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Am 30. August haben wir in Porto den Rio Douro überquert, welcher die Grenze von Portugals nördlichster Region “Norte” markiert. Heute, auf den Tag genau 4 Wochen später stehen wir wieder am Douro. 4 spannende Wochen liegen hinter uns, und was wir in den letzten zwei Wochen erlebt haben, möchte ich jetzt berichten.

Zuerst möchte ich dich über ein kleines Update informieren. Ab jetzt gibt es alle Bilder in 4K (UHD Auflösung) zu sehen und zwar indem du sie anklickst, oder auf dem Tablet antippst. Auf dem Handy würde ich mir den Blog jedoch nicht antun.

Nochmal Peneda-Gerês

Wir verlassen den Rabagão Stausee in Richtung Norden und erreichen nach wenigen Kilometern wieder den Nationalpark Peneda-Gerês. Hier möchten wir eine kleine Runde in den Bergen wandern gehen und wenigstens mal einen der vielen Wasserfälle des Naturparks sehen.

Tag 1: Besichtigung einer Klosteranlage mit Wasserfall.

Wir besuchen das Kloster „Mosteiro de Santa Maria das Júnias„. Bzw. was noch davon übrig ist, denn bis auf die Kapelle findet man hier nur noch Ruinen der Grundmauern. Rinnen der alten Wasserversorgung in den Gebäuden sind noch teilweise erhalten und in Funktion. „Fließend Wasser“ bekommt so einen ganz neue Bedeutung 😉

Mosteiro de Santa Maria das Júnias
Mosteiro de Santa Maria das Júnias
Brücke am Kloster

Folgt man dem Trampelpfad entlang dem Klosterbach gelangt man zu einem Wasserfall. Einfacher geht es über die Straße und einem leicht ruinösen Holzsteg.

Holzsteg zum Wasserfall
Der komplette Steg ist recht klapperig. An dieser Stelle sieht man es am Besten.

Hat man den Steg überlebt erreicht man eine Plattform von der man den Wasserfall bestaunen kann.

Wie sie sehen, sehen sie nicht viel…

Ich denke im Frühjahr sieht der Wasserfall spektakulärer aus. Das Bild entstand übrigens etwas unterhalb des Steges, wo man einen deutlich besseren Blick auf den Berg hat.

Mosteiro de Santa Maria das Júnias
Ich verstehe nur Bahnhof. Aber Tanja hats inzwischen echt gut drauf.

Auf dem Rückweg treffen wir eine Ziegenhirtin. Sie erzählt von Ihren Kindern, dem wohl guten Restaurant und Bäcker im Ort, einer Veranstaltung in den Bergen auf der anderen Seite des Tals und wundert sich, warum ich keine Schuhe an habe. Tanja konnte sich mit ihr ganz unterhalten, mein portugiesisch reicht dazu noch lange nicht. Die Idee, die Sprache etwas besser zu lernen hatte ich bisher nie wirklich umsetzen können.

Tag 2: Wandern in den Bergen

Wir fahren nur wenige Kilometer weiter nach Norden und parken an einer Quelle. Hier beginnt der Wanderweg und wir sind guter Dinge einen 1400 Meter hohen Berg zu erklimmen. Der Wanderweg ist jedoch nicht wirklich begehbar und nachdem wir das erste Tal erreicht haben sind wir uns nicht mehr sicher, ob wir wirklich den Berg erreichen wollen.

Steinmännchen als einzige Wegmarkierung

Wir folgen daher einem mit Steinmänchen markierten Weg, der immer besser wird und uns in einem nördlichen Bogen wieder zum Womo zurück bringt. Ich vermute, diesen Weg, der auf keiner Karte verzeichnet ist, wäre der Richtige gewesen um auch den Berg zu erreichen. Etwas über 3 Stunden waren wir trotzdem unterwegs und es war anstrengend genug. Zum Glück konnten wir auf halber Strecke in dem Tal eine Quelle finden, damit Max etwas trinken konnte.

Besonders große Steinmännchen

Wenn wir das nächste Mal mit Max in den Bergen wandern gehen, müssen wir Wasser und nicht nur Zitronensaft mitnehmen. Trotzdem war es sehr schön, das wir auf der ganzen Strecken keinen einzigen Menschen begegnet sind und Max komplett frei ohne Halsband und Leine laufen konnte.

Übernachten tun wir wenige Kilometer nördlich in den Bergen auf spanischer Seite. Es scheint eine Jugendherberge oder so etwas in der Art zu sein. Finanziert mit EU Geldern und seither dem Verfall überlassen. Für uns ein ruhiger Übernachtungsplatz mit einer gigantischen Aussicht.

An der Spanischen Grenze mit Blick auf einen Stausee in Spanien
Einfach so steht da ein Wasserhahn in der Landschaft. Es ist aber sehr braunes Quellwasser.
Der nächste Morgen – Die Sonne geht gerade auf.

Weiter zum nächsten Berg

Jetzt gehts ganz hoch in die Berge

Weiter geht die Reise jetzt endlich gen Osten nach Montalegre, wo wir auf 1527Meter Höhe einen sehr schönen Blick über Land erhalten. So hoch oben ist es aber schon ziemlich kühl und vor allem Windig. Wir verbringen den Tag im Womo, liegengebliebene Arbeit will erledigt werden und viel machen, außer fotografieren kann man hier eh nicht.

Wir haben einen schönen Ausblick und außer ein paar Gleitschirmfliegern ist hier niemand.

Am Abend hoffen wir auf einen spektakulären Sonnenuntergang, welchen wir auch fast erleben dürfen.

Danach verdrücken wir uns wieder ins Tal an einen Picknickplatz, denn der Wind ist inzwischen einfach zu stark und zu laut.

Picknickplatz im Tal

Im Tal angekommen ist es wieder komplett Windstill und angenehm warm – herrlich. Wir befinden uns in einer Gegend, die scheinbar total verlassen ist. Am Tagen kommen 1-2 Autos den Weg vorbei ansonsten sehen wir niemanden. Zwei Nächte bleiben wir an diesem schönen Ort.

Picknickplatz an einem kleinen Bach mit Microstausee
Max chillt derweil in der Sonne

Am Tage deutlich über 30 Grad und laue Nächte bescheren uns gerade eine wunderschöne Zeit. Trotzdem sieht man auch in Portugal deutlich, dass der Herbst langsam kommt. Witzig war: Ohne es zu wissen, habe ich das Bild genau einen Tag vor Herbstanfang gemacht.

Herbstanfang
Womo-Tau

Die vergessene Brücke

Ganz in der Nähe befindet sich mitten im Nichts eine vor 5 Jahren gebaute Brücke. Tanja hatte Sie auf Maps gefunden und wir wollten hier eine Nacht verbringen. Leider ist sie nur mit geländetauglichen Fahrzeugen erreichbar (oder zu Fuß). Wir waren zum Glück vorher mit dem Ducato hier und haben uns das angeschaut.

Mitten im Nichts – eine Brücke

Besonders viel konnte ich im Internet nicht über diese Brücke herausfinden. Ein Radiosender stellte in 2016 mal fest, dass hier seit 3 Jahren eine Brücke ungenutzt herumsteht. Es ist eine von drei geplanten Brücken, die zwischen Chaves und Santo André für eine bessere Verkehrsanbindung und somit wirtschaftliche Belebung sorgen sollten.

Unglaublich

Ich würde behaupten: da jetzt gerade die alte Straße M508 komplett saniert wurde, wird die Brücke zerfallen bevor irgendwer darüber fahren konnte.

Die neue M508 – 500 Meter nördlich der Brücke

Besuch in Chaves

Parkplatz an der Altstadt

So fahren wir auf direktem Weg weiter nach Chaves. Eine kleine Stadt, der ich erst gar nicht so viel zugetraut hatte, und im nachhinein sehr froh war, dass wir hierher gefahren sind. Chaves ist eine furchtbar fotogene Stadt. Schon alleine die alte Römische Brücke “Ponte de Trajano” ist bei Sonnenuntergang traumhaft schön anzuschauen.

Rio Tâmega e ponte de Trajano

Auch bei Nacht macht der Ort eine gute Figur – wer gerne fotografiert, wird hier sicher seinen Spaß haben.

Sonnenuntergang in Chaves
Mitternacht in Chaves
Sonnenaufgang in Chaves

Gut und günstig essen kann man im Restaurant Casa Tipico o Campismo. Das erhoffte Schnitzel, wie auf dem Google Maps Bild zu sehen, gab es aber leider nicht. Es gibt nur Tagesessen – in unserem Fall konnten wir wählen zwischen Fisch und Fleisch, wie so oft in Portugal. Für 15€ werden wir satt und der Kaffee zum Nachtisch war auch mit drin.

Mehr Bilder von Chaves

Mirandela

Nach Chaves fahren wir Mirandela. Eine Ort den man sich direkt sparen kann. Alles wirklich hier etwas sehr zerfallen. Die Ruinen von Chaves waren noch nett anzuschauen, in Mirandela stehen neue Häuser neben echten Steinhaufen.

Wohl dem, der keine solchen Nachbarn hat…

Die Eisenbahn, die hier im Ort endet brachte mir wenigstens noch ein paar spannende Bilder.

Schienen an einem verlassenen Bahnhof in der Stadt.
Zuerst habe ich mich täuschen lassen, aber das hier ist ein Fake. Der Zug ist nicht alt und wozu hat der Tender Lüftungsgitter?

Eine langweilige Stadt gepaart mit dem üblichen Stadtlärm bringt uns nichts, darum fahren wir noch am späten Abend weiter nach Süden zu einem kleinen See.

Kleiner namenloser See in den Bergen.

Der perfekte Platz für uns und endlichen wieder warmes Wasser in dem Baden kann. Seit Wochen war ich schon in keinem See mehr baden.
extrem klares Wasser

Nebenher sammeln wir etwas Müll
Weiter im Süden zieht ein Gewitter durch, wir bekommen nur die Restwolken ab

Die Brücke

Erst hatten wir stabiles und gutes Internet am See. Dann wurde es auf einmal immer schlechter. Da Tanja gerade unter extremen Zeitdruck ihren Portugal Reiseführer fertig machen muss, ist schnelles und vor allem beständiges Netz ganz wichtig. Wir fahren daher früher als geplant ein Stückchen weiter gen Süden und erreichen jetzt wieder den Rio Douro.

Wir parken an einer stillgelegten Brücke. Früher fuhren hier auf zwei Etagen unten Autos und oben die Eisenbahn – heute gibt die Brücke nur noch ein tolles Fotomotiv her. Wie ich später erfahre handelt es sich hier um die Schmalspurbahn der Sabor-Linie, welche sich über 100km lang nach fast Miranda do Douro schlängelt.
Der Hauptzweck war wohl der Eisenerztransport mit Dampf betriebenen Güterzügen. Später fuhren auch Diesel und Benzin betriebene Personenzüge. 1988 wurde die Linie komplett eingestellt und seither verfällt hier alles.

Die Brücke
Übernachten an der Brück

Ich komme mit einem Einheimischen ins Gespräch, der erzählt mir, dass hier gerade mal noch 15 Leute leben. Jetzt wundert es mich auch nicht mehr, dass hier fast jedes Gebäude leer steht.

Auf den Gleisen der Schmalspurbahn
Viele Gebäude stehen leer

Wie geil ist das denn? Steht da einfach eine alte Dampflok im Bahnhof:

Alte Dampflock wahrscheinlich fuhr sie noch bis zur Einstellung der Schmalspurbahn 1988.

Die Gleise nach Norden wurde weitläufig entfernt und abtransportiert oder liegen noch am Rande vom ehemaligen Gleisbett. Ich bin der alten Trasse ein paar Kilometer nach Norden gefolgt, es ergeben sich schöne Ausblicke auf das Douro Tal.

Auf der alten Bahntrasse

Mehr Bilder von Ort und Brücke

Pocinho 1971

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Portugal Reiseführer

Viele! Wirklich sehr viele Stunden verbringt Tanja jetzt schon vor dem Rechner. Diese Woche sogar Tag und Nacht und geschlafen wird nur noch, wenn es gar nicht mehr anders geht. Grund dafür ist Tanjas eigener Portugal Reiseführer, welcher am Montag Morgen um 4 Uhr zur Druckerei hochgeladen werden muss. Was ich bisher gesehen habe, sieht schon toll aus und ich hoffe, dass auch die Leser dem zustimmen werden. Wenn Du noch einen spannenden Portugal Reiseführer suchst, dann schau doch mal auf Tanja Seite Crosli.de vorbei:

Tanjas Roadtrip Portugal

Fotografieren auf Reisen

Fotografieren mit 50mm

Nun noch etwas zum Hobby fotografieren auf Reisen. Eine umfangreiche Fotoausrüstung ist ja ganz nett, aber man schleppt sich zu Tode. Im Winter habe ich das Sony 24-105 Zoom Objektiv gekauft was ja eigentlich auch super toll ist, bis auf die Größe. Mit dieser Kombi wandern gehen macht keinen Spaß und auch sonst die Kamera eigentlich viel zu schwer. Habe ich mir die Sony A7 doch gekauft, weil ich eine kleine leistungsfähige Kamera wollte.

Viel mehr Spaß macht mir das fotografieren mit einer Festbrennweite. Und zwei nur mit einer und nicht mit einer ganzen Sammlung. Das fördert nämlich die Kreativität und mal ehrlich hättest du gedacht, dass alle Bilder in diesem Blogartikel mit ein und derselben Brennweite von 50mm entstanden sind? Der Vorteil einer Festbrennweite ist, dass sie klein, leicht und recht Lichtstark ist. In dunkeln Lost-Places kann ich selbst ohne Blitz noch fotografieren und beim Wandern stört die Kamera nicht, wenn sie am Gürtel hängt. Hätte ich diese Erkenntnis mal schon früher gehabt…
Wenn dich meine Gedanken zum fotografieren mit einer Festbrennweite interessieren, habe ich heute noch eine zweiten Artikel für dich:

Fotografieren mit 50mm Festbrennweite

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