Seit ich einen LED Fernseher habe, schau ich kaum noch fern. Zu sinnlos ist mir das Werbefernsehen, dass auch noch ständig von Harz4 Filmen unterbrochen wird 😉 Dafür läuft nun seit einem halben Jahr fast ständig das Radio und damit kamen auch die Empfangsprobleme.

Ich habe keine Außenantenne am Wohnmobil und die beiden identischen JVC Radios im Aufbau und Fahrerhaus haben schon immer einen erbärmlichen Empfang. Radio hören während der Fahrt ist fast nicht möglich und auf den Standplätzen habe ich oft nur 1-2 Radiosender zur Auswahl.

Dank der Begeisterung von Andreas (www.14qm.de) über das neuen DAB+ Radio Band habe ich nun beschlossen das ebenfalls auszuprobieren. Allerdings war ich mal wieder zu geizig mir zwei DAB+ Autoradios zu kaufen und da ich sowieso schon ein 3,5mm Line-IN Klinkenkabel vom Autoradio für Laptop oder Handy auf dem Tisch liegen habe, kam mir die Idee, ein kleines tragbares Radio zu kaufen, welches ich dann auch mal draußen nutzen kann. Für die Fahrt, kann ich das Radio dann auch im Fahrerhaus nutzen, denn hier lohnt wegen der seltenen Nutzung ein neues Autoradio ebenso wenig.

Was ist DAB+?

Wikipedia sagt: Digital Audio Broadcasting (DAB) ist ein digitaler Übertragungsstandard für terrestrischen Empfang von Digitalradio. Es ist für den Frequenzbereich von 30 MHz bis 3 GHz geeignet und schließt daher auch die Verbreitung von Hörfunkprogrammen über Kabel und Satellit ein. Entwickelt wurde DAB im Eureka-147-Projekt der EU in den Jahren 1987–2000. Der DAB-Standard ist unter dem Code EN 300 401 online von der europäischen Standardisierungsorganisation ETSI erhältlich.

Auf der Seit http://www.digitalradio.de/ kann man vorab checken welche Sender in wo empfangbar sein sollten.

So bestellte ich bei Amazon eine Ladung Radios um diese einmal auszuprobieren. 4 Modelle kamen in Frage und ich war erstaunt wie groß die Unterschiede in Empfang und Klang doch sind. Auswahlkriterien waren Batteriebetrieb mit AA oder AAA Batterien und Kopfhöreranschluss. Es hätte noch viel mehr Interessante Geräte gegeben, aber entweder liefen die nur auf 230V, oder hatten keinen Köpfhöhreranschluss.

Die Geräte:

Günstigtest Gerät war das TechniSat DigitRadio 210 tragbares DAB+ Digitalradio. Die Bedienung war einfach, das Gerät mit dem zweitbesten Empfang aber einem sehr höhenlastigen schepperigen Klang. dazu war mir die Antennenbefestigung zu wackelig. Bei Dauergebrauch bricht diese bestimmt bald ab.

Das Pure Move 2500 Tragbares Kompaktradio, gefiel mir wegen dem Display. verfehlte aber wegen dem reinen Kopfhörer oder Line Betrieb eigentlich den Zweck. Der miserable Empfang, der spezielle Lithium Akku und der hohe Preis machten die Entscheidung einfach. 0 Punkte

Das solarDABII portable, weckte dank der Solarzelle den Spieltrieb. Trotz des hohen Preises war es interessant. Ich habe mich auch nur ungern dagegen Entschieden, aber der schlechtere Empfang und der zu basslastige Klang waren in dieser Preisklasse nicht akzeptabel.

Gewonnen hat das Sangean DPR-67 Digitalradio, hier stimmt der Preis mit der Leistung. Dazu noch das zweit kleinste Radio in meiner Auswahl und der Betrieb erfolgt mit 4 AA Akkus, die im Gerät geladen werden können. Der Klang überzeugt durch seine Ausgewogenheit und der Empfang war der beste von allen 4 Kandidaten. Auf Akku läuft das Radio recht lange, ich schätze mal 30 Stunden. Einziges Manko: es gibt keinen Sendersuchlauf im FM Betrieb. Update: Auch im FM Modul gibt es einen Sendersuchlauf, man muss ihn nur manuell aktivieren! Im DAB+ Betrieb sucht es mit einem Tastendruck alle verfügbaren Sender und man kann 5 Sender abspeichern.

dab-radio-vergleich

Sangean DPR-67 Digitalradio

Weiterer Vorteil von einem Radio auf dem Tisch, ich muss nicht jedes mal aufstehe. um die Musik leiser zu machen, wenn das Telefon klingelt. Für also eine sehr gute Lösung.

Nach einiger Testzeit bin ich nach wie vor sehr zufrieden mit dem Radio, vor allem der Betrieb während der Fahrt überzeugt nun durch störungsfreien Empfang. Ich habe das kleine Radio richtig lieb gewonnen.

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