AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Hallo aus Frankreich

Sonntagmorgen in Frankreich

7 Uhr, es wird schon hell und leise tröpfelt der Regen aufs Dach.

Brrrrruuuuuuuummmmmmm dazu ein Klack Klack Klack Klack. So eine Dieselheizung ist nicht gerade leise. Da es aber immer noch nicht nach Sonne aussieht, heize ich den Wasser-Boiler mal wieder mit Diesel statt mit Strom.

Wir haben gerade Sonntag. Nachdem wir beide erst einmal schön heiß duschen waren, fahren wir weiter gen Süden.
Heute sind weniger LKWs unterwegs, was die Ortsdurchfahrten etwas vereinfacht. Die Franzosen haben gerade auf der N83 die Straßen in den kleinen Ortschaften so verschmälert, dass LKWs gerade so aneinander vorbei kommen. Ich bin froh, dass ich mich inzwischen an die Breite unseres Womo gewöhnt habe – die vielen Fahrten im Erzgebirge zahlen sich aus.

Unser Ziel ist die Rhône. Bei Montalieu finden wir an der Rhône einen Parkplatz an einer kleinen Marina. Hier ist die Saison scheinbar schon vorbei, denn außer uns hier fast kein Mensch.

Parkplatz an der Marina

Als wir das Ziel erreichen setzt starker Regen ein. Ich heize den Ofen ein und mache ein Nickerchen. Erst kurz vor Sonnenuntergang hört der Regen endlich auf, der Himmel reißt auf und die Sonne kommt für fünf Minuten zum Vorschein.

Kurz besucht uns doch die Sonne

Regen prasselt wieder aufs Dach. Der Tag beginnt also wie gewohnt. Es ist Montag und ich muss mich dringend wieder um meine Arbeit kümmern. Nach so einem langen Wochenende sammeln sich immer viele Anfragen an und auch die Bestellungen aus dem Shop wollen bearbeitet werden. Hab ich schon erwähnt, dass ich kurze Emails besonders schnell beantworte?

Um kurz nach 11 Uhr sind wir dann endlich abfahrbereit. Der Regen hat sich inzwischen verzogen und so cruisen wir gemütlich durch die Hügellandschaft der Rhône-Alpes.

Tolle Ausblicke auf die Berge

Kurz vor dieser schönen Aussicht überzeugt uns Google Maps mal wieder davon, dass man ihrer Navigation nicht blind vertrauen sollte. Vor allem nicht, wenn man mit einem 12 Tonner vor einem 3,5 Tonnen Schild steht. Aber wir hatten Glück, die Abkürzung war fahrbar und die Brücke über die Autobahn hat gehalten.

In Le Port de Saint-Gervais am Fluss Isère werden wir übernachten. Kurz nach Ankunft beginnt es wieder zu schütten.

Le Port de Saint-Gervais

Fünf Minuten vor Sonnenuntergang dann wieder dieses Bild:

Der Regen hört auf, die Sonne kommt kurz raus.

Die Berge mit den engen Schluchten sind unser eigentliches Ziel. Die Straßen sind hier teilweise so eng, das man sie nur mit einem PKW befahren kann. Das ATV bietet sich hier geradezu an. Aber nur wenn es nicht regnet, denn dann macht das alles keinen Spaß. Dies ist übrigens der größte Nachteil zu einem richtigen Auto: Nicht schlechtwettertauglich! Aber wir wollen ja auch nicht im schlechten Wetter sein.

Der Tag beginnt mal ohne Regen. Sollten wir wirklich Glück haben und mit dem Quad in die Berge fahren können? Draußen hat es nur 10°C – eine gemütliche Fahrt wird es sicher nicht, aber was solls, ich will da jetzt hoch. Als wir gerade los wollen, fängt es wieder an zu regnen. Wir blasen den Plan ab und fahren weiter.

Nach 5 Kilometern erleben wir den totalen Wetterumschwung. Wolken und Regen verziehen sich und die Sonne kommt heraus. Wir erreichen gerade den Ort Cognin-les-Gorges, wo sich die D22 den Berg hoch und in die Nan Schlucht schlängelt. Wir halten schnell auf dem Parkplatz neben der Kirche an und laden das Quad aus. Wer weiß wann es wieder zu regnen beginnt.

Schnell das Quad ausladen

Für Wohnmobile sind die Felsvorsprünge und Tunnel zu niedrig, aber für ein Quad ist die Strecke gerade richtig. Der wirkliche sehenswerte Teil der Strecke ist nur ein paar hundert Meter lang. Wir durchfahren ihn und kehren dann wiederum. Den Rundkurs ersparen wir uns wegen der niedrigen Temperaturen lieber.

Was ein Ausblick!

Danach verstauen wir das Quadling wieder in seiner Garage und setzen die Reise fort. Heute wollen wir eine LKW Werkstatt finden, denn ein Abblendlicht hat den Geist aufgegeben. 24V Lampen finden sich nicht an jeder Ecke.

Die erste LKW Werkstatt die uns über den Weg läuft hat eine passende Birne und der Mechaniker baut sie auch direkt ein – Danke. Eigentlich obwohl ich das selbst machen. Aber ihm schien unser Womo zu gefallen. Er fährt selbst einen Mercedes Bus und ist damit schon um die halbe Welt gefahren. Als er so erzählt, gesellt sich langsam die komplette Belegschaft dazu und inspiziert unser Auto.

Eine nette Begenung, dank einer einfachen Birne

Die Fahrt verläuft ohne weiteren Zwischenfälle. Auf einer Rhône Insel suchen wir uns einen Übernachtungsplatz. Ganz ungewohnt, nach dem wochenlangen Regen: Es ist endlich mal wieder sonnig.

Feierabend – mit Sonnenschein

Wenn man das komplette Rhônetal nicht an einem Tag durchfahren möchte, sondern sich an 100-200 Kilometer Etappen hält, ist es eine recht entspannte Nummer – trotz der vielen Kreisverkehre. Die Landstraße schlängelt sich durch landschaftlich reizvolle Gegenden und bietet somit viel Abwechslung. Ich hätte nicht gedacht, dass gerade mit dem LKW diese Strecke deutlich mehr Spaß macht, als mit allem was ich davon gefahren bin.

Wir starten zur letzten Etappe ans Meer, denn hier soll die Sonne scheinen und angenehme Temperaturen herrschen. 200 Kilometer Landstraße liegen vor uns, was zeitlich doch etwas viel war. Dafür stehen wir jetzt am Strand ohne Regen und mit Sonne.

Mit einem anderen Deutschen teilen wir uns den großen Parkplatz auf dem Strand.

1700 Kilometer sind wir nun seit Annaberg-Buchholz gefahren, Zeit für ein kleines Zwischen-Fazit:

  • Was braucht so ein Auto an Sprit?
    So genau weiß ich das immer noch nicht. Die zwei Tanks sind nach Tankuhr zu 1/3 und 2/3 leer. Rechnet man das nun um auf Liter haben wir theoretisch 450 Liter verbraucht, was etwa 28 Liter pro 100 Kilometer entsprechen würde. Für die Berge im Schwarzwald und die 150 Kreisverkehre in Frankreich ist das eigentlich ein guter Schnitt. Vario und Ducato verbrauchten zusammen auch nicht weniger, eher mehr.
  • Wie lebt es sich so?
    Ich bin sehr zufrieden mit mit der Raumaufteilung. Ich liebe den Holzofen – es gab Zeiten in der Planung, da wollte ich ihn streichen…
    Richtig geil finde ich das Bett und der Ausblick. Alles ist so wie es sein soll.
  • Was ist auffällig?
    Ich weiß nicht, ob die Duschnummer im Bad die Endlösung ist. Es wird halt schon viel nass und wehe, wenn hier eine Dichtfuge nicht dicht ist…
    Die zwei Toilettentanks sind ok, wenn man sie auch rechtzeitig leert.
    Wasser tanken ist aktuell noch recht kompliziert, weil ich innen, direkt an den Tanks die Hähne betätigen muss.
    Der Warmwasserboiler im Bad ist Mist – und genau der lässt sich am schlechtesten umbauen.
    Bei 3 von 5 Ausladeversuchen wäre die Garagenklappe vom Quad auf der Fahrerseite besser gewesen. Das lässt sich jetzt zwar nicht mehr ändern, könnte aber beim nächsten Laster bedacht werden.
    Die Dieselheizung ist viel zu laut! An der Optimierung bin schon dran.
  • Und sonst so?
    Also ich kann nicht klagen und freue mich auf die Wüste.
Erster Sonnenuntergang am Meer

Ich werde vom Regen geweckt.
Also nichts Neues.

Komisch ist aber, dass die Sonne scheint. Darum stehe ich doch auf und schau mal nach draußen. Der andere Camper hat sich inzwischen auch vom Strand verzogen, jetzt stehen wir hier ganz alleine. Ob das gut oder schlecht ist, kann ich zu dem Zeitpunkt noch nicht sagen. Auf jeden Fall gut ist die Lichtstimmung in dem Moment.

Sonnenaufgang am Strand, während ich im Regen stehe.
Zur gleichen Zeit: Dicke Regenwolken über uns.

Irgendwie bin ich langsam etwas vom Wetter genervt. Wenigstens an der Küste hatte ich mir etwas mehr Sonne erhofft, aber der Wetterbericht meldet für die nächsten 7 Tage nur wenig Sonne.

Nanu, kein Regen???

Wie durch ein Wunder meldet der Wetterbericht heute Morgen statt Regen Sonne. So ganz unrecht hat er damit auch nicht, denn in der Ferne leuchtet der von der Sonne angestrahlte Schnee auf den Bergen.

Es hat geschneit

Jetzt wo das Wetter besser scheint, fahren wir ein Stück zurück nach Norden und besuchen den Ort Les Baux-de-Provence. Das Landschaftsbild um Les Baux unterscheidet sich durch die sehr zahlreichen Steine und Felsen sehr augenfällig von der übrigen Provence. Sagt man… mir gefällt es gut.

Les Baux-de-Provence

Etwas nördlich vom Ort parken wir im Wald und laufen in den Ort.

Les Baux-de-Provence

Einmal Crêpe essen muss in Frankreich sein, danach ist die Reisekasse fast leer. Wir schlendern durch den Ort, in dem dank der Jahreszeit erfreulich wenig los ist und schauen uns die kleinen Läden an. Wirklich viel wird hier kaum einer kaufen, denn hier kommt zu den französischen Preisen noch der Tourieckenzuschlag. Unbezahlbar teuer.

Sehr wertvoller Crêpe

Zum Übernachten folgen wir der Straße noch etwas in die Berge und beziehen auf einem kleinen Plateau unseren Schlafplatz.

Der Ausblick ist fantastisch!

Der Laster beginnt seine Vorzüge zu zeigen. Untersetzung rein und der Große krabbelt im Standgas über die Felsen den Berg hoch. Gefällt mir gut.

Suchbild

Wie erwartet liegt eine kalte Nacht hinter uns. Heute ist es windig und als ich den Holzofen bestücke und anzünde wird dieser immer wieder von den Windböen durch den Kamin ausgeblasen. Ziemlich nervig, da jedes Mal die Bude unter Rauch steht. Warum das so ist, und warum ich all die Jahre vorher noch nie das Problem hatte, kann ich aktuell nicht sagen. Entweder es ist die topografische Besonderheit der Bergkuppe auf der wir stehen, oder der Kamin hat einen Konstruktionsfehler.

Weiter geht unser Sightseeing Programm. Pont du Gard kennt wohl jeder. Als wir die Preise an der Parkplatzeinfahrt lesen, wenden wir. Bei Youtube geht das günstiger.

PONT DU GARD DRONE 4K

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Haken dran und weiter geht die Reise zu einem Übernachnachtungsplatz am selbigen Fluss.

Übernachtungsplatz am Fluss Gardon

Platzsuche am Fluss Gardon. Hier gibt es Sandbänke und schmale Wege. Wir nähern uns der artgerechten Wohnmobil-Haltung. Dass die Büsche ziemlich auf den Weg hängen haben wir erwartet. Aber irgendwann stehen dann Bäume so schräg auf den Weg, dass ich die ganze Strecke zurück fahren darf. Wir probieren den nächsten Weg und haben Glück. Wir finden einen schönen Platz direkt am Wasser.

In der Nacht hat es geregnet und die Temperatur ist auf 4°C gefallen. Vielleicht fiel sie auch gerade wegen dem Regen nicht weiter – wer weiß? Wie jeden Morgen zünde ich den Ofen an, danach gehe ich kurz eine Runde mit dem Hundekind raus.

Nein, der Ofen raucht nicht immer so 😉

Wenn morgens der Ofen richtig heizt wird es auf meiner Bank eng. Ich werde mir einen neuen Platz suchen müssen… Manche können auch nicht nah genug am Ofen liegen…

Ganz der Max: 250°C an der Ofenaußenseite sind gerade richtig.

Der Bach ist zwar ganz nett, aber man kann nicht viel unternehmen. Nach einem langen Spaziergang habe ich das Ufer erkundet und wir können weiter. In den Bergen hat Tanja einen schönen Platz gefunden. Dort können wir Serpentinen fahren üben. Wir fahren durch eine Schlucht, die immer enger wird und verlassen diese dann über unzählige Serpentinen nach oben. Auf der Hochebene befindet sich ein Parkplatz mit Restaurant. Von hieraus unternehmen wir kürzere Quadausflüge ins Tal. Lang sind die Ausflüge nicht, schon nach 40 Minuten bin ich total durchgefroren.

Cirque de Navacelles

Hier ist es ruhig und schön, wir legen einen Tag Pause ein.

Tanja ist echt super im Umgang mit Google Maps. Immer wieder findet sie Hammerplätze. So auch an diesem Tag. Wir fahren weiter. Pakete kommen in den nächsten Tagen in Narbonne an und darum fahren wir schon einmal in die richtige Richtung. Etwas südlich von Millau treffen wir auf die A75 und folgen dieser Richtung Küste.
Am letzten langen Gefälle, wo damals beim Vario die Bremsen glühten und ich zum Schluss noch mit 30 km/h heruntergeschlichen bin, schätze ich heute eine richtige Motorbremse – mit 60km/h rollen wir entspannt ins Tal.

Wenig später erreichen wir auch schon den Fluss, an dem wir übernachten wollen. Die Zufahrt durch einen kleinen Wald ist etwas holperig, und ziemlich ausgefahren. Aber der Ausblick in einer Biegung mit Seenlandschaft entschädigt für die Strecke, die ja auch Spaß gemacht hat.
Wir schauen auf eine Kiesbank.

Ich bin gleich noch einmal raus gefahren um zu schauen ob ich durch den weichen Sand die Böschung wieder hoch komme. Aber auch das war nicht der Rede wert. Selbst mit Straßen-Luftdruck in den Reifen fährt es hier hoch als wäre nichts. Ganz anders ging es mir dann beim Umdrehen. Die doch recht weiche Wiese war dann ziemlich beeindruckt vom Gewicht und wollte den LKW nicht mehr loslassen. Erst nach Zuschalten der Mittelsperre ging es wieder rückwärts raus. Zum Glück sind die Spuren nach dem nächsten Regen nicht mehr zu sehen, denn hier ist eigentlich das Flussbett.

Hüte dich vor Wiesen!

So stehen wir nun einsam am Fluss mit diesem Ausblick.

Top-Platz
Schwer zu glauben, dass wir in Südfrankreich sind.

Weil es in den Bergen demnächst regnen könnte und das Treibgut hier bis zu 3 Meter hoch in den Bäumen hängt, bevorzugen wir, doch zu einem etwas sicheren Platz zu wechseln. Aber erst muss ich etwas mehr Luft in die Reifen füllen, denn auf der letzten Etappe bildeten sich auf den äußeren Profilblöcken Gummiwürste.

Verschleiß im Zeitraffer

Jetzt mit Vorne 5,1 Bar und hinten 5,9 Bar wird es vielleicht besser sein. Die folgenden 30 Kilometer Autobahn (A75) gaben keinen Grund zur Beanstandung.

In dem ausgestorbenen Ferienort Les Cabanes de Fleury stellen wir uns auf den Wohnmobilstellplatz. Nicht weil wir da besonders geil drauf gewesen wären, sondern weil alle anderen Möglichkeiten durch Teppichstangen verriegelt sind.

Wohnmobilbestellplatz Les Cabanes de Fleury

Knapp 400 Meter sind zum Strand, welcher komplett mit Holz übersät ist. Die Einheimischen kommen mit Hängern und decken sich mit kostenlosem Brennholz ein. Während Max sich nicht wirklich für ein Stöckchen entscheiden kann und lieber herumschnüffelt, geht Ziva richtig ab. Sie hat einfach zu viel Energie, vor allem weil auch keiner groß Lust hat, draußen herumzulaufen.

Ziva kann sich austoben

Lange bleiben wir nicht am Strand. Es ist zwar nicht ganz so kalt wie in den Bergen, dafür aber stürmisch.

Wir fahren weiter zum Étang de Bages-Sigean südlich Narbonne. Hier werden wir so lange stehen blieben, bis unsere Pakete endlich eintreffen. Mit dem Quad wollen wir dann in die Stadt hineinfahren. So der Plan.
Wir fahren über Nebenstrecken durch enge Dörfer und ich bin immer wieder glücklich wie gut das alles auch mit einem breiten Auto funktioniert. Ich habe mit den 3,5 Tonnen Schildern Frieden geschlossen, es hat keinen Zweck die zu beachten. Die waren sicher mal besonders billig und man hat damit vorsorglich das ganze Land gepflastert.

Étang de Bages-Sigean

6:30Uhr – für mich beginnt der Tag, Tanja pennt noch ein paar Stunden weiter. Zuerst wird mein bester Freund der Ofen in Betrieb genommen. Draußen hat es nur 3°C und im Womo sind es auch noch 15°C. Die nahezu geräuschlose Wärme und das Flackerlicht des Feuers machen den Ofen für mich zur perfekten Heizung bei dem tristen Wetter.

Die Pakete sind heute natürlich nicht gekommen: Dafür gesellen sich noch zwei andere Wohnmobile zu uns und wir unterhalten uns etwas mit ihnen. Zu lange allerdings nicht, denn dann waren alle durchgefroren.

Am Abend zog mal wieder ein Gewitter durch, der Wind bläst voll von der Seite und Schneeregen trommelt aufs Womo. Immer mehr wird mir bewusst, dass Winde, die im Vario schon für reichlich Seegang sorgten, hier fast nicht zu spüren sind. Ein Hoch auf das hohe Gewicht. So macht schlechtes Wetter viel mehr Spaß.

Es ist Samstag. Der Wind hat sich gelegt und die Sonne scheint. Schon bei der Gassirunde am Morgen fühlt sich die Luft draußen angenehm warm an. Das erste Mal, dass nicht nur die Hunde, sondern auch ich ein paar Minuten länger draußen bleiben und die Sonne genießen. Ich merke, wie sehr mir die Wärme fehlt.

Dann räumen wir zusammen und ich spüle noch das Geschirr vom Vorabend. Damit ich mehr Platz fürs saubere Geschirr habe, hat Tanja mir mehr Abtropfflächen gekauft. Übrigens: Ein Hoch auf ein großes Spülbecken!

reichlich Abtropffläche

Dann fahren wir mit dem Laster nach Narbonne zum großen Einkaufszentrum Bonne Source. Auf 7 Kilometer durchfahren wir gezählte 17 Kreisverkehre. Ich parke auf dem Parkplatz von Decathlon und wir laden das Quad aus. Jetzt kann ich in Ruhe bei Decathlon eine winddichte Winterjacke kaufen und Tanja schaut derweil was das DHL Paket so treibt.

So ein Beiwagen ist schon echt praktisch

Mit der Jacke war ich erfolgreich, die Pakete lassen weiter auf sich warten. Was zur Folge hat, dass wir uns noch das Wochenende um die Ohren schlagen müssen. Eigentlich wählten wir Frankreich als Lieferadresse, da die Paketlaufzeit hier noch am kürzesten ist. Aber 7 Tage klappt auch in Portugal …

Was soll´s, ist jetzt halt so. Da wir langsam mal wieder Wäsche waschen sollten fahren wir nach Gruissan zu Lidl. Daneben befindet sich nämlich ein kleiner Waschsalon. Während Tanja einkaufen geht, und ich mit Kunden telefoniere, wäscht und trocknet unsere Wäsche. Anderthalb Stunden später fahren wir weiter, heute mal auf den großen Stellplatz in Gruissan am Hafen. Früher war es immer unserer erstes Ziel am Wasser, wenn wir zum Überwintern nach Spanien aufgebrochen sind.

Aire Camping Cars des Quatre Vents

Der Platz ist dieses Jahr über den Winter wieder kostenfrei und entsprechend gut besucht. Die Neugier, ob ich hier wieder alte Bekannte treffe, lässt mich gerne hier her kommen. Schräg hinter uns steht ein Womo mit einem faltbaren Solarmodul. Es sind Kunden, die sogar auch aus Schwäbisch Gmünd kommen. Der Mann folgt mir auf Twitter und wusste also schon, dass wir nicht weit weg sind. Als er dann einen großen Motor auf dem Platz hörte, dachte er, das ist jetzt bestimmt der Amumot.

Mir ist hier auch schon öfter passiert, dass ich Leute treffe, die wir das ganze Jahr nicht sehen und immer auf den Tag genau in Gruissan auf dem Platz eintreffen. So auch heute wieder, als ich einen großen Laster höre und aus dem Fenster den Concorde von Dieter sehe. Ja welch ein Zufall! Und ich habe sogar noch am Mittag erzählt, dass wir uns hier öfter rein zufällig treffen.

Dieter mit seinem Concorde auf MAN

Wir haben Sonntag. Zeit, diesen Blogartikel online zu bringen.
Draußen hat es nur 12 Grad, aber ich habe mir fest vorgenommen heute die Umgebung von Gruissan mit dem Quad zu erkunden. Mit der neuen Jacke und den Handschuhen geht das jetzt deutlich besser. Trotzdem wird es wohl noch eine Zeit bei „Pflichtfahrten“ bleiben und die Vergnügungsfahrten müssen warten bis die Temperaturen steigen.

Le Salin l’ile saint martin de Gruissan

Wir haben beide schlecht geschlafen. Warum weiß keiner. Heute können wir uns wieder auf die Paketsuche machen, aber die Ernüchterung kommt schnell. Das Onlinetracking meldet am Vormittag, dass das Paket am Mittwoch zugestellt werden soll. Wo das sein wird, wissen wir noch nicht. Also warten wir bis Mittwoch.

Die Zeit bis Mittwoch verbringen wir aber gerne wieder alleine, also ohne Generatoren und Motorenlärm am Abend. Ich vergaß echt, was auf so Stellplätzen am Abend abgeht. Weiter möchten wir auch wieder einen gescheiten Blick aus dem Fenster haben.

Ein See – ganz für uns alleine.

Es weht ein gleichmäßig starker Wind, die 12 Grad wirken eisig kalt. Zum Glück habe ich jetzt eine dicke Winterjacke. Auf unserem Platz hinten den Büschen stehen wir ziemlich ruhig und windgeschützt. Ein super Platz für die nächsten zwei Tage. Und jetzt kann dieser Blog-Artikel endlich online gehen.

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