Gasprüfung Wohnmobil

Heute waren wir bei der Gasprüfung, neuer Stempel für neues Womo für 2 Jahre. So soll es sein. Was nicht sein soll, dass zum Prüfanschluss am Gastank Öl herausläuft, das kommt vom Öl haltigen LPG. Dieses Problem tritt angeblich vermehrt seit 2 Jahren auf. Mit Filtern kann man verhindern, dass das Öl die empfindlichen Gas Düsen verstopft. Für unseren Tank gibt es so einen Filter gerade noch nicht.
Morgen früh um 9:30 dürft ihr uns dann die Daumen drücken, wir haben dann nämlich endlich den TÜV Termin. Sollte das klappen, geht’s Morgen Mittag für mich weiter und Meli bleibt zu Hause und wartet auf Pakete.
Meine Batterien machen Probleme, von heute auf Morgen werden sie heiß. Nach über 700 Zyklen wollen die doch nicht schon ins Gras beißen? Das Problem ist, dass alle 3 Stück auf einmal beim normalen Laden 40 Grad heiß werden. In der Historie vom Solarladeregler kann ich sehen, dass dieses Problem schon seit ein paar Tagen besteht.
Positives kann ich über unseren Kühlschrank berichten. Bei der Gasprüfung habe ich Tipps bekommen, wie wir dem alten Ding wieder etwas Leben einhauchen können. Dazu habe ich als erstes Mal den Brenner wieder gereinigt und dann den Flammfühler eingestellt. Nun lässt sich der Kühlschrank ganz leicht starten und er zündet nun auch wieder von selbst, sollte die Flamme mal durch Wind ausgeblasen werden. Bei Gelegenheit werde ich den Abluftschacht noch etwas mit Luftleitblechen optimieren, dann sollte der Kühli bis 35 Grad wieder stabil laufen.

TÜV Eintragung zum Wohnmobil

Ab heute ist unser Womo auch auf dem Papier ein Wohnmobil. Wir hatten wirklich Glück, denn wir waren inzwischen 3-mal beim gleichen TÜV und jedes Mal war ein anderer Ingenieur hier. Heute bei der eigentlichen Wohnmobil Umschreibung hatten wir den coolsten Ingenieur. Während alle anderen sich teilweise an Details aufgehängt haben, hatte dieser heute mit dem neuen Fahrgestell gar kein Problem. Erst wurde gewogen: 6660 Kg voll beladen aber mit leerem Wasser und Dieseltank. Als Leergewicht wollte er dann unbedingt 6400KG eintragen, wobei wir „LEER“ garantiert weniger haben, aber das wollte er mir nicht glauben.

Dann durfte ich in die Halle und er schaute sich den Zwischenrahmen an. Soweit alles ok. Keine Fragen und Probleme. Dann schaute er in den Wohnraum und schrieb die Prüfnummer der Heizung auf. Dann wurde noch Höhe, Breite und Länge gemessen und zum Schluss der obligatorische Bremsentest, ohne den wohl kein Fahrzeug die Halle verlässt. Fertig.
Gesamtzeit 30 Min, keine Fragen wegen Seitenmarkierungsleuchten, Positionsleuchten, Weitwinkelspiegel, Trittstufe, Gasprüfung …

10 Minuten später waren die Papiere fertig und ich durfte 70 Euro zahlen. Wir waren sprachlos, waren wir doch ziemlich nervös und gespannt ob alles problemlos über die Bühne geht.

Auf der Zulassungsstelle war es dann etwas komplizierter, die gute Frau hat im Schein und Brief nur die Eintragung: So. KFZ Wohnmobil über 2,8T ergänzt. So hatten wir nun einen LKW mit Kühlkoffer So KFZ Wohnmobil mit EG Kontrollgerät und Geschwindigkeit Begrenzer …
Das geht gar nicht, sie war aber kooperativ und hat es eingesehen. Leider waren die Daten schon übertragen und alles musste neu gemacht werden. Dazu musst ich wieder bei der Versicherung anrufen und eine neue EVB Nummer holen. Den neuen Schein durfte ich vor der Datenübertragen noch anschauen, das war auch gut, denn die Eintragung LKW Kühlkoffer war immer noch drin. Beim dritten Mal war dann alles OK und ab jetzt haben wir ein Sonder-KFZ Wohnmobil! Prost!

Beim Bremsentest meinte der Prüfer die Hinterachse sei etwas mager aber die Feststellbremse zieht gut, ich sollte mal den Bremskraftregler anpassen lassen. Also fahren wir noch schnell zu Mercedes, wieder auf den Bremsenprüfstand und siehe da, hinten nur 26% Verzögerung. Der Blick unter das Auto erklärte das Problem sofort, das Gestänge vom Bremskraftregler war falsch montiert. Ich solle das richtig montieren und noch mal vorbeikommen, wenn die Bremswirkung dann immer noch schlecht ist bräuchte ich einen Termin.

So fahren wir nach Hause und ich baue das Gestänge richtig zusammen, war eine Arbeit von 5 Minuten. Zum Glück, denn ich muss gleich weiter zu einem Kunden in der Nähe, auf den Weg dorthin kam ich wieder bei Mercedes vorbei und durfte noch mal auf den Prüfstand. Prima, statt 26% nun 62% Verzögerung. Topwerte und man merkt es auch beim Fahren, die Bremsen packen besser.

Batterien platt

Für unterwegs habe ich mir eine Ablage gegönnt. Es gibt so gut wie keine Ablagen im Fahrerhaus, nicht mal das Handy kann man wo vernünftig ablegen.

ablage auf armaturenbrett

Neue Ablage für die Kaffeetasse und das Handy

Dann hatte ich ja das Problem mit den Batterien vor ein paar Tagen mal angedeutet. Nach verschiedenen Versuchen und Telefonaten sind wir nun sicher, dass 2 von den 3x 225Ah Batterien ihr Lebensende erreicht haben. Die Firma Banner, mit denen ich zuletzt gesprochen habe, war sehr begeistert von der Qualität ihrer Batterien, die ja als Zyklen feste Starterbatterien verkauft werden und überhaupt nicht für den Betrieb als Versorgungsbatterie im Wohnmobil gedacht sind.
Höre besser nie auf das was dir manche Sparbrötchen erzählen. Hinterher wird es immer teurer…

3 Wohnmobilbatterien sind tot

2 der 3 Batterien sind tot

Zwischen 700 und 800 Zyklen haben die Batterien nun hinter sich, eigentlich eine gar nicht so schlechte Zahl, aber, wenn man die Zeit von nur 2,5 Jahren betrachtet doch recht schockierend. Der Fehler machte sich durch Batterietemperaturen von knapp 50 Grad bemerkbar. Dabei kochen an einer Batterie 4 von 6 Zellen beim normalen Laden und zwei Zellen sind wie tot. Bei einer Batterie kochen alle Zellen und bei der dritten Batterie ist eine Zelle wie ausgestorben. Die Batterie bei der alle Zellen kochen ist noch am besten in Schuss. Darum haben wir gestern Abend die zwei toten Batterien, die auch richtig heiß werden ausgebaut und wir fahren vorerst mal mit nur einer Batterie.

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