Günstiger Batteriecomputer BMV600

BMV-600 und BMV 602

BMV600 vierkant 300dpi

 

Der BMV-600 und BMV-602 sind die neuesten Präzisions-Batterie-Wächter aus dem Hause Victron Energy. Die wesentliche Aufgabe des Batterie-Wächters ist es, verbrauchte Ampère-Stunden und den Ladezustand der Batterie zu ermitteln und anzuzeigen. Die verbrauchten Ampèrestunden werden durch Integration des Stromflusses in die oder aus der Batterie ermittelt.

Die wesentliche Aufgabe eines Batteriewächters
den Ladezustand zu ermitteln. Der Verbrauch in Ampèrestunden wird durch zeitliche Integration des
Stromflusses aus der Batterie ermittelt. Bei konstantem Stromfluss entspricht dies der Multiplikation des
Stromwertes mit der Zeit. Ein über 2 Stunden fließender Entladestrom von z.B. 10A ergibt einen
Verbrauch von 20 Ah.

  • Höchste Auflösung: 10mA (0,01A) mit 500A Shunt (Vorwiderstand).
  • Geringster Stromverbrauch: 1mA.
  • einfachster Anschluss: Der BMV-600 wird mit Shunt, 10 Meter RJ 12 UTP Kabel und 2 Meter Batteriekabel einschl. Sicherung geliefert. Mehr wird nicht gebraucht.
  • Einfachster Einbau: getrennte Frontplatte für rundes oder rechteckiges Bedienfeld. Ring für rückwärtige Montage und Schrauben für Fronteinbau.

So etwas wollte ich schon immer mal haben, ich wollte endlich mal wissen wie vill die Batterien wirklich sind und nicht immer nur anhand der Spannung den Ladezustand abschätzen.

Für 180 Euro kaufte damals in England das Gerät und war sofort begeistert. Der BMV 600 ist bei uns nun seit einem halben Jahr im Einsatz und ich habe den Kauf bis heute nicht bereut. Viele Technische Spielereien sind ja meist nur am Anfang interessant und später schaut man nie wieder drauf. Aber der Batteriemonitor wird bei uns, immer noch ständig genutzt. Durch die Lade und Entladestromanzeige können wir alle elektrischen Geräte auf richtige Funktion überwachen und wissen immer wieviel Strom die beiden Solaranlagen gerade liefern.

Meli war als ich das Ding kaufte erst skeptisch ( wieder ein neues Spielzeug für mich … ) findet es aber selbst auch sehr interessant und schaut immer wieder drauf wie leer denn die Batterien gerade sind oder eben was die Solaranlage gerade bringt wenn die Sonne wieder hinter den Wolken vorkommt.

Die Funktionen im Überblick:

  • Batterie Spannung (V).
  • Batterie Lade/Entlade Strom (A).
  • Verbrauch in Ampèrestunden (Ah).
  • Ladezustand (%).
  • Restlaufzeit beim augenblicklichen Verbrauch.
  • Optischer und akustischer Alarm: Über- und Unterspannung und oder leere Batterie.
  • Alarm oder Generator Startrelais programmierbar.

AUFLÖSUNG (mit 500 A Schunt)
Strom ± 0,01 A ± 0,1 A
Spannung ± 0,01 V
Ampère-Stunden ± 0,1 Ah
Ladezustand(0 – 100 %) ± 0,1 %
Restlaufzeit ± 1 min
Temperatur (0 – 50°C or 30 – 120°F) n. a. ± 1°C (± 1°F)
Genauigkeit der Strommessung ± 0,3 %
Genauigkeit der Spannungsmessung ± 0,4 %

Der Batteriemonitor hat unzähliche Einstellmöglichkeiten, aber für den Grundsätzlichen Betrieb genügt es eigentlich schon, nur die Batteriekapazität einzugeben und schon kann es losgehen. Nach dem ersten Vollladen der Batterien fängt der Computer an zu rechnen und das sogar erstaunlich genau.

Der BMV 600 ist einer der wenigen Batteriecomputer in dieser Preisklasse, der den Peukert Exponent berücksichtigt.

Der Peukert Exponent beschreibt wie sich die Kapazität einer Batterie
verringert, wenn sie schneller als in dem vorgegebenen Zeitraum von 20
Stunden entladen wird. Der Betrag der Kapazitätsminderung wird als ‘Peukert
Exponent’ bezeichnet und kann im Bereich von 1.00 bis 1.50 eingestellt
werden. Je höher der Peukert Exponent, desto schneller reduziert sich die
Batteriekapazität, wenn der Entladestrom steigt. Eine (theoretisch) ideale
Batterie hat einen Peukert Exponent von 1.00, und es kümmert sie nicht, wie
hoch der Entladestrom ist. Doch solche Batterien gibt es nicht.
Die werksseitige Einstellung des Peukert Exponenten ist 1.25, und das ist ein
akzeptabler Durchschnittswert für die meisten Blei-Säure-Batterien. Für
präzise Batterieüberwachung ist jedoch die Bestimmung des richtigen
Peukert Exponenten unumgänglich.

Da wir immer wieder durch den Wechselrichter Ströme von über 100 A aus den Batterien ziehen, würde sich der Computer dann mit der Zeit immer mehr verrechnen.

Inzwischen ist der Batteriemonitor billiger geworden und wir haben ihn in unseren Shop aufgenommen.

Hier gehts zum Shop

2 Kommentare bis “Günstiger Batteriecomputer BMV600”

  1. Martin sagt:

    Das liest sich gut!
    Meine Geräte werden aber von Philipi sein, ich stehe auf einheitliches Design.
    Ob der Philipi Batteriecomputer den Peukert Exponent (ich wusste garnicht dass es dafür einen Namen gibt) mit berechnet kann ich nicht sagen, aber ich glaube das ist mir auch relativ egal. Denn schliesslich ist es so, dass sich der Batteriecomputer mit jeder Voll-Ladung immer wieder selbst kalibriert: Ist die maximal eingestellte Kapazität erreicht, steigt die Anzeige nicht, auch wenn noch weiter geladen wird. Ist der Ladevorgang dann beendet, stimmt die Anzeige mit der Kapazität wieder überein.
    OK, man muss auch dazu sagen, dass wir nur sehr selten mehr als 20A gleichzeitig aus den Batterien saugen. Höchstens wenn Anne sich die Haare fönt, und das dauert nur 5min.

    Übrigens, der Philipi hat einen Vorteil: Mann kann zusätzlich zu den Bord-Batterien über den Shunt auch noch bei einer zweiten Batteriebank die Spannung messen. Ob das aber mit 12/24V Mischspannung geht, weiss ich nicht.

  2. Andre sagt:

    Hallo Martin,

    den Philpi habe ich mir auch angeschaut, ein tolles Gerät mit vielen tollen Spielereien. Rechnen tun sie alle gleich. Bei Philipi muss man Shunt extra dazu kaufen, es können auch zwei unterschiedliche Batteriespannungen überwacht werden wenn ich das richtig gelesen habe.

    Der BMV 601 hat diese Funktion auch drin, war mir aber bei Kauf nicht wicht. Im Fahrerhaus zieht nichts Strom wenn die Zündung aus ist, nicht mal die Uhr, denn die geht nicht.

    Der Batteriecomputer ist ein nettes Gerät, aber nicht lebensnotwendig weshalb ich auch nicht mehr als 200 Euro dafür ausgeben wollte.

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