Wechselrichter fürs Wohnmobil, welchen soll man kaufen? Im autarken Wohnmobil kann eine 230V Stromversorgung nicht schaden. Seit ich die Lithiumbatterie eingebaut habe, verbrauche ich sogar noch viel mehr 230V aus dem Wechselrichter. Seit Jahren setzte ich auf die zuverlässige Technik von Victron Energy. Der MultiPlus ist ein geiler Wechselrichter mit integriertem Ladegerät und deckt alle meine Wünsche ab.

Victron Sinus Wechselrichter Multiplus 12V 3000W 120A Ladegerät

Ich nutze schon lange den Victron Multiplus Wechselrichter mit integriertem Ladegerät (12/2500/120). Der ist schon so alt, dass er schon gar nicht mehr gebaut wird. Aber funktionieren tut er immer noch einwandfrei. Da Victron Energy auch die Wechselrichter ständig weiterentwickelt, und neue Funktionen in die Wechselrichter integriert, möchte ich diese natürlich auch nutzen können und vor allem Erfahrungen damit sammeln. Ich hatte das Glück und konnte meinen Lieferanten von einem Deal überzeugen und bekam den aktuellen Victron MultiPlus 12/3000/120-50 im Tausch gegen meinen alten Multiplus Wechselrichter.

Victron Energy Phoenix MultiPlus 12/3000/120

Victron Energy Phoenix MultiPlus

Der Phoenix Inverter von Victron Energy

Die Phoenix Serie von Victron ist der Mercedes unter den Wechselrichter, mit dem kleinen Unterschied, dass die Victron Wechselrichter nicht so oft kaputt gehen wie ein Mercedes. Allgemein gelten die Wechselrichter als unzerstörbar, selbst nach 10 Jahren und mehr laufen sie noch immer ohne Probleme. Mein bisheriger Phönix Wechselrichter, ist schon 15 Jahre alt und verrichtet immer noch klaglos seine Dienste.
Was machte den Phoenix Wechselrichter so einzigartig?

Folgenden Merkmale sprechen für die Wechselrichter.

  • Reine Sinusspannung: Mit dem Wechselrichter von Victron lassen sich ohne Bedenken alle Geräte anschließen. Hier gibt es keine modifizierte Sinusspannung oder Trapezspannung wie manch anderen Geräten der günstigen Preisklasse.
  • Integriertes Ladegerät: Je nach Leistung des Wechselrichters hat das Integrierte Ladegerät eine Ladeleistung von 35-120A. Per Software lassen sich Ladestrom und Ladekennlinie einfach anpassen.
  • Überlastfähig und Schutzschaltungen: Übertemperatur und Überlast machen dem Mutliplus nichts aus. Zuverlässig schaltet er sich selbst ab, oder reduziert die Leistung, wenn das Gerät zu heiß wird.
  • Stromsparend: Ein Energiesparmodus erlaubt, den Wechselrichter immer an zu lassen. Ist keine Last eingeschaltet, geht er in den Suchmodus und schaut alle Sekunde kurz, ob ein Verbraucher angeschlossen wird. Ist kein Verbrauch da, schaltet er sich wieder ab. In diesem Modus braucht der 3000W Wechselrichter 0,3A die Stunde (4W). Ist der Wechselrichter dauerhaft eingeschaltet (ohne AES), liegt der Eigenverbrauch bei 2,5A (32W).
  • Einfach Regelbar: Durch die Fernbedienung, welche unbedingt dazu gekauft werden sollte, lässt sich der Eingangsstrom des Wechselrichters begrenzen. Also wenn du am Landstrom angeschlossen bist, und die Steckdose auf dem Campingplatz nur 4A hergibt, kannst du den Wechselrichter auf 4A einstellen. Bis 4A wird nun der Strom von außen verwendet, benötigst du im Wohnmobil mehr Leistung, holt der Wechselrichter die fehlende Leistung aus den Bordeigenen Batterien dazu. Somit steht im Wohnmobil immer Maximalleistung des Wechselrichters an Strom zur Verfügung.

Verfügbare Versionen:

Phoenix Compakt

  • C 12/800/35
  • C 12/1200/50
  • C 12/1600/70
  • Abmessungen (HxBxT in mm) 375x214x110

2000 Watt Phoenix

  • C 12/2000/80
  • Abmessungen (HxBxT in mm) 520x255x125

3000Watt Phoenix

  • C 12/3000/120
  • Abmessungen (HxBxT in mm) 362x258x218

Es gibt die Modelle auch in 24V und 48V und bis 5000 Watt, was im Wohnmobil aber eher selten anzutreffen ist.

Einbau des Wechselrichter in mein Wohnmobil:

Der alte Multi 12/2500/120 fliegt raus. Wie oben schon geschrieben, will ich mit den aktuellen Geräten mehr Erfahrungen sammeln. Es hat sich in den Jahren doch einiges an der Software geändert, was sich in der Praxis unterschiedlich auswirken kann. Dazu kommt der Neue mit einer Energiespar-Funktion, auf die ich scharf bin. In manchen Fällen macht es Sinn, wenn ich den Wechselrichter über Nacht einlassen kann, ohne dass er mir nicht mit 40W die Batterien leer saugt. Allerdings hat diese Funktion auch ihre Tücken, auf die ich weiter unten noch zu sprechen komme.

Wechselrichter im Wohnmobil 12V

Wechselrichter über der LiFePo4 Batterie

Da der neue MultiPlus Wechselrichter/ Ladegerät nun 3KW Dauerleistung bringt, wurde es mal wieder Zeit die Kabel zur Verstärken. Ich benötige zwar nur selten mehr als 1800W und das Batteriemanagement System der LiFePo4 Batterie verkraftet auch nur 2,5KW maximal, aber man weiß ja nie. Darum lieber gleich richtig. Zu den bereits liegenden 36mm², habe ich noch 50mm² dazu gepackt.

Nachdem alles angeschlossen war und der erste Funktionstest ohne Rauchwolke verlief, habe ich den Laptop angesteckt und die Kennlinien für die Batterieladung einstellt. Den Energiesparmodus habe ich auch aktiviert und nun braucht der 3KW Wechselrichter im Standby nur noch 0,3A an 13,5V Der niedrige Stromverbrauch ergibt sich durch einen Suchmodus. Alle 2 Sekunden prüft der Wechselrichter, ob eine Last größer 37 W benötigt wird. Wenn ja, bleibt er ein und schaltet erst unter 25W Mindestlast wieder ab.

Die Sache mit dem Energiesparmodus:

Für Kaffeemaschine, Wäscheschleuder, Heizlüfter usw. super, für meine Drucker leider immer noch nicht zu gebrauchen. Der braucht weniger als 25W um hochzufahren. Darum hat der Schrank nun endlich eine Beleuchtung bekommen, so richtig Altmodisch mit einer 40W 230V Glühbirne. Mit einem Schalter wird der Drucker und die Lampe gleichzeitig eingeschaltet, somit erkennt der WR eine ausreichend hohe Last und bleibt an. Der Suchmodus lässt sich auch abschalten, und der WR stellt wie gewohnt immer die volle Leistung zur Verfügung

Durckerbeleuchtung

Lampe für Drucker 40W

schrankbeleuchtung

Licht im Druckerschrank

Für den kurzen Zeitraum in dem gedruckt wird, stören die 40W der Lampe nicht, der Drucker selbst genehmigt sich ja gerne mal 1,5Kw beim Aufheizen.

Weitere Möglichkeiten mit dem Wechselrichter:

Mit dem neuen Multiplus ist nun der Grundstein für das VE.Bus System gelegt. Das VE.Bus BMS lässt mit den kleinen Relais volle 5KW Last zu. Das wird dann interessant, wenn man sagt, man möchte den Akku und die Solaranlage des Fahrzeugs zur Eigenverbrauchsnutzung in einem Haus hernehmen. Warum sollte das Womo auch unnütz mit vollen Akkus vor dem Haus stehen?

Oder eine andere Idee: Man hat ein kleines Haus, ohne Stromanschluss, mitten in der Pampa. Wenn man mit dem Wohnmobil bei dem Haus ist, Steckt man das „das Haus“ am Wechselrichter im Womo ein und hat in der Hütte Strom. Wenn die Sonne nicht scheint, kann der Multi automatisch einem Generator starten, welcher die Batterie wieder nachlädt. Wie viel die Batterie nachgeladen wird, kann man natürlich einstellen.

Phönix MultiPlus in Shop anschauen

Es geht also demnächst weiter, dazu muss ich jedoch das halbe Womo ausräumen und massig neue Kabel einziehen und dazu fehlt mir ehrlich gesagt noch etwas die Lust und auch die Zeit.

Umbau auf Kompressor-Kühlschrank
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