AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Weiter geht die Reise, denn Weihnachten steht vor der Türe und wir suchen noch einen schönen ruhigen Platz in den Dünen.

Vario Wüstenfähig machen

Am Morgen lassen wir so weit es geht die Luft aus den Reifen. Ich lasse vorne so viel Luft raus, dass ich gerade noch fahren kann ohne den Reifen zu zerstören. Etwa 3 Bar führen zu einer schön großen Aufstandsfläche der Reifen. Die Hinterachse bekommt etwas mehr Luft, damit sich die Reifenflanken an den Zwillingen nicht berühren. Weiter hänge ich den Stabi an der Vorderachse aus, um mehr Achsverschränkung zu ermöglichen.

Wenig Luft in den Reifen

Dann geht’s los, wir fahren die Piste östlich von Erg Chebbi nach Norden. Meist ist es einfach nur Schotterpiste, manchmal etwas hügelig und 3 Wadidurchfahrten auch ziemlich sandig. Aber der Vario meister die Strecke mit Bravour. Dank dem niederen Luftdruck fährt sich das alles auch noch recht geschmeidig.

Flussdurchfahrt (Wadi) hier ist der Sand oft sehr tief.

Gut 20 Kilometer fahren wir und finden keinen guten Zugang zu den Dünen. Aber dann, im Nordosten der Erg Chebbi klappt es dann doch. Wir kommen nahe genug an die Dünenausläufer heran und finden auch einen befahrbaren Weg durch die Verwehungen. Zwischen den Dünen ist es wie im Labyrinth. Uns umgibt ein Meer aus Sandhaufen, dazwischen meist fester Lehmboden auf dem man gut fahren kann. An manchen flachen Stellen kann man auch über die Dünen fahren, das macht richtig Spaß!

Über die Dünen fahren

Erg Chebbi Dünen fahren

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So finden wir einen schönen Platz, ganz für uns alleine. Lediglich ein paar Wüstencamps, bestehend aus mehreren Zelten befinden sich in Sichtweite.

Frohe Weihnachten 2018

Vier Nächte verbringen wir hier. Es gibt Christstollen, Pizza von Robby aus unserem Ofen zum satt essen und ganz viel Zeit für Sandspaziergänge.

Einer meiner schönsten Sonnenuntergänge

Leider müssen dann weiterfahren, denn die Vorräte neigen sich dem Ende. Vor allem frisches Obst ist hier schnell verbraucht.
Wir umfahren den nördlichen Teil vom Erg Chebbi und da passiert mir doch glatt ein Navigationsfehler. In Marokko fahren wir schon die ganze Zeit mit der App OsmAnd auf dem Tablet. Gerade für Pisten eignet sich OsmAnd bestens, fast jeder Trampelpfad ist hier einzeichnet. Aber eben nur fast, denn unsere Piste sollte gerade aus gehen, links ging aber eine deutlich bessere ab. Da sich Pisten auch ändern und die Karten nicht immer ganz aktuell sind, machte ich mir da keine weiteren Gedanken und folgt der besseren Piste.

Wir erreichen ein Gelände bestehend aus mehreren Häusern und draußen stehen einige Menschen, die gleich zu uns kommen. Irgendwie scheinen wir unerwünscht, dürfen das Gelände gleich wieder verlassen und bekommen sogar einen Polizeiwagen als Begleitschutz. Ups, sorry aber wenn die keinen Besuch wollen, sollte sie die Piste in ihren Garten vielleicht mal sperren. Wie wir später sehen, ist jede Zufahrt mit Wachleuten gesichert. Mit dem Feind aus den Dünen hatten wohl keiner gerechnet. Sie waren aber trotzdem sehr freundlich und es gab keine weiteren Probleme.
Irgendwann erreichen wir dann wieder Merzouga, gehen dort einkaufen und nisten uns dann auf einem der Campingplätze ein. Grund des Besuchs ist eine geplante Tour durch die Dünen.

Mit dem Motorkamel in die Sahara

Mit dem Dromedar in die Wüste

Kamele gibt es hier ja nicht mal, es sind Dromedare die hier überall herumlaufen. Aber wir bevorzugen die etwas schnellere Tour durch die Wüste mit einem Quad. Die Erg Chebbi wird nicht ohne Grund “Sandkasten“ genannt. Denn sie wird wirklich mit allem befahren was einen Motor hat und dazu noch hunderte von Kamelen. Äh Dromedare.
Im Ort Merzouga steht ein Dreiachsiger Tatra LKW, sie Spuren von dem Monster habe ich hier an den teils recht steilen Dünen noch gut erkennen können. Mit Landrovern kann man durch die Dünen gefahren oder oben auch mit Quads oder Buggys. Wir nehmen die Quads – und das nicht zum Spaß, sondern als Probefahrt für das EIWOLA Projekt. Denn unser neues Zuhause wird nicht ohne Grund so groß. Wenn du es nicht schon bei Tanja gelesen haben solltest: Wir nehmen als Beiboot ein Quad mit. Die vier Räder sind mir lieber als nur 2 von einem Motorrad und wer mal mit einem Motorrad versucht hat im weichen Sand zu fahren, versteht mich vielleicht.

Der Grundriss mit Quadgarage

Wir beide sind ja bisher nicht so viel Quad gefahren, eher mal nur eine kleine Runde oder eben der Tagesausflug an der Algarve im Frühjahr. Dieses Mal stand natürlich der Spaß im Sand im Vordergrund und wir waren gespannt wie gut sich so ein Quad im Sand beherrschen lässt.
Am Morgen geht’s los, man bringt zwei Quad auf zu unserem Campingplatz. Der Führer erklärt grob wie es geht: Da Gas, da Bremse und Abstand halten – fertig ist die Einweisung und wir starten in die Dünen. Die Dünen erheben sich auf etwa 100 Meter in die Höhne und man kann schön über die Kämme zu nächst höheren klettern.
Es ist schon ein traumhaftes Erlebnis und so ein Allradquad macht wirklich gigantisch viel Spaß! Die Idee so ein Teil im Womo mitzunehmen ist die zweitbeste, die wir dieses Jahr hatten.

Hoch oben auf den Dünen mit tollen Blick über den Erg Chebbi

Bevor es jedoch los geht, müssen wir unsere Wassertanks füllen – leider ist das Wasser aus der Leitung nicht genießbar. Es schmeckt bitter und erdig. Keine Ahnung was da drin ist. Hier kommt mal wieder unsere Wasserfilteranlage zum Einsatz.

Tragbarer Wasserfilter
Wasserfilter im Einsatz

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Getrennte Wege

Robby und Stefan werden nun die Piste Richtung Zagora fahren und wir fahren derweil über die Landstraße dort hin. Ein guter Plan, denn die Piste stellte sich als sehr sandig und für uns ungeeignet heraus.

Wir fahren in kleinen Etappen, und nehmen unterwegs noch ein paar Interessant aussehende Ecken mit.
Die heutige Etappe endet nach 50 Kilometern in einer Piste und mitten im Nichts.

ohne Worte

Das Wetter in Marokko

Die letzte Woche war bis heute nahezu perfekt. Am Tage 20-22°C super warm und Nachts mit 4-6 Grad recht kühl. Heut ist der erste Tag an dem wir nur 15 Grad erreichten, was in der Sonne immer total warm ist. Aber auf der Schattenseite, egal wie man steht, friert man. Nach Sonnenuntergang kam das erst Mal Wind auf. Noch ist er nicht stark, man hört ihn nur.

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Einen guten Rutsch nach 2019