Ich kanns kaum glauben

Heute morgen klingel das Telefon.

Herr Rafeldt, der Chef der Firma Deleika Drehorgelbau, war dran und beglückwünscht uns zum ersten Platz beim Video Wettbewerb.

Mit diesem Video haben wir es tatsächlich geschafft ! Das freut uns natürlich, denn der erste Preis hat es in sich. 100 Wunschlieder für unsere Drehorgel dürfen wir uns nun aussuchen. Dazu fahren wir in den nächsten Tagen mal wieder nach Dinkelsbühl zum Probespielen und auswählen der Lieder.

Verkaufsoffener Sonntag in Ludwigsburg

Ab 13 Uhr hatten die Geschäfte in Ludwigsburg geöffnet, wir nutzen die Chance mal vor richtig viel Publikum zu spielen.

Erst mussten wir mal einen Parkplatz finden, fündig wurden wir nach einiger Suche im Parkhaus. Nachdem ich mir dann erst mal ein Bild vom Geschehen in der Fußgängerzone gemacht habe, laufen wir zurück ins Parkhaus und holen die Orgel und Max. Ja, Max ist heute mal mit von der Partie. Er nimmts gelassen, bestaunt vorbeikommende Hunde und genießt die Sonne, die heute perfekt ihren Dienst tat.

Angefangen hat alles ganz gut, aber nach ein paar Minuten spielen, bekamen wir Besuch von einem Ballonkünstler. Wir unterhielten uns erst und machten dann zusammen weiter. Ich erhoffte mir so ein paar Tricks ab schauen zu können.

Ich hielt mich mit den Ballontieren zurück und begnügte mich mit dem Orgelspielen. Während ich versuchte das Treiben nebenan zu beobachten.

Was mich faszinierte, war die gigantische Wirkung als der Mann in sein Clownkostüm gestiegen ist. Alleine diese Aktion brachte eine Menschentraube zu Stande.

Die Kasse nebenan klingelte, mit nur drei verschiedenen Figuren machte der Mann ein gutes Geschäft mit Massen von Kindern.

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Unser tanzender Rabe war aber auch nicht ohne. Jung wie Alt waren begeistert. Ich wurde sogar mehrfach gefilmt und fotografiert. Also kann die Darbietung gar nicht so schlecht gewesen sein. Eine Frau kam sogar her, und meinte, von allen Künstlern hätten wir das beste Programm. Andere Leute kamen her und bedankten sich bei mir. Das ist ein schönes Gefühl.

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Denkt jetzt nicht, ich hätte nie gelacht, Meli hat es nur geschafft mich genau in den falschen Momenten zu fotografieren ;-)

Was habe ich gelernt aus der ganzen Geschichte ? Steh nie neben einem Ballonkünstler, der stiehlt dir die Show … Aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Ich freu mich schon auf morgen. Diese Woche soll das Wetter ja gut werden, dass heißt ich kann viel ausprobieren und üben gehen.

Der Leierkasten-Rabe

Nen Affen hat jeder auf der Orgel sitzen. Darum brauchte ich etwas anderes. Bei uns ist sowieso alles etwas anders. Darum habe ich Charly, den bewegten Raben für die Drehorgel ins Leben gerufen.

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Natürlich mussten wir das ganze auch in Aktion filmen:

Da Max so cool war, hier gleich nochmal ein kleines Filmchen.

Morgen geht´s nach Ludwigsburg zum verkaufsoffenen Sonntag.

Deleika Drehorgel

Der Tag heute war komplett der Drehorgel gewidmet. Heute morgen erst mal zur Bank und etwas Geld mobilisieren. Mit der unserer alten Orgel sind wir dann nach Dinkelsbühl zu Deleika gefahren. Hier wird der Blasebalg, der störende laute Geräusche machte repariert.

Die neue alte Orgel haben wir dann gleich in Empfang nehmen dürfen.

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Es handelt sich um eine 20/31 FS ( 20 Tonstufen / 31 Pfeifen) mit der Memorysteuerung statt Notenband. Die Notenband Steuerung hat der Vorbesitzer ausgebaut, man könnte sie aber jederzeit wieder nachrüsten. Jetzt denken wahrscheinlich viele, oh je nicht mal eine echte Drehorgel, aber dem ist nicht so. Die Orgel aus dem Jahr 1993 wurde von Notenbandsteuerung auf die elektronische Memorysteuerung umgebaut. Die Mechanik bleibt unangetastet, nur gibt jetzt statt dem Lochband, eine Elektronik mit Magnetventilen die Impulse an die Windlade weiter. So hat man ohne Bandwechsel 200 Lieder zur Verfügung und kann sehr schnell auf die Wünsche der Zuhörer eingehen. Nebenbei bietet die Elektronik noch viele andere Spielereien.

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Unsere alte Orgel hatte ja eine Notenband, ganz zu schweigen von der stark begrenzten Anzahl der Lieder, war der Rollenwechsel immer sehr Zeitaufwändig. Nun kann man schnell per Tastendruck zwischen 200 Liedern wechseln. Über 1400 Lieder stellt Deleika zur Verfügung so dass wir immer wieder neue Musikstücke nachkaufen können.

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Es handelt sich um ein gebrauchte Orgel, die im Dauerstraßeneinsatz war. Das erkennt man auch an diversen Abnutzungen am Deckel und Gehäuse. Einen Deckel Rohling haben wir auch noch dazu bekommen. Die Elektronik wurde 2010 eingebaut und beinhaltet die aktuellste Software. In 2009 wurde der Blasebalg gewechselt und alle Pfeifen neu gestimmt. Deleika gibt uns 2 Jahre voll Garantie, egal was auch kaputt gehen sollte, es wird kostenlos repariert.

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Statt der Kurbel, konnte ich noch ein Handrad raus handeln, das mit 3,5 Kg sehr schwer ist. Das Handrand funktioniert wie ein Schwungrad. Die unterschiedlichen Kräfte an der Kurbel werden dadurch ziemlich ausgeglichen. So kann man mit konstantem Kraftaufwand drehen was mir auf Anhieb einen einstündigen Dauereinsatz ohne lahmen Arm erlaubt.

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Morgen gehen wir auf Tour wenn es das Wetter erlaubt.

Tag 3 Wetzlar Wolfhagen

Datum: 10.07.2010

Stellplatz: Wohnmobilstellplatz Wolfhagen

GPS:

gefahrene KM: 157

Tageshöchsttemperaturen: 36

Wetter: Sonne

Mann war das wieder ein Tag heute. Heute morgen war es mit 18 Grad angenehm kühl draußen aber die Temperaturen stiegen rasend. Schon um 10 Uhr hatten wir knapp 30 Grad, aber was solls, ich wollte endlich Orgeln gehen, sonst denkt ihr ja alle ich würde mich nicht trauen oder so. Aber ich sag euch, es ging die Tage davor wirklich nicht und auch heute war es schier nicht auszuhalten in den Klamotten.

Aber der Reihe nach. Erst mal war das normal Morgenritual angesagt, Kaffe trinken und im Internet nach dem neuesten schauen und Emails beantworten. Dann bin ich immer wieder mal in die Altstadt gelaufen um zu sehen wieviel Leute so unterwegs sind und wann es sich lohnt mal die Orgel aus zupacken.

Die Katzen haben sich solange sorgfältig aufgeräumt.

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Und dann kam Max dran:

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Dann war es dann auch endlich soweit um 10:30 sagte ich mir entweder jetzt oder nie, egal wenn nicht so viele Leute unterwegs sind, es wird immer heißer und ich wollte heute unbedingt spielen.

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Hampi hat mir seine Seifenblasenmaschine geliehen. Das war bei den Kindern natürlich der Renner.

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Nach 30 Minuten hatte ich dann wirklich keine Kraft mehr, mir rann der schweiß in Strömen. Das war bei diesen Temperaturen wirklich harte Arbeit und darum freue ich mich umso mehr, dass viele Leute meine Darbietung gefallen hat und wir nicht ganz leer ausgegangen sind.

Nun ist fast 12 Uhr und wir packen zusammen. Für diese Nacht haben wir keine Gebühren bezahlt und die kostenlose Ver- und Entsorgungsmöglichkeit nehmen wir natürlich auch noch mit. Dann fahren wir weiter Richtung Norden.

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Am Pferfstausee verbringen wir die größte Mittagshitze mit faulenzen.

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Heute probieren wir auch das erste mal die Aussendusche aus. Einfach den Duschschlauch aus dem Badfenster hängen. Dank Absperrventil direkt an der Brause, kann ich bequem draußen duschen.

Später beschließen wir weiter zu fahren nach Wolfhagen. Die Strecke führt uns am Edersee vorbei. Die Eder nutzen wir auch für ein spontanes Bad, allerdings war die Eder so warm, das wir uns wie im Kinderbecken vom Freibad fühlten.

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Ich muß sagen, Hessen ist ein schönes Bundesland.

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Dann erreichen wir endlich den Stellplatz in Wolfhagen. Ich bin sofort begeistert. Dieser Platz bietet alles was ein Stellplatz haben muss und das für null Euros. Hier können wir auch die Cats bedenkenlos raus lassen.

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Die Niederländer gegenüber haben auch zwei Katzen dabei und so sehen wir Padova heute abend nur noch von der Ferne. Sie sitzt den ganzen Abend bei den Nachbarn.

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Banjol hingegen bleibt uns treu und versucht sich als Vorgartendeko.

Trotz der hohen Temperaturen war heute ein super Tag. Auch in Deutschland lässts sich super Urlaub machen. Vor allem kann man bis auf Sprit und Lebensmittel super günstig über die Runden kommen. Leider kühlt unser Kühlschrank bei den hohen Temperaturen nicht mehr. Ist ziemlich doof, wenn es auf einmal 14 Grad im Kühli hat.

Der erste Drehorgeleinsatz

Gestern habe ich die Drehorgel in Gmünd auf dem Stellplatz getestet ( Wir waren alleine ) , und mit Hampi zusammen habe ich versucht  sie zu reinigen und reparieren. Zwei Pfeifen brachten falsche Töne. Das legte sich aber nach gründlichem abstauben. Nun macht noch der Blasebalg ein schnarrendes Geräusch. Dieses Geräusch war beim Kauf nicht vorhanden. Wir suchten lange aber mir war irgendwie klar, dass wir da so auf die schnelle keine Chance haben.

Heute Mittag habe ich bei Herrn Maierhofer angerufen und mit ihm über die Orgel gesprochen. Er wusste sofort was ich meine mit dem Schnarren und erklärte mir, dass es nur ein Ventil im Blasebalg sein kann. Wir sollen mal vorbei kommen und dann kann er danach schauen. Die Orgel ist zwar wenig gespielt worden aber die 16 Jahre haben doch ihre Spuren an Staub und Dreck hinterlassen. So haben wir ausgemacht, dass wir nächste Woche, wenn wir eh dort in der Gegend sind, bei ihm vorbei kommen und er die Orgel repariert und auch gleich neu Stimmt. Dann haben wir hoffentlich ein paar Jahre Ruhe.

Heute Abend haben wir es dann endlich mal geschafft, die Orgel kam zum Einsatz in Schwäbisch Gmünd. Das erste mal in der Öffentlichkeit und mal ganz ehrlich gesagt, es war schon ein komisches Gefühl. Ich habe Hampi mit genommen, damit ich einen Seelsorger dabei habe und nicht ganz so einsam und verlassen bin.

Als ich dann die Kurbel drehte war alles vorbei und es machte Spaß.

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Schon nach den ersten 3 Minuten hatte ich die ersten 50 cent, damit habe ich wirklich nicht gerechnet, denn eigentlich war nicht viel los in der Stadt. Die Läden schließen um 19 Uhr und somit schwinden auch die Leute.

Nach 20 Minuten spielen hatte ich dann einen lahmen Arm und habe dann Hampi spielen lassen.

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Wir hatten auf jeden Fall einen rießen Spaß und jetzt freue ich mich schon auf das nächste mal.

Immer kommt alles anders als man denkt.

Eigentlich sollte ich heute länger Arbeiten. Aber heute morgen bekam ich einen Anruf von der Firmal Deleika http://www.deleika.de/

Gestern hatte ich an die Firma eine Email mit der Bitte um Infomatariel geschickt. Ich interesserie mich seit neuestem für Drehorgeln.

Ein schelm wer böses dabei denkt …

Heute Abend nach dem Geschäft saßen wir auch schon im Womo und machten uns auf nach Dinkelsbühl zu der Firma Deleika. Hier erfuhren wir alles über die Hauseigene Fertigung von Drehorgeln und durften auch einige Modelle probespielen.

So etwas wärs doch, das ideale Musikinstrument für mich. Einfach an der Kurbel drehen und schon kommt Musik raus. Die aufwändigen Geräte sehen wunderschön aus und klingen fantastisch. Wenn da nur nicht der Preis wäre… Klar alles Handarbeit und Made in Germany.

Nach 3 Stunden saßen wir wieder im Womo und machten uns auf dem Heimweg, heute Nacht verbringen wir in Gmünd. Morgen früh geht es dann wieder ins Geschäft.

Der Ausflug war eine kleine Sensation für mich. Ich liebe sowieso Technik und wenn man damit sogar etwas sinnvolles anfangen kann, umso besser.