AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Achtung, wir sind wieder im Reisemodus – diese Geschichte wird 2600 Kilometer lang – ein Wort pro Kilometer! Denn diesmal soll es endlich Richtung Deutschland gehen. Aber einfach so aus Portugal abhauen geht natürlich nicht, denn uns fällt immer wieder etwas neues ein, was man auf dem Weg nach Norden noch anschauen könnte. So ist es auch kein Wunder, dass wir statt gen Nordosten erst einmal nach Westen fahren.

Westküste: Santo Andre

Unsere Reise geht weiter, eigentlich wollten wir ja gen Osten fahren, aber die alljährliche Öffnung der Lagoa in Santo André lockt uns noch einmal an die Küste.

Lagoa de Santo André

Die Winterstürme bringen allerhand Sand an den Strand und das blockiert den Abfluss der Langune. Manchmal wird es so schlimm, dass das Wasser im Landesinneren die Landstraße zu überfluten droht. Dann wird die Lagune mit einem Bagger zum Meer hin geöffnet.

Abertura da Lagoa de Santo André ao mar 2019

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Es wird voll

Der Parkplatz in Santo Andre ist inzwischen für Wohnmobile gesperrt, man steht jetzt daneben auf der Wiese. Wir parken uns zwischen einigen anderen.
Eigentlich wollten wir bis zum Tag der „Öffnung“ hier stehen bleiben, halten aber nicht durch. Die Einsamkeit weiter nördlich lockt mehr, als die Menschenmassen, die bei der Öffnung der Lagune hier sein werden.

Santo André

Aus dem Grund fahren wir am nächsten Tag weiter und finden einen einsamen Platz an der Küste.

Frühling an der Atlantikküste

Hier ist es herrlich warm und nahezu windstill. Locker 25°C im Schatten machen Lust auf lange Spaziergänge an der Küste.

Steilküste

Wir könnten glatt wieder in eine Sesshaftigkeit verfallen – müssen aber weiter.

Alcácer do Sal

Alcácer do Sal

Wir fahren nach Alcácer do Sal, weil dort ein Restaurant ausprobieren wollen. Der Fahrer von Mauldolf und Davys Chef ohne Blog waren hier und haben gutes berichtet. Wir parken südlich des Rio Sado und besuchen erst einmal die Stadt. Die Kirche ist sehenswert, da sie von innen sehr aufwändig mit Azulejos verziert ist.

Igreja de Santiago
Sonnenuntergang am Rio Sado

Am Abend gehen wir dann zum Restaurant Porto Santana, welches man am südlichen Ufer des Sado findet. Das Essen ist vorzüglich, Carne de Porco a Alentejana, eine Spezialität aus dem Alentejo, kann ich nur empfehlen.

Selbst bei Nacht ein spannendes Panorama

An diesem Tag ist unser Saeco Kaffeeautomat gestorben. Ein Wunder, dass er so lange überlebt – ich hätte nicht geglaubt, dass die Maschine die marokkanischen Pisten so gut wegsteckt. Gestorben ist es am elektrischen Kreislaufversagen, nicht an mechanischem Versagen.

Ausspannen am Stausee

Nur wenige Kilometer weiter erreichen wir einen Stausee, wo wir noch einmal einige unserer Freunde treffen. Der See ist schön, aber starker Wind drückt die Freude etwas. Wir verbringen die meiste Zeit im Womo.

Abschiedstreffen mit unseren Freunden

Am letzten Abend legt sich der Wind und wir sitzen zusammen bei Lagerfeuer draußen. Ein schöner Abschied, Milliarden von Mücken waren der gleichen Meinung.

Estremoz ehem. Santa Maria

Schon oft waren wir in den vergangen Jahren zum entsorgen und einkaufen in diesem Ort. Dieses Mal wollen wir uns den Ort genauer anschauen. Dazu parken wir auf dem großen Marktplatz mitten im Ort.

Estremoz – Convento dos Congregados

Leider macht das Wetter immer noch nicht mit, der Himmel zieht zu und es schaut stark nach Regen aus – welcher jedoch an uns vorbei zieht. Ich laufe trotzdem nur eine kleine Runde durch die Stadt kehre schnell wieder ins Womo zurück. Es wird wohl noch einen weiteren Besuch benötigen, bis wir die Stadt mal richtig angeschaut haben.

Altstadt Samta Maria

Auch der 230V Backofen hat heute ein neues Zuhause gefunden – eine portugiesische Mülltonne. Ca. sieben Jahre alt ist er geworden.

Letzter Stausee in Portugal

Noch einmal richtig am See stehen.

Die letzte Station in Portugal muss noch einmal ein Stausee sein. Letzten Sommer standen wir hier schon bei über 40°C im Schatten. Jetzt ists mit 25 Grad fast zu kühl, denn der Wind pfeift uns (immer noch) kräftig um die Ohren.

Der Wind kommt aus so einem schlechten Winkel, dass die Dachluke den ganzen Tag pfeift. Abhilfe schafft folgende Konstruktion:
Schon ist die Luke wieder ruhig.

Da der Wind nicht besser wurde und die ständige Geräuschkulisse uns langsam auf die Ohren ging, beschlossen wir nach zwei Tagen ins Eichenwäldchen etwas oberhalb des Sees umzuziehen.

Auf grüner Wiese und zwischen Bäumen ist auch mal ganz nett.

Wie immer im Leben, so auch heute: Kaum sind wir umgezogen ist auch der Wind weg. Nicht nur bei uns, sondern auch unten am See ist es jetzt windstill. Die Wellen legen sich langsam.

Wir hängen noch ein paar Tage dran, denn ich habe in Elvas eine neue Kaffeemaschine bestellt. Bevor wir das Ding ins neue Womo übernehmen, können wir jetzt auf der Reise nach Deutschland noch die „Fahrtauglichkeit“ der Maschine testen.

Es gibt wieder Kaffee!

Endlich ist sie dann da, ich fahre kurz nach Elvas und hole sie ab.

Der Letzte Sonnenaufgang in Portugal

Das war unser letzten Sonnenaufgang in Portugal, einen Tag später verlassen wir den See bei Regen. Wir fahren nach Elvas zum Intermarché. Während Tanja einkaufen geht, fülle ich Wasser auf. Dicke Wolken hängen am Himmel, die Stimmung ist irgendwie ähnlich.

Hallo Spanien

Es regnet immer noch, wir besorgen in Badajoz neue Scheibenwischer für den Ducato. Ein Investition, die sich noch richtig lohnen wird.

Alte Straße zum See

Nördlich von Cáceres fahren wir an einen Stausee. Eine alte Straße die durch den Stausee überflutet wurde, bringt uns bis ans Ufer.

Leider ist alles ziemlich schräg und wir parken letztendlich weiter oben zwischen den Bäumen.
Dicke Wolken, aber eine schöne Aussicht
Embalse de José María Oriol

Durch Spanien auf der N110

Morgenspaziergang

Endlich scheint wieder die Sonne, wir machen uns fertig und wollen weiter.
Dieses Mal wollen wir aber nicht die langweilige Autobahn A62 von Salamanca nach Burgos nehmen, sondern etwas südlich der N110 folgen. Landschaftlich auf jeden Fall die reizvollere Strecke.

Bevor es aber los geht, merken wir, dass die Computer nicht mehr geladen werden. Als ich den Sicherungskasten öffne, riecht es verschmort. Was ist passiert?

Die 10A Sicherung für die Notebooks

Die Sicherung wurde warm, ist geschmolzen und verlor den Kontakt. Dadurch wurde sie erst noch wärmer was zu dem Geruch führte. Der Fehler war schnell behoben, langsam gehen wir mir die historischen Sicherungen aus, aber zur Not passen hier auch Kugelschreiber Federn 😉

Typisch Spanien – lange gerade Straßen

Die N110 ist gut zu befahren und das Bergpanorama ist schön zu anzusehen. Alle paar Kilometer gibt es braune Hinweisschilder, die eine Sehenswürdigkeit entlang der Strecke ankündigen. Vor allem Wasserfälle in den Seitentälern scheinen hier zahlreich vertreten zu sein.

Die N110 schlängelt sich entlang dem Rio Jerte in die Berge

Wir parken auf einem wilden Gelände, das mit Straßen durchzogen ist. Die aber schon lange wieder am verfallen sind.

Ein einfacher Platz an der N110

Von hier aus wollten wir eigentlich eine kleine Wanderung machen, aber ein kleines Problem stellt sich dazwischen. Wasser kommt unter der Sitzbank heraus. Da wo sich die Wasser-Tanks befinden. Ich befürchte schon das schlimmste, aber es ist mal wieder nur die Wasserpumpe. Jetzt weiß ich auch, warum die Pumpe die letzten Tage immer Luft gefördert hat, die O-Ringe an den Schlauchanschlüssen sind undicht.
Zum Glück habe ich ein O-Ring Sortiment dabei. Das hat mir schön öfter geholfen.

Diese O-Ringe haben mich schon oft gerettet.

Ich tausche die O-Ringe aus, die Pumpe pumpte wieder richtig, aber dicht ist sie immer noch nicht. Die Ursache war zwar schnell gefunden aber die Lösung war schwieriger. Denn der O-Ring am Druckschalter hat ein anderes Maß und ist nicht im Sortiment enthalten.

Ich behelfe mir auf eine andere Art, die hervorragend funktioniert:
O-Ringe die unbeschädigt aber undicht sind, haben sich mit der Zeit platt gedrückt. Sie sind einfach nicht mehr ganz rund. Jetzt fehlt die Spannung zum Abdichten.
Ich habe jetzt eine Umdrehung PTFE Dichtband in die Nut gelegt. Da das Band deutlich breiter ist, haben ich alles Band in die Nut geschoben und dann den Dichtring darüber gerollt. So sieht das dann fertig aus:

Kleiner O-Ring am Druckschalter

Seither ist die Pumpe wieder zu 100% dicht, die Reise kann also weiter gehen.

Es wird bitter kalt

Die Straße windet sich steil nach oben.

Es geht in die Berge

Die Temperaturen fallen, die Bäume werden immer kahler und die Wolken immer dichter. Es sieht aus wie an einem kalten Novembertag und so fühlt es sich auch an.

Mich friert es schon beim reinen Anblick

Ich drehe die Heizung weiter auf und hoffe, dass es nicht so kalt bleiben wird. Wir finden einen Platz an einem Bach auf etwa 1000 Meter. Als sich die Woken am Nachmittag endlich verziehen ist es im Windschatten zwar warm, aber die Luft hat nur 11°C. Die Zeit von T-Shirt und kurzer Hose nun vorbei.

Hochebene auf 1000 Meter.

Wir wandern etwas den Fluss entlang, denn laut Satellitenbild soll es hier etwas zu entdecken geben.

Überreste einer römischen Siedlung

Wir befinden uns am Rand einer römischen Siedlung. Hier gibt es Brunnen, Wassermühlen, Ruinen und eine gut erhaltene Steinbogen-Brücke.

Römische Brücke

Hier ist es super schön, wenn ich nur nicht so frieren würde. Und es sollte noch schlimmer noch kommen! Denn als wir weiter fahren wollen, sieht es draußen so aus:

Es musste ja so kommen

Und das Wetter meint es wirklich ernst! Die kompletten 200 Kilometer durch das spanische Inland werden wir von mehr oder weniger starken Schneefall begleitet. Aber lieber Schnee als dieser hässliche Nordwind, den man hier oben auch oft haben kann.

Der spanische Räumdienst ist vorbildlich auf die Situation vorbereitet, an sämtlichen Steigungen stehen Räumfahrzeuge bereit, die dann je nach Bedarf schnell eingreifen können.

Räumfahrzeuge stehen schon bereit

Auch wenn es kein richtiges Schneechaos wird, so kommen mir über den Tag unzählige Räumfahrzeuge entgegen.

Spanien in weiß – auch mal schön
Kurz vor dem Ziel, 5cm Schnee auf der Straße.

130 Kilometer südlich von Burgos, auf 1300 Meter Höhe beenden wir unseren Fahrtag. Auf den Nebenstrecken liegt eine geschlossene Schneedecke und Tanja kommt mit den Sommerreifen auf dem Ducato nicht mehr weiter. Bei Tanja war damals die Frage ob man die Sommerreifen runter fährt oder neue Winterreifen kauft – jetzt haben wir den Salat.

Genug für heute
Zwei Sekunden Sonne am Abend

Der nächste Tag verläuft wesentlich entspannter. Wir beschließen die Bergtour in Spanien zu verschieben und fahren ab jetzt auf Frankreich zu. Die 200 Kilometer Autobahn sahen in etwa so aus:

In der Nähe von Miranda de Ebro parken wir an einer kleinen Kapelle auf einem Hügel. Hier ist es nicht nur sehr ruhig, sondern wir haben auch eine tolle Aussicht und dazu noch gutes Internet. Ein perfekter Platz für uns.

Dies war auch unsere letzte Übernachtung in Spanien.

Tschüss Winter – Hallo Frankreich

Jetzt folgt die letzte Etappe durch Spanien. Solange es regnet können wir auch fahren. Wir verlassen heute Spanien und suchen uns einen Platz am Atlantik in Frankreich.

Berge im Baskenland

In Ondres-Plage werden wir fündig. Nicht besonders schön aber immerhin kostenlos. Es ist ein Stellplatz für Wohnmobile, der wohl nur im Sommer in Betrieb ist.

Strandparkplatz Ondres Plage

Ein Tag Pause am Atlantikstrand

Abschied vom Atlantik

Wir legen einen Tag Pause ein, denn es ist Montag, Wohnmobil Hochsaison und zu allem Überfluss schon wieder Zeit für die allmonatliche Buchhaltung. Die Fahrtage sind gerade ganz schön anstrengend, denn neben dem Fahren will auch noch mein Shop betreut werden und Kunden rufen an.

Bürotag (Monitorinhalt Beispielhaft 😉

Wein aus Bordeaux

Dass wir die Tour in 200km Etappen fahren hat sich als gut erwiesen. Ich stehe um 6 Uhr auf, kann bis 9 Uhr das wichtigste abarbeiten, dann zweieinhalb Stunden fahren und die neu aufgelaufen Emails beantworten. Und schon ist so ein Tag wieder zu Ende. Nördlich von Bordeaux besuchen wir in einem kleinen Ort (Name mal wieder vergessen) einen Stellplatz am Friedhof.

Sonnenuntergang in den Weinreben

Hier gehe ich auch tanken. Die letzte Tankfüllung war zu 98% Autobahn und das schlägt sich sichtbar im Verbrauch nieder. Lag der Verbrauch bisher immer über 17 Liter so kann ich auf der Autobahn mit weniger als 15 Liter fahren. Keine Kreisverkehre, Bremshügel und auch kein Offroad wird der Grund sein.

Stausee bei Limoges

Auf unserem Weg durch Frankreich folgen wir im groben meiner mautfreien Route durch Frankreich. Da wir jedoch kürze Etappen fahren, bauen wir ein paar neue Plätze ein.

Stausee bei Limoges

Meli und Lyggie von Allzeit-bereift kommen uns besuchen. Wir sind ja beide auf dem Weg nach Deutschland zum bevorstehenden Fahrzeugwechsel.

Montluçon

Weitere 200 Kilometer später erreichen wir die Halbzeit auf der Strecke durch Frankreich. Von hier sind es noch 500 Kilometer bis Deutschland.

Montluçon am Canal de Berry

Dieser Platz ist ganz nett unter Bäumen entlang dem ehemaligen Kanal. Langsam wirds auch Zeit für Deutschland ein paar Termine zu planen. Der erste soll in Breisach bei einem Händler für ATV´s sein. Als ich dort anrufe stellt sich heraus, dass wir nicht wie erst geplant am Dienstag kommen, sondern besser schon am kommenden Montag dort aufkreuzen sollten. Für uns heißt das: Aus drei werden zwei Etappen. Zum Glück ist Wochenende.

Am Fluss Daubs

310 Kilometer waren es heute. Wir sind auf zwei Etappen gefahren und haben uns nach zwei Dritteln der Strecke zu einer längeren Pause mit Mittagessen getroffen. Hier muss man also schon am Morgen wissen, wann man am Mittag müde ist und wo man essen möchte. Mit „einem“ Auto wäre das alles einfacher. Für Tanja war die Strecke dazu noch furchtbar öde, da viel Strecke nur einspurig und auf 80km/h begrenzt ist. Für mich macht es wenig Unterschied ob ich nun 80 oder 90 fahre, ich folge einfach den LKWs vor mir – das spart sogar noch Sprit.

Während der Fahrt laufen auf Youtube Dokus. Dokumentationen eignen sich als Zeitvertreib ähnlich gut wie Hörspiele beim Fahren. Die Zeit vergeht deutlich schneller.
Zwischen Dole und Besançon parken wir neben einem kleinen Sportplatz direkt am Fluss Le Doubs. Zwischen Kanal und Fluss stehen wir ruhig und dazu noch recht schön.

Schleuse am Rhein-Rhône-Kanal
Zwischen Fluss und Kanal
Sonnenaufgang am Kanal

Die letzten 205 Kilometer

Die Hügel, Ortsdurchfahrten und unzähligen Kreisverkehre im Doubstal kenne ich schon, daher fahren wir kurz vor Besançon auf die Autobahn und überqueren die Vogesen recht schnell und unkompliziert. Auf einer Rhein-Insel mit Blick auf Breisach endet nicht nur der Tag sonder auch dieser Blogpost. Auf den letzten 500 Meter bis Deutschland wird wohl nicht mehr so wahnsinnig viel spanendes passieren.

Ein Bild habe ich schon mal vorab für euch. Es hat 3°C und nieselt vor sich hin – aber wir freuen uns, dass es nicht schneit.

Am Rhein mit Blick auf Deutschland

Fazit

Endlich ist auch diese Tour zu ende! Seit dem 1.April, also in zwei Wochen, sind wir über 2300 Kilometer gefahren. Nur selten haben wir mal einen Tag Pause gemacht.
Früher bin ich immer so gereist. 3000 Kilometer durch Kroatien in zwei Wochen, waren normal. Heute sehe ich das etwas anders und ich bin froh, dass sich jetzt einiges ändern wird.

So schön zwei Autos auch sind, aber auf langen Strecken macht es keinen Spaß. Auch spontane Zieländerungen während der Fahrt sind mit einem Auto deutlich einfacher – wie wir schon in Marokko erfolgreich testen konnten. Ich freue mich daher jetzt auf das neue Womo mit integriertem Beiboot.

Zurück in Deutschland, wie ist das eigentlich mit dem TÜV?

Unsere Wohnmobile waren auf der fast 3 jährigen Reise durch Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko nun drei Jahre nicht in Deutschland. Dementsprechend ist beim Vario schon 2 Jahre der TÜV und ein Jahr die Gas-Prüfung abgelaufen. Darf man denn so überhaupt fahren?

Ja natürlich darf ich im Ausland ohne TÜV fahren! TÜV ist ein rein deutsches Ding und nur in Deutschland gültig. In den anderen Ländern wird es zwar akzeptiert aber wenn dem Polizisten bei einer Kontrolle mein Auto nicht gefällt, dann kann er mich trotz gültiger deutscher Plakette zur technischen Kontrolle bitten – genauso ist es auch, wenn der TÜV abgelaufen ist. Eine Strafe wegen abgelaufenem TÜV darf im Ausland nicht verhängt werden. Zweimal wurden wir in Portugal kontrolliert und jedes mal wurden wir auch auf den TÜV angesprochen – aber beide Kontrollen blieben ohne Folgen.

Ja aber ohne TÜV hat man doch gar keinen Versicherungsschutz!

Das stimmt so nicht. Die Allianz bringt es auf den Punkt:

…Der Versicherungsschutz für Ihr Fahrzeug besteht auch dann weiter, wenn die TÜV-Plakette abgelaufen ist. Allerdings kann Ihre Autoversicherung Sie als Versicherungsnehmer bei einem Unfall in Regress nehmen und am Schadenersatz beteiligen. Dafür muss ein Gutachter nachweisen, dass Mängel an Ihrem Wagen bei einer termingerechten TÜV-Untersuchung festgestellt worden wären und der Schaden dadurch hätte vermieden werden können.

Das Fahren eines Pkw mit abgelaufenem TÜV wird als leichte Fahrlässigkeit gewertet. Grob fahrlässig wäre es, wenn Sie mit abgelaufenem TÜV unterwegs sind und wissen, dass an Ihrem Auto etwas defekt ist. Einige Versicherungen schließen die Schutzleistung in diesem Fall von vornherein aus….
Quelle: https://www.allianz.de/auto/kfz-versicherung/zahlt-versicherung-bei-abgelaufenem-tuev/

Nun sind wir also wieder „in der Heimat“. Eine Reise, die so nie geplant war endet hier. Es war schon ziemlich schön und sollte echt bald wiederholt werden.
Zum Glück stehen wir nicht am Ende einer Reise, sondern eigentlich kurz vor dem Beginn einer neuen Reise. Wir müssen nur noch kurz das Eiwola ausbauen und dann geht´s ja schon weiter – in 6 Monaten oder so.

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