Mit dem Wohnmobil an die Algarve. Wir Überwintern im Süden, und erkunden die Algarve und den Alentejo. Die wärmste Region Portugals.

Park da Gelé

Es ist immer das Gleiche. Da hat man einen schönen Platz, aber kein Internet, dann hat man Internet aber keine Ruhe am Platz und so fahren wir eben Stück für Stück weiter bis wir das passende finden…
Auf dem Weg nach Süden kommen wir am Monte da Rocha Stausee vorbei. Hier standen wir vor 2 Jahren direkt am Wasser. Hier ist dieses Jahr aber eine Baustelle und unser Ex-Platz hat nun eine Straße bekommen.
Es ist gerade Mittagszeit als wir den See erreichen und so beschließen wir, hier eine Mittagspause einzulegen und dann zu überlegen wie es weitergehen soll.

monte da rocha

Barragem do Monte da Rocha

Da das schöne Wetter heute einen Tag Pause einlegt, beschließen wir doch, jetzt schon die letzten 80km zur Algarve durch zu fahren, wo es doch nochmal ein gutes Stück wärmer ist.
Wir folgen also der IC1 bis direkt nach Albufeira. Dort besuchen wir den Lidl, welcher extra Parklätzen für Wohnmobile bereithält. Während Meli einkaufen geht, lege ich erst einmal wieder Sommerbekleidung an. Kurze Hose und T-Shirt reichen trotz ein paar Wolken am Himmel.

Ein paar 100 Meter vom Lidl entfernt finden wir dann den Stallplatz http://www.parquedapalmeira.com
welchen wir eigentlich als Übernachtungsplatz nutzen wollten. Nur der Platz ist leer und nicht wirklich schön angelegt und mit 8 Euro/ Nacht doch reichlich überteuert. Darum fahren wir gleich weiter zum Parque da Galé, wo wir für weniger Geld schöner stehen können.

albufeira

Camper Park da Galé

Stellplatz Parqe da Galé
6,50 Euro/Tag
superschnelles Wifi incl.
Strom 16A incl.
VE incl.
ohne Reservierung, man darf stehen so lange man möchte.
Sehr nette Betreiber
Winterreisebericht portugal

Sonnenuntergang am Strand von Gelé

Die dicken Wolken haben sich auch etwas gelichtet und es ist angenehm warm. Hier treffen wir auch Gerd und Monika, welche uns spontan zum Sonnenuntergang zum Strand einladen.

Manta Rota

Wohnmobil-Stellplatz Manta Rota
Offizieller Stellplatz für Wohnmobil am Strand von Manta Rota
4,50Euro/Tag incl. Wlan und VE
gefahrene Km 85
Wetter: Sonne 26 Grad keine Wolken fast windstill

Gestern Abend haben die Stellplatzbetreiber Kastanien gegrillt und eine Runde dazu passenden Likör spendiert. Eine große Runde Camper aus verschiedenen Ländern. War sehr nett!

Heute war für uns der Tag gekommen, ein Stück weiter zu fahren. Wir wollen nach Manta Rota. Aber bevor es losgeht, fuhren wir an eine Tankstelle, wo wir das Womo waschen konnten. Ich muss gestehen, es hat sich wieder einmal gelohnt. Den Dreck der letzten Fahrt bei Regen hat man doch deutlich gesehen. Nun bekommt man auch keine schwarzen Hände mehr, wenn man die Wand berührt.

Mit nun sauberem Wohnmobil fahren wir ein paar Kilometer weiter zu Aldi, wo wir unsere Vorräte auffüllen. Danach heißt es auf geht’s nach Manta Rota.
Die N270 ist top in Schuss und führt uns ein Stück durchs Inland weit um Faro herum. Die restlichen Straßen an der Küste sind in erbärmlichen Zustand.

Als wir um 16 Uhr unser Ziel erreichen hat es im Schatten 26 Grad. Wir stellen nur schnell die Stühle raus ziehen dann die Badeklamotten an und gehen zum Strand. Das Schöne an Manta Rota ist, dass man direkt am Meer steht, aber es doch weit genug weg ist um nachts noch schlafen zu können.

portugal

Stellplatz Mata Rota

Sommer im November

Heute war der beste Tag überhaupt. Besser als der größte Teil des Sommers in Deutschland. Als die Sonne aufgeht, hat es heute Morgen 17 Grad. Max und ich sitzen raus und trinken Kaffee, während Meli noch das Bett bewacht.

Irgendwann wird es dann so warm, dass wir die Markise ausfahren, und ich zur Badehose greife. 27 Grad im Schatten, kein Wind. 30 Grad unter dem Womo – geil.

Wir beschließen uns am Strand abzukühlen. Hier weht ein ganz leichtes Lüftchen. Zum Baden ist mir das Meer jedoch zu kalt, andere sehen das anders und paddeln vergnügt im Atlantik. Mir reicht es, dass ich eine nasse Badehose nach Hause bringe. Immerhin waren wir im November im Meer!

Manta Rota

Baden im November

Heute war ein perfekter Tag, so könnte es wirklich bleiben.

Área de Serviço do Almada D´Ouro Club-Algarve

Área de Serviço do Almada D´Ouro Club-Algarve
Alcaria – Odeleite (Castro Marim)
GPS: N 37° 19′ 54″ W 07° 28′ 05″
Google MAPS
Strecke ca 30km
Wetter Sonne 18 Grad

Wir konnten uns endlich losreißen, wir packen zusammen, verabschieden uns noch von allen, entsorgen und bezahlen den Stellplatz. Der freundliche Mitarbeiter bescheißt uns noch um einen Tag und dann fahren wir nach Villa Real de Santo Antonio zu Lidl einkaufen.

Ich laufe dann noch vom Lidl zum dortigen Vodafone Shop und hole eine Datensimkarte. 1GB Internet kosten incl. der Sim Karte 14,90 Euro. Der Preis ist ok und als Notlösung für uns gedacht. Dann fahren wir über Castro Marim nach Norden ins Inland. Ich habe inzwischen einige Plätze, die wir Stück für Stück abklappern werden.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir schon unser erstes Ziel. Ein privater Stellplatz, der zwar nicht wie angegeben 2,50 Euro sondern 4,50 Euro kostet aber dafür sehr ruhig auf einer Anhöhe gelegen einen traumhaften Blick über Portugal und Spanien bietet. Vor allem gibt es hier schnelles Wifi, welches im Platzpreis inclusive ist und nicht so schrecklich kastriert ist wie in Manta Rota.

Stellplatz mit Barragem (Stausee) Odeleite im Hintergrund

odeleite

Stellplatz am Odeleite Stausee

Wir verbringen erst einmal ein paar Stunden mit Internet und Radio hören und gehen dann am Nachmittag noch eine Runde mit Max spazieren.

Nur wenige hundert Meter vom Stellplatz entfernt hat man einen schönen Blick zum Stausee. Bis zum See sind es 2,4 Kilometer.

barragem odeleite

Barragem do Odeleite

Mina de Sao Domingos

Wie der Wetterbericht schon angekündigt hat, solle es heute dicke Wolken geben. Wir nutzen den Tag um ein Stück weiter zu fahren. Über Alcoutim, wo es auch einen kleinen kostenfreien Stellplatz mit VE gibt, fahren wir zu den Minen in Sao Domingos.

Ziel erreicht, der kostenfreie Stellplatz direkt am See.

Sao domingos

Blick über den See zum Stellplatz

GPS: N 37° 40′ 21″ W 07° 30′ 14″
Die Wohnmobile können direkt auf einer Landzunge stehen.

Die Pyritmine ist schon seit 1969 stillgelegt und dementsprechend weit ist der Verfall fortgeschritten. Die Mine hat eine Länge von knapp 4 km, mit den Rädern kann man die Mine gut erkunden.

sao domingos

Zerfallene Gebäude auf dem Minengelände

sao domingos

Wahnsinn und frei zugänglich

minas sao domingos

Der bunte Fluss

Solarertrag 52Ah
Wetter 17 Grad/Wolken

Barragem Santa Clara

Wieder fahren wir ein Stück weiter. Wir müssen nämlich einkaufen und vor allem gaaanz dringend tanken. In Mértola finden wir zum Glück eine Tankstelle wir halten dort an und warten bis der Tankwagen die Tankstelle beliefert hat. Über eine Stunde braucht das, die Uhren laufen hier langsamer… Dann können wir endlich tanken und sind wieder mobil.

Mértola hat auch einen Wohnmobilstellplatz, welcher aber wegen Baustelle gerade nicht nutzbar ist. So fahren wir weiter nach Castro Verde

mertola hafen

Hafen von Mertola

castro verde

Windmühle in Castro Verde

Die Windmühle in Castro Verde ist sogar in Betrieb und dreht sich.

Hinter der Windmühle befindet sich ein Intermarché. Dort gehen wir das nötigste einkaufen. Der Laden ist eine Apotheke und teilweise über doppelt so teuer wie portugiesische Supermärkte.

An einem Seitenarm des Santa Clara Stausee beenden wir unsere Tagesetappe. 3 km vor diesem Platz fängt Max schon an zu quietschen und jaulen. Er weiß schon wieder wo wir sind. Traumhaft schön hier, mitten im Nirgendwo.

Mein lieblingsplatz

Freistehen am Santa Clara Stausee

Vale da Carrasqeira

Ein neuer Tag beginnt. Mit verschwinden der Sonne gestern sind die Temperaturen gefallen, schon als wir ins Bett sind, hatte es gerade noch 2 Grad draußen. Unsere Heizung macht seit Tagen Probleme. Erst hatte ich vermutet, dass die Temperaturen von unter 10 Grad eine Vereisung im Regler hervorrufen, und nach dem Einschalten vom EisEx lief die Heizung auch gleich ohne Probleme durch.
Gestern Abend war die Freude aber schon wieder zu Ende, gerade als wir ins Bett wollten, leuchtete wieder die rote Lampe. Ein Neustart der Heizung reichte dann aus, dass sie bis heute Morgen um 6 Uhr durchlief, dann wieder die rote Lampe – genauso um 8 Uhr und 10 Uhr…

überwintern in portugal

Sonnenaufgang am Santa Clara

Heute Morgen hatten wir auf jeden Fall -2,5 Grad draußen, eine schöne Eisschicht ziert unser Womo als die Sonne aufgeht. Die Wiese ist mit Reif überzogen und der wärmere See dampft gespenstisch vor sich hin. Ein toller Anblick wie wir finden.

Die 84 Ziegen, die gestern alleine um den See gezogen sind, waren heute auch wieder on Tour. Diesmal war der Hirte aber dabei, mit Auto. Ganz beeindruckt waren wir von den Ziegen, wie sie auf einem kleinen Seitenstreifen angehalten haben, und wir überholen konnten. Total geordnet in einer Gruppe. Sehr gut erzogene Tiere.

Wir fahren heute ein Stück weiter, in der Nähe von Monchique soll es einen schönen Stellplatz geben. Vorher machen wir aber wieder einen Verhängnisvollen Ausflug in die Innenstadt von Monchique. Direkt im Zentrum ist dann Sackgasse und es gibt nur einen Wendekreisel. Der ist aber durch parkende PKW blockiert. Ich bleibe brav dahinter stehen, mache den Motor aus und warte was passiert. Hinter uns sammeln sich nach einigen Minuten schon andere PKW an.
Irgendwann, Meli ist inzwischen in einem Laden neben uns etwas einkaufen gegangen, fährt einer der beiden Blockierer dann weg und ich wollte gerade Platz machen um die hinter mir wartenden durch zu lassen. Die wollten aber nicht warten und quetschen sich neben mir auf dem einspurigen Weg noch durch. Der erste hatte damit kein Problem, der Zweite aber schon, ich merkte deutlich wie das Womo wackelt und meine Stoßstange seine Beifahrerseite verformt.

Wohnmobil unfall

Mein Schaden ist gering

Bei uns ist wenig passiert, lediglich ein Kratzer ist übrig geblieben… Der andere hatte aber keine Lust anzuhalten und ist weitergefahren. Ist auch besser so, ich hatte keine Lust auf irgendwelche Diskussionen, sein Schaden ist eh wesentlich größer. Nach dieser Aktion ist Meli nun auch fertig mit einkaufen und wir können weiterfahren.

Knapp 6 km von Monchique Richtung Küste kommt der Abzweig zum Stellplatz Vale da Carrasqueira. Danke Stegi für den Tipp!!

Wenn man nicht wüsste, dass am Ende des Schotterwegs ein Stellplatz kommt, würde glaub kein vernünftiger Mensch dort lang fahren. Die „ich putze 3 mal am Tag mein Womo“ Fraktion wird hier sicher auch ihre Freude haben. Aber es lohnt sich, am Ende der Strecke erreichen wir wie versprochen eine kleine Oase mitten im Nichts.

Einen Platz, der wirklich alles bietet was sich ein Camper nur vorstellen kann. Strom, Wasser und VE direkt an jedem Stellplatz. Total liebevoll angelegtes Gelände mit sehr vielen kleinen Details an allen Ecken. Jeder Stellplatz hat einen eigenen Tisch den man Hochklappen kann.
Waschmaschinen, Toiletten, Duschen, Chemi-Kassetten Entsorgung. Wifi SUPER SCHNELL. Kein Straßenlärm und schön ruhig. Was will man mehr…

carrasqeira

Der Stellplatz

carrasqeira

Reception

Für die Kassetten WC Nutzer gibt es sogar einen kleinen Handwagen, damit man die Kassette nicht tragen muss. Hier hat sich jemand richtig Mühe gegeben. Großes Lob, auch wenn wir den ganzen Schnickschnack nicht brauchen. Wir müssen so für den ganzen Luxusbedarf, den eigentlich nur ein Campingplatz bietet mitbezahlen.

Vale da Carrasqeira
Stellplatz incl allem 12,50 Euro
Waschmaschine 3 Euro
GPS: N 37° 16′ 36″ W 08° 32′ 36″

Portimão

Heute sind wir nicht sehr weit gekommen. Nach 22 Kilometer erreichen wir am frühen Nachmittag Portimão wo wir schon von einigen erwartet werden. Halb Spanien ist dieses Jahr anscheinend in Portugal, überall treffen wir Bekannte aus den letzten Jahren.

Bevor wir auf den Stellplatz fahren, gehen wir noch bei Lidl einkaufen, der liegt direkt an der großen Hauptstraße durch Portimão und ist nicht zu verfehlen. Dort treffen wir schon die ersten Camper.

Meli hatte bei Lidl noch einen Einkaufswagenunfall, eine Frau fuhr mit ihrem PKW über den Parkplatz, welchen Meli mit dem Wagen gerade querte, als die Frau Meli sah wurde sie erst langsamer und beschleunigte dann voll und fuhr geradewegs voll in den Einkaufswagen. Meli ist zum Glück nichts passiert, und auch der Einkaufswagen samt Inhalt überlebte den Unfall ohne Schaden. Dafür hat das Auto mehrere tiefe und gut sichtbare Kratzer.

Nach dieser Aktion fahren wir dann auf den Stellplatz bei der Marina, welcher noch reichlich freie Plätze bietet. Der Platz ist im vorderen Bereich geteert und weiter hinten ein Sand Schotter Mix. Wir parken im hinteren Bereich dort steht man schöner und ruhiger wie wir finden.

Wohnmobilstellplatz marina portimao

Stellplatz Portimao

Portimão 8500
Stellplatz Praia da Rocha
Avenida Rio Arade
GPS N 37.11911 W -8.53097

Preis/ Tag 2,50 Euro Entsorgung, Wifi incl.
Wasser 150 Liter 2 Euro

Nur wenige Meter zu Fuß und man erreicht den Strand mit dem bekannten Praia da Rocha, einem besonders schönen Küstenabschnitt (Wenn man sich die Hotels wegdenkt)

strand in portimao

Praia da Rocha

praia da rocha

Das alte Boot in Portimao

Fazit: Protimão ist mit 2,50 Euro meines Wissens der günstigste Stellplatz in ganz Portugal, auf dem man auch mal das Wohmobil alleine lassen kann. Die zentrale Lage ist gut für die Dauercamper, die länger stehen wollen. Da es hier jedoch gratis Wlan gibt, wird der Platz für uns Interessant, 2,50 Euro für Internetflat. Also 75 Euro im Monat Internet incl. gratis Parken, da kann man dann auch über die Lage in der Stadt hinwegsehen.

sonnenuntergang in portimao

Sonnenuntergang an dem Praia da Rocha

Weiter geht es im nächsten Teil – Die Westalgarve

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