Wohnmobil Reisebericht „Ein Sommer in Polen“. Wir erreichen das Auschwitz und den Fluss Weichsel. Auf dem Weg in die Masuren folgen wir nun der Weichsel nach Norden. Immer auf der Suche nach neuen Stellplätzen zum „Frei stehen“. Dabei ist es nicht immer ganz einfach, an die wirklich schönen Plätze heran zu kommen.

Besuch Konzentrationslager Auschwitz

Am Morgen fuhren wir weiter nach Auschwitz, die Sonne scheint wieder und wir erreichen gegen Mittag dem Parkplatz der Gedenkstätte Auschwitz Birkenau.

Konzentrationslager Auschwitz Birkenau

Konzentrationslager Auschwitz Birkenau

Wer einmal in Süd Polen ist, sollte unbedingt einen Besuch in Auschwitz einplanen. 1,5 Millionen Menschen wurden hier systematisch vernichtet. Dieses Vergehen darf nie in Vergessenheit geraten und es gibt keinen besseren Ort und einem Hauch eines Eindrucks davon zu bekommen, was im zweiten Weltkrieg hier wirklich abgegangen ist.

Da wir, und einige anderen auch, keine richtigen Informationen hatten, wo und wie man das Gelände richtig besichtigt, schauten wir uns erst das große Freigelände Birkenau an und fuhren danach erst zum Stammlager Auschwitz 1. Auschwitz eins ist aber der Startpunkt der Führungen und die meisten Informationen bekommt man auf dem riesen Museumsgelände von Auschwitz 1. Die deutsche Führung ist erstklassig, und da jeder mit einem Funkempfänger und Kopfhörer ausgestattet wird, ist auch der Gruppenguide  immer gut zu verstehen.

Arbeit macht frei ...

Arbeit macht frei …

Anfahrt Auschwitz 1

GPS: 50.028343, 19.199981
Der Parkplatz für Tagesgäste kostet 10 Zloty
Ein Campingplatz befindet sich kurz vorher in gleicher Straße
Führung durch Auschwitz 1+2 incl Bustransfer 45 Zloty/Person dauer 3,5 Stunden

Gedenkstein in Birkenau

Gedenkstein in Birkenau

Weiterfahrt an einen Übernachtungsplatz an der Weichsel

Die Tour hat uns doch ziemlich mitgenommen und wir sind froh, dass es zum nächsten Stellplatz nur 31 km sind. Dummerweise biege ich in einen falschen Weg ein welcher erst eng ist und sich dann als Sackgase herausstellt.

Es geht mal wieder über Feldwege aus Betonplatten in polen

Es geht mal wieder über Feldwege aus Betonplatten

Sackgasse in polen

Sackgasse

Wenden in 4 Zügen auf einem Feldweg mit 2 Wohnmobilen. Es geht, man glaubt es kaum. Dann finden wir auch den richtigen Weg und somit auch den ausgesuchten See.

Dann noch über Sandwege

Dann noch über Sandwege

Der See den ich mir ausgesucht hatte, mit schöner Landzunge und schönen lauschigen Ecken direkt am Wasser ist leider durch Schilder als Privatgelände eines Angelvereins gekennzeichnet. Dank Google Übersetzer kann ich einfach Schilder abfotografieren und übersetzten lassen.  Da wir keine Lust auf weitere Experimente haben, stellen wir uns einfach in der Nähe an das Ufer der Weichsel, welche uns die nächsten Wochen nach Norden begleiten wird.

Übernachtungsplatz an der Weichsel

Übernachtungsplatz an der Weichsel

Nicht der perfekte Platz, vor allem wenn an die Plätze davor denkt, aber für heute reicht es und wir können in Ruhe stehen. Wichtig beim Parken auf Wegen: NIE einen Weg so blockieren, dass keiner mehr durchkommt. Selbst wenn auf einem Weg schon 50 Jahre keiner mehr gefahren ist, wenn du da stehst, will da einer durch! Also immer so parken, dass man niemanden behindert.

Abenteuer Polen: Autobahn Maut in Polen | Goldrausch an der Weichsel

Die erste Nacht an der Weichsel war ruhig und sehr warm. Ganz nebenbei war gestern auch noch der längste Tag des Jahres, es ist also ab jetzt offiziell endlich Sommer! Das Wetter zeigt sich auch von der besten Seite, über 30 Grad hatte es heute und ich wir hocken im Auto und fahren 110 km gen Osten. In Krakau waren dann mein Navi und Google der Meinung, dass ich ruhig auf die Autobahn fahren darf, hier kostet es keine Maut…
Jo … Denkfehler – für PKWs vielleicht nicht, aber für Wohnmobile über 3,5 Tonnen sehrwohl! Und mein Navi war dummerweise auf 3,5 Tonnen eingestellt statt auf 7,5t…

Autobahnmaut: so kam ich nun heute zu einer ViaTOLL Box.

Als ich nach den ersten Kilometern auf der Autobahn das ViaToll Symbol gesehen habe, war mir mein Fehler sofort bewusst und ich fuhr die nächste Ausfahrt runter. Dumm nur, dass ich auf eine Schnellstraße komme und diese ebenfalls mautpflichtig ist. Aus lauter Verzweiflung halte ich erst mal an einer Tankstelle mit MC Doof und hole mir eine kleine Wegzehrung. BIC MAC ist im Angebot und kostet jetzt 5 Zloty (ca.1,25€) Beim Mampfen schaue ich so aus dem Fenster und sehe auf der anderen Autobahn Seite ein Schild welches zu einem ViaToll Service Point weist. Schon alleine um der Strafe zu entgehen, fahre ich zu dem Service Point und erkundige mich dort nach so einer BOX.

Benötigt werden Ausweis und Fahrzeugschein, 10 Minuten später ist man 120 Zloty Pfand los für die Maut BOX und blöd wie ich war habe ich mir vorrechnen lassen, dass 200 Zloty für 57 Kilometer reichen, welche ich dann auch als Guthaben aufgeladen habe. Wenn man doch nicht alles selbst nachrechnet… 1km auf der Autobahn kostet 0,35Zloty, also entsprechen 200Zloty 571 Kilometern. Ich habe die VIABox also für dieses Leben aufgeladen. Immerhin waren es zusammen nur 51 Euro, also sehr erträglich.

Meine schwarz gefahrenen Kilometer waren übrigens egal. Solange man nicht von der Polizei ohne VIABox erwischt wird, passiert nichts.

Folgende Erkenntnisse habe ich zu Polens Straßen:

  • Für einstellige Zahlen mit A oder S davor besteht Mautplicht in Polen.
  • Zweistellige Straßen sind meist in brauchbarem bis guten Zustand – Mautfrei
  • Dreistellige Straßen sollte man meiden

Maut in Polen ViaTOLL Maut Informationen:

ViaTOLL ist der Eintreiber der MAUT in POLEN. Die Seite ist sehr gut gemacht und auch in Deutsch verständlich. Gröbere Fehler sind mir bis jetzt noch nicht aufgefallen.

Startseite ViaTOLL Autobahnmaut

Es gibt auch eine interaktive Karte auf der das gesamte mautpflichtige Straßennetz in Polen zu sehen ist, incl der Verkaufs- und Servicestellen für die ViaTOLL BOX.

Maut Kosten in Polen

Die VIATOLL BOX kostet 120 PLN Pfand, welches bei der Rückgabe der Box zurückerstattet wird.
Man kann direkt beim Registrieren ein Prepaidguthaben aufladen. Der Kilometer kostet mit einem Euro 3 Fahrzeug über 3,5 und unter 12 Tonnen 0,35PLN also gerade mal 8 Cent. Bessere Schadstoffklassen zahlen weniger.

Maut Überwachung und aufladen der MautBOX

Via Handy APP kann ich nun immer den Kontostand anschauen und neues Guthaben aufladen und den nächsten Service Point finden.

Die VIA Box wird übrigens wie die GO BOX in Österreich an der Windschutzscheibe befestigt und sie piepst immer einmal, beim durchfahren einer Mautbrücke. Bei jedem Piepsen wird der Betrag für das eben befahrene Maut Stück vom Prepaidkonto abgebucht. Ist das Konto leer, meldet sich die VIA Box vorher durch mehrmaliges piepsen.

Landstraße in Polen

Landstraße in Polen

Nachdem ich Krakau stressfrei über die Autobahn hinter mir gelassen hatte, hatte ich etwas das Gefühl ich befinde mich in einem anderen Land. Die Landschaft ändert sich etwas, man sieht mehr Holzblockhäuser und die Straßen sind auf einmal besser als manche in Deutschland. Es geht mit 90 über die Landstraße, immer gerade aus.

ewig lange gerade Straßen

ewig lange gerade Straßen

Restaurierte Holzkirche in polen

Restaurierte Holzkirche

Diese Gegend von Polen ist von Landwirtschaft geprägt und es gibt so gut wie keine Seen, also weichen wir auf Flussläufe als Stellplätze aus. Diese können auch sehr schön sein. Die Weichsel fließt über Warschau nach Norden zur Ostsee und ist eine wunderschöne natürliche Auenlandschaft mit viel natürlichem Lebensraum für Tiere.

Anfahrt zur Weichsel in polen

Anfahrt zur Weichsel

wohin im sommer mit dem wohnmobl

Einfach an den Fluss fahren und das Leben genießen

Unser heutiger Platz ist an einer Sandbank direkt an der Weichsel. Die Anfahrt war mal erstaunlich einfach und unproblematisch. Wir standen gestern den ganzen Tag und niemand kam vorbei. Herrlich ganz alleine mitten im Grünen. Sand und Wasser in einer Flussbiegung, das kann auf GOLD hindeuten und so packe ich mal wieder die Goldwaschschüssel aus. Nach etwas Suche finde ich tatsächlich ein Goldflitterchen. Wenn man also genug Ausdauer hat, ist dies auch eine Möglichkeit die Reisekosten zu senken 🙂

Einfach traumhaft schön hier

Einfach traumhaft schön hier

Recht angenehm empfinde das Fehlen der in Deutschland üblichen Plagegeister wie Wespen und Schnacken. Selbst bei Dämmerung gibt es so gut wie keine Schnacken und auch am Tage hatte ich bisher erst eine Wespe gesehen. Vermutlich gibt es hier noch andere Tiere, die sich von Wespen ernähren, welche in Deutschland wohl schon lange ausgestorben sind? Ich weiß es nicht, bin aber froh, dass es so ist.

Rundblick über die Sandbank an der Weichsel

So macht Polen Spaß – Endlich Sommer

Endlich ist er da, der Sommer. Wir haben seit einigen Tagen immer schön über 30 Grad. Gestern sogar 35,2 Grad. Trotzdem kühlt es nachts schön auf 20 Grad ab, damit man auch gut schlafen kann.
Wir stehen auch immer noch an der Sandbank an der Weichsel. Es ist erstaunlich und ungewohnt, dass man tagelang irgendwo stehen kann, ohne auch nur einen Menschen zu sehen. Trotz der Abgelegenheit gibt es aber feines Internet.

Sandbank an der Weichsel (Wisla) Polen

Sandbank an der Weichsel (Wisla) Polen

Stellplatzsuche in Polen

Manche planen ihre Reise ja akribisch im Voraus, damit auch ja nichts schief gehen kann. Bei uns geht das eher spontan nach Lust und Laune. Immer wenn wir einen Platz erreicht haben, gehen die Recherchen für den nächsten Stellplatz los.
Im Süden von Polen war es einfach, einmal in die Google Maps Karte an einen See zoomen und schon hat man einen Platz am See gefunden. Dann noch etwas die Umgebung abchecken (Straßen, Züge, Steinbrüche), und vielleicht die Einfahrt zum auserkorenen Übernachtungsplatz mit Streetview nach Verbotsschildern absuchen und schon kann es losgehen zum nächsten Stellplatz. Da ich nie weiß was mich in Wirklichkeit erwartet gibt es oft einen Plan B oder wir suchen direkt vor Ort eine Alternative wie vor 2 Tagen an der Weichsel, als unsere Traumsee Privatgelände war.

Allgemein gestaltet sich die Suche an der Weichsel etwas Mühsam. Die klassischen Bade- und Stellplätze am Ufer gibt es so nicht. Wege, die vor 2 Jahren mal befahrbar waren, sind weg oder zugewachsen. Es ist also schwierig, hier gute Stellplätze zu finden. Baden ist der Weichsel nun auch nicht das höchste Erlebnis, da hatte mir der letzte See schon besser gefallen. Zwischen Krakau und Warschau gibt es fast keine Seen und auch nicht viele Flüsse. Einzig die Weichsel, der naturbelassene Fluss mit seinen vielen Sandbänken bietet einige interessante Stellplätze.
In hundert Kilometer Entfernung habe ich einen einzigen See gefunden, welcher vielleicht etwas für uns ist. Ich habe aber zu wenig Informationen finden können und darum werden wir morgen dort einfach mal hinfahren und es uns vor Ort ein Bild davon machen. Glück und Pech liegen hier sehr dicht beieinander.

Grundsätzliche Richtung für die nächsten Tage:

NORDEN – Es sind ab hier noch 450km zu den Masuren. Die Masuren bieten wieder massig viele Seen und auch Stellmöglichkeiten direkt am Ufer. Also warum hier rum dümpeln, wenn es wo anders noch schöner zu sein scheint. Da es nächste Woche für ein paar Tage etwas kühler werden soll, werden wir zusehen, dass wir ein paar Kilometer machen und weiter in den Norden kommen.

Bis zur Abkühlung bleiben wir aber erst mal hier stehen und fahren dann vor dem Regen los, welcher sich vielleicht auf dem Sandboden negativ auswirken könnte.

Bei 33 Grad im Schatten, geht sogar Max eine Runde schwimmen

Bei 33 Grad im Schatten, geht sogar Max eine Runde schwimmen

Jezioro Tarnobrzeskie

Es soll heute wieder heiß werden, darum starten wir schon sehr früh Richtung Nordosten, weiter der Weichsel folgend. 108 Kilometer sagt das Navi und heute läuft es prima. Auf der DK79 ist fast kein Verkehr heute morgen und die Straße ist bis auf ein 10km Stück in absolutem Topzustand.

Fluss Wisla / Weichsel in Polen

Fluss Wisla / Weichsel in Polen

Nachdem ich die Weichsel überquert hatte, gehts durch halb zerfallene Industrieanlagen zum See Tarnobrzeskie.

industriehallen lost place

Altes Industriegebiet

Der Jezioro Tarnobrzeskie ist ein künstlicher See, entstanden aus der Grube vergangenem Schwefel Tagebau. An der tiefsten Stelle sind es 42 Meter. Der See ist kristallklar und es wimmelt nur so von Fischen.  Der nördliche Teil ist Touristisch erschlossen, mit den üblichen Verboten, wie zum Beispiel keine Hunde am Strand. Darum versuchen wir am Südufer einen Stellplatz zu finden.

Und wieder die üblen Betonplatten Wege….

Und wieder die üblen Betonplatten Wege….

Verusch 1: nett, aber so unromantisch.

Verusch 1: nett, aber so unromantisch.

Jezioro Tarnobrzeskie

Versuch 2: besser, aber überall Glasscherben. Hatte auch direkt eine im Fuß stecken.

Ich wollte schon aufgeben, aber an einem Seitenarm des Sees werden wir doch noch fündig.

Jezioro Tarnobrzeskie

Perfekt! So gefällt mir das!

Erst der dritte Anlauf klappt heute, aber wir finden wieder einen 1A Stellplatz für die Nacht.

Es ist schon wieder sehr heiß und wir gehen als erstes eine Runde baden.

Seht ihr die Fische?

Seht ihr die Fische?

Jezioro Tarnobrzeskie

Besser kann man fast nicht mehr stehen

Zum Glück hatten wir mit dem Baden nicht gezögert schon um 13 Uhr kam das erste Gewitter vorbei. Zuerst sitzen wir noch unter der Markise, aber als dann noch Wind dazu kommt verziehen wir uns doch nach drinnen.

mit dem wohnmobil an den Jezioro Tarnobrzeskie

Nach dem Gewitter

Im laufe des Mittag kamen noch zwei weitere kleine Gewitter vorbei und dann schien wieder die Sonne. Es blieb mit 28 Grand angenehm warm. Am Abend gingen wir noch mal eine Runde schwimmen, die Wasserpolizei kam mal vorbei gefahren, hat sich aber an unserer Anwesenheit nicht gestört.

Karte unserer heutigen Route:

Sandomierz – eine Sehenswürdigkeit in Polen

Brrrrrrrrrrr macht die Wasserpumpe – Aber aus den Hahn spritzt nur noch ein Wasser-Luftgemisch. Das war gestern Abend, heute Morgen war es nicht besser, also zum Baden erst mal in den See springen. Bis wir dann soweit abfahrbereit waren, war dann auch schon wieder Mittag. Eigentlich wollten wir weiter nach Norden an einen Freistehplatz an der Weichsel, aber entscheiden uns doch für eine kürzere Etappe zum nächsten Campingplatz.

Test campingplätze in polen

So gefällt mir auch mal ein Campingplatz

Campingplatz Browarny Polen

Camping Browarny

Stellplatz Camping Browarny

Stellplatz Camping Browarny

Als wir diesen nach 20 km erreichen steht das volle Haushaltsprogramm an. 3 Maschinen Wäsche waschen. Wasser tanken, Müll entsorgen, 400L Abwasser im Eimer wegtragen (das zweite Mal in 7,5 Jahren Wohnmobilleben). Und nebenbei immer mal wieder ein kleines Päuschen in der Sonne bei 30 Grad.

Stellplatz Camping Browarny

Stellplatz Camping Browarny

Stellplatzinfo:

Camping Browarny
ul. Żwirki i Wigury 1
27-600 Sandomierz

tel.: +48 15-8332703
fax: +48 15-8323050
mob.: +48 604 403 869
e-mail: wmajsak@poczta.fm
skype: camping.browarny

GPS 50.680134, 21.755208

Preis für 2 Personen, 2 Hunde und 2 Womos 100 Zloty ~23 Euro

Eigener Eindruck:

Absolut sauberer und gepflegter Campingplatz. Echt schade, dass er direkt an der Hauptstraße liegt, welche deutlich zu hören ist. In unserem Fall kein Problem, wir machen hier keinen Urlaub, sondern benötigen den Platz für VE und Wäsche waschen. Ein Besuch lohnt sich aber auch wegen der 1000 Jahre alten Stadt Sandomierz!

Stary Rynek (Altmarkt) Sandomierz

Stary Rynek (Altmarkt) Sandomierz

Eigentlich wollten wir nur mal durchlaufen und etwas zu Essen suchen, wir waren aber erstaunt wie hübsch und guterhalten diese Stadt ist. Als wir wieder zu Hause angekommen sind, lese ich wo wir hier eigentlich gelandet sind…

Sandomierz

Sandomierz

Sandomierz


ist eine Stadt von zehn Jahrhunderte dauernder Geschichte, malerisch am Rande der Kielecko- Sandomierska Hochebene, die in das Weichseltal mit hohen Böschungen herabsinkt, gelegen. Die Altstadt von Sandomierz ist eine der besterhaltenen in Polen. Ihre städtebauliche Struktur mit dem großen Stary Rynek (Altmarkt) ist typisch für die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts. Des Weiteren finden sich in der Stadt Gebäude aus den Epochen

  • Romanik wie die Sankt-Jakobs-Kirche (Św. Jakub) von 1226
  • Gotik (Kathedrale St. Marien, 1340, mit freistehendem Glockenturm, Rathaus (gotisch 14. Jhdt., im 16. Jhdt. umgebaut), Opatower Tor, Heiliggeistkirche Długosz-Haus
  • Renaissance (Collegium Gostomianum, 1604–1615 von Michał Hintz erbaut, Haus Nr. 4 am Stary Rynek mit Spätrenaissanceportal
  • Barock (mehrere Häuser am Stary Rynek:Haus Nr. 5, Nr. 10, Nr. 12, Nr. 14 Nr. 23, Nr. 27, Das Schloss, urspr. eine Burg aus dem 14. Jh., wurde 1525 im Renaissancestil umgebaut, die Erzengel-Michael-Kirche, die Josephskirche (1697), die Synagoge von Sandomierz, ein 1768 erbautes Backsteingebäude im Westen der Altstadt, erlitt im Zweiten Weltkrieg Zerstörungen und dient heute als Staatsarchiv, der Speicher, 1696
Polen erkunden mit dem wohnmobil

Stary Rynek (Altmarkt) Sandomierz

Was mir echt auffällt ist die Freundlichkeit der Menschen hier in Polen. Die letzten Tage am See, alle Menschen die kommen Grüßen freundlich, auch die Jugendlichen die zum Baden kommen oder Party machen. Dabei geht es immer Ruhig und gesittet zu. Angler die her kommen versuchen leider vergebens mit uns zu reden, aber man merkt, dass die Menschen hier sehr offen und nett sind. Als wir vor ein paar Tagen an dem See angekommen sind, stand da ein Motorroller einsam und verlassen. Aber weit und breit war niemand zu sehen. Irgendwann kam dann der Besitzer und versuchte und zu erklären was passiert war. Da wir kein polnisch verstanden, hat er mir die Geschichte auf Spanisch/polnisch erzählt – was auch nicht viel weiter half.
Er hatte die Kleider zum Schwimmen ausgezogen und sie unter der Sitzbank eingeschlossen. Als die Klappe ins Schloss fiel, bemerkte er, dass der Schlüssel für selbige noch in seiner Hose war, welche natürlich auch eingeschlossen war. So musste er jetzt 5 km in der Badehose nach Hause laufen und den Zweitschlüssel holen. Lustige Geschichte, zumal ich sie nicht gleich verstanden habe.

Es geht weiter nach Norden und freistehen an der Weichsel

Und weiter geht’s, immer Richtung Norden. Heute sind es 132 km wieder auf der DK79. Die Landschaft ändert sich wieder etwas, gibt mehr Wald und Heidelandschaft.

polen gute Straßen

Wieder auf guten Straßen unterwegs

Der Boden ist sandig was uns vor ein neues Problem stellt.

Nachdem ich mich erst mal 2 Kilometer lang durch extrem tiefhängende Bäume und Zweige gekämpft hatte, treffe ich auf einen Sandweg keinen 100 Meter vom Ufer weg. Hier ist für einen 2WD Antrieb Endstation. Es ist das erste Mal, dass ich wirklich mal Allrad gebrauchen könnte. Echt schade, wir hätten so schön am Weichselufer, mit einer zum Baden einladenden schönen Sandbank, stehen können und dann so was …

Polen 4wd

Hier ist für 2WD die Fahrt zu ende.

Ich probiere es zuerst noch mit der Vorderachse, sinke aber sofort ein. Da ich kein Risiko eingehen will, verlassen wir den Platz und suchen uns einen anderen. Also wieder zurück durch die Bäume. Nicht nur viele neuen Kratzer gibt es heute, die Zweige haben auch die Antennen vom Dach abgeräumt. Und in Zukunft sollte ich bei solchen Wegen auch das Ofenrohr abnehmen, dieses verhakt sich nämlich gerne in Bäumen.

weitere Bilder in bewegter Form vom Feldweg

20 km zurück Richtung Süden finden wir einen neuen Platz.

Hinterm Deich wirds Lustig – Offroad für Wohnmobile

Hinterm Deich wirds Lustig – Offroad für Wohnmobile

Über die Zufahrtswege wundere ich mich schon lange nicht mehr, eher über die Geländetauglichkeit meines Womos. Die Hütte kann echt mehr als man denkt. Bilder gibts natürlich wieder keine davon, immer wenn es spannend wird vergesse ich Fotos zu machen.

Aber wir finden wieder einen schönen Stellplatz, diesmal in einem kleinen Wäldchen an einem Seitenarm der Weichsel.

polen sommer 2016 mit dem wohnmobil

Freistehplatz an der Weichsel in Polen

Freistehen im wald in polen

Traum Freistehplatz unter Bäumen

Nach dem wir den Platz von Müll und Glasscherben befreit hatten, lässt es sich hier super aushalten.

Müll Sammeln in polen

Müll Sammeln

freistehen an der sandbank

Stellplatz direkt am Fluss

Traumhaft mitten in der Natur

Gestern Abend um 21 Uhr hat es noch 27 Grad draußen, dann zog in der Ferne ein Gewitter vorbei, was sich bei uns mit ein heftigen Windböen bemerkbar machte und Abkühlung brachte. Innerhalb von weniger Minuten kühlte es auf 24 Grad ab. Ideal um gut schlafen zu können. In der Nacht fielen ein paar Regentropfen, aber nicht wirklich der Rede wert.

Praktisch ist, dass ich trotz Schattenspender Bäume einen einigermaßen sonnigen Platz in dem Wäldchen gefunden habe. So reicht der Solarempfang aus, dass ich heute Abend wieder den gleichen Ladezustand wie gestern Abend habe.

an der weichsel frei stehen

Blick auf unseren Stellplatz

Camping mitten in der Natur – außer den Vögeln ist nichts zu hören. Ganz gelegentlich kommt mal ein Auto vorbei, aber wir werden alleine gelassen. Die Sandbänke an der Weichsel laden zu langen Spaziergängen durch die wilde und einsam Natur ein.

baden in der weichsel

Lange Sandbänke laden zum spazieren ein – das Wasser ist warm

Einzig die Hinterlassenschaften der Menschen stören immer wieder:

Überall liegt Müll

Überall liegt Müll

Echt schade umweltverschmutzung in polen

Echt schade

Wir bleiben auf jeden Fall mal hier stehen, mitten im nirgendwo, mit gutem 3G Internetempfang. Leben und Arbeiten im Wohnmobil – ein paar Stunden vor dem PC und dann einen Spaziergang über die Sandbänke. Polen kommt meiner Ideal-Vorstellung vom Leben im Wohnmobil doch wirklich sehr nahe. Einzig die Infrastruktur für Wohnmobil könnte etwas besser sein. Aber es gibt ja noch Campingplätze.

– Ende –

Reisebericht - Mit dem Wohnmobil nach Süd Polen
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