Neue Batterien bekommen eine Entlüftung

Nach etwas Suche im Netz habe ich endlich eine günstige und einfache Methode gefunden, die Gase der Batterien sicher abzuleiten. Die Firma Moll bietet da einen patentierten Nachrüstsatz für Starterbatterien an.

Batterieentlüftung von Moll

Moll Reißkamina

Heute sind die Entlüftungsventile für die Batterien endlich gekommen.

Moll Batterieentlüftung

Paket da, es kann los gehen

Und jetzt geht es an den Einbau der Entlüftungsleitungen von Moll Reißkamina.

Die Aktion war nicht besonders spektakulär, alte Deckel raus

Umbau auf Zentralbelüftung

Alte Deckel weg und die neuen drauf

Neue Ventile einschrauben und die Schläuche verbinden.

Batterieentlüftung angeschlossen

alle Zellen sind nun verbunden

Dann noch ein Loch in den Boden bohren und einen Schlauch nach draußen verlegen.

batterieentlüftung für Wohnmobile

Das Ende des Entlüftungsschlauchs geht draußen

Als Schutz für die Batterien, kommt eine Platte über die Batterien auf der ich dann meine Kisten stapeln kann.

Batterien im Wohmobil

Fertig angeschlossen und gesichert

Dazu säge ich eine Holzlatte in kurze Stücke, die dann auf der Batterie als Abstandshalter dienen.

Im Wohnmobil Holz sägen

noch kurz ein paar Latten zurecht sägen…

Die Batterien sind nun auch gegen verrutschen gesichert. Somit ist nun auch dieses Kapitel erledigt.

Fensterisolierung für die kalten Wintertage

Die Seitz S4 Kunststofffenster sind eigentlich nicht schlecht durch das geringe Gewicht aber die Isolierwirkung im Winter ist unter aller Sau. Merkt innen schon ab – 8 Grad ziemlich deutlich, dass es draußen kalt ist. Vor allem das große Schiebefenster an der Dinette strahlt sehr viel Kälte ab. Wenn wir am Laptop arbeiten, wird die Fensterhand schnell ziemlich kalt. Man fühlt richtig wie sich die Luft hinter dem Vorhang abkühlt und dann runterfällt.

Styrodur Isolierung

7mm Isomaterial

Abhilfe schaffte eine einfache Lösung. Im Baumarkt gab es 7mm Stydrodurplatten zur Verklebung unter der Tapete in schlecht isolierten Räumen. Die Platten sind 50×120 cm groß und ein Paket besteht aus 10 Platten. Ideal um ein Wohnmobil Winterfest zu machen. So ein Packet habe ich gekauft und im Herbst verschiedene Fenster damit isoliert.

Dachluke wohnmobil

Dachluke

Die Hintere Dachluke wird so gut wie nicht benutzt im Winter, also bekam sie eine Abdeckung:

Dachluke mit Winterisolierung selber bauen

Dachluke mit Isolierung

Die Platte habe ich mir 4 kleinen Doppelklebeband streifen einfach unter die Luke geklebt. Das Entfernen geht mit etwas Gefühl problemlos.

Wohnmobilfenster dauerhaft isolieren

Dauerisolierung für nicht genutze Fenster

Die Fenster von den ehemaligen Stockbetten habe etwas aufwändiger bearbeitet. Zuerst haben wir den Rollo Rahmen abgeschraubt und dann eine Platte Millimeter genau auf das Fenster eingepasst. Dann den Rahmen wieder drauf. Die Rollos zur Hälfte abgerollt damit die Platte dahinter passt.

winterisolierung für Wohnmobil Fenster die im Winter überwintern

Isolierung im Alkofen Fenster

Auch das Alkoven Fenster habe ich bearbeitet, da dieses Bugfenster nicht zu öffnen ist, habe ich Reste genau eingepasst und in die Dichtung geklemmt.

Im Wohnmobil wohnen

Nur ein kleiner Spalt bleibt

Der kleine Spalt stört nicht wirklich. Normal ist das Rollo zu und es bildet sich ein zusätzliches Luftpolster zur Isolation.

Auch für das große Küchenfenster habe ich ein paar Puzzleteile die wir bei Bedarf einsetzen. Allerdings ist das ziemlich fummelig, weshalb wir bisher nur wenige Tage drin hatten.

Die Dauerbelüftung an der Eingangstüre habe ich ebenfalls mit einer Platte abgedichtet:

Zwangebelüftung Wohnmobil stillegen

Dauerbelüftung an der Türe

Nun zum Dinetten Fenster:

Wohnmobil Seitenfenster S4

Seitenfenster an der Dinette

Die Isolierung besteht aus 3 Platten, eine die dauerhaft drinbleiben kann, und zwei kleinen Platten die nur nachts reinkommen. So kann man das Fenster noch einfach öffnen zum Lüften.

Mehrteilige Fensterisolierung

Teil 1 eingesetzt

zusätzliche Wohnmobil Fensterisolierung

Komplett isoliertes Fenster

Solarertrag Mitte Februar beim Wohnmobil

heute habe ich mal den Solarladeregler mal wieder ausgelesen. Ich habe mal alle Werte in folgendes Diagramm eingefügt:

Soalrladestrom im Februar in Deutschland

gelb: Modulspannung | blau: Batteriespannung | lila: Batterieladestrom

Die Kurven zeigen zwei Tage an, gestern und heute. Man kann an der Lila Linie gut erkennen, dass wir gestern 11A Ladestrom um die Mittagszeit hatten. Heute waren es nur knapp über 5 A, allerdings hatten wir sehr viele Wolken und eigentlich standen wir auch wieder im Schatten einer Halle.

Diese Werte sind nur von der 420Wp Anlage…

Der Winter ist zu Ende – wir sind wieder unterwegs

Überwintern im Wohnmobil in Deutschland, schaffen wir es?

so hieß es im Herbst 2009. Wir stellten die Frage, damals noch im alten Blog. Viele Leser haben uns begleitet und wünschten uns Erfolg und den Mut durchzuhalten. Die vielen Zusprüche haben uns sehr gefreut, durch den Blog haben wir einige neue Leute kennen gelernt mit denen wir nun regelmäßig in Kontakt sind.

Heute ist der 26 Februar 2010 und ich würde sagen, der Winter ist vorbei. Wir haben es geschafft und eigentlich war es auch gar nicht schwer. Ich will mal die letzten fünf Monate kurz zusammenfassen.

  • Oktober:
    Da standen wir noch vor der Frage ob wir den Winter im Womo oder zuhause verbringen werden. Die ersten Versuche mit einem eigenen Blog begannen, damals noch auf Andre-Bonsch.de mit der unflexiblen Software von one.com. Die neue 420 Wp Solaranlage wurde gekauft und montiert.
  • November:
    Wir kämpften mit schlechtem Wetter und immer tieferem Sonnenstand. Die Probleme mit dem Fäkalientankschieber kamen. Ende November machten wir unseren letzten Ausflug durch Bayern nach Füssen und zurück.
  • Dezember:
    Am 7 Dezember beziehen wir unseren Winterstellplatz ein ganz normaler Wohnmobilstellplatz. Der Fäkalientank wurde repariert und einen Tag später fallen die Temperaturen auf unter 0 Grad. Kurzzeitig hatten wir bis zu -13 Grad aber die Heizung lief mit 1,8KW elektrischem Strom problemlos und es reichte das Womo warm zu halten.
    Wenige Tage später kommen Susa und Hampi zu uns auf den Stellplatz, wir nisten uns ein und genießen kostenlosen Strom aus einer defekten Stromsäule. Der große Nachteil war die Fahrerei zum Geschäft, jeden Morgen und jeden Abend 15 Minuten Stau durch die Stadt. Dafür keine Heizkosten und kein Gasverbrauch.
    Weihnachten kommt, wir haben zwei Wochen Urlaub und schrauben viel am Womo, das gesparte Geld wurde 1:1 ins Womo investiert.
  • Januar:
    Seit 1 Januar ist dieser WordPress Blog Online und die Domain AMUMOT.de wird bekannt. Die Besucherzahlen sind dank WordPress vom Start weg auf einem sehr hohen Niveau und steigen ständig.
    Der Urlaub geht zu Ende und wir gehen wieder arbeiten, fast jeden Tag gibt es Neuschnee und die Schneeberge wachsen in die Höhe. Zum Glück haben wir diesen Stellplatz gefunden.
    Technische Probleme wegen Kälte und Schnee gab es keine, aber wir hatten leichte Probleme mit der Enge im Womo und dem nicht enden wollenden Winter. Ich sehnte mich nach besserem Wetter und endlich mal wieder Sonne…
  • Februar:
    Die Tage werden wieder länger und nach dem letzten größeren Schneefall hatten wir die Nase endgültig voll, wir brachen die Zelte ab und zogen weiter. Nach fast 3 Monaten endlich wieder mit dem Womo unterwegs, ein ganz neues Gefühl. Als wir die erste Nacht nicht in Gmünd verbrachten, war es für uns schon komisch. Man hatte sich in der letzten Zeit an das stationäre Leben gewöhnt. Jetzt Ende Februar geht es uns wieder bestens, fast jeder Tag an einem anderen Ort und zurzeit werden wir, was die Stellplatzwahl angeht fast auch etwas frech. Aber um diese Jahreszeit stören wir ja niemand.

Kurz gesagt, es war eigentlich ein Spaziergang durch den Winter. Hätte nicht gedacht, dass es so einfach wird. Aber wir hatten auch unwahrscheinliches Glück durch den kostenlosen Strom. Hätten wir mit Gas heizen müssen, hätten wir alle zwei Wochen zum Tanken fahren müssen und dass ohne Winterreifen. Auch der Stromverbrauch wäre nur mit Stromaggregat zu decken gewesen was uns hohe Benzin Kosten beschert hätte.

Eigentlich haben wir unser Ziel etwas verfehlt, wir wollten ja wissen was uns an Kosten im Winter erwartet. Es macht mich auch etwas traurig, dass ich eigentlich jetzt so viel weiß wie davor. Anderseits bin ich Glücklich das wir viel Geld sparen konnten und Susa und Hampi kennen lernen durften. Es hat sich eine gute Freundschaft entwickelt und wir werden sicher noch oft zusammen irgendwo auf der Welt „rumstehen“.

Eine theoretische Zahl kann ich euch doch bieten. Ich habe mal ein paar Tage lang den Stromverbrauch gemessen. Also alle Geräte + Heizung. Wir lagen bei Temperaturen von -4 und -8 Grad bei 24 KW pro Tag wobei 2 KW ganz grob für TV und Laptop draufgingen, da die auch im Dauerbetrieb liefen.

Also 22 KW Heizkosten pro Tag für ein 7 Meter Womo.

Überwintern im Wohnmobil in Deutschland Teil 2
2010 - das Jahr der Vorbereitungen

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