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Der Frühling kommt und die ersten warmen Tage machen Lust auf Aktivitäten in der Natur. Ich träume von einem Fortbewegungsmittel, das keinen Lärm macht. Bei der Erörterung der Möglichkeiten bin ich vom Micro-Auto über X-Bus, Motorrad zum E-Scooter am Ende beim Fahrrad gelandet. Ein Fahrrad fährt auch noch mit einem leeren Akku, und man tut etwas für die Gesundheit. Bewegung soll ja bekanntlich nicht schaden. Am Ende ist es mir fast egal, womit ich unterwegs bin. Wichtig ist, dass es Räder hat. So entstand in meinem Kopf die fixe Idee, ein Fahrrad zu kaufen.

Ein e-Mountainbike muss her

Unser portugiesisches Grundstück liegt etwas abgelegen am Ende einer 2 Kilometer langen Sand-Geröll-Felspiste. Für Fahrzeuge ohne Allradantrieb und ausreichend Bodenfreiheit stellt das Befahren eine Herausforderung dar. Mit dem Fahrrad ist die Gefahr wegzurutschen noch größer. Alleine dieser Umstand gibt genug Grund, zu einem Mountainbike zu greifen.

Vor zehn Jahren habe ich bereits E-Bikes gefahren, daher weiß ich, was mich in etwa erwartet. Die Technik hat sich aber weiterentwickelt und was heute der aktuelle Stand ist, wollte ich vor dem Kauf gerne ausprobieren. Der Fahrradladen im nächst größeren Ort bot auch einen Fahrradverleih an und wenn man danach ein Fahrrad kauft, ist dies sogar kostenfrei. Also miete ich mir für ein Wochenende ein E-Bike mit Bosch CX Motor.

Es ist seltsam, nach neun Jahren wieder auf einem Fahrrad zu sitzen. Aber ich gewöhne mich schnell daran und bin beeindruckt, wie sich die Technik in den letzten Jahren doch verbessert hat. So ist es heute möglich, dass ein völlig untrainierter Mensch mal eben 20 Kilometer mit 400 hm mit nicht mal 15% Batterieverbrauch bewältigen kann.

Nach dem Fahrradwochenende war ich auf jeden Fall restlos begeistert und stand am Montag beim Fahrradhändler, um das Leihrad gegen ein eigenes Bike zu tauschen.

Das neue E-Bike

Wir begrüßen ein GIANT E-Bike was sich "TRANCE X E+ 1" nennt. Es hat 29" Räder, einen Yamaha powered Antrieb mit einem 750Wh Akku, 12 Gänge und eine Vollfederung. Gebaut ist es für den extremen Einsatz wie Downhill usw. Also genau richtig für mich, damit es nicht ganz so schnell kaputt geht.

Ein paar Umbauten müssen natürlich noch gemacht werden. Denn ich will schon etwas mehr Straßentauglichkeit haben und daher muss ich an der Sitzposition arbeiten. Der Lenker muss ein gutes Stück nach oben, ein passender Sattel, Griffe usw. sind Pflicht, wenn das Fahrrad auch auf langen Strecken bequem sein soll.

Umbau auf Giant RideControl Dash

Im Laden hat es sich natürlich toll angehört, dass man das Rad per App steuern kann. Für Updates und um die Motorleistung an die eigenen Wünsche anpassen zu können, ist die Smartphone-App eine tolle Sache. Die eingebaute Navigation ist natürlich nur in der Stadt und auf der Straße zu gebrauchen. Möchte sich auch im Gelände führen lassen, kann ich die App Komoot empfehlen.

Egal, ob man die Ride Control App oder Komoot nutzt, warum gibt es an einem e-MTB weder Smartphone-Halter noch eine Lademöglichkeit für selbiges? Beides habe ich nachgerüstet:

Ride Control Dash mit QUAD LOCK Handyhalter und Ladekabel

Der QUAD LOCK Smartphone Halter ist super. Er ist so toll, dass ich auch unsere ATV´s und den Bagger damit ausgerüstet habe. Leider funktioniert das System nur mit passender Handyhülle. Diese Hülle ist jedoch hervorragend und schützt das Handy auch bei allen anderen Outdooraktivitäten.

RideControl Dash

Ich habe herausgefunden, dass bei GIANT das kleine Display Giant RideControl Dash, welches am linken Griff befestigt wird, einen USB-C Ausgang hat. Dieser kann auch zum Laden eines Smartphones verwendet werden. Nebenbei empfinde ich die kleine Anzeige als sehr nützlich. Sie liefert alle wichtigen Informationen. In der Mitte vom Lenker sitzt das Handy mit Navigation oder den Daten, wie Puls, Höhenmeter oder Streckenverlauf, die meine Smartwatch so misst.

Der Anschluss ist übrigens ganz einfach. Statt dem LED Panel im Rahmen und den Schaltern am Griff wird einfach das Ride Control angeschlossen. Ich habe mir noch ein Y-Kabel besorgt und kann nun auch die LEDs am Rahmen weiter benutzen.

Umbau auf 29-Plus Reifen

29x3.00 Bontrager

In den ersten Monaten hatte ich viel mit verschiedenen Reifen experimentiert. Der Schwalbe Johnny Watts 65x622 läuft deutlich leichter als die Maxxis Reifen. Hat aber auch deutlich weniger Grip im Gelände. Auch wenn der Schwalbe nicht für Tubeless freigegeben ist, funktioniert er bestens ohne Schlauch und rollte noch einmal 20% leichter.

Die Optimierungen waren wichtig für meine Radreise nach Spanien im Juni 23. Dabei stellte ich aber fest, dass man Radtouren in so dünn besiedelten Gebieten besser ohne E-Antrieb macht. Was mich zu einem etwas speziellen Reiserad brachte.

Für unsere Berge in der Nachbarschaft war das e-MBT aber genau die richtige Wahl und damit es noch mehr Spaß macht, müssen da einfach breite Reifen drauf, die man mit ultra wenig Druck fahren kann. Im Sand und auf losem Geröll merkt man den Unterschied in der Reifenbreite deutlich.

Bontrager 29x3.00 MTB Reifen

Ab Werk sind hier 2,6er-Reifen, also mit 65mm breite montiert. Wenn man viel im Matsch fährt, sollte diese Breite auch nicht überschritten werden. Bei uns steht jedoch in Portugal Sand, Staub und Geröll auf der Tagesordnung und dann darf es an der Kettenstrebe und an der Kette auch etwas enger hergehen. Im ersten Gang kommt die Kette dem Reifen schon sehr nahe. Da ich aber mit einer gewachsten Kette fahre, macht ihr Dreck nicht viel aus. Vorn passen 29+ Reifen mit 3.00 locker drauf und geben dem Rad eine bullige Optik. Mit nur 1-1,4 Bar bringen die Reifen eine irre Traktion auf den Boden.

76-622 29+ Bereifung

Mit nur 1,3 Bar im Reifen und den langen Federwegen bügelt das Bike jetzt Offroad alles weg, was im Weg liegt. Auf Kopfsteinpflaster fährt man wie andere auf der Straße 😉 Aber, die Bontrager sind laut - richtig laut! Aber trotzdem rollen sie erstaunlich leicht!

Noch mehr Reichweite durch einen Zusatzakku

ENERGYPAK PLUS

Auch Tanjas hat ein E-Bike bekommen. Dies hat aber einen kleinen Akku mit nur 625Wh. Um zusammen eine ähnliche Reichweite zu erreichen, habe ich Ihr den ENERGYPAK PLUS als Range-Extender mit 250Wh sgekauft. Dieser passt natürlich auch an meinem MTB. Es ist natürlich schon sehr nett 1000Wh Akkukapazität zu haben, was locker 120 Kilometer weit bringt.

Die Tatsache, dass sich der Zusatzakku jedoch erst bei 10% Restladezustand des Hauptakkus einschaltet, finde ich doof. Schöner fände ich, wenn man beide Akkus nutzen könnte, und vor allem auch beide Akkus mit einem Ladegerät wieder aufladen könnte. Das würde nicht nur beide Akkus schonen, sondern vor allem den Rangeextender selbst, der ja sonst immer zu 100% geladen ungenutzt herumliegt. Also spart euch das Geld - er ist es nicht Wert.

Mountainbike mit einem Fahrradanhänger?

Ja! Warum sollte man keinen Anhänger an einem Mountainbike nutzen? Muss ich mir für den Weg zur Post oder zum Supermarkt ein anderes Fahrrad kaufen? Gerade die kurzen Strecken fahre ich sehr gern mit dem MTB, da hier 100% Offroad und Kopfsteinpflaster anzutreffen sind.

Anhängerkupplung am Mountainbike

Genau, darum hat auch mein MTB eine Anhängerkupplung bekommen. Dies war im ersten Anlauf gar nicht so einfach, denn die 12mm Steckachse ist bei diesem Rad anders befestigt, so dass sie nicht einfach gegen das Coho System ausgetauscht werden kann. Da meine Achse aber mit einer 5,5mm Durchgangsbohrung versehen ist, habe ich einfach eine 5mm Coho Achse in passender Länge bestellt und befestigt. Siehe da, schon passt der Anhänger.

Der Einradanhänger mit dem breiten 3.00 Rad passt perfekt zum Mountainbike und unseren schlechten Pisten.

Burley Coho XC