AMUMOT Blog

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Wir sind wieder in der Zivilisation und nach so viel trockener Wüste sind wir jetzt auf der Suche nach Wasser. Der kleine Fluss bei Tissint war schon ein guter Anfang, aber wir wollen mehr Wasser. Ob alles so klappt wie wir uns das vorstellen, werden wir sehen, denn das Militär ist da in manchen Punkten anderer Meinung wie wir.

Antiatlas viele schroffe Steine

Unser erstes End-Ziel ist jetzt Tafraout und die blauen Felsen, wo dann ein paar Tage Pause machen wollen. Aber vor uns liegen noch einige Zwischenstationen und mindestens eine Übernachtung. Wir hoffe, dass wir im Antiatlas eine schönen Ort für eine Zwischenübernachtung finden werden.

Shopping in Tata!!!

Wir kommen ja gerade aus der Wüste und sind ziemlich abgebrannt und pleite dazu auch noch. Sogar das Internet Volumen haben wir gestern Abend aufgebraucht und mussten den Abend mit Lesen verbringen. Naja, so schlimm ist das gar nicht.

Tata

Heute haben wir Freitag, die Läden haben also nur bis Mittag offen. Wir müssen daher früh los. In Tissint melken wir den Geldautomaten – mehr gibt es noch nicht, denn alle Läden haben noch geschlossen. Wir sind also zu früh los...

Nach einem kurzen Besuch an den Wasserfällen, die nur wenig spektakulär sind, fahren wir 80km weiter nach Tata, dem Tor zum Antiatlas. Wir parken an der Hauptstraße neben dem Campingplatz und haben recht kurze Wege zu den einzelnen Läden.

Einkaufen in Tata

Während Tanja mit und die Anderen Lebensmittel kaufen gehen, mache ich mich auf die Suche nach Maroc-Telekom Rubel-Aufladekarten. Erst im fünften Laden werden ich endlich fündig und kann weitere 100GB Datenvolumen kaufen.

Tanken

Als alle vom Einkaufen zurück sind, fahren wir weiter zur Tankstelle. Hier ist der Diesel billiger als im Durchschnitt, und ich lasse beide Tanks voll auffüllen. Wir werden auf dieser Tour wohl eher nicht mehr in den Genuss kommen billigen Westsahara-Diesel zu tanken, den es südlich von Tan-Tan geben soll.

einmal volltanken bitte.

In ganz Marokko ist die Dieselqualität sehr gut. Alle großen Tankstellen haben 10PPM Diesel. Das ist schwefelfreier Diesel mit max. 10 ppm (ppm = parts per million Anzahl Teile pro Million Teile- 10ppm = 0.001%) Diese Qualität ist für alle Motoren geeignet, sogar für Europ 6 Fahrzeuge.

Nach 560 Liter sind endlich alle Tanks voll und ich kann den Verbrauch ausrechnen.

Wie viel Diesel verbraucht nun so ein Allrad-LKW?

Kassensturz in der Dieselkasse

Seit Annaberg-Buchholz sind wir 5.829 km gefahren und haben 1.707 l verbraucht - das entspricht 29,3 l/100km.

Gesamtverbrauch bisher:

Spritmonitor.de

  • Der größte Teil der Strecke war Landstraße, mit vielen Kreisverkehren in Frankreich.
  • Etwa 600km Piste in Marokko.
  • Dazu kommt noch etwas Dieselheizung in Deutschland als der Solarstrom nicht fürs warme Wasser gereicht hat.

Für ein Auto mit durchschnittlich 11,2 Tonnen, den groben Gelände-Reifen und permanentem Allradantrieb finde ich den Verbrauch in Ordnung. Da wir viele Nebenstrecken fahren und sehr viel Offroad unterwegs sind, wird der Verbrauch wohl auch Zukunft nicht mehr viel sinken. Früher haben Vario und Ducato zusammen auch 29 Liter verbraucht.

Antiatlas

Nach Tata erreichen wir den Antiatlas

Jetzt schnell über den Antiatlas nach Tafraout zu den blauen Steinen. Wir beschließen die kürzeste Strecke zu nehmen. Diese verläuft zuerst auf der R109 als geteerte Straße. Wenige Kilometer nach Imitek biegen wir links auf die Piste zur Akka Goldmine ab. Die Piste ist in erstklassigem Zustand, man würde gar nicht merken das man nicht auf Teer fährt, wäre die Staubwolke hinter dem Eiwola nicht so groß.

Piste in bestem Zustand

Unser Ziel war, nach erreichen der Piste einen Übernachtungsplatz zu finden. Aber hier ist alles mit groben schroffen Steinen übersät. Keine Chance die Piste zu verlassen.
Erst in einem kleinen Tal, 10km vor der Goldmine, finden wir einen netten Platz mit Palmen und Wasserbecken. Sogar Internet gibt es hier – perfekt für uns, besser wird es nicht mehr werden - wir werden hier übernachten.

Besser wirds nimmer - hier bleiben wir.
Ein Wunder, dass man mitten in der Steinwüste auf so einen schönen Platz trifft.
Ziegenherde kommt zum trinken.

Wir beenden hier den Tag. Zwar kommen immer wieder ein paar vierachsige Muldenkipper vorbei, aber da die sehr langsam fahren stören sie nicht weiter. Ab Abend kommt noch ein LKW und gießt die Piste. Das bindet den Staub und minimiert Waschbrettbildung. Kein Wunder ist die Piste in so gutem Zustand.

Die Piste wird gepflegt - Wasser bindet den Staub und festigt den Untergrund.

Goldmine Akka

Am Horizont die Goldmine

Noch 65 Kilometer bis Tafraout! Dazwischen wartet ein kleines Nadelöhr, wo wir noch nicht wissen, was uns genau erwartet. Aber zuerst wollen wir die Goldmine besuchen – Laut Google soll sie ja dauerhaft geschlossen sein. Als wir sie erreichen sehen wir, dass hier fleißig gearbeitet wird. Ein LKW nach dem anderen donnert auf das Gelände. Keine Ahnung was die da machen, aber wir haben da nichts verloren.

Antiatlas - schöne Gesteinsstrukturen

Gorges d'Aït-Mansour

Wir fahren direkt weiter zur Schlucht Ait Mansour. Meine Frage bei Facebook ob man durch die enge Palmenschlucht auch mit einem LKW fahren könne, ergab ein Ergebnis wie ich es mir fast schon gedacht habe:

Die mit den kleinen Wohnmobilen meinten, es sei unmöglich dort hindurch zufahren. Schon 3,20 m Höhe wären eng.
Die mit den großen LKWs meinten dagegen, es sei überhaupt kein Problem.

Am Besten fragt man nicht viel und macht einfach seine eigenen Erfahrungen. Denn von der Breite und von der Höhe ist die Schlucht auch für einen LKW problemlos befahrbar - die Zweige geben alle nach. Wer so eine Allrad-Kiste fährt, wird auch wegen ein paar Kratzer nicht gleich in Tränen ausbrechen.

Spannend und schön anzuschauen war es für uns trotzdem – wenn man das Tierleid, welches hier besonders gut zu sehen ist, übersieht.

Vallee d'Ait Mansour (Tafraoute) mit dem LKW
Dieses Video ansehen auf YouTube.

Am Ende der Schlucht halten wir an, und lecken die Wunden. Die Geräusche unter den Palmwedeln waren heftig, die Schäden aber erfreulich gering. Bis auf eine kleinen Lackschaden, sind es nur Kratzer.

Am Ende der Schlucht - Schadensbegutachtung
Was tun die da nur???
Die Schäden halten sich in Grenzen.

Endspurt nach Tafraoute

Bis Tafraout ist´s nicht mehr weit
Kleine Bergdörfer

Nach einem Pass mit über 1600 Meter erreichen wir das Hochtal Tafraout mit etwa 1000 Meter. Heute ist es bedeckt, aber trotzdem recht warm. Wir fahren zuerst einmal in die Stadt und den großen Platz am westlichen Ortsausgang. Für 15Dh darf man hier übernachten.

"Die Platte" in Tafraout

Hier war einer der ganz wenige Abende, wo wir mal kein Lagerfeuer hatten. Dafür kläffen die Hunde im Ort die Nacht durch.

Das bewegt uns dazu, am nächsten Tag gleich noch einmal den Stellplatz zu wechseln. Denn in der alten Palmerie, nach den zwei Campingplätzen links, steht man für den gleichen Preis ruhiger und schöner. Da wir das Quad haben, ist die Entfernung zum Ort nicht weiter wichtig. Wir ziehen um und verbringen ein paar schöne Tage umgeben von Palmen.

Neuer Platz zwischen Palmen

Roches peintes de Tafraoute

Natürlich wollen wir auch die blauen Felsen besuchen. Diese wurden erst vor wenigen Wochen mit vielen Tonnen neuer Farbe gestrichen. Wir ziehen es wie letztes Jahr wieder vor, etwas abseits zu übernachten.

Frische Farbe an den blauen Steinen
Etwas Farbe hat noch keinem geschadet
Wir stehen abseits, haben aber einen schöne Ausblick auf das Tal und die Steine
Wir treffen endlich mal wieder einen Allradlaster

unerwarteter Militärbesuch

Wir sind wieder in Tafraout – der Grund ist schnell erklärt. Kurz vor Sonnenuntergang kam am dritten Tag das Militär vorbei und meinte sehr freundlich, dass wir nur am Tag hier stehen dürften. Diskussionen zwecklos, wir packen zusammen, verlassen die blauen Steine und fahren wieder zur Palmerie nach Tafraout. Dort besuchen wir den blauen Kasten und leisten Doreen & Sven etwas Gesellschaft.

Besuch bei Kasteninblau.de
Das ATV - in Tafraout ein sehr nützliches Fahrzeug.

Hart gen Westen - zum Atlantik

Es ist Montag und wir wollen weiterfahren – Lena und Philip als "Team Düdo" sind auch wieder dabei – das Ziel ist Plage Blanche am Atlantik mit viel Sand, Dünen und Meer. Ob wir unser gestecktes Ziel wirklich erreichen werden, wissen wir noch nicht. Heute steht aber erst einmal ein reines Zwischenübernachtungsziel auf dem Roadbook.

R107 und Igmir-Schlucht

Wir verlassen Tafraout nach Süden auf der R107 Richtung Icht. Die Straße windet sich auf 1550 Meter die Berge hoch. Dann fährt man eine Weile auf etwa 1400 Meter und erreicht dann die Igmir-Schlucht. Der Abstieg ist echt krass über viele Serpentinen geht es runter in die Schlucht. Eine wunderschöne Strecke und wie wir erfahren, ist die Straße wohl noch nicht lange geteert.

Abstieg in die Igmir Schlucht
Igmir Schlucht

Richtung Icht öffnet sich die Schlucht langsam und das Oued wird sehr breit. Wir sind jetzt knapp 100 Kilometer gefahren und suchen einen Übernachtungsplatz. Dazu verlassen wir die neue R107 und folgen der alten Straße durchs Oued. Zwischen zwei Siedlungen parken wir einfach auf dem groben Schotter mitten im Bachbett. Da gerade nirgends mit Regen zu Rechnen ist, kann man das schon mal machen.

Übernachtungsplatz im Bachbett

Heute Morgen haben wir uns in Tafraout noch ein kleines Geschenk gemacht. Tanja hat eine unlasierte Tajine mit einem Holzkohle Stövchen gekauft. Dieses muss nun vor der ersten Benutzung eingebrannt werden. Tajine auf Holzkohle ist eine nette Art der Essenzubereitung für draußen. Man macht erst einmal das Feuer, dann wird die Tanjin bestückt und schmort gemütlich vor sich hin.

Tanjine auf dem Holzfeuer

Wellness in Fask

Weiter geht die Reise. Um wieder auf die Straße zu gelangen, folgen wir zuerst weiter dem Bachbett, bis wir einen Ausfahrt durch eine Palmerie finden. Team Düdo fährt vor und als sie die Straße erreicht haben, geben sie uns grünes Licht zum Folgen. Das ersparte uns das Risiko in dem kleinem Ort hängen zu bleiben - sei es wegen Kabel oder zu enger Wege.

Ziva passt auf, dass nichts passiert.

Weiter folgen wir der Teerstraße nach Fask. Auf halber Strecke legen wir einen kurzen Zwischenstopp im Ort Taghjijt ein, wo wir etwas Obst einkaufen. Ab Fask verlassen wir die Straße und fahren im rechten Winkel die Piste nach Süden. Die ist eigentlich ganz gut zu fahren bis zu dem Oed kurz vor dem Ziel. Hier geht es kurz ziemlich steil und holperig nach unten und etwas flacher auf der anderen Seite wieder raus. Die Umfahrung wäre mindestens 6 Kilometer Umweg. So genau wusste das keiner der anwesenden. Nach einer Ortsbegehung entscheiden wir, da durch zu fahren, denn es ist nur steil, aber nicht wirklich schräg.

Ein Wadi trennt uns noch vom Ziel

Auch wenn am hinteren Überhang des Eiwola nur -1cm Luft war, haben wir diese Stelle souverän gemeistert. Zum Glück, den es waren genug Schaulustige vorhanden die nur darauf gewartet haben, dass die übermütigen Deutschen sich in dem Oued festfahren.

Sandsturm verdunkelt die Sonne

Bis auf die Quelle, also ein Metallrohr das aus dem Boden ragt, umgeben von 2 Wasserbecken und drei Palmen, ist hier nichts. Wir suchen uns einen Platz mit etwas Abstand zur Quelle. Leider zieht kurz nach unserer Ankunft ein Sandsturm auf, und einige großen Windhosen kommen vorbei.

Wir warten mit dem Badespaß bis spät am Abend. Die Idee hatten aber auch andere schon und so warten wir bis 21:30 Uhr. Dann haben wir die Becken ganz für uns alleine. Mit Bier und Wein bewaffnet legen wir uns mit Team Düdo in den über 30°C warmen Pool. Nach 2 Stunden sind wir total aufgeweicht. Der Wüsten-Staub der letzten 4 Wochen ist jetzt definitiv abgewaschen.

Badekandschaft an der heißen Quelle

Der nächste Morgen ist mit 9°C und 90% rel. Luftfeuchtigkeit sehr kalt und nass. Die letzten Wochen hatten wir nur ganz selten mal über 20% Luftfeuchtigkeit. Man merkt schon die Nähe zum Atlantik.

Am zweiten Tag fällt der Sandsturm nicht ganz so stark aus. Unser Plan, Nachts zu baden, ist auch beim zweiten Mal erfolgreich, wir haben den Pool wieder ganz für uns.

Shopping in Guelmin

Wir schaukeln langsam über die recht schlechte Piste Weg Richtung Oase Tighmert. Je näher wir der Straße kommen, umso besser wird die Piste zum Glück.
Kurz vor Guelmim legen wir beim Marjane einen Einkaufsstopp ein. Der erste Supermarkt seit 2 Monaten. Auch wenn wir es nicht wirklich vermisst haben, aber alles in einem Laden kaufen zu können, ist auch mal ganz angenehm. Als wir wieder nach draußen kommen, werden wir schon von Bloglesern empfangen.

Marjane Guelmim

Nach einem Schwätzchen und nachdem alle Einkäufe verstaut waren, fahren wir weiter nach Süden. Wir folgen der N1 80 Kilometer Richtung Tan-Tan und biegen dann nach Rechts in die Pampa ab.

Querfeldein Richtung Meer

Unser Plan ist, einem Oued nördlich vom Wadi Draa zu folgen und irgendwie das Meer zu erreichen. Das Problem ist, es gibt laut Karte keine durchgängige Piste und wir müssen uns irgendwie durchs Gelände schlagen. Spuren wo schon mal einer gefahren ist, gibt es überall. Ob die auch für einen LKW geeignet sind, ist eine andere Geschichte.

Das erste Drittel der Piste ist gut zu befahren. Probleme machen nur die Auswaschungen, die teils Meter tiefe Schluchten zur Folge haben und immer weiter entfernt überfahren werden müssen. So entstehen immer neue Piste und Umwege. Der lange Überhang des Eiwola könnte sich zu rächen beginnen. Aber an diesem Tag war noch alles im grünen Bereich.

Irgendwelche Spuren findet man immer

An einer schönen Stelle neben dem Bachbett mit einigen Wasserbecken beenden wir den Tag. Die letzten 17 Kilometer Piste bis zum Meer wollen wir am nächsten Tag unter die Räder nehmen. Wer weiß was uns noch erwartet. Im schlimmsten Fall müssen wir alles zurück fahren.

Übernachtungsplatz im Nirgendwo

Hund verloren

Kurz vor Sonnenuntergang wollte ich auf dem Hügel nebenan ein paar Bilder machen. Das brach ich dann kurzerhand ab, weil dort eine Schafherde war und klein Ziva ohne Leine mit dabei war. Lena & Philip waren zur gleichen Zeit mit ihrem Hund Eckstein unten im Oued spazieren und Ziva hat die Zwei gesehen und stürmte los zu Eckstein. Bis jetzt verlief alles normal.
Aber statt jetzt zusammen zu spielen, rennen Ziva und Eckstein wie abgesprochen los und verschwinden in den Büschen, die hier im Bachbett wachsen. Solche Aktionen brachten die Zwei ja schon öfter in den letzten Tagen, weshalb wir versuchten, dass immer einer der beiden Hunde an der Leine ist.

Es wurde dann dunkel und die Zwei blieben verschwunden. Ach als wir mit dem Lagerfeuer durch waren, war immer noch kein Hund zurückgekommen. Die Nacht war für uns alle nicht sehr schön. Erst gegen 6 Uhr hören wir das Halsband von Eckstein klingeln – Hund 1 ist zurück, Hund 2 bleibt weiterhin verschwunden. Auch um 9 Uhr ist von Ziva weit und breit keine Spur. Tanja suchte die Gegend mit Quad ab, was ich für eine hoffnungslose Idee halte, aber besser so als gar nichts tun.

In solchen Situationen gehen einem viele Gedanken durch den Kopf – auf der einen Seite ist hier nichts, also kann eigentlich auch nicht viel passieren. Hunde verlaufen sich nicht so schnell und Ziva schon gleich gar nicht.
Aber was ist, wenn sie in ein Loch gefallen ist? In Marokko gibt es viele halb zerfallene Brunnen.
Oder von einer Klippe im Oued gestürzt oder sich verletzt hat und deshalb nicht zurück kann?
Wir können unmöglich da ganze Gebiet absuchen und auch nicht weiterfahren, solange wir nicht wissen, was los ist.

Nach einer Stunde kommt Tanja zurück mit Ziva im Schlepp. Sie war 1,5km in der entgegengesetzten Richtung Flussaufwärts unterwegs. Als sie das Quad hörte, kam sie angerannt. Gott sei dank ist sie wohlbehalten zurück. Aber diese Aktion wird leider nicht ohne Folgen bleiben.

Frisch gebadet - das Hundekind ist sichtlich erledigt

Ziva war total schlammig und durfte erst einmal unter die Dusche. Danach war sie so erledigt, dass ihr die Augen schon auf Tanjas Arm zufielen.

Pistenabenteuer

Nach dieser schlaflosen Nacht sind wir nun nicht in bester Fahrstimmung. Obwohl eigentlich eine sehr interessante Piste vor uns liegt haben wir keine große Lust zu Fahren.
Inzwischen haben wir auch eine alternative Piste gefunden, die uns durch das Oued bringt. Sie ist etwas ausgewaschen aber langsam und mit Gefühl fahren wir ohne Probleme durch. Danach folgen noch mindestens drei weitere Engstellen, die wir aber mit unseren Laster problemlos meistern können.

Lagebesprechnung

Der Rahmen wird hier ganz schön durchgeknetet und die Reifen müssen die Steine aushalten. Aber beides hat die Piste schadlos überstanden. Ich freue mich immer wieder über die Geländereifen. Gerade so steinige Pisten fahren sich mit den Geländereifen selbst mit Straßen-Druck noch sehr komfortabel.

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Der Rest war anspruchslos. Teils steinig und zur Küste hin immer sandiger. Leider sind die Steine extrem scharfkantig, weshalb man Luft am besten nicht ablässt.

Reifenkiller im Sand
Nahe der Küste

Plage Blanche

Und dann erreichen wir endlich die Küste mit dem Plage Blanche. Hier ist erstaunlich viel los. Fischer, Schafhirten und Kameltreiber hausen hier in Zelten. Wir parken hinter einer Düne. An der Flussmündung findet sich das Fort Aoreora.

Plage Blanche
Plage Blanche - Dünen sogar am Strand

Als Philip einen Stein aufhebt, um ihn als Auffahrkeil unter die Räder zu legen, befinden sich darunter gleich zwei Skorpione. Auf einmal haben alle Schuhe an 😉

Achtung Skorpione

Der Wind bläst ziemlich kalt vom Meer her und Nebel verdeckt die Sonne. Es passt ein bisschen zur Stimmung - wir alle sind noch ziemlich erledigt von der letzten Nacht und legen uns erst einmal auf Ohr.

Am Abend kommt ein Mann vom Militärposten vorbei und bitte nach unseren Fiche. "Wir dürfen hier gerne übernachten und wenn etwas sei, da vorne steht sein Haus." Erklärt er mir, ich bin beeindruckt von der Freundlichkeit die dieser Mann ausstrahlt.

An dieser Stelle kann man über eine lange Sandrutsche hinunter zum Oued und dann zum Strand vor fahren. Mit genug PS und wenig Druck in den Reifen kommt man da auch wieder hoch. Alleine sehe ich an dem Berg kein Hindernis für uns, aber mit dem Düdo am Haken könnte es knapp werden. Über diesen Hang werden über 50 Höhenmeter überwunden - siehe Video:

südliche Anfahrt zum Plage Blanche
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Hier, 50km nordöstlich von Tan-Tan wendet sich unsere Reiserichtung nun gen Norden. Wir haben jetzt noch knapp 3 Wochen Zeit. Keiner von uns hat Lust noch einmal die Piste zu fahren. Der Strand lockt schon sehr. Aber was ist mit Team Düdo? Wir können nur Strecken fahren, wo ich sie auch problemlos wieder befreien kann.
Wie wir hier wieder weg kommen, erzähle ich dann im nächsten Teil.

Die gefahrene Strecke

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