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AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Dieses Mal gibt es wieder extra viele Bilder, weil wir in den letzten zwei Wochen soooo viele tolle Dinge erlebt haben. Ich bin immer wieder erstaunt – da reisen wir schon so lange durchs Land und finden immer wieder neue Orte. Wir waren in großen Verteidigungsanlagen, haben Schiffswracks erkundet, besuchten die langen Strände der Westküste von Portugal und besuchten ein ganz süßes Fest in Grândola. Unser Vorgehen, eine Region nie komplett zu erkunden, bewährt sich. So können wir zum x-ten Mal durch den Alentejo fahren und wieder neue Orte entdecken.

Bevor es nun los geht, noch eine Info: Wie auch schon im letzten Blogartikel sind alle Bilder anklickbar und können dann in voller Auflösung bis zu 4K angeschaut werden. Dass hat jedoch zur Folge, dass die Vorschaubilder im Text recht unscharf und matschig sind. An einer praktikablen Lösung arbeiten wir nach wie vor – Tipps sind natürlich auch willkommen.

Alentejo – wir kommen

Nach der Erholungszeit am See wird’s nun Zeit weiter gen Süden zu reisen. Der Herbst ist schon deutlich zu spüren, Kälte macht sich breit.

Auf dem Weg nach Castelo Branco
Übernachten in Castelo Branco

Über Castelo Branco, wo wir eine Nacht verbringen, fahren wir weiter Richtung Elvas. Wir wollen noch einmal an diesen See, wo wir im Sommer die Woche mit 40°C ausgesessen haben. Ich bin schon gespannt wie sich die Landschaft hier in den letzten Monaten verändert hat.

Anfahrt zum See: Schwere Autos müssen das Tor nehmen.

Lang nach Sonnenuntergang erreichen wir das Ziel, zum Glück kenne ich die Strecke schon und weiß was mich hier alles so erwartet.

Bei Nacht über diesen Weg? Lieber doch nicht
Unser Platz am See

Der Platz ist toll. Selbst im Sommer waren hier schon fast keine anderen Menschen und jetzt erst recht. Der Wasserstand ist seit Juli gar nicht mehr so stark gefallen, ich hätte es mir schlimmer vorgestellt.

Der Regen hat auch seine guten Seiten: Portugal wird wieder grün.

Elvas

Blick von unserem Übernachtungsplatz auf Elvas.

Nach ein paar ruhigen Tagen (man soll es ja nicht gleich übertreiben mit dem Reisen) fahren wir dann weiter nach Elvas. Tanja legt einen Shoppingtag in Badajoz ein, ich vertreibe mir Zeit in Elvas mit etwas Sightseeing.

Westliches Stadttor von Elvas
enge Gassen
Kleiner Park
Alter Baustil
Praça da República mit der Kirche „Igreja de N. Senhora da Assunção“
(ja, auch solche Bilder kann man mit 50mm Festbrennweite machen)

Elvas Forte de Nossa Senhora da Graça

Nördlich von Elvas befindet sich die Festung Forte da Graça. Sie war früher von großer Bedeutung und ist seit den 60er Jahren verlassen. Im Internet konnte man viele Bilder von der verlassenen Festung finden – ein Lost Place der Extraklasse. Wie sich aber schon bei der Recherche in Google Maps herausstellte, ist hier kein Lostplace mehr. Die Anlage wurde für 4,5 Millionen Euro neu gestrichen und etwas aufgehübscht, und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wirklich sehenswert!

Blick vom äußersten Festungsgürtel nach innen.
Alle Räume sind zugänglich und wurden vom LostPlace Charme befreit.
Die Anlage ist echt riesig groß.
Blick von der Mitte nach Elvas.

Übernachtet haben wir übrigens nicht wie früher schon mal am Aqueduto da Amoreira sondern auf dem Parkplatz unterhalb vom Forte de Nossa Senhora da Graça.

„Mein Max ist der Beste“
Aqueduto da Amoreira

Mehr zu Elvas auf Portugalismo

Stausee bei Evora

Im Frühjahr 2017 standen wir schon einmal hier.

Nach Elvas haben wir die Westküste ins Auge gefasst. Tanja wollte auf Porto Covo zusteuern, ich habe aber andere Pläne. Seit ein paar Wochen habe ich nämlich zwei Schiffswracks im Kopf, die ich zu gerne noch besucht hätte. Seit über einem Jahr suche ich nach den Wracks und durch Zufall habe ich endlich deren genaue Position herausfinden können.

Ein YouTube Video und der Abgleich mit Google Maps führten mich zum Erfolg. Da es jedoch von Elvas knapp 200 Kilometer bis an die Küste sind, haben wir bei Evora, auf halber Strecke, eine Übernachtung an einem See eingelegt. Ein Esel steht hier mit seiner Mutter am Baum, wir glauben die gehören zu dem, der im Wohnwagen lebt.

Nanu, ein Esel?

Setúbal – Lost Places

Ich bin wieder in meinem Element, denn es gibt wieder etwas zu endtecken! Schon auf der Strecke nach Setubal zieht eine verlassene Fabrik nach der anderen an mir vorbei.

Als ich dann auch noch ein offenes Tor finde, werde ich schwach und halte doch an. Nur ganz kurz mal schauen …

Aber lange verweile ich hier nicht, denn ich habe ein viel interessanteres Ziel. Auf mich warten ja immer noch die zwei Schiffe.

Ziel erreicht. Die sind leicht zu finden.

Die Recordação & Expresso

Die Recordação & Expresso

Geschichte: Die „Recordação“ ist eines der letzten gebauten Holzboote dieser Klasse. Ursprünglich wurde sie von Jerónimo Rodrigues Durão (1961-1975) als Tejofähre südlich Lissabon betrieben. Nach der Nelkenrevolution 1975 wurden alle Fährgesellschaften unter dem Namen „Transtejo“ verstaatlicht. Dort lief die Recordação noch bis 1983 weiter und wurde dann unter der Fährgesellschaft „Transado“ von 1983 bis zum Konkurs 2008 zwischen Setúbal und Troia betrieben. Seither liegt sie mit ihrer Schwester, der Autofähre „Expresso“, am Ufer des Sado.

Recordação – S-1084-TL
  • Offizielle Nummer – S-1084-TL
  • Baujahr – 1961
  • Erbauer – Gesellschaft für Bau- und Schiffsreparaturen, Arrentela
  • Bruttoraumzahl – 211 t
  • Nettotonnage – 85 t
  • Gesamtlänge – 25,82 m
  • Mund – 7,80 m
  • Pontal – 2,76 m
  • Antrieb – 1 x MWM, 525 PS
  • Geschwindigkeit – 10 Knoten
  • Kapazität – 518 Passagiere + 4 Crew
recordacao
10 Jahre liegen die zwei schon hier – mal sehen wir lange noch.

Expresso S-1005-TL

Expresso S-1005-TL Setubal
Expresso S-1005-TL

Über die Autofähre EXPRESSO, die neben der Recordação liegt, konnte ich nicht so viel in Erfahrung bringen. Nicht einmal das Baujahr 1971 ist sicher.

Expresso
Autodeck der EXPRESSO

So eine Fähre hat sicher auch einen Motor, oder? Der Weg ist schwierig und glitschig, aber ich habe sie gefunden:

Der Maschinenraum der Expresso Autofähre

Die Fähre ist eigentlich ab der Mitte genau gespiegelt. Da sie zwischen den Ufern nur pendelt und nicht drehen muss, ist alles doppelt vorhanden. So auch der Maschinenraum mit insgesamt 4 Motoren.

Weitere Lost Places um Setúbal

Halb zerfallene Villa in bester Lage

In dieser Gegend gibt es noch mehr zu entdecken – zum Beispiel eine alte Villa direkt an der Küste mit tollem Blick auf das Meer, oder eine Militäranlage, die leider gerade an dem Tag von der Polizei neu verriegelt wurde, als ich sie besichtigen wollte. Glück, dass ich nicht gerade da drin war.

Alle Spots kannst du im nachfolgenden Video (nicht von mir) sehen.

Lost Places Portugal

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Troia und Comporta

Nachdem wir auf dieser Seite des Sado alles erkundet haben, überlegen wir, ob wir besser über den Landweg nach Comporta fahren, oder mit der Fähre nach Troia übersetzen sollen. Auf der Strecke zwischen Troia und Comporta waren wir noch nicht und laut Google Maps gab es hier neben den Römischen Ruinen noch ein bis zwei Möglichkeiten wo man vielleicht eine Nacht verbringen könnte.

Hafenschlepper

Wir nehmen die Fähre, das erspart uns auch gleich die nicht so guten Straßen rund um Alcacer do Sal.

Mit zwei Womos Fähre fahren ist jetzt nicht gerade die günstigste Angelegenheit.

Wie sich dann aber herausstellt ist die Gegend zwischen Comporta bis Troia eine absolut Womofeindliche Gegend. Hier sind die Reichen und Schönen zuhause und die Touris…

Am Praia Comporta übernachten wir eine Nacht auf dem Strandparkplatz. Hundekind Ziva sieht hier zum ersten Mal das Meer.

Meer ….
Ich glaube jeder Hund liebt Sandstrände. Max und Ziva haben auf jeden Fall ihren Spaß.

Am nächsten Tag fahren wir dann am nächsten weiter nach Comporta auf den Stellplatz wo wir die Maudolftruppe treffen.

Stellplatz Comporta

Cais Palafítico da Carrasqueira

Etwas nördlich von Comporta gibt es noch ein kleines Highlight, welches man sich durchaus anschauen kann, wenn man gerade in der Gegend ist. Und zwar die Stege von Carrasqueira. Zum Fotografieren eine ganz tolle Lokation – gerade Langzeitbelichtungen kommen hier super.

Cais Palafítico da Carrasqueira
Cais Palafítico da Carrasqueira
Sonnenuntergang am Cais Palafítico da Carrasqueira

Alle Bilder vom Cais Palafítico da Carrasqueira

Westküste

Comporta selbst hatte für uns nur wenig zu bieten, weshalb wir uns auch schnell wieder vom Acker machen und weiter südlich an die Küste verdrücken.

Das schlechte Wetter sorgt für hohe Wellen.
Die Hunde liebe es am Strand zu toben. Max und Ziva werden langsam ein Team.
Der perfekte Strand
Beste Freunde

Gott sei dank vertragen sich die Zwei wenigstens. Bilder oder Momente wie dieser sind ganz besonders toll:

zum Hundevideo

Schokofest in Grândola

Dieses Wochenende ist in Grândola „Feira da Chocolate“, da wollen wir hin. Heute ein paar Kilometer zu fahren kann auch gar nicht schaden, denn heute Morgen hatte sich meine Stromversorgung wegen Unterspannung abgeschaltet. Die Batterien sind mangels Solarertrag leer. Auch 950Wp Solarleistung können zu wenig sein.

Heute freue ich mich wieder über den Ladebooster.

Neben dem Schokofest hat es ausreichend Parkplätze die aber in keinster Weise irgendwie schön wären. Für eine Nacht ist ok, zumal wir hier ja nicht Urlaub machen wollen.

Parkplatz mit V&E für Wohnmobile in Grândola

Wobei Grândola für Portugal sehr bedeutend ist, bzw. ein ganz spezielles Lied.

Grandola – Vila Morena

Grandola ist in Portugal sehr bekannt. Denn am 25. April 1974 wurde kurz nach Mitternacht das offiziell verbotene Lied Grândola, Vila Morena im Radio gesendet: Dies war das vereinbarte Signal für die eingeweihten Soldaten und Zivilisten des Movimento das Forças Armadas (MFA), sich gegen die Diktatur zu erheben – die Nelkenrevolution begann.

José Afonso (* 2. August 1929 in Aveiro, Portugal; † 23. Februar 1987 in Setúbal), auch genannt Zeca Afonso oder nur Zeca, war einer der bedeutendsten Sänger und Komponisten Portugals. Sein Lied Grândola, Vila Morena wurde zum Startsignal für die friedliche Nelkenrevolution im Jahre 1974.

grandola vila morena
Am Ortseingang aus Richtung Lissabon kommend befindet sich daher eine große Gedenktafel zum 25 jährigen Jubiläum.

Zeca Afonso – Grândola, Vila Morena

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Schokofest in Grândola

Das Fest muss man sich so vorstellen: Jeder der irgendetwas mit Schokolade oder einem Bestandteil davon zu tun hat, hat einen Stand und zeigt oder verkauft seine Produkte. Zucker ist so ein Bestandteil von Schokolade und somit steht die Welt offen für alle portugiesischen Leckereien, die alle nicht schlecht sind – auch wenn sie meist keine Schokolade enthalten. Wie zum Beispiel auch Fidalgo, was im Groben aus Eigelb mit Ei und Zucker und Eigelb besteht.

Fidalgo: Eigelb + Zucker + Zucker und Eigelb + Eier

Richtig gut war die Feuershow am späten Abend:

Feuershow später am Abend
Feira da Chocolate
In diesem Sinne – eine gute Zeit

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