AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil
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In letzter Zeit erreichen mich wieder vermehrt Nachrichten mit der Frage, wie es uns denn geht und ob alles ok ist. Das freut mich, scheinbar verfolgen uns doch einige treue Leser. Für euch soll dieser Artikel sein.

Viel um die Ohren

Der Grund, warum es immer seltener Blog gibt, ist der gestiegene Arbeitsaufwand bei gleichbleibender Tageslänge. Schön sind die vielen Anfragen im Shop, doch schade ist, dass es zu viele sind, um sie alle beantworten zu können. Also müssen wir den Shop umbauen und so optimieren, dass die Kunden weniger fragen müssen. Nebenher versuche ich auch noch die letzten warmen Herbsttage zu genießen und beobachte mit Spannung, wie auf unserer Quinta nach dem großen Regen das Leben wieder erwacht.

Winter Vorbereitungen

Der Winter ist nicht mehr weit entfernt. Was ich den ganzen Sommer vor mir hergeschoben hatte, muss nun erledigt werden - die Heizung. In Marokko kamen wir gut mit dem Holzofen als einzige Heizung zurecht. Jetzt wo wir einen Großteil des Winters in Zentral Portugal verbringen werden, muss ich endlich die Heizung überarbeiten. Damit die Hohlräume in Küche, unter dem Bett und im Kleiderschrank neben dem Bett schön trocken bleiben, müssen sie beheizt werden.

Steuerung für die Dieselheizung

Die Umwälzpumpe der Dieselstandheizung ist dazu viel zu laut. Darum habe ich eine lautlose Vortex Wasserpumpe eingeschleift. Danke Markus von Reisezäpfchen.de für den Tipp!
Die Dieselheizung wird ab jetzt über die Rücklauftemperatur gesteuert, das senkt die Laufzeiten - wenn sie nur die Hohlräume beheizen soll. Bei schönem Wetter kann der Warmwasserboiler im Bad mit seinem 750W Heizstab die nötige Wärme elektrisch erzeugen.

Ein Funk Raumthermostat steuert jetzt das nachträglich eingebaute Heizkörperventil. Damit die Wohnraumheizkörper nicht warm werden, wenn die Hohlräume beheizt werden sollen.
Das alles funktioniert soweit schon sehr gut.

Heizkörperthermostat zur Abschaltung des Wohnraum Heizkreis.

De Krönung des ganzen Umbaus ist gerade auf dem Postweg nach Portugal. Ein Warmwasserwärmetauscher für den Holzofen soll die nötige Wärme in die Heizung bringen und für warmes Wasser im Bad sorgen. In bin gespannt, ob es wirklich funktioniert.

Weiter habe ich den Inhalt der Außenstaukästen neu sortiert und optimiert eingeräumt. Bisher habe ich an den Staukästen nur wenig verändert. Alles war irgendwie so hineingestopft. Aber das muss sich ändern. Der Zugriff muss optimiert werden. Was man oft braucht, muss einfach erreichbar sein. Zu schwere und sperrige Dinge müssen ersetzt werden.

Zum Beispiel die Faltstühle. Es gibt jetzt neue Stühle von Colemann. Die sind nur halb so schwer und zusammengeklappt deutlich flacher. Für die zweimal im Jahr, an denen wir sie herausholen, ist es egal, dass sie nicht ganz so bequem wie die Alten sind.

Coleman Faltstuhl Deck Chair

Am liebsten ist mir eh mein Strandstuhl. Der mit hoher Rückenlehne, die schön den Wind von hinten abhält.

Mein Outside-Office

Den alten Kram können wir zum Glück in der Quinta verwerten.

Dronita auf dem OP-Tisch

Auch Dronita wurde von mir zweimal repariert. Nachdem sie sich bei der ersten Rettung aus einem Baum einen Flügel brach, krachte sie beim Probleflug nach der Reparatur mit Vollgas in die Ruine. Ich hatte beim Zusammenbau keine neue Wärmeleitpaste auf den CPU-Kühler aufgebracht, denn laut dem YouTube Tutorial war das auch nicht notwenig. Also bestellte ich Wärmeleitpaste und neue Gummis für Kamera-Aufhängung.

Sie lebt wieder

Inzwischen fliegt sie wieder. Das Gehäuse und die Rotorblätter sind zwar ziemlich zerfleddert, aber es fliegt 🙂 Der erste Crash ist immer der schlimmste.

Strom-Upgrade für Eiwola

All die Jahre hatte ich immer ein faltbares Solarmodul dabei, so dass ich im Winter oder wenn wir im Schatten stehen mehr Solarertrag generieren kann. Der LKW hat nun auch im Wohnraum ein 24V Netz und ich kann die bisherigen faltbaren Solarmodule nicht nutzen. Ein Step-Up Solarladeregler der mit niederer Modulspannung 24V Batterien laden kann, gibt es zwar, aber nur für die kleinen Module.

190Wp 24V faltbares Solarmodul

Ich wollte etwas, das so richtig Power hat und habe lange auf SolarSwiss eingeredet. Jetzt habe ich es endlich bekommen. Der Prototyp des neuen 72 zelligen faltbaren Solarmodul. Mit 39V MPP Arbeitsspannung kann es mit dem im Set mitgelieferten MPPT Laderegler nicht nur besonders verlustarm jeden 12V Akku laden, sondern endlich auch alle 24V Batterien, wie sie oft in Fernreise-Fahrzeugen Verwendung finden.

1,1kWh Tagesertrag

Die Leistung kann sich sehen lassen. Die Spitzenleistung erreicht Werte von über 200W und ich konnte unter nicht optimalen Bedingungen trotzdem 1,1kWh Tagesertrag erreichen. Das wären in Amperestunden ausgedrückt an einem 12V Akku etwa 80Ah.

Mehr Informationen im Shop

Spätsommer & Besuch aus Deutschland

Woran merkt man, dass der Sommer zu Ende ist? Die Überwinterer trudeln wieder ein. Davy Mausebein, Maudolf und dessen Bewohner sind wieder in Portugal. Kaum sind in Portugal die Ferien zu Ende, wird es leer an den Stauseen und wir haben sie fast ganz für uns alleine.

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Dann gab es irgendwann noch eine neue Kamera. Diesmal wurde es kein Vollformat mehr, sondern eine Sony APS-C Alpha 6600. Der schnelle Autofokus, die kleine Bauform und der Cropfaktor von 1,5 reizen mich. Mit dem Tamron 28-75mm F2.8 ergibt sich an der Sony A6600 eine Brennweite von 42-112mm, was für mich die perfekte Reisebrennweite ist. Ich bin kein Weitwinkelfreund - die letzten Jahre hatte ich fast nur noch mit der 50mm Festbrennweite fotografiert und vermisste etwas mehr Tele. Für die Hundefotografie habe ich das Tamron 70-180 F2.8, dieses Telezoom besticht durch einen echt günstigen Preis, einem schnellen Autofokus und extrem geringen Gewicht. Genau mein Ding also.

Und schon kann auch ich wieder Hunde fotografieren:

Max macht das Stillleben

Den 12 jährigen Senior Max zu fotografieren ist inzwischen recht einfach. Aber beim Flittchen braucht man einen schnellen Autofokus und etwas Glück.

Flittchen im Tiefflug
Morgendlicher Besuch vom Nachbarshund
Genau eine Wellenlänge
Ziva ist glücklich

Monsanto

Mit Arnold, dem Fahrer von Maudolf, machen wir einen Ausflug in das historische Bergdorf Monsanto. Im Herbst ist ein Besuch spätnachmittags, wenn die Sonne schon tief steht, am Schönsten. Wir sind fast alleine im Ort, noch nie habe habe ich Monsanto so menschenleer erlebt.

Monsanto
Monsanto
Monsanto
Mit Roller und ATV

Die Tour hat viel Spaß gemacht und sollte zu anderen Spots wiederholt werden.

Es wird kälter

Die Nächte werden kälter. Auf der Serra da Estrela, dem höchsten Berg Portugals, fiel Anfang Oktober schon der erste Schnee. Auch am See fällt das Thermometer an manchen Tagen deutlich in den einstelligen Bereich. Es ist wieder Zeit für den Holzofen. Genug selbst geerntetes Brennholz haben wir dabei.

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Unvergessliche Sonnenuntergänge
Das Versorgungsfahrzeug ist auch viel im Einsatz

Wir pendeln zwischen See und Quinta

Mit Freunden am Stausee

Oft fährt Tanja alleine mit dem Quad zur Quinta, manchmal fahren wir auch zusammen mit dem Truck und bleiben ein paar Tage, bis es mich wieder an den See zieht.

Wassertanken am Brunnen unterwegs
Parken beim Supermarkt und mit dem Quad die Läden in der Umgebung abklappern.

Die Fahrtage verbinden wir dann immer mit Ver- und Entsorgungsstopps und einem Großeinkauf in Castelo Branco. Hier gibt es auch den besten Döner im ganzen Umkreis und so ist es kein Zufall, dass wir immer genau zur Mittagszeit einen Besuch im Shoppingcenter machen. Oft parken wir beim Intermarché und während Tanja den Großeinkauf macht, klappere ich einige Läden im Industriegebiet ab.

Seit ich unsere Zufahrt zur Quinta mehrfach mit der Kettensäge bearbeitet hatte, kommen wir recht entspannt durch. Ganz anders geht es Wohnmobilen mit Vorderradantrieb - zweimal haben wir es probiert, und beide Male endete die Fahrt an der ersten Steigung. Die Frontriebler haben einfach keine Traktion auf groben Schotter und bleiben hängen. Tiefe Auswaschungen vom Regenwasser machen es nicht einfacher. Gelobt sei der Laster mit den großen Reifen.

Sonnenuntergang am See

Es war eine sehr schöne Zeit! Aber leider endet sie, denn Regen kündigt sich an. Ein Teil der Truppe fährt gen Süden, Klaus kommt mit uns zur Quinta und hilft beim Bäume fällen. Die Zufahrt stellt sich als schwieriger heraus, als ich vermutete. Zum Glück fahre ich mit dem Laster vor und kann ihn einfach an den steilen Stellen hochschleppen.

Der erste Regen

Für den 20. Oktober ist der erste große Regen in diesem Herbst gemeldet. Diesen möchten wir auf der Quinta verbringen, damit ich das Wasser beobachten und gegebenenfalls noch Rinnen graben kann, damit es uns nicht alles wegschwemmt.
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt dies zu tun, denn ich wusste bisher nicht, dass wir so nahe an den Niagara Fällen wohnen 😂

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Der Stausee, an dem wir zuletzt standen, hat nach diesem Tag einen halben Meter höheren Wasserstand. Es kam echt viel Wasser in kurzer Zeit herunter.
Mit diesem Tag endet auch der Spätsommer und seither stehen wir auf unserem Grundstück. Es schön zu sehen wie die Natur wieder zum Leben erwacht und auch die im Frühjahr angelegten Wege beginnen wieder grün zu werden.

Leider wachsen auch andere Pflanzen, die hier nicht her gehören und bekämpft werden müssen, damit sich nicht alles Land für sich einnehmen können. Es sind Ginster und Mimosen. Beides ziemlich lästige Arten, wenn man sie wachsen lässt. Darum beginnen wir nach dem Regen eine große Rodungs-Aktion mit anschließender Verbrennung. In gut einer Woche haben wir mit der Hilfe von der Motorsensen-Gang richtig viel erreichen können. Nicht nur die drei Mimosen Problemwälder sind nun weg, sondern auch zwei Ginsterhänge wurde gemäht und viele tote Bäume sind gefällt.

Schon bei Morgendämmerung beginnt die Arbeit der Sensenmänner
Die Motorsensen häckseln bis zu 6cm dicke Stämme kurz und klein.
Der Westhang an der Ruine wird auch endlich gesäubert.
Der Wald liegt

Nachdem die Truppe eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat, hängt es an uns alles wieder aufzuräumen. Drei Tage lang sind wir mit dem Verbrennen der Überreste beschäftigt. Ich bin froh, den Hänger gekauft zu haben. Zusammen mit dem ATV kann ich die Stämme zu den Feuerstellen transportieren.

Unersetzlich!

In der letzten Woche hat sich unser Land doch ziemlich verändert. Es sieht jetzt lange nicht mehr so verwildert aus. Als Nächstes steht der Landschaftsbau an. Wir brauchen Wege, um mit dem Quad überall hin zu kommen - und vor allem benötigen wir einen guten Weg zur Ruine. Dazu haben wir einen Bagger gemietet - das wird die nächsten Tage also noch lustig.

Nachfolgend ein Videoentwurf, der eigentlich nicht ganz fertig ist. Aber man kann die Grundstücksgrenzen erkennen und du dir so ein besseres Bild machen worüber ich da eigentlich so schreibe.

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Nach dem Regen funktioniert auch unsere Quelle wieder richtig gut und wir können die Wasserversorgung wieder in Betrieb nehmen.

Quelle

Die Idee, das Quellwasser vorher in ein Fass laufen zu lassen war gut. In dem Fass bilden sich keine Algen und ich kann das Wasser ungefiltert in den Tank füllen. Jedoch ist das Fass zu klein und ich werde einen 500 Liter Tank installieren. So kann ich auch nach einem trockenen Sommer, wenn die Quelle nur sehr wenig Wasser bringt, zügig die Wassertanks im Womo füllen.

Corona und der Winter in Portugal

Zurzeit sieht alles danach aus, dass es wegen der stark steigenden Neuinfektionen wieder einige Einschränkungen geben wird. Ob die Grenzen offen bleiben werden steht bisher nicht fest. Portugal verhängt örtliche Lockdowns - mal sehen, was da noch auf uns zukommt. Ich sehe der Lage für uns bisher noch entspannt entgegen. Wir haben einen Platz zum Stehen und Arbeit für viele Monate.

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