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Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Was ist der perfekte Grundriss fürs Wohnmobil? „Den“ einen perfekten Grundriss muss jeder für sich selbst finden. Aber man kann sich von anderen Grundrissen für Wohnmobile inspirieren lassen, wie wir es natürlich auch gemacht haben. Gerade in Marokko haben wir viele Allrad-Wohnmobile (wer hätte es gedacht) getroffen, kamen auch mit einigen ins Gespräch und konnten viele Ideen austauschen. Es gibt so viele Möglichkeiten wie man eine Weltreisemobil ausbauen kann. Vom spartanischen, ultra geländetauglichen Camper bis zur 15 Tonnen Luxushütte – mit der ich in der Mongolei nicht liegenbleiben möchte.
Es gibt viele Arten zu reisen. Während die einen total verstaubt aus der Wüste kommen und faszinierende Geschichten erzählen scheinen andere eher damit beschäftigt zu sein am neuen 18 Tonnen Atego die Rippen am Kühlergrill zu reinigen. Wir peilen das untere Mittelfeld an: Alles muss einfach und funktionell sein, und dabei trotzdem noch leistungsfähig und autark.
Viel Spaß mit diesem Artikel

Die eierlegende Wollmilchsau

Deutschland, Marokko und zurück nach Deutschland in 3 Wochen gibt es bei uns nicht. Noch dürfen wir von unterwegs arbeiten, und reisen daher eher langsam. Ein bequemer und großzügiger Arbeitsplatz ist uns sehr wichtig.
Weiter haben wir festgestellt, dass neben dem Wohn-LKW ein Zweitfahrzeug wichtig ist. In Marokko fehlt uns der Ducato schon sehr um einfach in die Stadt zu kommen oder die Umgebung erkunden zu können. Wir wollen auch zusammen fahren, daher muss sich das Zweitfahrzeug auch im LKW transportieren lassen – dies stellte uns vor eine schwere Herausforderung.

An unserem EIWOLA Grundriss mussten wir lange herumbasteln bis wir wir tatsächlich auch noch einen Zweitwagen unter bringen konnten, ohne dass der Koffer zu groß wird. Dazu kommt, dass wir uns von bisher 15,84m² Wohnfläche auf 12,95m² im neuen Koffer verkleinern werden.
Zweimal haben wir von vorne angefangen, weil wir in einer Sackgasse steckten. Beim dritten Anlauf haben wir Versuch eins und zwei in einen Topf geschmissen und heraus kam das, was ich dir heute vorstellen möchte. Inzwischen sollte auch das 3D Modell fertig geladen sein und du kannst dir nachfolgend einen ersten Eindruck über unseren Grundriss verschaffen.

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Was macht den perfekten Wohnmobil-Grundriss aus?

Die Proportionen gefallen mir, es darf auf keinen Fall größer werden.

Perfekt ist es dann, wenn es für dich perfekt ist. Niemand hatte bisher den für uns perfekten Grundriss und sicher wird auch unser Grundriss nicht jedem gefallen. Aber „jeder“ soll ja hier drin auch nicht leben, mehr als zwei Leute passen hier eh nicht rein.

Mein Haus, mein Auto und mein Hund – alles auf 13m² + Fahrerhaus

Nein, es sind sogar zwei Hunde. Das Haus ist ein Mercedes LKW mit 14 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht und das AUTO soll ein ATV (Quad) werden, welches uns mit Allradantrieb nicht nur zum nächsten Ort, sondern auch über die Dünen der afrikanischen Wüsten bringen soll. Ein Quad ist geil, schon als 16jähriger wollte ich ein Quad haben. Heute klappt es endlich mit dem dem Quad als leichte und platzsparende Alternative zum PKW. Ja richtig – der Ducato von Tanja soll verkauft werden. Da wo dieses Allradviech hinkommt, fährt der Ducato schon lange nicht mehr. Es hätte sicher auch ein Motorrad gereicht – ja. Es hätte auch ein LKW ohne Allrad gereicht, daher lassen wir das Thema besser.

Auf das Gewicht und vor allem dessen Verteilung achten

Ein Tipp vorneweg, du brauchst die tatsächlichen Gewichte deines Autos, am besten mit montierter Kabine, um richtig planen zu können. Gewichte im Auge zu behalten ist das Wichtigste beim geländetauglichen LKW. Das bestätigen mir auch die ganzen alten Hasen mit jahrelanger Erfahrung. Ich kann unseren LKW nicht wiegen, da er noch nicht fahrbereit ist. Ich habe auch keine genauen Zahlen was ein 1225 leer vorne und hinten wiegt. Ich habe mir einige Werte zusammengesucht, etwas schätzen und hoffen nun, dass ich richtig liege. Um eine gute Geländegängigkeit zu ermöglichen, sollte die Gewichtsverteilung auf beide Achsen gleichmäßig sein. Also 50% vorne und 50% hinten. Unser 1225 darf zwar 14 Tonnen schwer sein, aber vorne nur maximal 5,5 Tonnen wiegen. Eine 50/50 Verteilung ist daher bei voller Ausladung gar nicht möglich. Mehr als 11 Tonnen gehen so gar nicht, und wenn man die Vorderachse noch etwas schonen möchte, sollte man sogar noch deutlich darunter bleiben.
Die zulässige Achslast habe ich übrigens gerade erst erfahren und bin sehr froh, dass es vom Gewicht her trotzdem passt – hier rächt sich der schwere V8 Motor. Die „Gewicht-ist-beim-LKW-scheißegal“ Einstellung würde ich so nicht unterschreiben!

Wenn du also Möbel für deine Kabine planst, musst du bedenken, dass sie später, wenn sie beladen werden, echt schwer werden und deshalb strategisch gut verteilt sein müssen. Das Quad hinten nimmt uns bei der kurzen Kabine viel Stauraum hinter der Achse weg. Die Küche drückt auf die Fahrerseite, der Kühlschrank mit Waschmaschine daneben und der Holzofen mit dem Brennholz bilden das Gegengewicht auf der Beifahrerseite. Die Wassertanks und Batterien sind gleichmäßig verteilt und drücken nur auf die Hinterachse. Das muss in meinem Fall sein, um die Vorderachse nicht zu überladen, hat aber den Nachteil, dass bei 420 Liter Wasser die Achslastverteilung je nach Füllstand der Tanks etwas schwankt.

Ich bin hier vielleicht etwas penibel, aber lieber beim Planen etwas zu genau sein, schwerer wird es später von ganz alleine. Aber jetzt endlich zur Raumaufteilung vom Exmob:

Kopffreiheit im Bett

Über dem Quad ist das Bett, und das soll mehr Kopffreiheit bieten als bisher. Dann kann man bequem aufrecht im Bett sitzen kann, ohne die Rübe einziehen zu müssen. Bett und Quad-Garage ergeben somit die Kabinenhöhe, die so niedrig wie möglich bleiben muss, damit der LKW nicht hoch wird. Wir geben der Kabine 5cm mehr Innenhöhe, sparen uns aber dafür die „14er Reifen“, die aktuell sowieso nicht benötigen werden. Die Quad-Garage wird zweistufig gebaut und das Bett befindet sich 90° gedreht als Längsbett über dem niederen Teil der Quad-Garage. Nur so bekomme ich die gewünschte Kopffreiheit im Bett und habe trotzdem Platz fürs Quad. Der vordere Teil der Garage hat eine Höhe von 130cm und ist somit für alle gängigen ATVs passend.

Das Labyrinth

Grundriss vom Expeditionsmobil
Das Geheimnis der Garage für das ATV (Blick von hinten ohne Außenhaut)

Somit ergibt sich eine ziemlich verschachtelte Konstruktion aus Quad-Garage, Schlafzimmer, Kellerräumen und einem Dachboden neben dem Bett über dem hohen Teil der Quadgarage. Es ist eine Kompromisslösung, die leider nicht anders machbar ist. Aber je mehr wir daran herumplanen, desto besser gefällt uns diese Lösung. Auch wenn das ein großes Auto wird, der Wohnraum ist begrenzt und will gut durchdacht sein.
Die Garage ist rundum Luftdicht vom Wohnraum getrennt – Benzingerüche bleiben draußen. Vor der Garage, noch unter dem Bett, befindet sich ein 60cm tiefer „Keller“, welcher über eine Türe unter dem Tisch erreichbar ist. Er liegt fast genau über der Hinterachse und kann richtig beladen werden. In diesem Raum befinden sich rechts und links je zwei Wassertanks. Bei den Tanks war mir wichtig, dass sie hoch sind und nur eine geringe Grundfläche (30x50cm) haben. Dadurch kann das meiste Wasser auch bei Schräglage genutzt werden.
Zwischen den Wassertanks wohnen drei Lithium Batterien und der komplette Elektrokram. Weiter bleibt hier auch noch viel Platz für Vorräte übrig. Leider ist der Motor vorne so schwer, dass ich bei dieser Raumaufteilung echt schauen muss, dass genug Gewicht hinten ist, um eine 50/50 Achslastverteilung zu bekommen. Das meiste Gewicht direkt auf der Hinterachse sitzt, wo sich auch das Hauptlager der Vierpunktlagerung befindet, ist sicher keine schlechte Idee.

Die vordere Wand des Kellerraums wird wie die Garage fest mit der Kabine verklebt. Sollte einer der Tanks undicht werden, kann sich das Wasser nicht im ganzen Wohnraum verteilen.

Wohnmobil Grundriss mit Stauraum für Wassertank und Batterien
blau Wassertank, rot LFP Batterie, orange Schubalden
Bei diesem Schränke die vom Bett aus erreichbar sind, sparen Platz
Schränke vom Bett erreichbar

Direkt über dem Keller, aber noch unter dem Bett, befinden sich auch drei Schubladen, die unsere alltäglichen Dinge wie Kameras, Festplatten und Computer usw. beherbergen.
Die Schränke neben dem Bett über der Garage beherbergen unsere Klamotten und dahinter leichte Dinge, die man nicht jeden Tag braucht. Die Schränke werden mit acht 60x40cm großen, gewichtsoptimierten Euroboxen bestückt.
Fertig ist das Heck vom Eiwola.

Wohnmobil Grundriss die Zweite. Das Wohnzimmer

Der Ort im Wohnmobil, wo wir uns neben dem Bett am längsten aufhalten werden. Daher sollte das Wohnzimmer auch möglichst wohnlich und bequem sein. Leider vermisse ich das bei vielen Grundrissen anderer Wohn- und Reisemobile – kein Platz um sich auszustrecken. Dabei ist es gar nicht so schwer eine bequeme Chilloutarea in ein Wohnmobil zu bauen. Die Sitzbank muss so lang sein, dass man wenigstens die Beine hochlegen kann. Wenn das geht, können hier auch zwei Leute nebeneinander sitzen ohne sich zu bedrängen.
140 Zentimeter wird die Sitzbank lang werden, genug Platz für 4 Personen oder 2 Lümmelplätze.

In den Sitzbänken befindet sich je ein 300 Liter Stauraum. Ein Drittel als Schublade vorne, der hintere Bereich wird wahrscheinlich von oben erreichbar sein. In die Sitzbänke sollen auch die meisten schweren Dinge gelagert werden. Der Sitzbank auf der Eingangsseite folgt ein kleines Podest, auf dem der Holzofen stehen wird. In dem Podest unter dem Ofen befindet sich das Holzlager für den täglichen Betrieb, in dem sich 50-80 Kilo Holzbriketts verstauen lassen.

3D Wohnmobil Grundriss
Blick vom Wohnzimmer in die Küche.

Wohnmobil Küche

Die Küche hat sich mit 1,5 Meter Länge bisher als recht brauchbar erwiesen. Aber optimieren kann man alles, daher sind auch einige Erfahrungen der letzten 10 Jahre eingeflossen. Ich fasse die Stichpunkte zusammen:

  • Zwei statt vier Flammen
    Wir kochen in den seltensten Fällen mit mehr als einer Flamme. Darum reicht uns ein 2-Flammen-Kocher. Dieser braucht dafür auf der Hauptflamme richtig Power.
  • Spüle mit Abtropffläche
    Es nervt immer, wenn die Arbeitsfläche beim Spülen unter Wasser steht.
  • Schubladen statt Schränke
    Das endlose Chaos in den Schränken lösen wir ab jetzt mit Schubladen.
  • 65cm tiefe Arbeitsplatte
    15 Zentimeter mehr Tiefe als bisher versprechen mehr Platz für Küchenchaos, wenn mal wieder keiner spülen kann.
  • Spülmaschine
    Ich wollte immer eine haben, habe mich aber letztendlich doch dagegen entschieden. Erstens sollte sie beim Geschirrspülen ziemlich genau im Wasser stehen, sonst steht man im Wasser. Das Geschirr kann während der Fahrt nicht darin bleiben, und der Wasserverbrauch ist mir zu hoch.

Der Kühlschrank befindet sich direkt rechts neben der Eingangstüre. Das ist nicht optimal, geht aber nicht anders. Denn ich brauche ihn als Gegengewicht zur Küche und sonst würde das Bad zu schlauchig. Es wird eine Kühl-Gefrierkombination mit großem Gefrierfach. Über und unter dem Kühlschrank befindet sich Stauraum für Schuhe und ein 230V Warm-Wasser-Boiler fürs Bad.

Links neben dem Kühlschrank befindet sich eine kleine Garderobe für die täglichen Jacken.

Das RaumBad – Dusche, Toilette und Waschbecken in einem

An der Stirnwand unserer Wohnkabine befindet sich das Bad. In der Ecke die Trenntoilette, in der Mitte die Duschtasse vor dem Durchstieg zum Fahrerhaus und daneben ein Waschtisch mit Waschbecken und Waschmaschine. Vom Bad erreichbar ist ein schmaler Schrank, der hinter dem Kühlschrank integriert ist. An der Stirnwand befindet sich auch eine verschließbare 20x20cm Öffnung auf der von außen ein PKW Kühlventilator montiert ist. Obs wirklich eine Trockentoilette werden soll, war am Anfang nicht sicher. Um Erfahrungen zu sammeln, habe ich vor 6 Monaten unsere Toilette zu einer Trenntoilette umgebaut. Die Erfahrungen sind gut – solange man nicht in Deutschland reisen muss. Blogpost folgt noch.

Die kleine blaue Platte steht für den Durchgang zum Fahrerhaus. Die blaue Badtüre hat ein 180° Scharnier und kann entweder das Bad oder nur die Toilette verschließen. Normal wird die Toilette verschlossen und der Durchstieg zum Fahrerhaus offen sein, damit die Hunde im Kino ihren eigenen Platz haben. Auch ich werde wie bisher öfter das Fahrerhaus als Raum zum ungestörten Telefonieren nutzen.

Wohnmobil Grundriss Planer
Bad: Ein Ort, der keine 20 Minuten am Tag benutzt wird. Hier muss gespart werden wo es nur geht.

Das war´s schon. Also gar nicht so spektakulär. Wäre das Quad nicht, wärs vielleicht eine Hecksitzgruppe geworden. Hätten wir nicht den Durchgang zum Fahrerhaus gewollt, hätte der Grundriss auch ganz anders ausgesehen. Ich denke bis auf wenige Details haben wir alles durch – die große Ungewissheit wird das Gewicht bleiben. Werden wir es schaffen, reisefertig unter 11 Tonnen zu bleiben? Da das geplante Holz nur 120 Kilo wiegt, ist das Einsparungspotential eher gering.

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