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AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Wenn wir im Reisemodus sind, gibt es für uns viel zu entdecken und für den Blog hier viel zu erzählen. Wir folgen immer noch dem Plan, den Norden Portugals im Jahr 2018 noch zu erreichen. Die Chancen stehen nicht schlecht – auch wenn wir ein paar Hindernisse überwinden mussten.

Im letzten Blogartikel standen wir gerade so schön unter dem Baum am Rio Zézere und wollten hier den Sonntag verbringen. Mit dieser Idee waren wir jedoch nicht alleine, denn Portugiesen bringen mit Pickups Biertischgarnituren hier her. Anscheinend steigt hier heute eine größere Party, da wollen wir nicht mitten drin stehen. Für uns ist jetzt der richtige Zeitpunkt, einen neuen Platz zu suchen.

Barragem do Cabril
Barragem do Cabril

Hitze und kein Wasser in der Nähe

Wir erhoffen uns, am Cabril Stausee einen schönen Platz am Wasser zu finden. Jedoch sind die wenigen brauchbaren Plätze am steilen Ufer schon von anderen belegt. In der Not fahren wir neben der Staumauer auf den Berg mit der Kapelle. Die Einheimischen haben uns den Platz mit schöner Aussicht empfohlen. Leider ist hier gerade Baustelle und es gibt keinen Parkplatz für unseren Fuhrpark. Wir parken daher auf einem Feldweg, der in einer Sackgasse endet. Es soll ein Arbeitstag vor dem Computer werden, da stört es weniger, dass es hier nicht besonders schön ist. Wir haben zwar gutes Internet, aber bei 38°C kann heute keiner so recht arbeiten.

Hitzfrei
Hoch oben auf dem Berg – ohne Schatten und Wasser und ohne Ausblick

Echt glücklich bin ich, als auch Tanja auf die Idee kommt, dass wir heute schon an die Küste fahren könnten. Es sind nur 80km, fast alles auf der IC8, die wie eine Bundesstraße ausgebaut ist. Unterwegs treffen wir uns noch an einem Einkaufszentrum, gehen gemeinsam essen und fahren danach der Sonne entgegen in einen traumhaften Sonnenuntergang.
Mit jedem Kilometer dem wir der Küste näherkommen, wird es kühler und angenehmer. Der per Maps ausgesuchte Platz am Strand ist super, und der Weg war sogar mit dem Großen befahrbar. Zwischen einer Papierfabrik und dem Meer stehen wir direkt an den Dünen. Als wir ankommen, steige aus und… – oha, ganz schön kalt hier. Ich hole mir erst einmal eine Jacke.

Papierfabrik
Nachts an der Papierfrabrik

Am Strand aufwachen

Der nächste Morgen. Über dem Meer liegt Nebel, als die Sonne aufgeht. Zum Glück gibt es noch keinen Geruchsblog. Denn der Wind hat auf Ost gedreht und der Gestank der Papierfabrik zieht über uns hinweg. Wir überlegen echt, ob wir nicht gleich weiter fahren sollen – Es kommen einem Tränen bei dem Gestank. Doch laut Wetterbericht soll am Mittag der Wind wieder drehen, darum harren wir aus und bleiben stehen.

Meer
Sonnenaufgang am Atlantik

Das Stehenbleiben hat sich gelohnt. Denn ohne es zu wissen sind wir an einem der Strände gelandet, an denen noch der traditionelle Fischfang „Arte Xávega“ ausgeübt wird. Dieses einmal live zu erleben, wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis. Denn wir hatten echt Glück, am letzten Morgen ist es soweit:

Arte Xávega
Traditioneller Fischfang – Arte Xávega
Fischer
Das Netz scheint gut gefüllt zu sein. Zumindest jubeln die Fischer.

Nachfolgend ein spannendes Video zur Region und Arte Xávega:

Rosa Amélia – Fischer, Freunde, Fado (360° – GEO Reportage)

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Mehr Bilder vom Arte Xávega

Schiffswrack gefunden

Echt witzig. Wir waren so vom Fischfang fasziniert, dass wir gar nicht mitbekommen haben, dass wir fast direkt neben einem Wrack gestanden sind. Wir wussten zwar, dass hier irgendwo ein Wrack liegen soll, hatten es aber bisher nicht finden können. Am Abend schau ich noch einmal die Bilder vom Tag an und wundere mich über die Felsen im Wasser, wo eigentlich gar keine sein sollten. Es sind auch keine Felsen, sondern hier liegt das Wrack.

Wrack

Hinter dem grünen Schlepper ist das Wrack im Wasser gut zu sehen.

Es ist ein super Platz – wenn der Wind richtig steht

Fahrtag mit Pannen

Es gibt so Tage… da verliert man einfach. Heute hat es mal Ausnahmsweise nicht mich erwischt. Daher kann ich das Bild auch nicht vorenthalten 🙂

Womo
Heute darf der Große mal den Kleinen aus dem Sand ziehen.

Als dann endlich wieder alle einen fahrfähigen Zustand haben, fahren wir nach Figueira da Foz. Tanja geht einkaufen ich tanken und nicht zu McDonald´s. Es ist genau Mittag und all die Leute, die nie zu McDonald´s gehen würden, blockieren gerade den ganzen Laden.

Ausblick
Blick über Figueira da Foz vom Cabo Mondego

Tanja treffe ich nördlich von Figueira am Cabo Mondego wieder, wo wir zusammen eine pleite gegangene Zementfabrik besichtigen wollen. Endlich mal wieder ein richtiger Lost Place – aber wir kommen nicht hinein, das Areal ist komplett abgeriegelt und einbrechen wollen wir nicht.

Auf der Suche nach einem Zugang zum Zementwerk

Steile Schotterwege, mit tiefen diagonalen Gräben, lassen mich früh aufgeben. Zumal ich weiß, dass am Ende dieses Wegs nichts gescheites kommt. Tanja fährt durch, ich fahre außen herum über die Estrada Florestal und wir treffen uns wieder an einem öden Strandparkplatz in einem kleinen abgelegenen Touristennest nördlich von Figueira da Foz.

Kompromissplatz – weder schön noch ruhig

Oder auch nicht– Ich weiß nicht mehr genau warum wir hier nicht geblieben sind, vermutlich wegen zu schlechtem Internet. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir wieder unterwegs, auf der Suche nach einem besseren Platz. Wir fahren wieder auf der Estrada Florestal, das heißt übersetzt so viel wie: Es befinden sich noch Straßenreste zwischen den Schlaglöchern. Die Strecke ist der Wahnsinn, ich wurde schon vor Jahren vor diesen 35 km gewarnt, heute ist die Straße nicht besser geworden. Die letzten zwei Kilometer offizielle Strandstraße sind dann die Krönung der schlechten Straßen in Portugal:

Die schlechtesten Wege führen bekanntlich zu den schönsten Plätze

Straße zum Strandparkparkplatz

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Der urige, halb zerfallene Strandparkplatz entschädigt aber für jeden Kilometer der Anfahrt. Auf den letzten zwei Kilometern hatten wir noch nicht mal ein Mobilfunknetz und ich befürchtete schon, dass wir direkt wieder umdrehen dürfen. Aber Tanja sagt: Scheiß egal, eine Nacht kommen wir auch ohne Netz aus. Groß war die Freude natürlich als wir hier 3 Balken LTE Empfang haben. Im Internet surfen ging also, telefonieren war dagegen nur an wenigen Stellen möglich. Irgendwas ist halt immer. Da Aldi mich sowieso seit Tagen mit „nicht Erreichbarkeit“ bestraft, fällt der geringe Empfang noch nicht mal so sehr ins Gewicht.

Womo
Was für ein Platz, direkt hinter der ersten Düne am Strand.

Ein paar Tage dürfen wir hier verbringen. Der Strandparkplatz ist toll, aber es fehlen Mülleimer. Kein Wunder, kein Müllauto würde hier freiwillig her fahren wollen. Überall liegen Häufchen mit Treibgut, meist Plastik, herum. Ein hilfloser Versuch der Fischer, den Strand etwas zu säubern, was aber nur bis zum nächsten Sturm anhält.

Die Bojen der Schleppnetze findet man überall am Strand.
Seil
Parkplatzbegrenzung: Hier nagt der Zahn den Zeit.
Womo
Blick vom Strand
Sonnenuntergang
Sonnenuntergänge werden nie langweilig!

Wir trödeln schon wieder

Wir haben immer noch das Ziel, Nord-Portugal noch in 2018 zu erreichen. Daher bleiben wir hier nicht zu lange, speichern dieses Platz aber für die Zukunft. Das nächste große Ziel ist Porto, auf dem Weg dorthin legen wir eine Zwischenübernachtung ein. Tanja findet östlich von Aveiro ein kleines Nest, mit einem kleinen Bahnhof und einer alter Brücke. Da fahren wir hin und übernachten unter der Brücke.

Sonnenuntergang
Übernachten unter der Brücke an einem Picknickplatz

Wir sind in Sernada do Vouga, von hier startet die 1000mm Schmalspurbahn durch das Vougatal nach Aveiro. Ursprünglich verlief die Strecke sogar von Espinho bis Aveiro, ist aber jetzt ab Sernada stillgelegt und dem Zerfall überlassen.

Linha do Vouga
Linha do Vouga nach Aveiro
Endstation – Linha do Vouga

Apropos Brücken

Wenn wir schon bei Brücken sind, da habe ich noch eine andere Geschichte, welche ich durch Zufall gefunden haben:
Schau dir mal das hier an:

  1. Erst diesen Link: https://www.google.de/maps/@40.6410436,-8.4655242
  2. Dann herauszoomen und das Satellitenbild anschauen (oder hier Klicken)

Hammer oder? Die Geschichte dazu findest du hier in den Nachrichten: https://www.publico.pt/2011/11/14/local/noticia/ponte-quinhentista-ruiu-em-agueda-1520804

Haben wir ein Problem?

Es riecht nach Diesel – was mag das wohl sein? Ein kurzer Blick unter das Auto verrät, dass es nicht so schlimm sein kann. Sonst würde man einen Fleck sehen. Also fahre ich weiter ans Ziel um dann in Ruhe nach der Quelle suchen zu können.
Am Ziel angekommen, habe ich es im ersten Moment auch schon wieder vergessen, erst als ich mit Max raus gehe, steigt mir wieder der Dieselgeruch in die Nase. Mist – das Problem hat sich noch nicht von selbst erledigt – also beginne ich mich auf die Suche zu machen.

Dieselleietung
Ein kleiner Riss ist in der Leitung.

Ein Blick unter die Motorhaube bleibt ergebnislos, also entferne ich die Motorabdeckung im Fahrerhaus und dann kann ich schon sehen, dass der Motor im hinteren Bereich komplett nass ist. Nur wo kommt es her? Die Erleichterung war, dass es nur ein Plastikschlauch ist, welcher getauscht werden muss.

Es ist eine Rücklaufleitung, die aber offensichtlich auch unter Druck steht, denn der Diesel spritzt hier wie aus einem feinen Springbrunnen heraus und verteilt sich schön um den Motor. Früher waren die Rücklaufleitungen aus normalen Schläuchen und konnten problemlos in ein paar Minuten gewechselt werden. Heute sind das Hartplastikschläuche, welche man nicht eben so selbst wechseln kann.
Porto muss verschoben werden, ich muss zuerst ein Ersatzteil organisieren. In Aveiro ist die nächste Mercedes Werkstatt, gleich am nächsten Morgen fahre ich dort hin und hoffe, dass die mir schnell helfen können. Die Dame am Verkauf sagt gleich, dass die Werkstatt bis auf weiteres ausgebucht ist und man mir heute und morgen unmöglich helfen kann. Für mich nicht weiter schlimm, ich wollte eigentlich sowieso nur das Ersatzteil. Einbauen kann ich das auch selbst.

Diesel Leitung
Neue Diesel-Leitung 59€

Das Teil war schnell gefunden – 59€ + MwSt (23%) fand ich für die Kunstwerk an Kröpfungen und Hohlschrauben inkl. Dichtungen gar nicht schlecht. Leider war es nicht am Lager – aber am nächsten Vormittag um 10 Uhr könnte ich es abholen.

Ich parke in der Nähe der Werkstatt und Tanja kommt nach. Der Vorteil der Aktion – ich kann am Spätnachmittag noch eine Runde durch Aveiro laufen und mir das Venedig Portugals anschauen. Vendig – weil es hier auch einige Kanäle gibt, auf denen bunte Gondeln fahren – jedoch mit Motor.

Am nächsten Tag hole ich die neue Leitung ab und möchte sich auch gleich einbauen. Leider komme ich an eine Schraube nur mit einem 22mm Gabelschlüssel ran und so ausgefallenes Werkzeug habe ich natürlich nicht dabei. Also fahren wir schnell zum Baumarkt und kaufen einen. Dann mache ich mich endlich an den Einbau, welcher sich schwieriger gestaltet, als zuerst angenommen. Natürlich muss das Steuergerät ausgebaut werden, um an die dahinter liegende Leitung zu bekommen. So wurden aus 5 Minuten Einbauzeit dann doch zwei Stunden.

Dieselleitung
Nur mit einem Ring oder Gabelschlüssel kommt man an diese Schraube.

Danach können wir endlich weiter fahren. Auf dem Weg nach Porto suchen wir einen Übernachtungsplatz an der Küste. Es ist schon am Nachmittag neblig und ziemlich kühl. Daher bleiben wir heute im Womo und warten auf besseres Wetter.

Nebel
Ende August – ist denn schon Herbst??
Parkplatz
Parkplatz am Strand
Strandspaziergang
Strandspaziergang
Küstenwald
Küstenwald
Letzter Sonnenuntergang an der Küste

Weiter gehts – nun verlassen wir wohl endgültig die Küste, der Norden von Portugal ist nicht mehr weit. Die Diesel Leitung ist dicht und der Vario läuft wieder wie am erste Tag. Nach kurzer Fahrt erreichen wir Porto. Porto liegt nördlich des Rio Douro und somit in der „Região Norte“ also Nord Portugal.

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