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AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Früher habe ich ganz anders Blog geschrieben: Viel detaillierter und ausführlicher. Heute ist das Leben im Wohnmobil Alltag und ich muss nicht mehr jede Kleinigkeit aufzählen, die meinen Tag so ausfüllen. Aber für diesen Artikel versuche ich mal wieder, eine Woche richtig Tagebuch zu führen. Ich bin selbst schon gespannt, was diese Woche so passiert und wie lang der Artikel wird.

Am Rocha Stausee – Kalt aber sonnig

Das Wetter war heute ausgesprochen schön, aber kalt. Wir verbringen den Tag mit faulenzen, Youtube schauen, schlafen und etwas Bilder bearbeiten.
Auch meine Kamera bekam endlich etwas Pflege, der Sensor wollte dringend mal gereinigt werden. Das ist übrigens ein ganz klarer Nachteil von spiegellosen Kameras – vor allem wenn man Festbrennweiten nutzt und diese auch öfter mal wechselt. Der Sensor ist alle paar Tage verstaubt.
Draußen waren wir wegen der Kälte nur kurz.

Wald
Beim Waldspaziergang am Mittag – frisch geputztem Bildsensor

 

Mir scheint, der graue Grund des leeren Sees hat einen leichten Grünstich bekommen. Wahrscheinlich wird in den nächsten Tagen einiges an Gras wachsen.

Die Sonne hat brav unsere Batterien aufgeladen. Den Tag beenden wir mit 92% Ladezustand.

Der Arbeitsalltag hat mich wieder

computer
Mein Arbeitsplatz

 

Meine Betriebsferien sind vorbei – und alle denken, Montagmorgen ist der perfekte Zeitpunkt für einen Anruf. Sorry an dieser Stelle, dass ich nicht mit mehreren gleichzeitig telefonieren kann. Nebenher versuche die Bestellungen vom Shop abzuarbeiten, E-Mails zu beantworten und Rechnungen wollen auch bezahlt werden. Ein ganz normaler Tag eben – mit dem kleinen Unterschied, dass ich auf 6 Gummireifen wohne und nicht in einem Haus aus Stein.

Sonnenaufgang mit Wohnmobil unter Bäumen
Trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen, den heutigen Sonnenaufgang festzuhalten.

 

Während das Wetter draußen mal sonnig mal wolkig ist, bleibt es bei maximal 10 Grad heute und ich bin froh, dass ich nichts Besonderes verpasse. Nach 7 Stunden vor dem Computer machen Rückschmerzen auf eine längst fällige Pause aufmerksam. Immerhin war ich heute bisher recht erfolgreich, der Posteingang an ungelesenen Emails ist von 102 auf 29 geschrumpft. Den Rest schaffe ich heute auch noch – nach einem Nickerchen.

Nach einer Stunde Pause gehen wir mit den Hunden eine Runde spazieren. Es ist inzwischen schon wieder kurz vor Sonnenuntergang. Noch schnell ein Bild vom Abendrot, dann ist es draußen auch schon wieder dunkel.

Sunset
schönes Abendrot im Alentejo

 

Während Tanja kocht, schreibe ich weiter Emails, gegessen wird nebenher, und um 20 Uhr ist endlich Feierabend für heute. 3 Spezialfall Emails hebe ich mir für morgen auf. Alles in allem war es zwar ein langer aber erfolgreicher Tag.

Stellplatzwechsel nach Castro Verde

Gestern Abend entschlossen wir noch spontan, heute weiter zu fahren. Als Ziel haben wir Castro Verde auserkoren. Ich kenne den Ort bisher nur vom 2-mal durchfahren. Eine Windmühle soll es hier geben und alles weitere werden wir sehen.

Daher ist der Tag heute etwas stressiger als die anderen Tage. Früh aufstehen, alle Emails erledigen und das Womo in einen fahrfähigen Zustand bringen.

Der Womoofen

 

Sieben Uhr, ich stehe gerade auf, der erste Kaffee läuft durch und die Gas-Heizung darf heute mal arbeiten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie laut die Truma Heizung bei 6kW ist. Da lobe ich mir doch mein Holzöfelchen, das knistert nur etwas und verbraucht noch nicht einmal Strom. Warum ich heute mit Gas geheizt habe, weiß ich auch nicht so recht. Ich lag im Bett, die Gasheizung war noch von gestern Abend an und befand sich im Nachtbetrieb. Da war es nur zu einfach vom Bett aus, den Schalter umzulegen und die Truma beginnt zu arbeiten.
Ich habe es mir dann doch anders überlegt, und den Holzofen eingeschaltet – der ist einfach gemütlicher.

morgenröte
Für 5 Minuten leuchtet der Himmel – dann kommt der Regen.

 

Als Tanja dann auch wach wird fahren wir los. 35 Kilometer nach Osten. Das ist schnell passiert und die Reise endet auf einem kleinen Hügel an einer Kapelle. Schon auf Maps haben wir gesehen, dass hier massig Platz für uns ist, und man einen schönen Rundumblick übers Land hat.

castro verde
Blick auf Castro Verde

 

Den Mittag verbringen wir mit arbeiten, was will man bei dem Dauerregen auch anderes machen.
Am Nachmittag, es hat gerade aufgehört zu regnen, höre ich ein Geräusch und schaue aus dem Fenster. Was ist alt und gelb? Richtig, der Fanti mit Robby und Stefan kommt angefahren.

Wir bekommen Besuch

 

Wie sich herausstellt, steht dieser Platz wohl in irgendeiner Stellplatzapp drin. Wie sich zeitgleich auch herausstellt, wir befinden uns auf Privatgelände. Der Besitzer gestattet uns aber, hier stehen zu bleiben.

Es wird langsam immer schwieriger frei zu stehen, da immer mehr Plätze in irgendwelchen dummen Apps veröffentlicht werden. Dadurch werden die Plätze der breiten Masse zugänglich gemacht und es steht nicht nur ein Womo verlassen hier rum, sondern oft mehrere. Dann stört sich die Bevölkerung dran und irgendwann gibt es Verbote. Unser großes Glück ist, dass wir auch vom Landesinneren von Portugal etwas Schönes abgewinnen können und daher noch viele Plätze finden, wo wirklich alleine sind. Da geht das Risiko, vertrieben zu werden, auch gegen Null.

Der Regen ist vorbei

Der Sonnenaufgang fällt heute leider aus. Dichter Nebel verwehrt die Sicht. Aber schon wenig später verzieht sich der Nebel und es wurde super schöner Tag, mit ziemlich viel Wind.

Womos
Unsere kleine Kolonie

 

Wir nutzen den schönen Vormittag und statten der Stadt Castro Verde einen Besuch ab. Während Tanja mein 24-70mm Zoom-Objektiv nutzt, beschränke ich mich auf die 50mm f1.8 Festbrennweite.

Marktplatz
Blick vom Markplatz auf die Stadt

 

R4
Alter R4 mit einem Taubenschwarm am Himmel.

 

Blümchen
Kommt schon der Frühling?

 

Dabei ergab sich zufällig die Gelegenheit eine alte Windmühle von innen zu besichtigen:

Moinhos de vento de Portugal

Castro Verde – nein, Lissabon

Heute ist wieder bestes Wetter, diesmal sogar ohne viel Wind. Ich fahre mit dem Ducatolein noch einmal nach Castro Verde, möchte dort noch etwas fotografieren gehen. Dieses mal jedoch nicht mit 50mm, sondern mit dem Tele-Zoom 75-300 – so der Plan.
Aber es kam anders: Sony stellte im November für die Sony ein neues Standardzoom 24-105mm F4 Objektiv vor, dieses war dann im Dezember kurz lieferbar und seither ist es ausverkauft. Ich wollte auch nicht gleich die erste Serie ungetestet kaufen, sondern etwas abwarten, bis ein paar Erfahrungen von anderen vorliegen.
Nun gibt es inzwischen schon ein paar Erfahrungen von anderen und ein paar bekannte Fotoseiten und Blogs haben das Objektiv auch schon getestet und stellten Testbilder zur Verfügung.
So wie es scheint, ist das Ding nicht schlecht und ich will es haben – aber keiner hat es! In Portugal gibt es einen Sony Laden, der in Porto und Lissabon ein Ladengeschäft hat. Worten hat zwar auch Sonyobjektive, aber führt das neue 24-105 noch nicht. Amazon in Deutschland kann das Teil frühestens im Februar wieder liefern und so bleibt mir nur eine Lösung, wenn ich das Teil zeitnah mein Eigen nennen möchte: Ich muss nach Lissabon fahren. Einzig möglicher Termin dazu ist ausgerechnet heute.
Da wir weiter nach Süden unterwegs sind, wird die Strecke nach Lissabon mit jedem Standortwechsel weiter. Von Castro Verde ist es nur einen Katzensprung auf die Autobahn und ich kann fast die komplette Strecke von 200 km auf der Autobahn fahren. Da der Laden aber vom 12.-13. Jannuar wegen Inventur geschlossen hat und wir sowieso morgen weiterfahren wollen, bleibt heute die einzige und vorerst letzte Möglichkeit in Lissabon an so ein Objektiv zu kommen.

Also was solls, ich fahre, der Rest muss warten. Um 10:30 Uhr geht’s los. Max begleitet mich und holt sich die ersten Kilometer erst einmal eine Exklusiv-Graul-Stunde ab. Dann hat er genug und fängt mit seiner Lieblingsbeschäftigung an.

Max
Max in der Tiefschlafphase bei 140 auf der Autobahn.

 

Schön an portugiesischen Autobahnen ist, dass sie leer sind. Zwar muss man Maut bezahlen, in meinem Fall 25 Euro für 180 km, aber dafür ist man auch schnell am Ziel. Nach 1,5 Stunden bin ich in Lissabon.

Vollgas auf der Autobahn – die Zeit drückt und der Ducato säuft wie ein Loch. Nach 400km war der Tank leer.

 

Auf dem Weg nach Lissabon versuche ich beim Fotoladen anzurufen und mir ein Objektiv reservieren zu lassen. Aber keiner geht ans Telefon. Ich kann das zwar verstehen, da ich weiss, wie viel dort immer los ist, aber in meinem Fall ist das jetzt volles Risiko – was ist, wenn das Objektiv schon wieder ausverkauft ist, bis ich da bin?

Mit gemischten Gefühlen betrete ich den Laden, ziehe eine Nummer und laufe schon mal zum Regal wo die verschiedenen Objektive ausgestellt sind. Prima, alle Objektive sind da, bis auf das 24-105 – dessen Platz ist leer…

Die Wartezeit, bis meine Nummer in der Anzeige erscheint streckt sich gerade ins Unermessliche. Und dann erscheint endlich meine Nummer auf der Anzeige. Ich trage mein Anliegen vor und hoffe inständig, dass die Mitarbeiter nur noch keine Zeit hatten die Lieferung von gestern im Schrank auszustellen. Er schaut im Computer nach und tippt und schaut… MANN beim letzten Mal ging das in Sekunden bis er wusste, ob es da ist oder nicht. Heute dauert es ewig. Dann kam die Erlösung: Yes we have. It’s the last one. (Ja, haben wir. Es ist das Letzte)

Was ein Glück muss man haben. Natürlich freute ich mich jetzt! Zwar wäre es kein Weltuntergang gewesen, wenn es nicht geklappt hätte, aber wer verheizt schon gerne Diesel für nichts? Das habe ich früher gemacht – heute fahre ich nur noch was unbedingt sein muss.

Sony 24-105
Sony A7II mit dem FE 24-105 F4

 

Jetzt ist kurz nach 12 Uhr – die beste Zeit für ein Mittagessen. Sehr praktisch finde ich, dass der Fotoladen fast direkt neben einem McDonalds ist. Also gehe ich mir erst mal den Magen vollschlagen und schnalle die neue Errungenschaft auf meine Kamera.

Inzwischen ruft mich Tanja an. Der Besitzer war gerade da und wir sollten weiterfahren. Die GNR hat ihn dazu aufgefordert. Das Problem ist, dass der Besitzer früher dort eine Horde Gypsis hatte, die polizeilich umgesiedelt wurden. Nun sagt die GNR: Gleiches Recht für alle, also auch keine Wohnmobile auf diesem Platz. Womit sie ja nicht unrecht haben. Während ich mich auf den Rückweg mache, räumt Tanja das Womo fahrfertig.

Ich muss aber trotzdem noch einen kleinen Abstecher zu dem Vorort Sacavém machen. Hier befindet sich die Wohnsiedlung Quinta do Mocho. Bekannt wurde sie wegen der bemalten Wohnblocks. Sämtliche Streetartkünster haben sich hier verewigt. Das muss man einfach gesehen haben. Ich glaube ich habe noch keinen Ort in Lissabon gesehen, wo derart viele Graffiti-Gemälde auf so engem Raum zu finden sind. Kein Haus, das nicht bemalt ist.

streetart lissabon
Streetart extrem in Quinta do Mocho, Sacavém

 

Ich laufe nur kurz durch die Gassen und fotografiere ein paar Häuser. Hier muss man mehr Zeit mitbringen, es gibt so viele Bilder zu entdecken und die meisten sind sehr professionell gemacht. Ich muss jetzt aber schauen, dass ich nach Hause komme, denn wir brauchen ja noch einen neuen Übernachtungsplatz.

Sacavém liegt zum Glück direkt an der Autobahn, bzw. an der Ponte de Vasco da Gama, welche mich an das Südufer des Rio Tejo bringt. Dann ab mit Bleifuß nach Castro Verde. Dort angekommen muss ich noch tanken, die Reserveleuchte brennt.

Alentejo Land

Um 16:01 Uhr erreiche ich nach 5,5 Stunden wieder das Womo. Es wäre ja schön, wenn dieser Tag jetzt an dieser Stelle enden würde, aber wir machen einen fliegenden Wechsel. Raus aus dem Ducato, rein in den Vario und Abfahrt. Wir hätten uns auch noch 10 Minuten mehr Zeit lassen, aber es wird schon bald dunkel und eine Stellplatzsuche bei Nacht ist in Portugal nicht zu empfehlen.
Phillip und die Campofanten haben sich an einen Stausee verzogen, wir fahren weiter nach Osten. Tanja hat in einem Ort einen Sportplatz ausgesucht, an dem man stehen könnte.
Nur Felder und kein Stellplatz in Sicht.

 

Als wir den Platz erreichen ist klar, dass wir hier nicht stehen können. Ich suche auf Maps eine Alternative und finde den Friedhof vom Ort. Die Straße die dort hinführen sollte ist mit einem geschlossenen Gatter blockiert. Also fahren wir einfach mal weiter. Endlose Felder ziehen an uns vorbei und nirgends findet sich ein Platz wo man auch nur mal eine Nacht verbringen könnte.

Irgendwann verwandelt sich die schmale Straße in eine Schotterpiste und irgendwann blockiert ein Schlepper den Weg. Ich nutze die Wartezeit und suche auf Maps die Gegend ab. Dabei sehe ich, dass wir gerade an einer Kapelle vorbeigefahren sind. Die Zufahrt sah aus wie eine Grundstückseinfahrt, weshalb ich gar nicht weiter geschaut habe, was da sein könnte. Den Mann im Schlepper frage ich, ob man mit dem Womo zur Kapelle kommt. Die Antwort war klar, kein Problem. Also fahren wir ein Stück zurück und probieren unser Glück. Tanja kann auf dem Weg noch wenden, ich muss bis zur letzten Kreuzung ein paar Hundert meter Rückwärtsfahren.

Bitte wenden.

 

Es geht steil hoch auf einen Hügel und was wir da oben antreffen hätten wir so nie erwartet.

womo sonnenuntergang
Ziel erreicht – ein Traumplatz!

 

Wir haben ein kleines Paradies gefunden. Es ist eine schnuckelige kleine Kapelle auf einem Felsen und außenherum wurde ein kleiner Picknickplatz angelegt. Alles ist sogar in relativ gutem Zustand. Die Sonne geht gerade unter, wir machen noch schnell ein paar Fotos und dann geht dieser Tag mit einem tollen Highlight zu Ende.

sunset
Blick über den Alentejo – Traumhaft!

 

Ein Tag an der Kapelle

Heute bin ich schon früh wach. Das ist auch gut so, denn so verpasse ich den Sonnenaufgang nicht. Es hat nur 5 Grad und mit 3 Jacken und Stativ bewaffnet gehe ich nach draußen. Die halbe Stunde frieren hat sich aber gelohnt. Neben dem Fotografieren konnte ich den herrlichen Blick über das schöne Land genießen. Einfach traumhaft!

sunrise
Wäre es nicht so kalt könnte ich mir das stundenlang anschauen.

 

Wir bleiben heute hier stehen und erkunden den kleinen Hügel. Die meisten Gebäude sind offen und oben bei der Kapelle lässt sich der herrliche Ausblick genießen. Max hat auch seinen Spaß und ist immer voll dabei, wenn es etwas zu erkunden gibt.

max
Max beim erkunden der Räume

 

max
Und dann vielleicht noch ein Sonnenbad?

 

Nachfolgend ein paar Bilder im Flickr Album:

Kleines Paradies im Alentejo

Es regnet mal wieder

Endlich Wochenende! Der Tag beginnt mit Regen, dazu kann ich wegen dickem Nebel draußen nur wenige Meter weit sehen. Wir machen es uns mit dem Holzofen gemütlich und arbeiten an unseren Internetseiten. Auch ein Blog-Artikel will geschrieben und bebildert werden, was einige Stunden Arbeit bedarf.

sonnenuntergang

Gegen Mittag verzieht sich der Regen wieder und es wird doch noch ein recht schöner Tag.
In diesem Sinne, wünsche ich dir ein schönes Wochenende

 

Wochenende und Blog schreiben

Wie immer bin ich um 7 Uhr hellwach, während es draußen gerade so langsam hell wird. Sonntage sind immer toll, da kann ich es ruhig angehen lassen und muss nicht telefonisch erreichbar sein. Während draußen die Vögel zwitschern, beobachte ich den Sonnenaufgang und schreibe einen Blogartikel über mein neues Sony 24-105mm Zoomobjektiv.

Der Sonnenaufgang fällt irgendwie ins Wasser, dafür ist der restliche Tag sehr schön und sonnig. Ich experimentiere etwas mit dem Samyang 14mm Ultraweitwinkelobjektiv herum, dabei entstehen die nachfolgenden Bilder.

Kapelle
Schöne Wasserspiegelung

 

lange bank
Einfach mal alles auf die lange Bank schieben 😉

 

Am Abend versuchen wir beide den Nachhimmel zu fotografieren. Aber so ganz bin ich mit den Ergebnissen nicht zufrieden, die Bilder zeige ich daher lieber mal nicht.

Heute große Bilder von kleinen Dingen

Sunrise

Heute Morgen haben wir einen tollen Sonnenaufgang – ich habe aber an der Kamera die ISO ausversehen auf Automatik stehen und so werden die Bilder mit ISO 12000 nicht wirklich so prickelnd schön. Einen zweiten Versuch unternehme ich etwas später noch einmal – jetzt steht die Sonne schon zu hoch – aber schön ist es trotzdem.
Sonnenaufgang – zweiter Versuch

 

Eigentlich wollten wir ja gar nicht so lange hier stehen bleiben. Aber irgendwie ist der Ort toll, ich liebe den Blick über das weite Land und die kleine Kapelle auf dem Hügel ist auch schön anzuschauen. Da wir dank MEO wieder erstklassiges Internet haben, bleiben wir heute noch stehen und nutzen den Tag für die Arbeit – die Buchhaltung würde gerne endlich erledigt werden… (wollte)

Heute probiere ich nebenher auch mal meine Objektiv Zwischenringe aus. Damit lässt sich nämlich fast jedes Objektiv in ein pseudo Makroobjektiv verwandeln, indem sich die Naheinstellgrenze durch die Zwischenringe reduziert. Meine Erfahrung sagt mir, dass jedes Objektiv anders auf Zwischenringe reagiert. Das Sony 50mm zum Beispiel wird damit nicht zum Makroobjektiv, das Canon 50mm dagegen sehr wohl. Mit dem neuen 24-105 klappt es auch sehr gut hier die Ergebnisse:

Ohne Zwischenringe – nur um den Maßstab zu deutlichen

 

Makro Blume
Mit Zwischenring – Bild nur in der Breite beschnitten (1/250sek, bei f11, ISO125)

 

Blumenmakro
Etwas zugeschnitten

 

max
Hach ja – mein Max 🙂

 

Langsam stellt sich die Frage: Wo kann man nur als nächstes hinfahren? Wir scannen mal wieder Google Maps ab und finden einen nett aussehenden Platz an einem Bach, nur wenige Kilometer von unserem jetzigen Platz entfernt. Bevor wir nun alles komplett umziehen, erkunden wir mit dem Ducato die Lage.
Wie sich dann herausstellt, ist vom Bach nicht mehr viel übrig. Nur noch ein kleiner See bietet Badespaß für die Hunde. Äh – eher Tizon natürlich 😉

tizon
Tizon hat seinen Spaß im Wasser.

 

Max
Aus Versehen sind die Füße nass geworden.

 

Zum Stehen ist es nun nicht das größte Highlight, wir suchen daher am Abend mit Google weiter nach möglichen Plätzen.

Der letzte Abend an der Kapelle

 

Der See ohne Namen

Heute machen wir Nägel mit Köpfen, wir ziehen tatsächlich weiter. Doch zuerst gibt es heute einen Kaffee zum herrlichen Sonnenaufgang draußen auf der Bank. Denn es war heute Nacht gar nicht kalt.

Morgenkaffee
Ganz entspannt den Tag beginnen.

 

Dann holt mich die Realität wieder ein – in der Küche wartet das Geschirr schon darauf endlich mal gespült zu werden, damit wir danach losfahren können. Über Dreckpisten, die trotzdem offizielle Straßen zwischen kleinen Orten sind, fahren wir gen Nordosten.

Womos
On Tour durch den Alentejo

 

Als wir wieder normale Straßen erreichen, halte ich an einer Tankstelle an, da der Wasserstand langsam etwas knapp wird. Als ich nach Wasser frage, sagt die Frau mir freundlich, dass diese Tankstelle keinen Wasseranschluss hat und lässt nebenher gerade einen Kaffee aus dem Vollautomaten laufen. OK, ich habe verstanden, die Nähe zur Algarve ist zu spüren. Kurz danach verlassen wir die Zivilisation wieder und verziehen uns auf die Dreckpisten, mit dem Ziel einen Stausee zu finden.

Als wir den Stausee erreichen freuen wir uns sehr. Es ist Wasser darin, für das Auge immer toll, wenn man auf eine Wasserfläche schauen kann. Ganz in der Nähe ist ein Bachbett zu finden, Wasser floss hier aber schon lange nicht mehr. Heute war das Wetter zwar nicht schlecht, aber der Himmel war die meiste Zeit mit Wolken verhangen.

Symmetrische Bilder

Langsam wird alles knapp, der Wassertank wird leer und im Kühlschrank sieht es nicht viel besser aus. Dafür sind die Abwassertanks reichlich gefüllt. Am Abend wird sogar das Internet knapp, denn es kommt zu einem Totalausfall der Netzanbieter NOS und MEO – es läuft mal wieder.

Besonders viel ist nicht heute nicht passiert – neben der alltäglichen Arbeit gab es am Nachmittag aber doch noch ein kleines Highlight für mich: Schon heute Morgen bin ich auf einen Steg am Stausee aufmerksam geworden und hatte kurz versucht diesen symmetrisch zu fotografieren. Das klappte auch einigermaßen, aber dann ist mir die Sonne eingefallen. Es wäre doch ein witziges Bild, wenn zu aller Symmetrie auch noch die Sonne perfekt mittig im Bild stehen würde.
Das Ziel war also klar, jetzt musste ich es nur noch umsetzen. Am Nachmittag war es dann soweit, die Sonne stand inzwischen fast Mittig über den Steg und begann die Kamera auf dem Stativ auszurichten. Auf den Millimeter genau stand die Kamera mittig auf dem Steg und auch alle anderen Winkel habe ich sorgfältig ausgerichtet. Dann hieß es warten, bis die Sonne an die richtige Stelle erreicht. Ich finde es toll, wenn solche Ideen am Ende auch klappen.

Bild
Volle Symmetrie

 

Wandertag am Pulo do Lobo

Heute sind wir schon recht früh auf den Beinen, also ich ja sowieso aber auch Tanja beehrt mich heute früher als gewohnt mit ihrer Anwesenheit. Wir wollen heute nämlich wandern gehen. Dazu müssen wir aber vorher noch an einen anderen Ort umziehen.

Es geht in den Parque Natural do Vale do Guadiana (Naturpark Guadiana-Tal) bei Mertola, ganz im Osten von Südportugal. Unser Ziel ist der Fluss Guadiana mit der Engstelle Pulo do Lobo, was so viel heißt wie „Sprung des Wolfes“ oder gekürzt Wolfsschanze. Ne Spaß, die Wolfsschanze ist in Polen, da waren wir ja erst – vor 2 Jahren…

Wir parken unsere Häuser auf einem kleinen Parkplatz am Ende der geteerten Straße. Man könnte zwar ganz runter zum Bach fahren, aber selbst die Portugiesen warnen hier vor der Steigung und vor allem Busse, Wohnmobile und schwere Fahrzeuge sollten besser nicht da runterfahren. Da unten hat es sowieso kein Internet und nicht mal Handyempfang und etwas Bewegung kann auch nicht schaden. Also laufen wir die 1,5 Kilometer bis zum Fluss, welcher sich mangels Regen eher als größerer Bach entpuppt.

Pulo do lobo
Pulo do Lobo – die Dimension erkennt man nur anhand der zwei Menschen rechts im Bild

 

Es war eine herrliche Wanderung, welche wir mit einer kleinen Offroadeinlage, was eigentlich eine Abkürzung werden sollte, garniert haben. Die Hunde hatten auf jeden Fall ihren Spaß und waren den restlichen Tag erstaunlich ruhig und entspannt.

Blaue Stunde
Kurz nach Sonnenuntergang

 

Da hier so überhaupt gar nichts los ist, entscheiden wir uns bis morgen hier stehen zu bleiben, noch kommt ja Wasser aus dem Tank und zum Essen gibt es Reste.

Mértola

Schon beim gestern abendlichen Zähneputzen meldet die Pumpe Wassernotstand. Ich war froh, dass ich heute Morgen noch ein paar Tropfen Kaffeewasser aus dem Hahn melken kann. Als Tanja wach ist, fahren wir nach Mértola. Am Bootskai von Mértola soll mal laut der GNR offiziell mit dem Wohnmobil übernachten dürfen. Auch einen Wasserhahn hat es hier, darum fahren wir zuerst auf den Stellplatz und füllen den Wassertank auf. Eine Entsorgung sucht man hier leider vergebens, darum nehme ich das Abwasser wieder mit und dürfte nun mit 350Liter Frischer + ziemlich vollen Abwassertanks wohl leicht über 7,5 Tonnen sein.

Womo Stellplatz am Guadiana

 

So ganz gefällt es uns am Fluss aber nicht, darum erkunden wir mit dem Ducato zuerst kurz die Stadt und gehen auch dort einkaufen. In Mértola gibt es keine großen Supermärkte, sondern nur ein paar kleine Mini-Mercados die aber auch das Wichtigste bieten. Mit dem Ducato können wir in der Nähe des Ladens parken und brauchen die Getränke nicht zum Hafen schleppen.

Wenn wir schon so da sind, laufen wir auch noch eine Runde durch die schöne Altstadt und besuchen kurz die Burg. Ich muss gestehen, Mértola hätte ich schon viel früher mal besuchen sollen, es ist eine wirklich schöne Stadt.

Mertola
Blick auf Mértola und den Guadiana

 

Also wir wieder am großen Womo ankommen, beschließen wir sofort auf einen anderen, eben erkundeten Platz umzusiedeln. Für uns mal wieder ein perfekter Platz, wir sind alleine und die Hunde können draußen herum laufen, ohne dass sie jemand anderen stören.

womo
Unser Parkplatz bei Mértola

 

Aber wir stehen hier nicht lange, da kommt schon die GNR zu Besuch. Die Jungs sprechen nur französisch – zum Glück kann Tanja mit ihnen kommunizieren. Ich werde anscheinend krummer Dinge verdächtigt und man sorgt sich um Tanja. Dazu später mehr, denn jetzt neigt sich der Tag schon dem Ende und wir wollen noch die blaue Stunde nutzen um Mértola zu fotografieren.

Mertola
Blick auf Mértola bei Nacht

 

Danach suchen wir ein Restaurant, wo wir lecker essen gehen können. Wir probieren Migas mit Fleisch – eine Spezialität aus dem Alentejo. Migas sieht aus wie Kartoffelpüree, wird aber aus Brot, Grünzeug und Schmalz hergestellt. Schmeckt als Beilage gut – als Hauptspeise fand ich es jedoch etwas „anstrengend“.

Migas
Migas

 

Nacht
Mertola bei Nacht

 

Strand und Lost Place Tag

Am Vormittag wollten wir zum Einkaufen in die Markthalle fahren. Die Idee hatten wohl auch einige andere, weshalb im Ort die wenigen Parkplätze natürlich alle belegt sind. Wir planen um und fahren daher weiter zu einer stillgelegten Getreide-Mühle.
Hier zu fotografieren hat sich aber als wenig spannend herausgestellt. Kein Wunder stehen hier alle Türen offen – es gibt nicht viel zu sehen.

Lost place
Im Innern der Mühle

 

Danach fahren wir weiter zum Praia Fluvial Azenhas do Guadiana. Hier findet man neben einen Picknickplatz auch eine Reihe alter Wassermühlen. Tizon freut sich und geht ausgiebig baden und schwimmen. Max findest es eher doof hier, der Boden ist steinig und schlickig und nasse Füße bekommt man auch noch.

Tizon
Tizon der Badeweltmeister

 

Mühle am Guadiana
Blick in die Mühle

 

Nun zu der Geschichte mit der GNR: Ich kenne die Geschichte nur aus Erzählungen. Daher ist es besser, wenn du wissen möchtest, was genau passiert ist und warum wir immer noch hier stehen, wenn du bei Tanja im Blog mal schaust: Von Castro Verde bis Mértola: 99km in 2 Wochen

Besonders freut es mich, dass wir langsam schon wieder die ersten warmen Tag genießen können. Heute am Samstag hatte es schon 20 Grad. So gaaanz langsam wird es wieder Frühling. Ich wünsche dir eine schöne Woche.

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