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AMUMOT Blog

Wir leben, reisen & arbeiten im Wohnmobil

Es ist schon eine Weile her, dass ich Reiseblog aus Spanien geschrieben habe. Wir müssen wieder bei fast 0 anfangen. Hola und Gracias sind so die einzigen zwei Worte die mir aus dem Spanischen noch geläufig sein. Nachdem wir am 1. Dezember Portugal verlassen haben, besuchen wir als erstes die kleine Grenzstadt Ayamonte um dort Diesel und Gas zu tanken. Der Ort ist richtig wuselig und überall sieht man Wohnmobile. Viele fahren aus Portugal hier her um sich mit günstigeren Lebensmitteln, Gas und Diesel zu versorgen. Diesel ist zum Beispiel mit 1,16€ fast 20 cent billiger als in Portugal.

Nachdem wir uns mit allem versorgt haben, fahren wir auf die Autobahn der Küste entlang Richtung Huelva. Östlich der großen Raffinerie von Mazagón haben wir einen kleinen Strandparkplatz entdeckt, welcher gut für eine Nacht zu gebrauchen ist. Vorsicht weicher Sand – Fronttriebler stehen besser oben auf dem großen Parkplatz.

Anfahrt zum Parkplatz am Strand
Am kleinen Parkplatz haben wir sogar schönen Meerblick

Am Abend als die Sonne endlich mal wieder nach 18 Uhr untergeht (1 Stunde später als in Portugal) beobachte ich den Sonnenuntergang der im ersten Moment recht langweilig erscheint, dann jedoch immer knalliger und kräftiger wird.

Nichts besonderes, ein eher langweiliger Sonnenuntergang
Blick aus dem Fenster
40 Minuten zieht sich dieses Schauspiel

Der nächste Morgen beginnt dann gleich wieder so Farbenfroh herrlich!

El Rocio

Weiter geht die Reise nach El Rocio, ein Wallfahrtsort in dem die heilige Jungfrau von El Rocío verehrt wird.

Oft wird die Heilige Jungfrau von El Rocío auch als Blanca Paloma (Weiße Taube) bezeichnet.
Ermita del Rocío

Uns interessiert jedoch weniger die heilige Jungfrau, sondern mehr die Tatsache, dass der Ort kaum über befestigten Straßen verfügt. Die verbreitetsten Verkehrsmittel im Ort sind daher Geländewagen und Pferdefuhrwerke. Die überwiegend zweistöckig errichteten Gebäude und große Sandplätze lassen den Eindruck einer Westernstadt entstehen. Da viele Gebäude der Bruderschaften auch nur zur Wallfahrt an Pfingsten bewohnt bzw. belebt sind, soll der Ort das restliche Jahr wie ausgestorben sein. Da wir am 1 Advent hier waren konnten wir den Eindruck nicht ganz teilen.

Fast wie vor 100 Jahren
Bei der heiligen Messe.
Belebtes Zentrum

Nach dem Besuch fahren wir noch 50 Kilometer weiter Richtung Sevilla und parken an den zwei Seen Las Doblas mit Picknickplatz. Sie befinden sich neben dem Rio Guadiamar, welcher als Landschaftsschutzgebiet (Corredor Verde del Río Guadiamar) ein nördlicher Ausläufer des Nationalpark Coto de Doñana ist.

Am Tage sind viele Spanier hier und grillen
See und Naturschutzgebiet mit Grill und Picknickplatz

Die vorbeiführende Straße ist morgens und Abends ziemlich stark befahren, das hätten wir nicht gedacht – zum umparken fehlte uns jedoch die Lust und nachts war es auch ruhig.

Die spanische Morgensonne wärmt schon etwas

6°C hat es heute morgen, und ich vermute, dass die nächsten Nächte noch kälter werden. Daher habe ich an meinem Holzofen die Umluftfunktion wieder aktiviert (Schalter eingeschaltet), dadurch wird nicht nur das Womo nicht nur komplett über das Schlauchsystem beheizt, sondern vor allem das Wasser im Boiler erwärmt sich dadurch und ich benötige weniger Strom um es voll auf 40°C zu erhitzen.

Parque natural de la Sierra de Grazalema

Wir sind ja nicht nur zum Überwintern hier, sondern wollen auch etwas sehen. Der Naturpark Sierra de Grazalema sieht interessant aus und wir fahren den ersten Punkt im Norden an. Der Ort Zahara de la Sierra bietet für uns alles, was brauchen zum Glücklich sein. Eine Burg, eine altes Dorf am Berg und einen See zum chillen. Wir beginnen mit dem Ort selbst wandern am Nachmittag hoch zur Burg.

Finde das Womo
Zentrum
Ich liebe solche Ausblicke

Der Parkplatz im Ort ist super! Erstens ist man in nur wenigen Minuten hoch ins Zentrum gelaufen, zweitens ist es hier nachts absolut ruhig. Trotzdem ziehen wir am nächsten Morgen um, ein paar Kilometer an den See unterhalb von Zahara.

Am Ende einer alten Straße die im See endet
Blick auf Zahara

Ronda

Seit Jahren ist mir Ronda ein Begriff, aber noch nie hat es bisher für einen Besuch gereicht. Auch jetzt war ein Besuch nicht geplant, sondern wir haben bemerkt, dass wir nur wenige Kilometer von Ronda entfernt sind und ein Abstecher kein Umweg ist. Was ich im Internet so über Ronda sehen konnte macht Lust den Ort zu entdecken. Dazu kommt, dass wir uns hier gleich mit 3 anderen Reisenden Treffen. Die einen machen eine Probefahrt mit dem neuen ExMob, die anderen leben im LKW und tingeln durch die Welt und mit dem dritten sind wir schon die letzten Wochen immer wieder zusammen gestanden. Viel reden und Ideen austauschen, Sightseeing in Ronda und gemeinsam essen gehen lassen die Zeit wie im Flug vergehen.

Ronda
900 Meter vom Zentrum entfernt steht man ruhig am Straßenrand

Es gibt in Ronda zwar einen Wohnmobilstellplatz, aber am anderen Ende der Stadt. Wir parken daher recht Zentral und trotzdem ruhig nachts, an einem typisch spanischen Neubaugebiet. Die Straßen sind fertig, der Park zerfällt schon wieder und auch sonst ist hier nicht viel los. Perfekt für uns.

Ronda
Eine Schlucht trennt den Ort
25 Grad Anfang Dezember

Wir sind echt begeistert: Es ist Anfang Dezember und wir haben 25°C und keine Wolke am Himmel. Aber nicht nur in Spanien ist es so warm, auch unsere Freunde aus Portugal berichten von schönem Wetter. Um trotz der Temperaturen etwas weihnachtliche Stimmung zu verbreiten, hat die Stadt große Geschütze aufgefahren. Tausende von LEDs beleuchten einen großen Weihnachtsbaum, eine Christbaumkugel und ein großes Geschenk an der Puente Nuevo. Fast alle Straßen um das Zentrum sind mit leuchtendem Weihnachtsschmuck verziert – einige würden es kitschig nennen, andere finden es toll. Ich mag Lichter bei Nacht.

Weihnachten auf spanisch
Nikolaustag – Weihnachtsstimmung macht sich breit

Mehr Bilder von Ronda

Die Heimat des Ibérico

Nach zwei Nächten in Ronda wird’s dann doch Zeit, dass wir weiterkommen. Wir haben am Wochenende noch einen Termin. Um diesen zu erreichen fahren wir jetzt mit einer Zwischenübernachtung Etappe, an einen ruhigen Platz an einem Bach. Was wir bei der Anfahrt nicht gesehen haben, dass die Straße zum Bach durch einen kleinen Ort führt und die Straßen und uns alles nicht unbedingt für LKWs und große Wohnmobile ausgelegt ist. Aber wir kommen durch, wie immer mal wieder etwas knapp.

Enge Wege und Hochwasserschäden am Rio Guadiaro

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Vor ein paar Monaten als in Spanien ein Unwetter wütete, trat der Fluss einige Meter über die Ufer. Die Spuren der Zerstörung sind in der ganzen Region zu sehen. Selbst in Ronda waren sie nicht unerheblich. An unseren Übernachtungsplatz hat die Flut das Brückengeländern einfach weggerissen.

Die Flut hat das Brückengeländer glatt weggerissen.
Übernachtungsplatz am Fluß

Die Spuren sind heftig, vor allem die Straße hier hat große Schäden davon getragen. Was mich beeindrucke, dass hier der Belag nicht unterspült wurde, sondern sich der ganze Boden in Bewegung versetzte.

Der Boden schwimmt förmlich weg.
Zur Flut war der Boden weich wie Pudding

Trotzdem sind wir in einer wunderschönen Gegend. Die Berge und Täler sind überzogen von sehr alten Steineichenwäldern und saftig grünen Wiesen (wenn es mal geregnet hat). Es ist die Heimat der Ibérico Schweine. Diese Rasse ist kleiner als das Hausschwein und hat meist schwarze Haut und Klauen. Die Tiere werden meist als Weideschweine freilaufend in Korkeichen- und Steineichenhainen (spanisch dehesas) gehalten und häufig mit Eicheln gemästet. Das Iberische Schwein liefert in Spanien und Portugal den als Spezialität bekannten luftgetrockneten iberischen Schinken (Jamón Ibérico), bei Tieren aus der Eichelmast auch Jamón Ibérico de Bellota (Iberischer Eichelschinken, bellota heißt „Eichel“) genannt.

Grüne Wiesen und alte Eichen prägen diese Gegend

Jamón Ibérico de Bellota

Wir stehen irgendwo in der Pampa an einer Brücke und irgendwie muss das ein furchtbar spannender Ort sein. Es herrscht ein reges kommen und gehen, wir beschließen daher gleich am nächsten Morgen weiter zu fahren. Noch einmal durch den engen Ort, was aber ohne Zwischenfälle klappte. Unsere sporadische Reisebegleitung Wolfgang hat herausgefunden, dass im Ort der Laden Ibérícos Aro ist, der echten Jamón Ibérico verkauft. Und zwar nicht irgend einen, sondern gleichen den Jamón Ibérico de Bellota (auch Montanera): Schinken von Schweinen, die mindestens 75 % der Iberico-Rasse entstammen und mindestens 40 % ihres Lebendgewichts freilaufend und nur durch Früchte der Steineiche und Kräuter zugelegt haben. Also den besten seiner Art. Wir kaufen zum probieren eine 100 Gramm Packung für (bitte hinsetzen) 14,50€. OK, reisen bildet – dass es billig ist hat noch keiner behauptet. Wir sind jetzt einer Erfahrung reicher, schmecken tut er auf jeden Fall super und günstiger bekommen wir dieses Erlebnis nirgends mehr.

Weiter geht die Reise Richtung Süden über Berge und entlang Tälern über ziemlich anstrengende Straßen, da sie meist nur aus Kurven und Bodenwellen bestehen. Irgendwann erreichen wir dann aber doch die Küste. Das erste mal seit Jahren sind wir mal nicht am Atlantik, sondern mal wider am Mittelmeer.

La Línea am Mittelmeer

Wir beziehen der Einfachheit wegen hier den Stellplatz am Jachthafen und genießen den schönen Blick auf den Flughafen von Gibraltar.

PARKING Continental Cadiz Alcaidesa Marina
Gibraltar International Airport

Viel mehr passiert heute auch nicht, denn neben der Fahrerei müssen wir auch noch ein bisschen arbeiten, die Hunde bespaßen und Blog schreiben.

Ziva wie fast jeden Morgen
Sonnenuntergang in Spanien
Die beleuchten nachts tatsächlich den Berg

Zum Abend gibt es iberisches Brot, mit Bellota Schicken, Oliven und schwarzem Knoblauch, ein wahres Festmahl.

Wir besuchen klein Britannien

Ich war noch nie in Großbritannien und es hat mich bisher auch nicht wirklich gereizt. Was mich aber reizt sind die Affen in Gibraltar und daher will ich da unbedingt mal hin. Wir parken ja praktischer Weise schon fast neben dem Flughafen, der übrigens nur wenig Flugbetrieb aufweist, und müssen nur noch dort hinlaufen. Das hat man in 15 Minten auch überstanden und kann dort in den Bus steigen, der einen zur Seilbahn am Felsen befördert.

Reiseinformation Gibraltar

Wer Gibralatr besuchen möchten kann das recht stressfrei so tun wie wir es gemacht haben.
Parken am Jachthafen GPS: 36.155545, -5.354252 10€/24h
Bus zur Seilbahn: Autobus Gibraltar 2€

Tanja hat sich die Sehenswürdigkeiten herausgesucht und macht den Reiseführer heute. 2 Spots sollte man unbedingt gesehen haben, da es die so im restlichen Europa nicht gibt.

  1. Zoo der illegal eingeschleppten Tiere
  2. Die Berberaffen auf dem Berg

Wir buchen Tickets online, und laufen zum Flughafen. Auf dem Weg fällt uns sein, dass wir kein Ausweise dabei haben. Aber wir sind in der EU und brauchen die sicher nicht. An der Grenze dann Kontrollen und ich laufe wieder zurück um Womo und hole die Ausweise. War ja klar! Wer hätte gedacht, dass hier 100% der Ausweise kontrolliert werden? Ein Shuttle bringt uns dann vom Flughafen direkt zur Seilbahn-Station.

Der Ausblick ist gigantisch und nur deswegen lohnt es sich mit der Seilbahn hoch zu fahren.

Hier der Blick vom Skywalk, einer Plattform, die einen Glasboden hat. Für alle die Höhenangst haben und denken, die Glasscheiben könnten reißen: Ein Teil war gesperrt, weil die Glasscheiben gesprungen waren.

Skywalk

Wir laufen vom Berg hinunter, besuchen noch die Höhle welche dank dem Walkers-Ticket nur 18 Euro Zuzahlung kostet.

Höhle bunt beleuchtet mit Musik

Und laufen dann noch von ins Tal. Auf den Zoo haben wir dann keine Lust mehr, gehen dafür aber noch eine Kleinigkeit essen, und laufen etwas durch Gibraltar. Was hier wirklich ins Auge sticht ist die hohe Dichte an Schildern. Wo man hinschaut sieht man Schilder, meist sind diese noch mit Zusatzschildern bepackt die Ausnahmen erklären.

Schilderwald in Gibraltar

Fazit: Man wird hier als Tourist so richtig abgezockt. Wir waren jetzt mal da und haben es gesehen. Das reicht dann auch.

Zu Fuß über das Rollfeld

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