Baby Max war diese Woche der Star in unserer kleinen Campingwelt. Heute geht es mal weniger um das Leben im Wohnmobil, sondern ich möchte euch einen kleinen Blick hinter die Kulissen gestatten. Doch lest selbst was alles so passiert ist.

Abschluss der Tombola

Tanjas Tombola ist nun zu Ende und wir freuen uns, euch nun das Ergebnis mitteilen zu dürfen. Sagenhafte 1132 Lose wurden verkauft. Ich danke jedem einzelnen Leser und Kunden von mir, der sich an der Aktion beteiligt hat, und das waren ganz schön viele!
Während ich mich heute mehr über das Thema hinter den Kulissen beschäftige, könnt ihr bei Tanja über das Finale, die Verlosung und die Gewinner lesen.

Hier über das Finale und die Verlosung lesen

The making of

Am Mittwoch endet die Spendenzeit, und wir kommen zur Auslosung. Aber wie bestimmt man aus 1210 Losen nun 12 Gewinner? Man können einen online Zufallsgenerator benutzen und sich damit 12 Zahlen generieren lassen. Ziemlich witzlos eigentlich.

Besser gefiel mir die Idee, physische Lose zu erstellen, sie in einen Topf zu werfen und dort dann zu ziehen. Wir erstellen also 1210 Lose in Papierform. Das sind erst einmal 61 DIN A4 Seiten voll mit Nummern. Diese mussten dann ausgechnitten werden und ergaben knapp 15 Liter Losvolumen.

Aber wer zieht die Lose?

Eine neutrale Person muss her und wer eignet sich dazu besser als Max. Max ist absolut unbestechlich und kein anderer könnte uns zu so einer spaßigen Aktion verhelfen.

Die Losfee Max

Max muss herhalten 🙂


Die Idee, die Verlosung so auszuführen, entstand schon vor Wochen, und der Plan war, die Aktion mit Max vorher mal üben. Damit er weiß was er zu tun hat. Aber wie es halt so im Leben ist, es gibt tausend andere Dinge die man noch eben tun muss und so gingen die Wochen ins Land und schwupp war Mittwoch, die Aktion ist zu Ende und keiner hat mit Max auch nur irgendetwas geübt. Zwölfmal das gleiche zu tun, das klappt bei einem untrainierten Hund nicht immer auf Anhieb.

Max gibt sein Bestens, im Verlosung Video auf crosli.de Geht es um die Ziehung der zwölf Lose, im nachfolgenden Video bekommt Ihr einen Blick hinter die Kulissen. Es hat uns auf jeden Fall Spaß gemacht!

Die Spendenübergabe im Tierheim

Am Freitag war der Tag der Spendenübergabe. Wir fahren mit Tanjas Womo nach Setúbal zum Tierheim „O Cantinho da Milu“. Tierheime, so habe ich sie zumindest in Erinnerung, haben ja immer so etwas trauriges an sich. Ich war zwar noch nicht so oft in Tierheimen, aber ab was ich bisher immer gesehen habe reichte mir meist. Die Tiere sind in Käfigen oder kleinen Zwingern eingesperrt und die Umstände sind nicht immer die besten. Als wir Milus Gelände erreichen, habe ich jedoch sofort ein gutes Gefühl. Wir werden von mindestens 20 freilaufenden Hunden begrüßt, die alle gut drauf sind. Sie spielen miteinander und sind alle samt sehr aufgeschlossen Fremden gegenüber.

Wir lernen die Chefin endlich einmal persönlich kennen. Milu ist eine super nette Frau, die Ihre Tiere von ganzem Herzen liebt. Das spürt man und sieht es auch auf dem ganzen Gelände. Auf Gelände wohnen zur Zeit 770 Hunde in allen Altersklassen. Was mich echt fasziniert hat, waren die unzähligen kleinen Hundezwinger, auf denen die Tiere eine kleine Holz-Hütte haben, mit Veranda und einem eigenen Garten. Das große Gelände in der Mitte dient als zusätzliche Auslaufzone, wo die Hunde frei spielen, toben und auch graben können.

O Cantinho du Milu bei Sebutal, Portugal

O Cantinho du Milu bei Sebutal, Portugal

Wenn ein neuer Hund aufgenommen wird, wird dieser medizinisch versorgt. Er bekommt einen Ausweis, wird geimpft und kastriert. Oft kommen nicht einzelne Hunde, sondern es werden gleich ganze Gruppen mit 25 Tieren angeliefert. Die Hunde kommen von Tier Messies oder auch Züchtern, die Ihre Tiere nicht artgerecht halten – und natürlich von der Straße. Immer wieder kommen die Tiere von Auffangstationen, wo sie nur eine Woche aufbewahrt werden, und dann eingeschläfert werden würden.

Es gibt auch Fälle wo die Tiere von der Polizei beschlagnahmt und bei Milu dann abgegeben werden. Die Tiere gehören aber weiter dem ursprünglichen Besitzer, und bis das Verfahren geklärt zahlt weder der Besitzer, noch sonst irgendjemand für die Versorgung der Hunde. Und die Mühlen mahlen sehr langsam in Portugal.

330 Kilo Hundefutter werden jeden Tag verbraucht, dazu kommen die Kosten für medizinische Versorgung, Betriebsfahrzeuge, das Gelände, Verbrauchsmaterial und Instandhaltung. Ich merke schon, das zusammen gekommene Geld unserer Tombola ist hier eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber das Heim ist auf solche Spenden angewiesen, denn es bekommt wirklich auf jeden Tropfen an.

O Cantinho du Milu bei Sebutal, Portugal

Weitläufige Anlage

Was auch schön ist, nicht alle Hunde bleiben ihr Leben lang hier, sondern es finden sich auch immer wieder neue Besitzer. Und genau die neuen Besitzer machen die Sache erst zu einem runden Ablauf. Würden sich keine neuen Herrchen für die Hunde finden, würde Milus Heim in kürzester Zeit aus allen Nähten platzen.

O Cantinho du Milu bei Sebutal, Portugal

Die Welpengruppe

Wer einen Hund möchte, kann ihn am Heim recht unkompliziert abholen. Die Adoptionsgebühr beträgt 50 Euro, damit ist ein Teil der Kosten für Medizin und Futter gedeckt. Auch ein Transport nach Deutschland kann gegen Kostenübernahme genauso organisiert werden, wie auch ein vorheriger Blutest auf Leishmaniose und andere Krankheiten, die vor allem bei südländischen Tieren öfters vorkommen können.
O Cantinho du Milu bei Sebutal, Portugal

Ach hat der große Ohren 🙂

Aller guten Dinge sind Drei
Mautfrei durch Frankreich - mit dem Wohnmobil nach Spanien

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