen Platz haben. Natürlich ist dieser Platz super, aber ganz nüchtern betrachtet bleibt er unnötig. Würden wir unseren Stauraum optimal nutzen, bräuchten wir deutlich weniger davon.

Hunde Max und Tizon
Das untere Stockbett ist meist ungenutzter Raum

Erkenntnis 1: Stockbetten, mit der Grundfläche von 200x70cm können ersatzlos gestrichen werden

Raumplanung Wohnmobil
Neben dem Bett, ist das Wohnzimmer der wichtigste Ort im Wohnmobil.

Vom einen zu viel, dafür vom anderen zu wenig: Zum Wohnen und Arbeiten steht uns bisher eine 1 Meter breite Dinette zur Verfügung. Zwei Personen finden hier reichlich Platz zum sitzen. Nicht mehr und nicht weniger. Die Dinette ist für 4 Personen zu kurz und auch um mal bequem die Beine hochzulegen zu können, fehlen mindestens 40cm.

Aktuell belegt die Dinette gerade mal 2m² (13%) der Wohnmobil Grundfläche. Das ist zu wenig für den wichtigsten Ort, neben dem Bett. Die Sitzgruppe ist das Herz im Wohnmobil – neben dem Bett ist es der Ort, der bei uns täglich am längsten benutzt wird. Oft sitzen wir 12-16 Stunden darauf – weshalb die Sitzgelegenheit in Zukunft eher einer Wohlfühloase gleichen muss, statt einer SitzGELEGENHEIT.

Der neue Arbetsplatz
Dinette zum Sitzen ok, aber zum herumlümmeln zu kurz.

Erkenntnis 2: Sitzgruppe muss größer werden

Das jetzige Bett ist mit 160cm x 200cm eigentlich viel zu groß. Ohne dass ich es merken würde, könnte man hier 20cm in der Breite einsparen. Kürzer als 2 Meter darf es dagegen nicht werden, ich brauche die Länge.

Erkenntnis 3: Bett kann schmäler werden

Wohnmobil Badezimmer
Waschbecken im Bad

Ein Wohnmobil braucht ein Bad. Mein jetziges Bad belegt einen Raum von 80x195cm. Darin inbegriffen ist die separate Dusche mit 80x80cm. Auch wenn wir oft nur die Waladusche benutzen (Waschlappen wie früher die Oma), um Wasser zu sparen, möchte ich auf eine richtige Dusch-Möglichkeit nicht verzichten müssen. Die Dusche kann auch gut als Trockenraum für frisch gewaschene Klamotten genommen werden, oder manchmal lagern wir darin auch Müllsäcke, wenn wir mal wieder für viele Wochen weit ab der Zivilisation stehen. Trotzdem ist die Dusche viel toter Raum, der viel zu selten genutzt wird – so ganz schmeckt mir das nicht, da könnte vielleicht schon etwas optimiert werden.

Erkenntnis 4: Am Bad lässt sich nicht viel Raum einsparen

Die Küche ist der vierte Punkt, welcher meiner Meinung nach in keinem Wohnmobil fehlen sollte. Jetzt ist die Küchenzeile 1,50 Meter lang, beherbergt einen 3 Flammen Gasherd, eine Spüle und etwas Arbeitsfläche mit ca 40cm Breite.
Unser Herd wird nur in den seltensten Fällen mit 2 Flammen gleichzeitig benutzt. Tanja hat das Kochen mit einem Topf oder Pfanne schon recht gut optmiert, so dass nicht mehr viel Geschirr zu spülen ist.
Ein ordentlicher Einflammen-Kocher mit etwas mehr Leistung wäre ausreichend und würde Platz sparen. Mit dem richtigen Energiekonzept wäre auch ein schmales Zweiplatten-Induktionskochfeld denkbar.
Weiter ist das Geschirr ein Problem, welches wir selbst mit gutem Willen nicht so richtig in den Griff bekommen. Nach einem 10 Stunden Arbeitstag vor dem Computer habe ich alles andere als Lust noch das Geschirr abzuspülen. Ein Spülmaschine muss her!
Mein Umstieg von Absorber auf Kompressorkühlschrank vor ein paar Jahren hat sich bewährt, nur der Vitrifrigo selbst ist ein Glump. Ein großer Kühlschrank mit großem Gefrierfach kann nicht schaden. Hier würde ich mehr Platz einplanen.

Erkenntnis 5: Die Küche kann etwas kleiner, muss aber in den Gerätschaften deutlich optimiert werden

Weiter braucht ein Wohnmobil Stauraum. Wenn ich andere Camper anschaue, kann ein Wohnmobil wohl nicht genug Stauraum besitzen. Viele haben sogar noch einen Anhänger dabei. Für mich indiskutabel: viel zu sperrig, vor allem auf schlechten Wegen. Bei uns sind aktuell nicht alle Schränke voll belegt – und die Schränke, die voll sind, sind chaotisch beladen. Viel Zeug brauchen wir inzwischen gar nicht mehr, und fahren es nur noch spazieren, weil bisher keine Notwendigkeit bestand, es auszumisten. An Stauraum könnten wir sehr viel Platz einsparen.

Erkenntnis 6: Weniger Stauraum reicht!

Mit den obigen 6 Punkten wissen wir nun, was wir im groben benötigen und worauf wir achten müssen, wenn wir einen Wohngrundriss planen wollen. Der wichtigste Punkt ist der Zweite. Die Sitzgruppe ist für mich schon seit 10 Jahren der größte Minuspunkt in diesem Auto. Mit dem Rest könnte ich leben oder diesen auch teilweise optimieren.

Es ist ja nun nicht so, dass der Grundriss grundsätzlich schlecht ist. Schließlich lebe ich schon seit 2009 in diesem Auto und fühlte mich immer sehr wohl darin. Aber unser Reiseverhalten ändert sich, wir wollen weg von Straßen, mehr in der Natur stehen und in ferner Zukunft auch mal aus Europa raus.

Der Vario hat sich im Vergleich zu Wohnmobilen auf Fiat Ducato und Mercedes Sprinter sogar erstaunlich geländegängig – aber reicht mir das? Das nächste Auto sollte am Besten ein wohnraumoptimiertes Reisefahrzeug werden.

Weiter gibt es noch eine zweite entscheidende Frage zu klären. Was passiert mit dem Ducato? Wir könnten ja theoretisch mit einem Auto fahren. Der Spritverbrauch der zwei Autos beläuft sich zur Zeit auf 28 Liter/100km – ein Allradlaster braucht nicht mehr. Aber wir möchten trotzdem mit einem zweiten Fahrzeug mobil bleiben. Fahrrad scheidet aus – hat sich im Ausland nicht bewähren können. Also Motorrad oder Quad? Aber wie transportiert man das?

Fazit:

Es gibt ein paar Punkte, die man am jetzigen Konzept durchaus verbessern könnte. Die Frage ist: wohin führt uns die Reise in der Zukunft?
Für Portugal und das restliche Europa ist der Vario ideal. Er kommt meist dahin wo ich möchte und bietet sehr viel Wohn- und Stauraum, ohne dabei ein Gewichtsproblem mangels möglicher Zuladung zu bekommen. Trotzdem bleibt der Sitzplatz ein Problem.

Wie sich nach über 2 Jahren Erprobung herausstellt, ist die aktuelle Lösung, mit zwei Fahrzeugen zu fahren, ist gar nicht so schlecht. Da wo der Ducato hinkommt, schafft es meist auch auch der Vario. Wenn wir länger wo stehen, können wir mit dem Ducato Ausflüge in die Umgebung machen und immer wieder einkaufen fahren. Die Wasser- und Abwassertanks sind groß genug, um im Sommer über 4 Wochen an einem Platz stehen zu können.
So wie es aktuell ist, ist es für uns „momentan“ die beste Lösung.

Wir wollen aber Europa auch mal verlassen und dann sind zwei Fahrzeuge eher hinderlich. Doppelte Fährkosten, beide müssen fahren – auch auf schlechten Straßen. Und wenn es nur Albanien ist – was ich dort über die Straßen in anderen Reise-Blogs lese, zeigt mir, dass mein jetziges Wohnmobil dort schon an seine Grenzen kommen wird.

Man könnte den Vario dahingehend verbessern, dass man viel Geld für die Umrüstung auf größere Räder und vielleicht ein Untersetzungsgetriebe investiert. Das Problem der Achsverschränkung und der damit verbunden Verspannung des Rahmens durch das fest mit Fahrerhaus verbunden Alkoven, bleibt bestehen. Es wird eine Kompromisslösung bleiben.

Zusammenfassung:

  • Wenn wir so weiter machen wie bisher, lohnt sich ein neues Fahrzeug nur bedingt und auch Allrad ist nicht wirklich notwendig.
  • Wenn wir Europa verlassen wollen, kann Allrad nicht schaden um auf schlechten Wegen besser unterwegs zu sein.
  • Irgendwann muss ein neues Womo kommen, wenn nicht, dann irgendwann
Allrad LKW Wohnmobil
Nein – sowas will ich natürlich nie fahren.

Allrad ist purer Luxus, denn man kommt auch ohne Allrad schon sehr weit. Allrad hat viele Nachteile und trotzdem ist es wiederum schön, wenn man es hat. Du musst dir also wie ich auch, klar werden, ob dir die paar wenige Vorteile des Allradantrieb, die vielen Nachteile aufwiegen können. Allrad könnte man auch als Hobby bezeichnen, denn es zwingt uns keiner an die Plätze zu fahren wo man 4×4 braucht. Aber so ist es mit allem. Mein Auto ist jetzt schon 4 Wochen autark mit Wasser und braucht das ganze Jahr keinen Landstrom. Diesen Luxus habe ich nicht geschenkt bekommen, sondern teuer bezahlt – weil ich es haben will! Genauso ist es mit Allrad.

Dies waren meine ersten Überlegungen zu einem neuen Wohnmobil. Im Teil 2 überlege ich mir, wie das das geeignete Fahrzeug dafür aussehen könnte.

Hast du eine eigene Meinung zum Thema? Wie sind deine Erfahrungen mit Allrad Fahrzeugen? Schreib es mir doch in die Kommentare bei Facebook.

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