Wir haben es fast mal wieder verpasst. Am 1 April 2009 sollte sich unser Leben ändern ohne das wir es damals wirklich wussten.

Mit unserem Roadrunner, dem vorgänger Womo, fing alles an. Wir sind von der Wohnung in das Wohnmobil gezogen.
Bis Mitte August 2009 haben wir in dem Kastenwagen gelebt. Jede Nacht wo anders schlafen, unter der Woche noch normal arbeiten gehen. Das waren noch Zeiten. Es war nicht immer einfach aber es war irgendwie sehr schön. Wenn ich nur an die beengten Platzverhältnisse denke, nicht mal ein großer Einkauf konnte richtig verstaut werden und duschen war nur sehr umständlich möglich, dafür hatten wir wenig Dieselkosten und wir konnten überall unauffällig parken und Übernachten. Wir denken heute noch gerne an diese Zeit zurück.
Der Umzug von dem kleinen Kastenwagen in unsere jetziges Womo war wie der Umzug von einer Wohnung in ein Haus. Wir hatten auf einmal richtig Platz, eine vollwertige Dusche, großer Kühlschrank und und und.
Die Nachteile waren aber auch nicht ohne. Schon an der Tankstelle hörte der Spaß auf, der doppelte Dieselverbrauch bedarf erst einmal einiger Gewöhnungszeit. Auch das Freistehen an den verschiedensten Plätzen war nicht mehr ganz so unauffällig möglich. Dennoch hatten wir bisher noch nie Probleme wenn wir irgendwo übernachtet haben.
Mit dem großen Womo und den hohen Spritkosten schränkten wir unsere Fahrten automatisch etwas ein, und standen Wochenweise auf den Stellplätzen in der Nähe rum.

So wurde der Wohnmobilstellplatz in Schwäbisch Gmünd unser Hauptwohnsitz für einige Monate. Sicher war es hier nicht wirklich schön, aber als Wohnmobilbewohner muss man lernen mit Kompromissen zu leben.
Auch den ersten Winter im Wohnmobil, verbrauchten wir durchgängig auf diesem Stellplatz, 3 Monate ohne einen einzigen Meter zu fahren. Tagsüber fuhren wir mit unseren 2 PKW´s ganz normal zur Arbeit und Abends war dann Womo Alltag angesagt.
Der erste Winter war sehr interessant, wir konnten erfahren was für Probleme da auf einen zukommen. Es war wunderschön im warmen Womo zu sitzen und draußen dem Schneetreiben zuzuschauen. Trotzdem zogen wir es vor, den zweiten und dritten Winter im warmen Süden zu verbringen.
Immer wieder werden wir gefragt ob das mit der Zeit nicht langweilig wird. Das ist eine gute Frage, Leute die seit 25 jahren im Wohnmobil leben, sagen: Wer 3 Jahre im Womo lebte, wird nicht mehr in eine feste Wohnung ziehen.
Ich für meinen Teil kann sagen, bisher war es schön, ich möchte diese Zeit nicht mehr missen und was die Zukunft bringt weiß keiner. Wir haben verschiedene Plätze wo wir immer wieder anfahren, dort kennen wir uns und fühlen uns dann auch wie zu Hause. Durch unsere Arbeit wird es uns auch nicht langweilig, wir haben immer wieder neue Aufgaben und so eine abwechslungsreiche Zeit.
In diesem Sinne auf das nächste Jahr!