Shop

AMUMOT-Shop
Aller zur Wohnmobil Elektrik
zum Shop

Contact

Für Fragen rund um den Blog
info@amumot.de
+49 (0)16094688902
Mo-Fr 12-16 Uhr

Follow

AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Die Zeit vergeht manchmal schneller als uns lieb ist. Jetzt haben wir schon wieder Juni und wahrscheinlich verfliegt der Rest von diesem Jahr noch schneller. Ich glaube, je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit.

Das mit der Zeit und dem Alter soll übrigens wirklich so sein. Zumindest habe ich das mal gelesen. Unser Zeitgefühl ist immer relativ zu unserer Alter. Je älter wir werden, desto weniger lang ist ein Jahr im Verhältnis zu unserem vergangenen Leben. Daher kommen uns die Jahre immer kürzer vor. Ich glaube, da ist was dran – aber gefallen tut mir das nicht.

Womo am See
Im Westen nichts Neues!

Erste Juni Woche

Der Juni beginnt, wie der letzte Monat geendet hat: nämlich an unserem Lieblingssee in Portugal. Das Wetter ist so einigermaßen auszuhalten und wir verbringen viel Zeit mit dem aufarbeiten liegengebliebener Arbeiten. Ich zum Beispiel archiviere meinen kompletten Bildbestand der letzten Jahre. Da ich früher keine Bilder gelöscht hatte, hat sich da viel Müll angesammelt. 70.000 Bilder wollen gesichtet und ausgemistet werden.
Die guten werden dann auf Google Photos gespeichert, das ist kostenlos, wenn man von Google komprimieren lässt. Der Vorteil ist, ich kann von jedem Geräte auf der Welt drauf zugreifen, so lange es eine Internetverbindung gibt.

Der erste Samstag im Juni war der erste früh-sommerliche Tag mit 24 Grad und voller Sonne über den ganzen Tag. Bis auf ein paar kleine Wolken. Das war aber nur ein kurzer Spaß, schon der Sonntag verläuft wie üblich ohne viel Sonne mit gewohntem grau in grau. Mein Wohlbefinden richtet sich inzwischen auch immer mehr nach dem Wetter. Sonne da – alles ist gut, Sonne weg, erdrückende Schwerfälligkeit.

Max
Selbst Max ist nach einer Papiertüte schon erledigt.

Pannen, die keiner braucht

Wir fahren einkaufen, 30 Kilometer sind es in den nächsten Ort, wo wir alles Wichtige bekommen. Zum Abschluss gehen wir kurz tanken und wollen dann die Heimreise antreten. 15 Kilometer Landstraße und wieder 15 Kilometer Waschbrettpiste. Als ich an der Tankstelle losfahre, höre ich ein komisches Geräusch. Vergleichbar mit einem lauten PLOPP. Da ich erst nichts auf der Straße erkennen kann, wo ich drüber gefahren sein könnte und sonst alles normal funktioniert, fahre ich weiter. Aber auf der Straße war dann schnell klar, was dieses Geräusch auslöste. Klack – Klack – Klack – Klack …. passend zur Raddrehzahl, kommt es von vorne links.

Ich halte an und schaue nach. Eine fette Schraube steckt im Reifen.
Sofort fällt mir wieder das Ersatzrad ein, welches wir ja seit dem letzten Plattfuß mal gangbar machen wollten. Es ist aktuell 19:30 Uhr, keine Chance in einer Werkstatt noch jemanden zu finden, der „mal eben“ einen Reifen flicken könnte. Das gekaufte Flickzeug liegt in dem Auto, wo es am wenigsten benötigt wird – dem Vario.

Ich fahre ein paar Meter weiter in eine Nebenstraße und hoffe auf alles Glück der Welt. Mit etwas Spucke um die Schraube prüfe ich, ob Luft austritt. Es scheint aber alles dicht zu sein. Was tut man jetzt? Ich kann jetzt zu einer Werkstatt fahren die schon zu hat, oder mit einer Schraube im Reifen zurück zum Womo, wo ich dann hoffentlich den Reifen flicken kann.

Ich probiere den riskanten Weg und drehe die Schraube aus dem Reifen. In der Hoffnung, dass die Schraube nur kurz ist und vielleicht gar nicht ganz durch ging. Ich denke mir dabei: „Sollte der Reifen doch ein Loch haben, kannst du die Schraube ja immer noch danach wieder reindrehen.“
Ich fummle die Schraube also Umdrehung für Umdrehung aus dem Reifen und je länger sie heraussteht, desto mehr schwindet die Hoffnung auf etwas Glück.

Schraube im Reifen - was tun
Kaum zu glauben, dass diese Schraube den Reifen nicht durchstechen konnte – obwohl sie komplett drin steckte.

Letztendlich habe ich die Schraube dann in der Hand und der Reifen ist, oh Wunder, noch dicht. Was für ein Tag – es hätte es schlechter laufen können. Dass ich mir dabei die Nase an der Türe blutig geschlagen hatte, war dabei schon Nebensache. Wir kommen immerhin wieder nach Hause.

Max
Blick über das Land – Max und ich gehen spazieren.

Sommerbeginn am 15. Juni

Pünktlich zum 15 Juni ändert sich endlich das Wetter. Von 18-20 Grad am Tag steigen die Temperaturen binnen 3 Tagen auf 38 Grad. Das muss man erst einmal verdauen. Wir sind zu nichts zu gebrauchen und kämpfen mit der Hitze. Wir fragen uns, wie wir nur die 43 Grad im letzten Jahr so problemlos überstehen konnten?

Erste Hilfe am Boot

An einem Sonntag kommt und eine portugiesische Gruppe mit dem Boot besuchen. Wie sich herausstellt, sind es Arbeitskollegen, die mit ihren Familien und gefühlt 20 Kindern „unser Seeufer“ zum Mittagessen und Baden auserkoren haben. Schon nach 10 Minuten fragt mich einer der Väter, ob ich vielleicht dem Boot Starthilfe geben könnte. Klar, kein Thema. Solche Anlässe sind immer gut um mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, dass man eigentlich ganz nett ist, auch wenn man hier 6 Wochen am Stück steht.

Starthilfe am Boot
AMUMOT Marine Service

Als sie ein weiteres Mal mit dem Boot hier ankommen, beginnt das gleiche Spiel wieder, sie brauchen Starthilfe. Aber diesmal stellt sich heraus, dass es gar nicht die Batterie ist, sondern der Batterie-Trennschalter, der sich in seine Bestandteile zerlegt hatte. Ich helfe mit Werkzeug aus, und wir überbrücken den Schalter. Eigentlich wollte ich gleich einen neuen Schalter einbauen, fand ihn aber leider nicht. Seit der letzten Aufräumaktion im Womo ist nichts mehr an seinem Platz und ich bin nur noch am Suchen.

Er hatte aber selbst schon einen Ersatzschalter gekauft und konnte ihn nur nicht einbauen, weil er keinen passenden Winkelaufsatz hatte, um die Schrauben zu lösen.
Als das Boot nun zum dritten mal hier ankommt, bauen wir den neuen Schalter ein und klemmen auch gleich noch ein paar Kabel der Lenzpumpe richtig an. Die Jungs sind sprachlos, was ich alles an Werkzeug dabeihabe.
Nach getaner Arbeit wurde es dann etwas peinlich. Die Familien wollten sich bedanken und brachten uns locker 20 Kilo Lebensmittel mit. Bier, Wein, Milch, Brot und Müsli, um nur ein paar Dinge zu nennen, befanden sich in zwei vollen Intermarché Tüten. Ich wollte es gar nicht annehmen, zumal ich den Gegenwert meiner paar Minuten Arbeit darin deutlich überbezahlt empfand. Aber sie ließen es sich nehmen und bestanden darauf. Ich fühlte mich natürlich geehrt und habe mich auch sehr gefreut.

Sonnenuntergang
Wolken sorgen oft für schöne Sonnenuntergänge

Wasserfilter

Nach 4 Wochen neigt sich so ganz langsam der Wasservorrat dem Ende. Und ich beginne mir ernsthafte Gedanken über Wasseraufbereitung zu machen. Es muss doch eine Möglichkeit geben, Wasser aus Seen und Flüssen so zu filtern, dass man es wenigstens als Brauchwasser, besser noch als Trinkwasser nutzen kann. Erste Versuche mit Sawyer Wasserfilter zeigen, dass die Firma nicht zu viel verspricht, das Seewasser kommt sauber aus dem Filter und schmeckt gut. Ich habe aber gelernt, dass man zur mechanischen Wasserfilterung auch einen Aktivkohlefilter verwenden sollte.

Wasserfilter
Seewasser zu Trinkwasser mit dem Sawyer Wasserfilter – es geht tatsächlich!

Mehr Bilder zum meinem Wasserfilter

In Portugal findet man in den Baumärkten ein umfassendes Filterangebot, da hier viele Menschen noch Brunnenwasser nutzen. Wenn wir wieder unterwegs sind, werde ich ein entsprechendes System kaufen. Für unter 200 Euro bekommt man eine komplette Anlage, was nicht wirklich teuer ist, und die Ersatzfilter kosten fast nichts. Das Problem bei Seewasser sind die Schwebstoffe, wie Algen, die einen Wasserfilter nach kurzer Zeit verstopfen, darum muss hier ein gescheiter Vorfilter angebracht werden, der einfach zu reinigen ist.

Wetter-Chaos

Die kommende Arbeitswoche ist etwas anstrengend. Es wird schwül und dazu werden die Insekten auch noch anstrengend. Neben den Massen von Moskitos am Abend, gibt es jetzt auch noch am Tage Stubenfliegen, die Blut saugen. Sogenannte Wadenbeißer oder einfach nur Stechfliegen.

Diese Teile kenne ich schon, normal tun sie nichts, es gibt jedoch Uhrzeiten wo sie stechen oder schwüle Tage, wo sie immer stechen.
Wir kommen endlich auf die Idee, einen weißen Vorhang aus dem Ducato als Mückenschutz in unsere Türe zu hängen, seither ist das Womo innen nahezu fliegenfrei. Die Moskitos und anderes Fliegezeug, was abends unterwegs ist, erledigt meistens der Mückengrill, den Rest der Insekten Schröter.

Müückegrill
Der Mückengrill – 24h in Betrieb zur Zeit

Einmal hatten wir sogar ein heftiges Gewitter über Nacht was zu unerträglicher Schwüle am nächsten Tag führte. Danach normalisierte sich das Wetter und wir haben schönstes Sommerwetter wie wir es uns immer gewünscht haben. 28-33 Grad hat es am Tage, die lauen Sommerabende lassen sich super draußen genießen und über die Nacht kühlt es auf 18 Grad ab, was für guten Schlaf sorgt. So könnte das Wetter jetzt die nächsten Monate gerne bleiben.

blitze fotografieren
Meine ersten Blitz Fotos entstehen

Einige Moskitos erwachen im Womo erst in der Nacht zum Leben und fallen dann heimtückisch über uns her, als wir bereits schlafen. Der Mückenstick ist daher auch, vor allem bei Tanja, sehr oft im Einsatz. Ein echt geiles Teil, welches ich nicht mehr missen möchte. Vor 2 Jahren hatte ich ja schon über Mittel gegen Mückenstiche geschrieben – meine Meinung dazu hat sich nicht geändert. Wir haben sogar zwei Stück, sollte einer mal das Zeitliche segnen, haben wir Ersatz.

Es beginnt die letzte Juni Woche, das Wetter ist weiter ok, mal etwas mehr, mal etwas weniger Wolken und meist so um die 30 Grad. Angenehm zum Arbeiten und gelegentlich gehen wir uns im See erfrischen. Besucher hatten wir in dieser Woche gar keine.

Wie geht es weiter?

Da Tanja jetzt ungeplant in etwa 3 Wochen einen Termin in Lissabon hat, müssen wir unsere nicht vorhanden Pläne umwerfen. Unser Weg führt nun nicht über Osten nach Norden, sondern nach dem Besuch in Lissabon über Westen entlang der Küste. Wenn alles klappt, werden wir in den kommenden Tagen tatsächlich aufbrechen und neue Plätze in Portugal erkunden. So ganz glaube ich jedoch noch nicht dran.

Weitere Bilder

Abendstimmung am See
Waterbomber portugal
Die Flugschule kommt immer mal wieder vorbei und macht Flugübungen mit Löschflugzeugen.
Die Libellen setzen sich schon direkt neben mich
und noch eine
Auch die Eidechsen sind ziemlich zutraulich
Und so endet nun dieser Monat mit dem bisher schönsten Sonnenuntergag

Mehr Bilder im Album

Ähnliche Artikel: