Von Manta Rota nach Lagos

Endlich wieder fahren! Nach einer Woche ist das eine sehr willkommene Abwechslung. Der Vario freute sich anscheinend auch, trotz einer Woche Standzeit sprang er heute sofort ohne Murren an, sehr zur Freude des Anlassers ?

Unser erstes Zwischenziel war Portimao, Einkaufen bei Lidl und mal wieder ein Besuch bei TMN, vielleicht haben sie noch die 10Gb Aktion für 2,50 Euro. Aber leider ist die Aktion beendet und wir haben jetzt nur noch eine normale Simkarte mit 10Gb. 16 Tage haben die 10Gb nun gereicht, aber mit wirklich sehr viel Internetnutzung, jeden Tag intensives surfen. Das TMN Netz ist in Portugal an der Küste sehr gut ausgebaut, wir hatten bisher auf jedem Stellplatz Vollempfang mit dem Highspeed LTE Netz. Wie es mit normaler UMTS / 3G Netzabdeckung aussieht weiß ich nicht. Wahrscheinlich aber ähnlich gut.

Unser Tagesziel erreichen wir in Lagos auf dem Stellplatz. Ich habe so das Gefühl, dass hier die Krankenwagen Zentrale von ganz Portugal ist, denn die Krankenwägen fahren fast im Minutentakt hier vorbei. Aber wir wollen hier keine Wurzeln schlagen, wollen nur kurz bei Gitta und Horst vorbeischauen, hallo sagen und morgen geht es dann endlich ans Meer.

Wohnmobilstellplatz in Lagos

Kuschelcamping in Lagos

Das Wetter war heute mit 19,5 Grad wieder angenehm warm, von der Sonne war aber wieder keine Spur zu sehen. Gelegentlich tröpfelte es etwas. Durch die 60km Fahrt nach Lagos konnten wir 120Ah nachladen, 30Ah brachte der Honda nochmals dazu und ein paar Ah kamen noch vom Solar. So fängt der Abend mit einem Ladezustand von 78% und -144Ah an.

Boca do Rio, unsere Traumbucht

Heute ist endlich der Sommer zurück oder liegt es an dem neuen Stellplatz? Um 11 Uhr sind wir schon unterwegs. Wir gehen noch schnell bei Lidl einkaufen und dann freuen wir uns, dass wir endlich zu unserer Traumbucht fahren können. 17km später erreichen wir die Boca do Rio.
Wir sind immer gespannt, wenn wir hierherfahren, wie viele Wohnmobile stehen wohl hier und welchen Platz bekommen wir. Die Qualität eines Stellplatzes steht und fällt mit dem eigenen Stellplatz. Wenn man selbst einen schlechten Platz erwischt, kann der ganze Stellplatz noch so schön sein, man fühlt sich einfach nicht wohl.

Freistehen am Meer

Endlich wieder Freistehen

Es stehen sehr viele Fahrzeuge hier, seit Weihnachten wird es nicht nur hier, sondern allgemein an der ganzen Algarve immer voller. Jetzt fängt die eigentliche Wintersaison auch erst an. In ein paar Tagen kommt bestimmt in Deutschland der Winter und die letzten flüchten Anfang Januar.
Wir finden einen schönen Stellplatz und richten uns ein. Wobei das nach außen nicht wirklich sichtbar ist. Außer einem kleinen Klapphocker steht nichts draußen. Keile gibt’s auch keine, zum Glück ist der Boden so eben, dass wir auch ohne perfekt geradestehen. Campingähnliches Verhalten ist auf Freistehplätzen nicht zu empfehlen.

So ein Platz ist doch der Inbegriff des Wohnmobillebens. Mitten in der Natur, am Meer, 2,4 km bis zum großen Supermarkt mit Tankstelle.

Boca do Rio

Aus Geldern der EU soll hier an der Boca do Rio ein Strandparkplatz errichtet werden. Andere Buchten wurden auf ähnliche Weise schon verschandelt. Warum muss man nur jedes Stückchen Natur verbauen?

Wenn man auf der linken Seite den Berg (links der kleinen Ruine) erklimmt, oder 3 km Umweg in Kauf nimmt und über die Straße läuft. Kommt man zum Forte de Almádena

boca do rio fort

Fort Almádena

Boca do rio steilküste

Blick nach Osten

almadena

Blick nach Westen

Der Blick von hier oben ist atemberaubend. An windigen Tagen, soll es hier oben ziemlich zugig sein, also nicht zu nah an den Abgrund gehen! Und nun schaut mal runter bis zum letzten Mäuerchen – wo ich sicher nicht hingehe. Die Leute damals müssen lebensmüde gewesen sein– so nah am Abgrund zu bauen.

Das Fort diente in erster Linie militärischen Zwecken. Erbaut wurde es 1632 zum Schutz der hier ankernden Thunfischbootflotte (unten am Boca do Rio stehen noch die Reste der Fischfabrik) gegen böse Seeräuber.

Alltag am Boca do Rio

Heute Nacht hatten wir wieder angenehme 15 Grad, am Tage knapp über 17 Grad. Die Bevölkerung unserer Traumbucht wechselt was täglich. Jeden Tag kommen neue und andere fahren ab. Heute war es ganz nett, da wir mit vielen Leuten ins Gespräch kamen.
Ich war fast den ganzen Tag draußen, hier wird es mir nicht langweilig. Dem Meer zuschauen, mit anderen Quatschen, Strand nach Treibgut absuchen oder auch spazieren gehen. Max kann den ganzen Tag ohne Leine rumlaufen und findet immer wieder andere Hunde zum Spielen.

Gestern Abend kam noch der große blaue Bus mit Till und Amelie von Abenteuer Hippi Trail.

Solarmodule aufstellen

Till bastelt an der Solaranlage

Die Sonne wurden von einer durchgehenden Wolkendecke verdeckt und so versuchte jeder das das letzte Quäntchen Strom einzufangen. Till modifizierte seine Solaranlage – während bei uns mal wieder der Generator lief. Wir brauchten gestern warmes Wasser zum Duschen und das haut mit 100Ah Verbrauch einfach mal voll rein, da unsere Heizung immer noch nicht laufen will. Also hat die rote Handtasche etwas nachhelfen müssen.

Honda stromerzeuger

Die rote Handtasche

Für die nächsten Tage ist wieder viel Sonne angesagt. Solarertrag heute gerade mal 100Ah.

Alltag am Boca do Rio

Langsam haben wir auch die Elektrifizierung der Boca do Rio abgeschlossen ? Strom gibt’s nun im Überfluss, dank unserer Solarkoffer.

mobile solaranlage

AMUMOT Solarkoffer sind beliebt

Wir haben alle das schöne Wetter genossen, jeder hatte so seine Beschäftigung und war am Basteln. So eine mobile Werkstatt am Platz lässt einige immer wieder in Bastellaune ausbrechen. Hast du mal … „ja Moment ich suche mal“ … ?
Ich finde die bunte Mischung hier so entspannend, vom einfachen PKW Wohnmobil bis zum Concorde oder 10 Tonnen Trailer stehen hier alle friedlich zusammen.

Ausflug an die Westküste und Einkaufen

Für heute war richtig schlechtes Wetter vorausgesagt und um etwas Abwechslung in den Tag zu bringen dachte wir uns, wir machen einen Ausflug mit unbekanntem Ende. Über Google Maps suchte ich mir ein paar Buchten aus, die wir uns anschauen wollten, denn gerade heute waren 4 Meter hohe Wellen angesagt. Nebenbei bot sich ein Besuch bei Lidl an und da wir heute Morgen noch 100Ah in warmes Wasser zum Duschen investieren mussten, freuten sich die Batterien über satten Ladestrom durch laufenden Motor.

Als erstes fahren wir direkt zu Lidl iin Vila do Bispo. Während Meli fast den ganzen Laden leer kauft unterhalte ich mich draußen mit zwei deutschen Radlern. Genauer gesagt mit einem Vater und seiner Tochter die aus Ostdeutschland über Nordspanien nach Portugal gefahren sind, und am südwestlichsten Lidl von Europa gerade frühstücken.

mit dem rad nach portugal

Radreisende bei Lidl

Vor ein paar Tagen kam an der Boca do Rio schon eine Familie mit einem Kind auf dem Fahrrad vorbei. Die waren auch aus Deutschland die ganze Strecke gefahren und sind nun auf dem Weg nach Marokko. Im April wollen sie wieder in Deutschland sein. Wahnsinn solche Touren, aber bestimmt auch wunderschön!

Weiter geht es an die Westküste kurz nach Vila do Bispo.

Wir finden einen kleine Bar am Ende einer Stichstraße am Meer. Der Parkplatz ist recht klein und die Gischt vom Meer zieht das Tal hoch. Hier wollen wir nicht stehen bleiben. Aber einen Spaziergang am Strand geben wir uns.

Westküste portugal

Einsame Bucht an der Westküste

Weiter geht’s zur nächsten Bucht Praia da Cordoama, wo wir einen großen Parkplatz mit Strandrestaurant finden.

Hier stehen schon 3 Engländer mit ihren Wohnmobilen. Es gefällt uns nicht so, darum fahren wir gleich weiter zum Aussichtspunkt zwischen den beiden Buchten.
Das Wetter ist echt genial heute, Sonne und Wolken wechseln sich ab und ab und zu kommt auch ein 2 Minuten langer Regenschauer vorbei. Von hier oben auf 114 Meter über dem Meer hat man einen tollen Ausblick. Wird vom Wind aber fast Weg geblasen.

westküste vila do bispo

Traumhafter Ausblick

Da unten sind wir eine Stunde vorher noch rumgeklettert. Der mächtige Felsen sieht von hier oben richtig klein aus. Wir machen eine Kaffeepause mit frischen Pasteis de Natas. Und beschließen danach, wieder zurück zur Boca do Rio zu fahren. Dort gibt es keine Salzdusche und es herrscht auch weniger Wind. Dank dem Regen unterwegs, ist der gröbste Dreck auch wieder vom Womo entfernt.

37 Kilometer waren es heute, zusammen mit dem Solar konnten wir in der Zeit von 3 Stunden 200Ah nachladen. Die Temperaturen lagen heute bei maximal 21 Grad. Der Atlantik hat um Sagres 22 Grad, also ideales Badewetter – wenn der Wind nicht wäre.

Die Polizei kommt

Der helle Teil des Tages endete gestern damit, dass ein Engländer, der hier wohl zu viel getrunken hatte, versuchte, wie weit man mit einem Bus die Hügel erklimmen kann.

alkohol am steuer

Da stimmt was nicht

Nachdem es dann nicht mehr weiterging, also auch nicht mehr nach unten, begann die ratlose Ursachenforschung.

hippies in portugal

Bus festgefahren

Der Inhaber beschloss nach ein paar erfolglosen Versuchen erst einmal seinen Rausch auszuschlafen und ward nicht mehr gesehen. Das wäre vermutlich alles nicht so schlimm. Wenn nicht ausgerechnet an diesem Tag nachts um 22 Uhr die Polizei auf den Platz kommt, und die Rote Karte verteilt. Ich könnte mich echt aufregen, wären wir nur diese eine Nacht wie geplant wo anders geblieben. Hätten wir noch weitere schöne Tag an der Boca do Rio verbringen können.

Der Besuch der Polizei verlief folgendermaßen:

Sie kamen zu zweit und jeder bearbeitete ein Wohnmobil. Sie waren wirklich mehr als freundlich und erklärten uns, dass man bei Dunkelheit nicht im Naturpark „Parque Natural da Costa Vicentina“ stehen darf. Also nicht mal parken am Abend ist gestattet, von übernachten war keine Rede. Der Park beginnt in Burgau an der Boka do Rio und zieht sich immer entlang der Küste, bis hoch nach Sâo Torpes (Nördlich Porto Covo). Die Grenze ins Inland bildet dazu die Nationalstraße N125 im Süden und N268 Richtung Norden.

Außerhalb des Naturparks sei es kein Problem zu parken und zu übernachten. Na deren Wort in Gottes Ohr, aber für uns ein gutes Argument, wenn wir an einem anderen Platz mal vertrieben werden sollten. Wir haben uns mit dem Polizisten wirklich sehr nett unterhalten, es ist jetzt auch kein Problem, wir müssen keine Strafe zahlen wir sind lediglich registriert… Und genau das ist das Problem, bei Zuwiderhandlung wird es dann teuer. Somit fällt für uns die komplette Küste westlich von Burgau weg. Die schönen Strände und vor allem die einmalige Boca do Rio. Echt schade!

Das Beste war dann die abschließende Frage, ob wir uns zu so später Stunde noch in der Lage fühlen weiter zu fahren ? Klar können wir das, man will das Glück nicht herausfordern. Als Notlösung viel uns nur das Fortaleza de Sagres ein, ein großer Parkplatz vor Heinrichs Seefahrerschule in Sagres. Hier ist stehen laut Polizei gestattet. Einziges Problem, der Platz ist nicht wirklich schön, kein Meer und dazu meist noch sehr windig.

Stellplatz in Sagres:

wohnmobilstellplatz sagres

Parkplatz Sagres

Wir sind heute Morgen, nach ausgiebigem Wasser tanken in Sagres an der Tankstelle, wieder zurück zur Boca do Rio gefahren. Erstens wollten wir uns von den anderen verabschieden, zweitens wollte ich wissen was mit dem Bus in den Bergen passiert ist. Klarer Sensationstourismus würden das wahrscheinlich wieder einige nennen – will ich auch mal gar nicht abstreiten.

Zu unserem Erstaunen sind nur die Wenigsten gestern weitergefahren, der Rest blieb stehen und ist der festen Ansicht, dass es keine Strafe kostet, wenn man stehen bleibt.

Nun zur Bus-Rettung:

Bus ausgraben

Viele sind am Graben

flurschaden

Übrig bleibt ein tiefes Loch

Herzlichen Glückwunsch, alle haben gemeinsam geschoben und dann hat es geklappt. Am späten Nachmittag haben wir uns dann auf den Weg nach Lagos gemacht. Wir tauschen Meeresrauschen gegen Straßenlärm…

Regen in Portugal

Gestern noch schönes Wetter und seit heute Nacht Regen. Mit Regen meine ich diesmal richtig Regen wie man ihn aus Deutschland kennt. So richtig nass, nicht nur 3 Tropfen und dann wieder Sonne. Im Laufe des Vormittags kam nach einer Regenpause ein Gewitter mit Blitz und Donner vorbei. Ein paar Hagelkörner waren auch dabei, aber zum Glück waren es nur kleine Körner, die keinen Schaden anrichten.
Ein echter Womotag, kein Wetter zum Rausgehen. Ich habe nämlich keine Gummistiefel dabei. Der Solarkoffer bringt bei dem Wetter auch nichts, den hätte ich mir heute wirklich sparen können. Auch wenn es für uns nicht so schön ist, so ist der Regen für das Land sehr wichtig. Nur so können sich die Stauseen wieder füllen und das Land weiter mit Wasser versorgen.

Portimao

Um 7 Uhr sind wir schon wach, aber nicht, weil wir nicht mehr müde sind, sondern eher, weil wir nicht mehr schlafen können. Max nervt rum und der Feuermelder an der Decke piept alle viertel Stunde einmal. Das war gestern Morgen genauso und wenn man dann aufgestanden ist, ist das doofe Ding ruhig. Max dagegen wollte nur Gassi gehen. Ich war zwar gestern Abend mit ihm draußen, aber es war ihm wohl zu nass.

Heute Morgen ziehen immer noch kurze und teils sehr kräftige Regenschauer durch. Der Wetterdienst hat für heute und morgen eine Sturmwarnung mit Windstärken von 8-9 herausgegeben. Einzelne kräftige Böen kamen schon am Morgen vorbei.

Heute ist wieder ein klein wenig ein besonderer Tag. „Fahrtag“ nennen wir das. Stellplatzwechsel und das diesmal an einen neuen Platz den wir noch nicht kennen. Wir sind gespannt was uns erwartet, auf Google Maps sieht es da gut aus. Immer wenn wir fahren, bietet es sich an, alles Mögliche Unterwegs einzukaufen. Die 2 Nächte in Lagos waren ok, neben unserem Womo war eine große Pfütze, alle Schuhe sind langsam nass und der Eingang Bereich im Womo ist recht schlammig. Bei so einem Wetter hat man keine Lust mit dem Fahrrad irgendwo hin zu fahren. Darum sind wir heute ganz froh, wieder einkaufen zu können.

Nebenbei ist unser Gastank schon wieder fast leer. Ohne Heizung hat er trotzdem nur 47 Tage gehalten. Wir haben oft Gaskaffe gemacht damit mehr Strom zum Heizen bleibt. Ab und zu lief die Heizung zwar, aber ich hätte nicht gedacht das wir ohne Heizung gleich viel Gas verbrauchen werden.
Wenn wir schon bei der Heizung sind: Die IR Heizung funktioniert bestens. Selbst an so Tagen wie gestern, an denen so gut wie keine Sonne scheint und es schon nachmittags nur noch 10 Grad hat, können wir das Womo komplett mit Strom beheizen. Natürlich geht das nicht ewig. Heute Morgen bei der Abfahrt haben die Batterien einen Ladezustand von 46% – 323AH wurden in 2 Tagen verbraucht. Hätten wir einen wolkenlosen Tag, würde ich den Strom an zwei Tagen wieder rein bekommen. Aber unser Problem ist, dass es jeden Tag mehr oder weniger viele Wolken hat. Die täglichen Solarerträge liegen zurzeit meist nur zwischen 60 und 180Ah. Das reicht für alles, außer für die Stromheizung. Aber unsere Lichtmaschine macht das schon. Der Keilriemen wird wieder um Gnade flehen, wenn der 24V->12V Wandler von Victron Energy los legt und 85A pro Stunde in die Batterien pumpt.

Unser erstes Ziel nach dem Tankstopp an der Gastankstelle in Lagos war das 17 Kilometer entfernte Alvor, das neben Portimao liegt. Wir finden den Stellplatz, der fast direkt am Strand liegt. Wir hatten uns schon auf einen Strand nahen Platz gefreut, aber nach dem Regen gleicht der Platz einem Matschloch und das brauchen wir nun auch nicht schon wieder. Dafür ist der Platz sehr günstig 2Euro/Tag incl. VE und 2 Euro für Strom. Wobei wir gehört haben, dass es nur sehr wenige Steckdosen gibt.

Wohnmobilstellplatz Alvor

Alvor – Stellplatz für Wohnmobile

Da wir eh noch einkaufen wollen, fahren wir weiter zum Lidl nach Portimao und fahren in dieser Überwinterung das dritte Mal auf den Stellplatz an der Marina in Portimao. Die 2,50/Tag sind günstig, es ist nicht schlammig und man hat mehr Platz als in Lagos.
Das Wetter ist heute sehr wechselhaft, mehrheitlich sehr Sonnig und 20 Grad, aber immer wieder kommen schwarze Regenwolken vorbei, die eine kurze Dusche abladen.
Wir haben schon wieder Glück. Während sich auf dem Teer Platz alle gegenseitig die Sonne wegnehmen, haben wir wieder einen super Sonnenplatz mit einem wenig befahrenen Weg vor der Türe. Also keine direkten Nachbarn neben uns. Das Wasser steht auch überall, aber bei uns ist es trocken durch den groben Schotter.

Tagesertrag durch Solar 180Ah
Nachgeladen durch Ladewandler 130Ah
Ladezustand Batterie am Abend: 86,6%

Barragem do Arade – Freistehen am Stausee

Wie gestern Abend schon vermutet haben wir heute zusammengepackt und sind ein Stückchen weitergefahren. Grund war unter anderem, dass sich mein PC mit dem Handywlan verbunden hatte, und mal eben die letzten 700 MB meiner Handykarte weggezogen hatte… Für 29,99 Euro bekam ich heute für meine TMN SIM-Karte weitere 15GB Internetvolumen welches uns nun wieder mobil macht. Die 15GB sollten nun bis zur Einreise nach Spanien reichen.

Unsere Route führt uns durch Silves. Die eindrucksvolle Burg von Silves, im 11. Jahrhundert von der arabischen Almoraviden erbaut, dient heute als beliebter Platz für Freizeit und Erholung. Zugleich ist es ein unübersehbares Zeugnis der großartigen muslimischen Baukunst und des Glanzes der islamischen Kultur an der Algarve.

rote burg silves

Burg Silves

Als heutiges Tagesziel haben wir uns den Stausee Arade ausgesucht, welcher gerade mal 25 km von Portimao entfernt ist und ca. 15km von der Küste entfernt im Inland liegt. Vor 2 Jahren waren wir schon mal hier, blieben aber wegen den Pinien-Prozessionsspinnern nicht hier. Dieses Jahr ist noch alles sauber und wir finden einen sehr schönen Stellplatz oben an der Talsperre.

Arade Stausee

Arade Stausee

barragem do arade

Stellplatz oberhalb der Staumauer

Max ohne leine

Max darf freilaufen

Arade Stausee

Der Hochwasserüberlauf

Freistehplatz Altura

Der Tag verlief mal wieder nicht ganz nach Plan. Wir sind da gelandet wo wir eigentlich gar nicht hinwollten. Aber der Reihe nach – die Nacht war für mich um 3:30 Uhr zu Ende. Warum auch immer konnte ich wegen dem Wind nicht mehr schlafen. Obwohl wir schon wesentlich stärkeren Wind hatten in diesem Winter so machten mir die Bäume neben unserem Womo Probleme. Werden sie wohl halten? Ist immer gut sich vorzustellen, dass sie bisher ja auch nicht umgefallen sind, aber heute half das nichts. Ich schlug mir die Zeit um die Ohren und irgendwann war auch diese Nacht vorüber. Nach drei wirklich sehr schönen Tagen am Barragem do Arade wollen wir weiter.

Zuerst zu Lidl in Silves, welcher eine verdammt enge Einfahrt hat und dazu noch sehr wenig Parkplätze bietet.

Dann wollten wir uns den neuen Stellplatz in Messines (Camperstop Messines) anschauen.

wohnmobilstellplatz messines

Camperstop Messines

Hier steht man in einem kleinen Tal, total abgelegen ohne Strom aber mit Internet via Satellit.
„GPS: N 37° 16′ 45.9“ – W 8° 14′ 29.8
5 Euro / Tag incl Duschen, Internet und VE

Der frisch geschotterte Platz ist noch recht weich, wir ziehen durch den Schotter deutlich sichtbare Spuren. Auch wenn es nicht so aussieht, gut 20 Fahrzeuge stehen hier. Uns hätte es auch sehr gut gefallen, zumal der sehr freundliche Platzbetreiber sich wirklich Mühe gibt. Es werden Wanderungen und gemeinsames Essen gehen in der Nähe mit sehr regionaler Küche angeboten. Ich hatte mich wirklich schon darauf gefreut.

Warum sind wir weitergefahren? Kein Internet! Weder das platzeigene SAT Internet lies eine Verbindung zu noch Vodafone oder TMN gingen.

Wohnmobile Alte

Friedhof in Alte

Also weiterfahren. Plan B musste herhalten, wir fahren nach Alte. Warum auch immer, aber in Alte belagern jeden Winter viele Wohnmobile den Friedhof. Dieses Mal sind es sogar so viele, dass wir gleich weiterfahren. Plan C muss her, wir fahren nach Manta Rota.

Als wir Manta Rota (F) erreichen, werden wir schon von weitem abgewunken. Platz voll- Wie jetzt, wo gibts sowas? Wir sind natürlich um 16 Uhr viel zu spät dran, dazu ist es auch noch Wochenende. Jetzt gehen mir die Ideen aus, darum fahren wir 4 km weiter nach Altura. Gestern hatte ich in Facebook noch gepostet, dass der Platz wie auch Monte Gordo geräumt wurde und jeder 60 Euro hätte zahlen müssen. Hier hörte sich das ganz anders an, der Platz wurde nur wegen dem Regen ohne Strafe geräumt. Darum stehen auch alle schon wieder hier. Wir stehen nun auch mal eine Nacht hier und schauen ob morgen in Manta Rota ein Platz frei wird.

in portugal freistehen

Freistehplatz Altura

Endlich Strand und Meer!
Wetter in Silves noch recht windig, in Altura fast Windstill und 22 Grad um 17 Uhr. Jetzt um 20 Uhr noch 17 Grad

Manta Rota

Der Tag fing schon wundervoll an:

in portugal mit dem wohnmobil freistehen

Sonnenaufgang in Altura

Ich habe super geschlafen, während Meli die Nacht damit verbrachte, den Geräuschen draußen zu lauschen.

Unser heutiges Tagesziel war Manta Rota, schon früh, nach nur einer Tasse Kaffee, sind wir unterwegs und wir haben Glück. Genau ein freier Platz ist für uns vorhanden.

stellplatz manta rota

Manta Rota

Hier haben wir nun unseren letzten Stellplatz in Portugal erreicht. Ein viertel Jahr Portugal neigt sich langsam dem Ende zu. Die Zeit verging rasend schnell.

Das Wetter zeigt sich auch wieder von seiner besten Seite, es scheint Frühling zu werden. Die Vögel zwitschern, die Temperaturen stiegen auf über 22 Grad im Schatten und der Wind hat sich heute auch nicht blicken lassen. Als die Sonne untergeht um 19 Uhr zirpen die Grillen.

Wir sehen uns im nächsten Bericht 🙂

– Ende –

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