Unsere diesjährige Winterreise neigt sich langsam dem Ende. Nach 3 Monaten Portugal, wollen wir nun entlang der Mittelmeerküste nach Frankreich reisen.

Spanien – Marchena

Heute ist nun der Tag gekommen sich von Portugal zu verabschieden. Über ein viertel Jahr durften wir hier wohnen und ich muss sagen, wir hatten eine wunderschöne Zeit. Heute Morgen war der Himmel wolkenverhangen und so viel uns im ersten Moment der Abschied nicht so schwer.
Nach einem schnellen Einkauf bei Lidl und Gas tanken in Vila Real de Santo Antonio, verlassen wir Portugal über die kostenfreie Autobahn. Kaum in Spanien angekommen, scheint auch schon die Sonne wieder und verwöhnt uns mit Temperaturen um die 23 Grad. Wir sehen unterwegs sehr viele Störche. Bald jeder Strommast in Flussnähe beherbergt mindestens 1 Storchennest.
In Marchena finden wir einen kostenlosen Stellplatz. Welcher zu unserer Freude auch noch einen kostenlosen Stromanschluss bietet, denn mein B2B Ladewandler verweigerte heute seinen Dienst. Die Position der Steckdosen ist aber nur etwas für große Menschen!

wohnmobilstellplatz marchena

Stellplatz Marchena

Marchena hat etwas 20000 Einwohner, der Stellplatz liegt zwar am Stadtrand, ist aber nicht wirklich ruhig. Für uns ist er wegen der Autobahnnähe als Übernachtungsplatz ok.
Die Fahrt war sehr schön, die 220 Km waren gut zu schaffen, kein Seitenwind und schönes Wetter. Trotzdem bin ich schlecht gelaunt, das SAT Internet geht nicht, obwohl es eigentlich hier laut Ausleuchtzone gehen sollte. Mein Problem ist, wenn wir hier schon kein Internet haben, dann wahrscheinlich an der Mittelmeer Küste auch nicht.

El Torcal auf 1200 Meter Freihstehplatz

Die Nacht in Marchena war ok – oder besser gesagt ich bin froh, dass wir noch vollzählig sind und auch sonst nicht fehlt. Die 14 Stunden Landstrom erfreuten die Batterien. Dass sie richtig voll sind, merkt man daran, dass der Ladestrom bei 13,8V unter 1A sinkt. Heute Nacht hatte es 4 Grad, die Heizung lief zwar auf Strom aber auch auf Gas gibt es seither keine Probleme mehr.

Wir brechen heute relativ früh auf, die Sonne geht gerade auf als ich den Motor starte. Erster Stopp Tankstelle. Gott sei Dank, sie hat offen. Einmal volltanken bitte für 1,36 Euro/L. Dann habe ich mir einen Platz an einem Stausee herausgesucht, welchen wir nun ansteuern. Spanien zeigt sich von der schönsten Seite.

Wir fahren durch eine traumhafte Gegend! Es ist warm und Windstill heute. Frühstückspause legen wir an einem Windrad ein, wo man einen schönen Blick über das weite wunderschöne Land hat.

windrad spanien

Große Windräder

Ja die Windmühlen sind hier irgendwie etwas größer. Um sie voll auf das Bild zu bekommen, kann man so weit laufen, dass die Fellnase auch gleich ihre Gassirunde fertig hat ?

Wir erreichen den Stausee Embalse del Conde de Guadalhorce. Bei den Koordinaten N36.91484 W4.80819 befindet sich ein Parkplatz. Extra hier hinfahren würde ich nicht gerade, es absolut nichts hier, aber es ist sehr schön.

Guadalhorce stausee spanien wohnmobil

Stausee Guadalhorce

freistehen in spanien

Stausee Guadalhorce Freistehplatz

Wir beschließen noch ein Stück weiter zum Nationals Park El Tornillo del Torcal zu fahren.

TOPFEBEN sind die Straßen und nur alle 30 Kilometer mal eine Kreuzung. Es macht wirklich spaß zu fahren, einfach laufen lassen und dem Gesang der Reifen zuhören. Das Radio ist nämlich aus, weil wir nach 100 km keine Lust mehr hatten alle 2 km einen neuen rauschfreien Radiosender zu suchen.

Wir erreichen Antequera. Die Stadt liegt nur 30 km Luftlinie vom Meer (Costa del Sol) entfernt. Uns interessiert aber der El Torcal, ein Gebirgsstock aus Kalkstein der heute ein Naturpark und beliebtes Ziel für Kletterer ist.

Es geht sehr steil hoch, teilweise brauche ich den 2ten Gang. Ich möchte nicht wissen wie wir da wieder runterkommen sollen.

Der Kleine Parkplatz hier oben ist total überfüllt. Wir wollen aber nicht wieder runterfahren, der Berg ist einfach zu lang und zu steil. Es muss sich schon lohnen hier oben. Also bleiben wir stehen und warten ab, bis die Tagesgäste sich verkrümeln. Da wir mitten auf dem Platz stehen, vergnügen wir uns mit Abwechselnd spazieren gehen.
GPS: N36.95349 W4.54423

wohnmobil freistehen el torcal spanien

Parkplatz El Torcal auf 1200m

ich war das nicht

Wer das nun wieder war….

Der unschuldige hier, hat gedacht er gibt uns einen Grund den frisch gesaugten Boden nochmal zu reinigen…

Gegen 16 Uhr wird unser Nachtplatz dann frei, wir stellen uns brav in die Markierung und nehmen nicht mehr Platz weg. Gut wenn man einen langen Überhang hat.

Blick ins Tal

Blick ins Tal

el torcal

Tolle Felsformationen

Das schöne hier oben ist die Steinwüste, und der Parkplatz liegt in einer Senke, so ist er relativ Windgeschützt. Kalt ist es auf 1200 Meter aber trotzdem, um 17 Uhr 6,8 Grad

19 Uhr es wird langsam dunkel. 4 Grad sagt das Thermometer, die Heizung lief schon kurz. 23,3 Grad im Womo. Ich mache mich nochmal auf den Weg nach draußen. Mit dicker Jacke, es ist Schweine kalt.
Die Temperaturen schwanken zwischen 2 und 4 Grad. Zum Glück hält die Heizung durch. Ja, die Gasheizung läuft! Ohne erkennbaren Grund, geht sie auf einmal wieder. Soll mir recht rein, wenn sich die Dinge mal wieder von selbst reparieren.

Granada

el torcal am morgen

Sonnenaufgang am el Torcal

Das Hochland von Spanien lässt Deutschlandgefühle aufkommen. Zumindest was das Wetter angeht. Es ist nasskalt, 10 Grad und regnet immer wieder. Die Abfahrt heute Morgen, von unserem 1200 Meter Hügel verlief im ersten Gang mit 10 km/h etwas langsam, dafür blieben die Bremsen kalt.

Antequera

Antequera

In Antequera stellen wir uns neben den MC Donald, hier gibt es offenes Wifi, das wir mit unserer Wlan Antenne gerade so empfangen können. Nur so kann ich den gestrigen Blogartikel hochladen ohne gleich das ganze Vodafonevolumen zu verbrauchen. Nach dem wir alle wichtigen Internetangelegenheiten erledigt hatten beschließen wir aufgrund der Wetterlage heute schon nach Granada weiterzufahren, da morgen der einzig schöne Tag sein soll. Übermorgen soll es den ganzen Tag bedeckt sein. Wir werden begleitet von Regen und dicken Wolken.

In Granada entscheiden wir uns für den Camping in La Zubia. Anscheinend geht hier jeder hin, der sich Granada anschauen will und so entscheiden auch wir uns dafür und machen keine Experimente mit anderen Stellplätzen.

Camping Reina Isabel

Camping Reina Isabel

Camping Reina Isabel

SAT Empfang ist wegen der vielen Bäume etwas schwierig, das wussten wir schon vorher. Trotzdem hatten wir Glück, ohne Schüssel einstellen hatten wir 95% Signalstärke – Wunderbar.

Mit dem Internet hier ist das etwas anders …. es gibt zwar ein Wlan, aber wir hatten kein Internet. Erst mit der Bitte den Router einmal neu zu starten, funktionierte der Zugang ins Netz. Jeder gedrosselte Mobilfunkzugang ist schneller, so muss ich meine geschäftlichen Aktivitäten wieder auf Mobilfunk ausführen.

Alhambra Granada

7 Uhr – der Tag beginnt. Um 9 Uhr wollen wir die Alhambra besichtigen. Der Campingplatz bietet einen Reservierungsservice für die Eintrittskarten an, welchen man in den wärmeren Monaten sicher in Anspruch nehmen sollte. Auf unsere Nachfrage hat uns der Chef aber den Tipp gegeben, dass wir vor 10 Uhr dort sein sollten, dann klappt es auch ohne Reservierung.
Vom Camping Reina Isabel in La Zubia, kann man entweder mit dem Bus oder in unserem Fall wesentlich einfacher mit dem Taxi für 10 Euro zur Alhambra fahren. Wir nutzten das Taxi, weil es für 2 Personen nur unwesentlich teurer ist und uns schnell direkt zur Alhambra bringt.
Das Generalticket kostet 14 Euro/P und beinhaltet alle wesentlichen Dinge, die man braucht um die Alhambra besichtigen zu können. Für 7,50Euro besorgen wir uns noch einen Audioguide, damit man auch versteht, was man hier gerade sieht.

Was ist die Alhambra eigentlich? Wen das Interessiert, darf gerne den recht ausführlichen Artikel in Wikipedia lesen. Der Komplex ist so gigantisch, dass ich hier jetzt 800 Bilder zeigen könnte. Das will ich euch aber ersparen, lediglich ein paar Bilder möchte ich den daheim gebliebenen nicht vorenthalten:

stadtbsichtigung granada alhambra alhambra besichtigen alhambra spanien

Von der Alhambra bekommt man auch einen supertollen Ausblick auf die Stadt Granada und die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada.

alhambra spanien besichtigen

Blick auf Granada

Sehr schön ist auch der Smog zu sehen der über der Stadt hängt.

Endlich mal wieder Meer

Seit heute Morgen regnet es. Um 7 Uhr werde ich davon geweckt. Wir packen gemütlich zusammen, entsorgen und tanken noch schnell 20 Liter Frischwasser um heute auf jeden Fall genug Wasser zu haben.

Von Granada führt die Autobahn fast direkt auf 1350 Meter hoch, leider hat es auch hier oben 13 Grad und von Schnee ist keine Spur. Dafür verdrückt sich der Regen kurz nach dem Pass und die Sonne schaut heraus.

sierra nevada

Auf der Autobahn nach Osten

 Embalse de Francisco Abellán

Embalse de Francisco Abellán

Beim Embalse de Francisco Abellán legen wir eine Frühstückspause ein. Auf den Parkplätzen am Damm kann man sicher auch übernachten. GPS: N37.313588,-W3.252911

Mit dem Verschwinden des Regens kam der Sturm. Ca. 90km/h schnell fegt er über das Land, zum Glück die meiste Zeit von hinten. So fahren wir fast 200 km mit Rückenwind, was sich im Spritverbrauch deutlich bemerkbar macht.

Der Wind bläst uns bis Villaricos. Dort stehen dieses Jahr einige Wohnmobile, obwohl es die letzten Jahre total verboten war. Da wir ab morgen auf den Stellplatz nach Vera wollen, bleiben wir gerade mal für eine Nacht hier stehen.

wohnmobile am strand von villaricos

Freistehen in Villaricos

freistehen in spanien

Strand bei Villaricos

Der Wind hat sich gelegt, das Meer rauscht und es hat 25 Grad bei wechselnder Bewölkung. Wir wollen uns mal gar nicht beschweren.

Vera Oasis al Mar

freistehen am meer in spanien

Sonnenaufgang in Villaricos

Wir haben super geschlafen heute Nacht. Obwohl wir direkt am Meer standen war im Womo nicht wirklich was vom Meer zu hören. Ist halt einfach kein Atlanik …
Für heute hatten wir uns einen Stellplatz in Vera (Oasis al Mar) reserviert, welchen wir am späten Vormittag beziehen wollten. Gerade als wir aufbrechen wollten, treffen wir Klaus und Yvonne, die wir bisher nur aus FB kennen. 2 Stunden später kamen wir dann endlich los, aber auch nur, weil die Polizei an den Strand kam und anfing die Wohnmobile zu kontrollieren. Wir wollen nicht gleich am Anfang eine Registrierung und verdrücken uns dann mal unauffällig. Heute Abend erfahre ich dann von Klaus, dass die Polizei alle wegschickt, die länger als 1 Tag hier stehen. So wäre uns noch nicht mal was passiert.
Unser Wasser hatte zum Glück bis heute gereicht und so tanken wir erst einmal 350 Liter Frischwasser und beziehen dann unseren Platz.

oasis al mar

Stellplatz in Vera

Erich steht auch hier, und wir verbringen den ganzen Mittag zusammen mit Erfahrungsaustausch. Heute hatten wir wieder traumhaftes Wetter, jetzt um 19:30 Uhr noch 20 Grad draußen. Der Wind hält sich auch noch in Grenzen, aber wir merken es ist deutlich windiger als in Portugal.

Die Geschichte von der vermissten H-Bombe in Vera

Aufmerksam wurde ich auf diese Geschichte, als mir ein Camper von der vermissten Atombombe in Vera erzählte. Die wäre bis heute nicht gefunden worden und strahlt gemütlich vor sich hin. Daraufhin machte ich mich auf die Suche nach Informationen im Netz.

Also folgendes ist passiert:

Am 17. Januar 1966 stürzte ein amerikanischer Bomber mit vier Wasserstoffbomben über dem spanischen Bauerndorf Palomares ab. Der beschauliche Dorffriede wurde jäh unterbrochen, als ein amerikanischer Bomber vom Typ B-52 G Stratofortress bei einem Luftbetankungsmanöver mit einem Tankflugzeug vom KC-135 A Stratotanker in rund 9.000 m Höhe zusammenstieß und beide Militärflugzeuge abstürzten. Dabei kamen die vier Besatzungsmitglieder des Tankers und drei der sechs Angehörigen der Bombercrew ums Leben. Der Bomber war auf dem Rückflug von einer Art Scheinangriff gegen die Sowjetunion

Sehr Interessant finde ich den Bericht vom Spiegel aus dem Jahr 1967. Es lohnt sich den mal zu lesen, ist sehr interessant und ausführlich geschrieben:

H-BOMBE VERMISST …

Die Suche nach der verlorenen Wasserstoffbombe von Palomares / Von Flora Lewis

Weiter sehr interessant wird das Thema zwischen damals und heute in folgendem Link beleuchtet: http://www.heise.de/tp/artikel/33/33192/1.html

Da das Ganze nur knapp 1 km Luftlinie von unserem Stellplatz passiert ist, habe ich natürlich die betroffenen Stellen besichtigen müssen. Im letzten verlinkten Artikel werden die Stellen ja sehr ausführlich beschrieben. Heute sieht es da so aus:

h-bombe vera

Mitten im Ort Palomares

Mitten im Ort Palomares landete eine Bombe. Dieser Platz wird mit einer Messstation rund um die Uhr überwacht.

h-bombe in vera vermisst

Mit Messstation überwacht

Den zweiten gesperrten Ort fand ich am Wasserspeicher:

vermisste atombombe vera

Gesperrtes Gelände am Wasserspeicher

Wasserstoffbombe in vera

Großes Gelände eingezäunt

Hier ist eine größere Fläche eingezäunt auf der ebenfalls eine Wasserstoffbombe eingeschlagen sein soll.

Es ist schon ein befremdliches Gefühl, wenn man direkt am Zaun steht und sich das ganze anschaut. Ob die Strahlung wohl am Zaun halt macht oder ob sie so schwach ist, dass nichts passiert und man nur verhindern will, dass das Gelände umgegraben wird um evtl. vorhanden Plutoniumstaub frei zu setzen? Nebenan gedeiht das Gemüse jedenfalls prächtig.

Fazit: Es wird keine Bombe vermisst und es ist nicht in Vera passiert, sondern in Palomares.

Tag des Abschieds

Gestern war der erste Tag in Vera, an dem sich die Sonne den ganzen Tag nicht blicken ließ. Die 15 Grad fühlten sich ziemlich nasskalt an, ein Zeichen für uns, dass es in Deutschland sicher noch unangenehmer sein muss.

Am Morgen hatten wir Hochwasser in der Dusche und im Waschbecken. Keine Ahnung warum, aber nach 10 Tagen waren 300 Liter Wasser verbraucht und der Toiletten und Waschbeckentank randvoll.
Das war die Gelegenheit, mit dem Womo etwas spazieren zu fahren. Erst entsorgen, dann nach Vera Playa einen Bekannten besuchen, dann zu Lidl einkaufen und wieder zurück zum Stellplatz und den Wassertank füllen. So brachten wir einige Stunden rum.

Heute war dann der große Tag des Abschieds, wir hatten 12 wunderschöne Tage auf dem Stellplatz Oasis al Mar in Vera.

52 km weiter nach Norden. Bei der Carolinenbucht machen wir wieder einen kurzen Zwischenstopp, hier ist aber viel zu viel los.

Carolinenbucht

Playa Carolina

Darum fahren wir weiter nach Aguilas und gehen bei Feinkost Albrecht noch etwas einkaufen. Dann bezogen wir, nach einem kurzen Blick nach Calabardina einige km weiter nördlich an der Küste, unser Nachtlager.

Spanien freistehen

Schöner Freistehplatz an der Küste

Durch die Räumung der Ziegenwiese, stehen hier in den ganzen Buchten sehr viele Wohnmobile. Auch hier treffen wir wieder viele alte Bekannte aus den letzten Jahren. Die Sonne hatte sich heute nochmal sehr zurück gehalten. Bei dem tristen Grau in Grau machte es nicht wirklich spaß zu fotografieren. Morgen soll es aber wieder sonnig und warm werden – Wir freuen uns schon.

Puntas de Calnegre – Stellplatz

Ich habe super geschlafen auf unserer Klippe. Heute Morgen war es zwar erst noch bedeckt, aber die Wolken verzogen sich schnell.

freistehen in spanien erlaubt?

Freistehplatz auf den Klippen

Unser heutiges Ziel ist der Stellplatz in Puntas de Calnegre. Schon auf dem Weg kam die Sonne raus und schon sieht die Welt wieder schöner aus.
Der kleine verschlafene Ort Puntas de Calnegre, kurz hinter dem Ort befindet sich auch der Stellplatz.

blick auf den stellplatz

Stellplatz Puntas de Calnegre

GPS: 37.5153,-1.39865|N37°30’55“ W1°23’55“
Platzpreis 6 Euro/Tag incl VE und anscheinend mit Wlan, welches wir bisher nicht empfangen konnten.

Der Platz wurde seit unserem letzten Besuch stark erweitert, und ist fast komplett voll.

stellplatz puntas de calnegre

Nah am Wasser

23 Grad im Schatten, leichter Wind gegen Nachmittag.

Schlangenbucht, Ziegenwiese und Camperstop Sierra Espuna

Endlich wieder fahren und dazu noch bei so schönem Wetter. Wir verlassen Punta de Calnegre und fahren zur Ziegenwiese. Spontan entscheiden wir uns an dem Abzweig zur Ziegenwiese noch kurz die Schlangenbucht zu besuchen. Hier entstanden auch folgende Fotos:

luftbild

Schlangenbucht

luftbild schlangenbucht

Schlangenbucht von oben

Schon an der Einfahrt zur Schlangenbucht (Playa Percheles) stehen Schilder die einem die Höhe der Strafe zeigen wenn man hier übernachtet.

Darum bleiben wir auch nicht lange und fahren weiter zur Ziegenwiese:

ziegenwiese frei stehen

AMUMOT auf der Ziegenwiese

Habt ihr schon Mal mitten im Winter so wenige Wohnmobile auf der Ziegenwiese gesehen? Ist echt erschreckend ? Aber auch irgendwie schön und vor allem staubig … Ein paar Stunden bleiben wir hier und machen in aller Ruhe ein paar Bilder:

luftbild ziegenwiese

Ziegenwiese von oben

ziegenwiese spanien

Die Küste Richtung Mazarron

hund sonnt sich

Max chillt

Max genießt das geniale Wetter.

Weiter gehts ohne große Berge zur Sierra Espuna (http://sierraespunacamperstop.blogspot.de/)

7 Euro/ Tag incl. VE sind ein angemessener Preis für diesen sehr schönen Stellplatz, in wunderschöner Lage. Warum auch immer aber das SAT Internet hat wieder keine Lust. Zum Glück gibt es hier super schnelles Internet.

camperstop sierra espuna

Sierra Espuna

50 km sind wir heute gefahren.

Stelllplatz Finca Caravana Yecla

Unser heutiges Tagesziel finden wir auf dem traumhaft gelegenen Stellplatz in Yecla – Finca Caravana.

Auf 730 Meter, mitten in der Natur weitab von allem was Lärm macht und dazu noch ein super netter Platzbetreiber. Was will man mehr? Es gibt eine VE Station, Grillplatz und Außen Küche. Der Platzbetreiber Björn tut was in seiner Macht steht um es seinen Gästen so bequem wie möglich zu gestalten.

Finca Caravana

Finca Caravana

Gut 200m² Parzellen stellen alle anderen Stellplätze in den Schatten! Und der Preis für 8 Euro ab der ersten Nacht geht auch noch in Ordnung. Wer länger bleibt bekommt satte Rabatte und zahlt nur noch 5 Euro/ Tag. Gerade für Reisende die sich auch etwas für das Land interessieren gibt es ein besonderes Angebot:
Sonderangebot: 1 Woche + Sprachkurs in Spanisch (30 min. am Tag) nur 70,- Euro. Björn bietet auch viele Infos für Wandern oder Radtouren durch die Umgebung. Wasser und Mülltonnen sind vorhanden, Strom gibt es leider vorab noch keinen.
Der Platz wird ständig erweitert und mit viel Liebe zum Detail aufgebaut. Für uns ein Platz nach unserem Geschmack, hier kommen wir sicher noch einmal her – zur Finca Caravana

Peniscola

Heute liegen 288 km vor uns, wir fangen mal mit kleinen Etappen an um sie dann zu vergrößern in den nächsten Tagen. Um 12 Uhr starten wir, es geht über Top ausgebaute Landstraßen und kostenfreie Autobahnen direkt nach Peniscola.

Nach einem Zwischenstopp in Valencia, wo wir schnell bei Mc. Doof eine Kleinigkeit essen und noch das nötigste einkaufen, erreichen wir gegen 16 Uhr unser Tagesziel bei Freunden auf einem privaten Grundstück in der Nähe von Peniscola.

Frankreich Capbreton

9:45 Abfahrt und um 18:45 erreichen wir nach 558 km unser Tagesziel in Frankreich – Capreton. Die meiste Zeit übe ich geradeaus zu fahren, nur die ersten 100 km waren etwas bergig mit 1000 Kurven.

Bergdorf morella

Meralla

Wir fahren über Morella, das auf über 1000 Meter über dem Meer liegt. Hier oben liegt sogar auf den Nordhängen noch Schnee und die Straße ist teilweise vereist durch Wasser, welches über die Straße läuft.

gerade aus fahren ...

gerade aus fahren …

Kurz vor Pamplona wird die Gegend wieder bergiger und wir wechseln auf die Autobahn. Die letzten 120 km in Spanien kosteten gerade mal 8 Euro. Als wir Frankreich erreichen bleiben wir dieses Mal auch auf der Autobahn. Die paar km bis Capreton sind wirklich wesentlich entspannter über die Autobahn zu fahren als durch die Städte mit Kreisverkehren, Schlaglöchern, Kreuzungen und Ampeln.

Abschied vom Atlantic

Abschied vom Atlantic

Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir den Atlantik wieder. Leider hat sich die Sonne hinten der Wolken versteckt und der letzte Sonnenuntergang am Atlantik fällt dieses Mal leider aus.

Marboué Frankreich kostenloser Stellplatz

Um 5 Uhr stehen wir heute auf und checken nochmal den Wetterbericht. Es soll Sturm mit 100km/h Böen aus Westen geben. Am schlimmsten soll es über Mittag werden, aber schon heute Morgen schaukelt das Womo ziemlich. Wir überlegten ob wir uns das antun sollen, oder lieber den Tag abwarten und bei Nacht fahren sollen…

Wir beschließen soweit zu fahren wie es geht. Jeder Kilometer ist momentan wichtig, denn wir müssen am Samstag in Heinsberg (50km westlich Köln) sein.
Der Sturm war heftig, gespickt mit teilweise sinnflutartigem Regen. Meine Füße wurden auch wieder nass, Die Windschutzscheibe scheint immer noch nicht dicht zu sein. Da der Wind aber meist von schräg hinten kam, konnte ich einigermaßen gut fahren und die 624km schafften wir in 10 Stunden trotz der gefühlten 1000 Kreisverkehre und meines inzwischen schmerzenden Knies durch das viele Kuppeln.

Ganz kurz hatten wir auch mal blauen Himmel. Die Temperaturen schwanken von 5-8 Grad über Tag. Unser Tagesziel hatte ich gestern Abend noch bei www.meinwomo.net gefunden. Ein kostenloser Stellplatz, recht nah an der N10, aber nicht direkt und sehr schön gelegen.

Frankreich

Kostenloser Stellplatz Marboue

Der Platz liegt 100 Meter neben der N10 an einem Fluss, mit Spielplatz. Es gibt ein VE Station und sogar Toiletten für die, wo keine eigene dabeihaben.

Heinsberg Deutschland

Um 6:30 starte ich den Motor. Welcher sofort und viel schneller als sonst seine Arbeit beginnt. Die 630 km Vollgas von gestern taten wohl gut. Aus Fehlern lernen wir auch dazu, die N10 fahren wir heute bis zur nächsten Autobahnauffahrt und fahren dann bis Paris 100 km für 16,50 Euro auf der super ebenen schlaglochfreien Autobahn.

Paris

Eifelturm Paris

Blick auf den Eifelturm in Paris!
Durch Paris ist die Autobahn sowieso frei und nach Paris geht es auf die N2, welche zuerst Autobahnähnlich ist und dann ein Mix aus Schnell und Landstrasse ist. Sehr viele 90km/h Abschnitte und nur wenige Kreisverkehre lassen uns zwar schnell vorankommen, kosten aber heftigst viel Material.
Nach dem heutigen Tag frage ich mich wirklich, ob es wirklich so viel günstiger ist, in Frankreich grundsätzlich Landstraße zu fahren? Es gibt zwar durchaus gute Landstraßen, aber ebenso mindestens noch viel mehr schlechte Straßen. Die N2 zwischen Paris und Belgien ist so ein Beispiel. Bodenwellen, Schlaglöcher und kilometerlange Flickenteppiche, ruinieren nicht nur Reifen und Stoßdämpfer sondern schaden auch dem Aufbau und der Einrichtung. Mich wundert es nicht mehr, wenn andere Wohnmobilisten stolz erzählen, dass sie nie Maut zahlen, aber nach gerade mal 60tkm platte Stoßdämpfer und abgerissene Stabilager haben.

Es ist einfach nicht schön wenn man mit 90 in einer LKW Kolonne einen Berg hinunter fährt und auf der Brückenauffahrt (Übergang Straße – Brücke) ein mega Schlagloch über die ganze Fahrbahnbreite klafft. Bremsen zwecklos ausweichen geht auch nicht. Also Augen zu und durch. Es tut einen mega Schlag, ich bin am Rudern und versuche das Womo auf der Straße zu halten. Ne danke …
Dazu kommen die Ortsdurchfahrten mit den tausend Kreisverkehren und Bremshügeln. Bremsen, Kupplung, Beanspruchung der Reifen an der Vorderachse durch Bremsen. 3 Liter Mehrverbrauch noch dazu, Zeit und Nerven ….
Das ist mein Material das mich von A nach B bringt und in dem ich wohne. Ein paar Kratzer wegen Bäumen jucken mich nicht, die Kratzer erinnern mich höchstens an die schönen Plätze die wir so erreichen konnten. Aber nur wegen ein paar gesparter Euros gleich hunderte Euros an Reparaturkosten riskieren? Sicher nicht wieder.
Dann kamen wir nach Belgien. Unser erstes Mal überhaupt. Was mir gefällt und gut zu unserer Laune passt ist der düstere Baustil der teils sehr alten Steinhäuser.

Was wir etwas befremdlich finden, die ganzen Straßen sind mit Lampen versehen.

Straßenbeleuchtung belgien

Belgien

Erst dachte ich, das ist ein Witz aber nein, es ist wirklich so. 350000 Straßenlampen erleuchten in der Nacht die Autobahnen und Schnellstraßen. Belgien ist somit das einzige Land, das man bei Nacht vom Weltall aus sehen kann. Neben der irrsinnigen Energieverschwendung kann ich mir nur einen Sinn erklären: Man sieht die Schlaglöcher besser bei Nacht.
Eigentlich wurde die Straßenbeleuchtung eingerichtet um die Unfälle zu senken, aber das wurde damit nicht erreicht. Inzwischen wird die Beleuchtung an immer mehr Orten nachts abgeschaltet. Die Stromkosten belaufen sich im oberen zweistelligen Million Betrag pro Jahr.

Die Straßen kann man nicht wirklich so nennen, es sind grausame Betonpisten, die teilweise Wellblechpisten ähneln. Hier ist die Geschwindigkeit ganz wichtig, wenn man zu langsam fährt gibt es Schwingungen auf den ganzen Aufbau. Ab 80 geht es dann wieder, da flehen nur noch die Stoßdämpfer um Gnade. Gelegentlich gibt es aber doch auch ein paar Gute Abschnitte. In Frankreich wie Belgien, räumt man die Kaffeetassen besser weg, sie bleiben nicht auf dem Armaturenbrett stehen.

Ganz anders begegnet uns dann die Niederlande. Saubere ebene glatte Straßen. Ein Genuss hier zu fahren vor allem an so Tagen wie heute. Als wir dann nach 540 km endlich Deutschland erreichen, freuen wir uns. Auch wenn von dem vor Wochen versprochenen Frühling und den Austreibenden Bäumen noch rein gar nichts zu sehen ist, so freuen wir uns doch wieder auf die günstigen deutschen Preise und Internet im Überfluss.
Heute war mit Abstand der Tag der schlimmsten Straßen! Nicht mal in Bosnien haben wir solche Zustände erlebt und das Portugal, vor dem uns alle warnten hat dagegen noch wirklich sehr gute Straßen. Dabei haben wir nur Nationalstraßen und Autobahnen befahren und keine Feldwege. Heute Mittag, als wir auf dem Stellplatz in Heinsberg ankamen, habe ich erst einmal das Womo von unten untersucht. Keine Federn gebrochen und die Stoßdämpfer sind auch noch ok. Der Vario ist schon hart im Nehmen 8000 km ohne größere technische Probleme. 1 Liter Öl hat er sich genehmigt, was für die 241000 km seit heute auch absolut in Ordnung ist.

Hier unser Stellplatz in Heinsberg am Lago:

heinsberg

Stellplatz P2 Heinsberg

Der Platz kostet 10 Euro die Nacht, wenn man auf dem P1 direkt am See steht. Hier gibt es Kuschelcamping mit Blick auf den Nachbarn. Der P2 bietet dafür viel Platz, und sicher mehr Ruhe. So können wir uns morgen mal nach 3 Fahrtagen mit insgesamt 1850 km seit Peniscola ausschlafen und erholen.

Heute Mittag hatte es hier um die 9 Grad mit einem Sonnen Regenmix.

7500 km in 131 Tagen – Überwintern 2013-2014

Nun sind wir wieder in Deutschland insgesamt waren wir über 7000 km unterwegs vom 21 Oktober bis 1 März.
Als erstes einmal ein dickes Lob und vielen Dank an euch Leser die uns begleitet haben! Es ist schön zu sehen wie der Besucherzähler nach oben schnellt, wenn man unterwegs ist. Die Besucherzahlen haben diesen Winter wieder Rekordwerte erreicht Wir wollen euch allen für die Treue und auch die Teilnahme durch Kommentare danken!
Heute ist der erste Tag in Deutschland. Das Kopfbrummen von den 3 Fahrtagen ist vorüber und das Wetter draußen zeigt mit grausamer Klarheit, dass die warme Zeit vorerst einmal vorüber ist.

An was denke ich, wenn ich an die vergangene Zeit denke?

99 Tage Portugal haben Spuren hinterlassen. Ganz klar und die Zeit möchten wir nicht mehr missen. Portugal war das absolute Highlight diesen Winter. Nicht nur wegen dem Wetter, wo wir wirklich Glück gehabt haben. Wir haben viel gesehen, viele nette Menschen kennen gelernt und eine schöne Zeit erlebt.
Als besonders schöne Orte bleiben uns die Boca do Rio, die Nacht am Leuchtturm Sao Vicente in Sagres und der Barragem Arade in Erinnerung.
Der Winter der Pannen. Noch nie ist an unserem Womo so viel ausgefallen wie diesen Winter. Schon vor der Abreise hatte ich Startprobleme, welche ich aber zum Glück noch rechtzeitig beheben konnte. Zu Anfang fiel dann der Scheibenwischer und die Truma Heizung aus. Den Wischer konnte ich reanimieren, die Heizung streikte bis Februar und wurde durch eine Elektroheizung ersetzt, danach ging sie auf einmal wieder. Die Wasserpumpe hat auch ihr Lebensende erreicht, und lief nur noch mit einer Spannung über 13V. Zum Glück konnte ich das Problem provisorisch durch eine externe Stromversorgung durch den LiFeYPo4 Akku beheben. Die Gastankanzeige geht seit Ende Februar nicht mehr, keine Ahnung warum, dem Problem werden wir nachgehen, wenn der Gastank nun zur 10-jährigen Prüfung muss. Der Anlasser vom Vario ist inzwischen auch reif zur Überholung, und die Kupplung rupft aber schleift nicht. Irgendwo dringt bei starken Regen auch Wasser ins Fahrerhaus ein, und sorgt für nasse Füße.

Für 2014 haben wir also genug Arbeit ?

Spanien war für uns dieses Jahr nicht so ganz das Highlight. Wir waren zu oft schon hier, die Plätze sind alle überfüllt weshalb wir uns auch zum Schluss ins Inland verdrückt haben wo wir wirklich schöne Plätze gefunden haben. Ein absolutes Highlight war in Spanien der Stellplatz von Björn, die Finca Caravana. Der coole Typ mit seinem Stellplatz mitten in der Natur auf 730 Meter hat eine tolle Wohlfühloase geschaffen und ein absolutes Kontrastprogramm zu den Kuschelcamping Stadtplätzen in Calpe und Benidorm mit Verkehrslärm und Stadtleben.

Kosten: Keine Ahnung, wir haben es nicht aufgeschrieben, es war aber nicht so viel wie erwartet. Höchster Kostenpunkt war ganz klar wieder Diesel.
Nun freuen wir uns auf einen schönen Sommer 2014.

– Ende –

Von rechts nach links und zurück an der Algarve
Gastank by Wynen Gas

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