Mit Pauken und Trompeten kommt der Herbst. Besser würde aber passen: mit einem großen Feuerwerk. Am letzten Tag, bevor nach 5 Monaten nun endlich der heiß ersehnte Regen eintrifft, steht noch einmal halb Portugal in Flammen. Über 300 Feuer brechen alle Rekorde in diesem Jahr. Kein schöner Abschluss für einen so schönen Sommer. Wir gedenken der Toten und Verletzten, die den letzten Feuern noch zum Opfer fallen mussten.

Pfützen Spiegelung Wald

Nach dem Regen im Wald

In der Nacht zum Dienstag ging es auf einmal los, ein Geräusch, das wir schon gar nicht mehr kannten. Es tröpfelt auf dem Dach und ging dann tatsächlich richtig in Regen über. Lange hielt der Spaß aber nicht an.
Als ich am nächsten Morgen wach werde, hängt wieder dicker Nebel hier im Tal und es riecht sehr verbrannt. Ich schaue daher zuerst auf der portugiesischen Feuerseite, ob es bei uns in der Nähe etwa brennen würde. Aber Entwarnung. In ganz Portugal ist kein Feuer mehr aktiv, ein paar Stellen sind zwar noch unter Beobachtung, aber die große Gefahr war endlich gebannt. Der Regen war in den Regionen mit den größten Feuern am reichhaltigsten, was die Löscharbeiten wohl stark beschleunigte. Hier bei uns war der Boden wenigstens mal feucht geworden und kann sich nun für die weitere Wasseraufnahme vorbereiten.
Nach der Entwarnung konnte ich beruhigt meinen Morgenspaziergang machen.

Nebelmorgen

Mystischer Nebelmorgen nach dem ersten Regen

Über den Tag hatten wir schönes Wetter mit einem schönen Sonne-Wolken-Mix, und ziemlich viel Wind. Es war zwar kein Sturm, wie wir ihn aus der Winterzeit kennen, wo Tische und Stühle durch die Gegend fliegen, aber immerhin mehr Wind als die vergangenen Monate.

Am Abend kommt das nächste Regenband durch. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich wirklich mal über Regen freuen würde. Aber es ist echt mal eine Abwechslung, die auch mal ganz nett sein kann. Wir sitzen im Womo, es ist dunkel, und der Regen prasselt aufs Womodach.

So wie es bisher aussieht waren meine Dichtaktionen der letzten Wochen erfolgreich. Zumindest am Fenster ist bisher kein neuer Wasserbruch zu erkennen.

Streetart

TIME FOR TIMELESS TIMES – schön wenn man es hat!

Möge es diesen Winter bitte viel regnen, damit die Stauseen alle wieder voll werden, denn Wasser ist in diesem heißen Land im Sommer absolute Pflicht. Nicht nur für die Tiere, sondern auch für uns Menschen. Könnten wir nicht alle paar Stunden zum Abkühlen in den See springen, würden wir die Temperaturen nicht so toll finden.
Die restliche Woche verläuft wenig spektakulär. Wenig Sonne, viele Wolken und immer wieder mal etwas Regen. Am Freitag ließ sich die Sonne fast gar nicht blicken, und ich bekomme fast schon wieder Schlechtwetterdepressionen. Wenigstens ist es mit 18-22 Grad noch nicht ganz so kalt.

Besuch aus Deutschland

Davy Mausebein

Klaus ist wieder in Portugal und stattet uns einen Besuch ab. Mit im Gepäck hat er 10 Packungen Maultaschen, welche wir in Portugal bisher nirgends finden konnten. Tanja bekocht uns, und schon sind die ersten 3 Packen verzehrt. Die restlichen werden wohl in den nächsten Tagen folgen 😊
Max freut sich, dass Davy wieder hier ist. Die zwei sind immer noch die besten Freunde und spielen gerne zusammen.

Auf in den Kampf!

Sieht wild aus, größere Verletzungen bleiben meist aus 😉

Tiere in Portugal

Dieses Mal nicht im Womo, sondern an einem Grasbüschel gefunden – eine Gottesanbeterin. Wir saßen gerade zusammen draußen, als irgendetwas auf mir landet. Als ich dann mit der Taschenlampe die Umgebung absuchte, habe sie entdeckt. Sie war mit Körperpflege beschäftigt und ich hatte viel Zeit sie zu fotografieren. So ganz einfach ist das natürlich nicht mitten in der Nacht.

Diva

Strom ist wieder ein Thema

Solarstrom und der Ladezustand der Batterien wird wieder zum Thema. Die 950Wp Solarleistung sind jetzt gefordert und jede Amperestunde ist wichtig. An so Tagen wie am Freitag, wo fast keine Sonne zu sehen ist, kommen trotzdem noch 1,26kWh von Dach, ein guter Wert, damit können wir leben. Der Ladezustand der Batterie schwankt so hin und her und alles ist noch im grünen Bereich.
Trotzdem ist der Wechselrichter jetzt keine 24 Stunden mehr in Betrieb und nachts werden unnötige Verbraucher abgeschaltet. Einzig der Kühlschrank, Venus GX und Internetrouter bleiben in Betrieb.

Ladezustand der Batterie in den letzten 7 Tagen

Am Samstag kommt die Sonne wieder heraus und die Temperaturen steigen auf 24 Grad. Die Schlechtwettertage sind sofort vergessen und wir genießen jetzt das Wochenende.
Wie ich gerade so feststelle, stehen wir schon wieder über 2 Wochen an einem Platz. Einmal war jetzt tatsächlich sogar die GNR (Polizei) hier und hat geschaut ob bei uns alles ok ist. Sie haben uns noch einen schönen Urlaub gewünscht und seither haben wir sie nicht mehr gesehen.

holzofen

Sonntagmorgen, nach einer kalten Nacht.

Die Nacht auf den Sonntag war klar und kalt. Über dem See steigt Nebel auf – über dem Womo auch, denn der Holzofen darf heute auch mal wieder etwas tun. Einfach nur schön hier!
Für die kommende Woche ist wieder schönes Oktoberwetter gemeldet – mit Temperaturen bis 26 Grad.

Mit dem nachfolgenden Bild von heute Morgen möchte ich mich verabschieden. Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und eine gute neue Woche.

sunrise

Sonntagmorgen, die Sonne geht auf.

Der Herbst ist da und wir sind zurück im Alentejo
Extrem heiß, ziemlich nass und ein quiekender Hund

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